8 Energie und Wärme

Fachausdrücke

Fachausdrücke


Joel Scherrer
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte der Energie und Wärme im Kontext der Berufslehre. Sie decken Themen wie Wärmeübertragung, Wärmeleitfähigkeit, Wärmedurchgangskoeffizienten und thermische Behaglichkeit ab. Die Karteikarten erklären auch Begriffe wie erneuerbare und nichterneuerbare Energien, Grenzwerte und die Bedeutung von Bauteilen wie Fenstern und opaken Bauteilen. Ideal für Auszubildende, die ein Verständnis für Energieeffizienz und Wärmebilanzierung in Gebäuden benötigen.
Flashcards
23
Students
14
Language
German
Category
Nature Studies
Created / Updated
10.03.2014 / 22.10.2020

Flashcards

Aussenklima

Gesamtheit der Wettereinflüsse (Temperatur, Feuchtigkeit, Sonne, Wind,...)

Aggregatzustand

Als Aggregatzustände bezeichnet man qualitativ verschiedene, temperatur- und druckabhängige physikalische Zustände von Stoffen (fest, flüssig, gasförmig).

Aussentemperatur  (Oe) [°C]

Temperatur der Aussenluft, gemittelt über die Berechnungsperiode (Monat). (Oea) Ist die Jahresmitteltemperatur.

Beheizter Raum

Raum oder abgeschlossener Bereich, der auf die Innentemperatur beheizt wird.

Energiebezugsfläche

Die Energiebezugfläche berechnet sich aus der Bodenfläche aller beheizten Räume, inbegriffen die Flächen, auf denen die Mauren stehen. Zu berücksichtigen sind Wohnräume, Küche, Schlafzimmer, Treppenhäuser, Korridore. Nicht berücksichtigt werden Garagen, Estrich unbewohnte Keller, Heizraum, Waschraum.

Erneuerbare Energie

Als Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien oder Alternativenergien, bezeichnet man nachhaltige Energiequellen. Bsp.: Wasserkraft, Wind, Photovoltaik, Holz, Stroh, u.a. feste Stoffe, Biodiesel, Klärschlamm, Müll, Deponiegase, Klärgase einschl. Biogas, Geothermik, u.a.

Fensterfläche (Aw) [m2]

Als Fensterfläche gilt das lichte Mass der Wand - bzw. Dachöffnung für Fenster und Türen. Fenster- und Wandflächen (bzw. Dachflächen) müssen zusammen die Fassadenfläche (bzw. Dachfläche) ergeben.

Gebäudehülle (Ath) [m2]

Summe der FLächen, welche bei der Berechnung des Heizwärmbedarfs als Systemgrenze für die Wärmebilanzierung verwendet werden. Flächen gegen unbeheizte Räume und gegen das Erdreich werden mit dem entsprechenden Reduktionsfaktor bu bzw. bG gewichtet. Flächen gegen beheizte Räume werden nicht berücksichtigt.

Gebäudehülle (Ath) [m2]

Summe der FLächen, welche bei der Berechnung des Heizwärmbedarfs als Systemgrenze für die Wärmebilanzierung verwendet werden. Flächen gegen unbeheizte Räume und gegen das Erdreich werden mit dem entsprechenden Reduktionsfaktor bu bzw. bG gewichtet. Flächen gegen beheizte Räume werden nicht berücksichtigt.

Grenzwerte

Grenzwerte sind bei Neubauten sowie bei neuen Bauteilen einzuhalten. Bei Umbauten sind entweder die Grenzwerte der Systemanforderungen für Umbauten oder die Grenzwerte für Einzelbauteile im Rahmen des technisch Möglichen und wirtschaftlich Tragbaren sowie unter Berücksichtigung der Anforderungen des Denkmalschutzes einzuhalten.

Minergie

Minergie ist eine weltweit geschützte Marke für nachhaltiges Bauen.

Nichterneuerbare Energie

Hierzu zählen Kohle, Erdöl und Erdgas. Sie dienen als Brenn- und Kraftstoff in Kraftwerken, Fahrzeugen und Flugzeugen und als Ausgangslmaterial für die chemische Industrie. Ebenfalls Uran gehört in diese Kategorie.

Opake Bauteile

Lichtundurchlässige Bauteile wie Aussenwände, Dächer u.a.

Spezifische Wärmekapazität

Die spezifische Wärmekapazität oder kurz spezifische Wärme eines Stoffes ist eine physikalische Eigenschaft und bezeichnet die auf die Masse bezogene Wärmekapazität

Thermische Behaglichkeit (Raumklima)

Wird bestimmt durch Raumluft-, Oberflächetemperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftbeawegung, Bekleidung und Wärmeabgabe der Bewohner, physiologischer Zustand.

Wärmebrücke

Eine Wärmebrücke (oft fälschlicherweise als Kältebrücke bezeichnet) ist ein Bereich in Bauteilen eines Gebäudes, durch den die Wärme schneller nach aussen transportiert wird, als durch die anderen Bauteile.

Wärmedurchgangskoeffizient, U-Wert [W/(m2*K)] --► 1/R

(früher k-Wert) Wärmestrom durch 1 m2 eines Bauteils bestehender Dicke, wenn Temperaturdifferenz 1 K beträgt.

Wärmedurchlasswiderstand, R-Wert [m2 *K/W] --► 1/U

Verhältnis der Temperaturdifferenz zwischen den beiden Seiten einer ebenen Bauteilschicht zur Dichte des Wärmestromes, welcher diese Schicht im stationären Zustand durchquert.

Wärmeleitfähigkeit, Lambdawert [W/(m*K)]

Wärmestromdichte bei einem Temperaturgefälle von 1 Kelvin [K] pro Meter unter stationären Verhältnissen in einem homogenen Stoff

Wärmeübertragung

Wärmeübertragung ist der Transport Thermischer Energie infolge eines Temperaturunterschiedes.

Wärmeleitung

Bei der Wärmeleitung wird kinestische Energie zwischen benachbarten Atomen oder Molekülen ohne Materialtransport übertragen.

Wärmestrahlung

Die Wärmestrahlung nach dem Stefan Boltzmann-Gesetz ist ein Teil der elektromagnetischen Wellen. Meist wird die Energie durch infrarote Wellen, die ein Teil des elektromagnetischen Spektrums sind, transportiert.

Wärmströmung

Bei der Konvektion oder Wärmströmung wird Wärme von einem festen System auf ein strömendes Fluid übertragen und als innere Energie oder Enthalpie mitgeführt oder es wird umgekehrt ein fester Körper von einem wärmeren Fluid angeströmt und "aufgeheizt".

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