6b - VWL & BWL - Geld & Kredit

Unterricht vom 5.10.2013 - UK

Unterricht vom 5.10.2013 - UK


M. H.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen der Volks- und Betriebswirtschaftslehre, insbesondere im Bereich Geld und Kredit, auf Berufsschulniveau. Sie behandeln Themen wie Wechselkurse, Inflation, Deflation, die Aufgaben und Instrumente der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie die Funktionen und Eigenschaften von Geld. Die Karteikarten eignen sich für Studierende und Berufstätige, die ihr Verständnis der Geldpolitik und der wirtschaftlichen Zusammenhänge vertiefen möchten.
Flashcards
21
Students
11
Language
German
Category
Macro-Economics
Created / Updated
24.10.2013 / 20.04.2022

Flashcards

 

Geld
Funktionen & Eigenschaften

Funktionen
-> Tausch-, Zahlungsmittel
-> Wertmaßstab (Recheneinheit)
-> Kreditmittel

Eigenschaften:
-> Haltbarkeit
-> Teilbarkeit
-> Seltenheit
-> Homogenität
- > allg. Annahmebereitschaft

 

Geldschöpfung der
Zentralbank

EZB (Rat) genehmigt die Ausgabe des Euro-Papiergeldes, -> die Ausgabe selbst erfolgt durch die Bundesbank

 

Wichtige Ziele
der EZB (2)

Preisniveaustabilität (Hauptziel)

-> Vermeidung v. gr. Schwankungen des Geldwertes

-> Zielgröße ist die Inflation (Inflationsrate)
-> spez. < aber nahe 2% gegenüber dem Vorjahr  

Ausgeglichene konjunkturelle Entwicklung

-> Vermeidung von Rezession

Instrument: Veränderung des Leitzins
-> Somit kann d. Zentralbank sowohl auf Inflation als auch auf konjunkturelle Entwicklung einwirken

Weiteres Ziel: Unterstützung der Wirtschaftspolitik in der EG -> Ziel: hohes Beschäftigungsniveau u. dauerhaftes Wachstum nur soweit möglich ohne Gefährdung d. Preisniveaustabilität

 

 

Grundlegende Aufgaben
der EZB (4)

- Geldpolitik (geldpolitische Instrumente)
- Durchführung von Devisengeschäften
- Verwaltung der offiz. Währungsreserven der Mitgliedstaaten (Portfolio Management)
- Versorgung der Volkswirtschaft mit Geld, (Förderung d. reibungslosen Zahlungsverkehrs)  

 

Weitere Aufgaben
der EZB (4)

- Genehmigung d. Ausgabe des Bargeldes, d. Ausgabe selbst erfolgt durch d. Bundesbank
- Beitrag zur Aufsicht über die Kreditinstitute und zur Stabilität der Finanzmärkte
- Beratung der Gemeinschaft und nat. Behörden, Zusammenarbeit mit anderen int. und europ. Organen
- Sammlung v. statistischen Daten, Erstellung einer Zentralbankbilanz

 

Geldpolitische
Instrumente der EZB (3)

- Offenmarktgeschäfte

- Ständige Faszilitäten

- Mindestreservepolitik

 

 

Leitzins

Von der EZB festgelegte Zinsatz für die Abgabe von Zentralbankgeld
-> Geschäftsbanken geben diesen an ihre Kunden weiter
 

 

Offenmarktgeschäfte

Verkauf von festverzinsl. Wertpapieren o. Devisen
-> entzieht dem Markt Geld (Geldvernichtung)

Kauf von von festverzinsl. Wertpapieren o. Devisen
-> erhöht die Geldmenge (Geldschöpfung)

Hauptrefinanzierungsinstrument
= Wertpapierpensionsgeschäfte
-> festverzninsl. Wertpapiere werden als Pfand angenommen und später mit Zinsaufschlag ausgelöst

 

Ständige Faszilitäten

Einlagefaszilität:
Überschüssige Liquidität wird von Kreditinst. über Nacht bei der EZB deponiert -> Mindestzinssatz f. Tagesgeld

Spitzenrefinanzierungsfaszilität:
Deponierte Gelder werden von Kreditinst. bei der EZB in Anspruch genommen -> Höchstzinssatz f. Tagesgeld

 

Mindestreservepolitik

Geschäftsbanken müssen best. Prozentsätze der Einlagen (Sparguthaben, Geschäftskonten, etc.) als Reserve bei der EZB hinterlegen.

-> Erhöht die EZB die Mind. Reserv. sinkt die Geldmenge
-> Senkt die EZB die Mind. Reserv. steigt die Geldmenge

 

Organe der EZB (3)

Direktorium:
->Präsident, Vize-Räsident, bis zu 4 weitere Mitglieder
(4 SItze v. D, FR, IT, ES)

Rat der EZB:
-> Direktorium + alle (17) Präsidenten der nat. Zentralbanken

Erweiterter Rat der EZB:
-> EZB-Rat + Präsidenten der nat. Zentralbanken der Nichtteilnehmerländer

 

Inflation

Preisniveau steigt -> Geldwert sinkt

Menge d. Geldes nimmt zu -> Menge der Güter nimmt ab

 

Deflation

Preisniveau sinkt -> Geldwert steigt

Menge d. Geldes nimmt ab -> Menge der Güter nimmt zu

 

Inflation
Ursachen (4)

Zentralbank stellt zu viel Geld zur Verfügung

Stützkäufe von anderen Währungen

hohe priv. o. staatl. Güternachfrage infolge Ausweitung der Geldmenge -> Buchgeldschöpfung

Kapitalzufluss aus anderen Ländern -> Kapitalimport

 

Inflation
Auswirkungen (3)

- Preis sagt nichts mehr über die Knappheit eines Guts aus -> Preis verliert Signalfunktion

- Koordination v. Angebot u. Nachfrage erschwert

- Inländische Güter werden int. weniger gekauft

 

Deflation
Auswirkungen (5)

- Abschwung d. Wirtschaft 

- sinkende Preise u. Löhne

- Nachfrage sinkt

- Arbeitslosigkeit steigt

- BIP schrumpft

 

Aussenwirtschaftl. Geldwert

 

- Wert der eigenen Währung (€) im Ausland ($)

- Der Wert einer Währung im Verhältn. zu einer anderen

- Ermöglichst zwischenstaatl. Preisvergleich und int. Handel

 

Sinkender Außenwert der Währung (€)

- Export wird billiger

- Import wird teurer

 

Steigender Außenwert der Währung (€)

- Export wird teurer

- Import wird billiger

 

Flexibler Wechselkurs
Vor/Nachteil

- entspricht dem Prinzip der marktwirtsch. Preisbildung
-> Preis entsteht durch Angebot/Nachfrage

Vorteile:
- eigenst. Geldpolitik bleibt erhalten 
- keine Interventionsverpflichtungen
-> volle Kontrolle über Geldmengenentwicklung
- flexible Wechselkurse stützen die stetige Anpassung der Wirtschaft

Nachteile:

- Instabilität und die damit einhergehende Unsicherheit u. Unvorhersehbarkeit

 

Fester Wechselkurs
Vor/Nachteile

- fester Leitkurs, (Parität) 
-> wird durch Interventionen konstant gehalten
-> Binnenwert ist gleich Aussenwert der Währung

Vorteile:
- Kursstabilität
-> sichere Kalkulierbarkeit u. Vorhersehbarkeit der Wechselkurse
- niedrigen Transaktionskosten
- Glaubwürdigkeit d.Wechselkurssystems

 

 

Nachteile:

- Verzicht auf die autonome Geldpolitik
- anfällig für Spekulationen
- Einschränkung der Handlungsfreiheit der Wirtschaftspolitik
- Importierte Inflation d. wachsende Exportüberschüsse

 

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