4. Kapitel

Strommärkte, KW-Einsatz, Verbrauchssteuerung

Strommärkte, KW-Einsatz, Verbrauchssteuerung


Tom Are
Diese Lernkarten behandeln fortgeschrittene Themen der Physik im universitären Kontext, mit Fokus auf Energieerzeugung und -verteilung. Sie decken Aspekte wie Nachfrage-Management, Stromerzeugungskosten, Regelenergie und die Auswirkungen erneuerbarer Energien auf das Stromnetz ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Physik oder Energieingenieurwesen, die sich mit den Herausforderungen und Lösungen im modernen Energiesystem auseinandersetzen möchten.
Flashcards
19
Students
2
Language
German
Category
Physics
Level
University
Created / Updated
20.07.2015 / 22.09.2020

Flashcards

Liberalisierung der Energiewirtschaft

vor: Erzeugung, Übertragung, Verteilung, Vertrieb, Verbraucher (teilweise komplett in 1 Hand)

nach: Erzeugung + Vertrieb im Wettbewerb, Übertragung und Verteilung reguliert

Strommarkt Klassifizierung

Großhandesmarkt: Börse (Spot, Termin) OTC (Spot, Termin)

Regelenergiemarkt

Spotmarkt

täglich bis 12 Uhr, für Folgetag (einzelne h, Standardprodukte (Base, Peak), Blockkontrakte)

Terminmarkt:

gehandelt werden Futures (standardisierte Termingeschäfte) und Options (Kauf-,Verkaufrechte)

Lieferzeiträume Monate, Quartal, Jahr

OTC:

Freverkehrsmarkt zw. Händlern und Brokern direkt

außerhalb der Strombörse, meist standardisierte Produkte (nicht anonym wie an Börse)

Regelenergiemarkt

Ausschreibung Regelenergie durch 4 ÜNB

Primär, Sekundär (wöchentl.) Minutenreseve (täglich)

Bestandteile der Stromrechnung

25 % Strombecaffung und Vertrieb (marktbestimmt)

25 % Netzentgeld

50 % Steuern und Abgaben

KW-Einsatz : Planung und Realisierung

langfristig (>5a): Optimierung nach Stromerzeugungskosten -> KW-Leistung festlegen PrimärET, Standort

mittelfristig (1W-5a): Brennstoffversorgung gewährleisten, Prognose d Liefervolumens

kurzfristig: (1h - 1W): wirtschaftlich optimale Planung (abh. v. Stromerzeugungskosten)

Jahresdauerlinie und Lastbereiche

Grundlast: >6.000h (Kern, Bk, Biomasse)

Mittellast (2-6.000) SK, Wasser, Gas)

Spitzenlast (<2.000) Wind, PV

 

die klassische Aufteilung in Grund(Uran, BK) Mittel (SK) Spitzen (Gas, Öl) löst sich durch EE auf

Herausforderung:

 

vorrangige Einspeisung EE -> konventionelle KW sinken in h

Flexibilität gefordert

Stromerzeugungskosten:

Arbeitskosten : - Brennstoff, CO2-Zertifikat, Betriebsstoffe (kurzfristige Einsatzentscheidung)

Leistungskosten: Personal, Fremdlieferung, Abschreibung, Kapitalkosten (langfristige)

Einsatzreihenfolge der KW

 

nach Merit Order. KW mit den geringsten Grenzkosten zuerst, bis Nachfrage erfüllt

CO2-Kosten / EE- Einspeisung kann alte Reihenfolge stark verändern

Ziel Netzfrequenzregelung

Aufrechterhalten des Leistungsgleichgewichts:

(elektr. Energie kaum speicherbar, Kunde verbraucht nach Bedarf, unabh. v. Proukton, Wind/PV speisen unabh. v. Verbauch ein

Störgrößen Netzfrequenz

plötzliche Leistungsänderung

- Kunden Ausfall Großverbraucher, Änderung Nachfrage

- Technik (KW-Ausfall, Leitungsausfall)

- Einspeisung EE

Regelenergie:

Primär (30s)

Sekundär (5 min spät. - 15 Ausgleich- 60 min halten

Minuten, ab 15 min Sekundär abgelöst

Anforderungen durch EE-Ausbau:

hohe Flexibilität der konv. KW

- Ausbau der Speicher

- Ausbau Stromnetz

gesicherte Leistung:

prozentualer Anteil der Nennlast, der statistisch gesehen zum Zeitpunt der Jahreshöchstlast zuverlässig zur Verfügung steht

gesicherte Leistung:

prozentualer Anteil der Nennlast, der statistisch gesehen zum Zeitpunt der Jahreshöchstlast zuverlässig zur Verfügung steht

Demand-Side-Management

= Steuerung der Nachfrage:

- Verbrauch kann zeitlich reguliert werden

- Kühlgeräte vorrübergehend abschalten ohne Funktion zu beeinträchigen

- Seit 2013 kann Industrie zeitlich befristete Redukton des Stromverbrauchs gg. Zahlung anbieten

Study