Kartei BKP 4.5/4.7


Moritz Rolli
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Sondennahrung, Injektionen und Wundversorgung auf Berufslehre-Niveau. Sie decken Themen wie Definitionen, Vor- und Nachteile, sowie die Anwendung und Pflege von Sonden und Wundbehandlungen ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Pflegefachleute und Medizinstudenten, die sich mit der praktischen Anwendung und den theoretischen Grundlagen der Wundversorgung, Sondennahrung und Injektionen vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
41
Utilisateurs
51
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
10.03.2014 / 31.03.2025

Cartes-fiches

Definition Enterale Ernährung

nutzt den Magen-Darm-Trakt (oral, gastral, duodenal, jejunal)

Definition Parenterale Ernährung

umgeht den Magen-Darm-Trakt. (--> Zentralvenös.)

Indikationsgründe für enterale Ernährung

Mechanische Behinderung der Nahrungspassage (Tumor)

Neurologische Schluckstörung (Apoplex)

Onkologische Erkrankungen (Magentumor)

Komatöse Patienten (Bewusstlose Klienten)

Psychiatrische Erkrankungen (Anorexie)

Nach Magen OP

Kontraindikation bei enteraler Ernährung

Pat. will nicht (REA nein)

Fettleibigkeit

Bauchfellentzündung

Bedeuutung der Sondennahrung für Klient

Abhängigkeit

Unwohlsein

Einschränkung

Definition Transnasale Sonde

Sonde, welche durch die Nase, den Oesophagus in den Magen bis zum Jejunum eingeführt werden. 

Definition PEG Sonde

Perkutane endoskopische Gastrostomie

Vor- und Nachteile einer PEG/Transnasalen Sonde

Vorteile

PEG Sonde: Eignet sich zur Langzeiternährung, Geringe Dislokationsgefahr, Nahrungsaufnahme zusätzlich möglich

Transnasale Sonde: Kann ohne OP eingelegt werden

Nachteile

PEG Sonde: Muss endoskopisch eingelegt werden

Transnasale Sonde: Ist sichtbar, Zusätzliche Nahrungsaufnahme stark beeinträchtigt. 

Definition Bolusapplikation

Sondennahrung wird langsam (10-20min.) zugefügt per Spritze

Definition Schwerkraftapplikation

Sondennahrung wird höher als Klient aufgehängt und mit Sondenbesteck verabreicht. Geschwindigkeit kann eingestellt werden. 

Definition Pumpengesteuerte Applikation

Elektrisch betriebene Pumpe verabreicht eine bestimmte Menge Sondennahrung über eine definierte Zeit kontinuierlich. 

Nenne die 2 Gruppen der Enteralen Sondennahrung und definiere sie.

Hochmolekulare, nährstoffdefinierte Diäten (NDD) --> Nahrung wird nicht gespalten verabreicht, bei Pat. mit Intaktem Verdauungstrakt. 

Niedermolekulare, chemisch definierte Diäten (CDD) --> Nahrung bereits gespalten, für Klienten mit eingeschränktem Verdauungstrakt. 

Vor-, Nachteile Bolusapplikation

VORTEILE: Wenig Material, Geringe Kosten, Unabhängiger Pat.

NACHTEILE: Häufig Erbrechen, Völlegefühl, Zeitaufwendig.

Vor-. Nachteile Schwerkraftapplikation

VORTEILE: Gute Vertäglichkeit, Kostengünstig, Einfache Handhabung

NACHTEILE: Stetige Einlaufkontrolle nötig, da Sonde sonst Verstopfen könnte.

Vor-, Nachteile Pumpengesteuerte Applikation

VORTEILE: Exakte Einstellung der Zulaufgeschwindigkeit, Gleichmässige Dosierung, Alarmfunktion bei Störung

NACHTEILE: Gefühl der Abhängigkeit, Hohe Kosten, Instruktion der Handhabung erforderlich. 

Komplikationen bei Sondennahrung

Magen-Darm-Störungen (Erbrechen, Nausea, Durchfall)

Infektiöse Diarrhoe bei nicht Einhalten der hygienischen Prinzipien

Aspiration

Reflux

lokale Wundinfektionen

Prinzipien der Verabreichung von Sondennahrung

Verfallsdatum, Verabreichung gemäss Verordnung, Nahrung Wärmen, DOKUMENTATION, Klient ca. 30 min, nach dem "Essen" hochlagern. 

Hygienische Aspekte bei Sondennahrung

Waschen und desinfizieren der Hände, Überleitsysteme nicht länger als 24h verwenden, Nach jeder Nahrungsabgabe Sonde Spülen, 4h Pausen nach dem essen einlegen, Angebrochene Flaschen max. 24h im Kühlschrank verschlossen aufbewahren.

Medikamentenverabreichung des Medis via Sonde

Medi's per Sonde auf ein minimum reduzieren

Flüssige Arzneimittel verwenden

Medi's wenn nötig Mörsern, danach UNBEDINGT spülen

Medis und Sondennahrung nicht mischen

Zeitabstände zwischen Sondennahrung und Medikament beachten

Pflegemassnahmen bei PEG Sonde

VW nach Asepsis 1-2 mal pro Woche

Pflege und Desinfektion der Austrittsstelle sehr wichtig. 

Pflegemassnahmen bei Transnasaler Magensonde

Pflege von Nasenschleimhaut --> Dekubitusgefahr

Mundpflege

Fixation regelmässig überprüfen.

Definition Wunde

eine Wunde ist die Durchtrennung oder Beschädigung von Haut oder Schleimhaut

Nenne die 4 Entstehungsursachen einer Wunde

Mechanisch bedingte Wunden: Durch Schlag, Stich, Druck, Schuss etc.

Thermisch bedingte Wunden: Durch extreme Temperaturen (Verbrennung, Erfrierung)

Chemisch bedingte Wunden: Durch Chemikalien Lauge Säuren

Krankheitsbedingte Wunden: Durch Dauerhafte Einwirkung hautschädigender Faktoren (Dekubiti, Ulkus Cruris)

Ziele der Wundheilung

Vollständige Heilung funktionell wie kosmetisch

Definition Primäre/sekundäre Wunde

Primäre Wunde: glatte, frische Wunde ohne Infektionszeichen. Glatt adaptierte Wundränder. Die Haut muss Primär geschlossen werden, so verheilt die Wunde.

Sekundäre Wunde: Heilung aus der Tiefe durch Kontraktion, Granulation und Epithelisierung.

Nenne die Phasen der Wundheilung

Exsudationsphase: Austretendes Blut und Gewebewasser füllen die Wundlücke auf. Durch Vasokonstriktion und Blutgerinnung verklebt die Wunde. Abwehrzellen wandern in die Wunde und Bauen Bakterien ab. Die austretende Gewebsflüssigkeit führt zum Wundödem.

Proliferationsphase: Aus dem Wundrand spriessen kleinste Blutgefässe in das Wundbett ein. Es bildet sich gefässreiches Granulationsgewebe, die Wunde schrumpft und gewinnt an Festigkeit.

Regenerationsphase: Durch die Epithelisierung kommt es zur Narbenbildung.

Nenne Faktoren welche die Wundheilung fördern

Intakte, gut durchblutete haut

Ruhigstellung

Eiweissreiche nahrung

Nenne Faktoren welche die Wundheilung verzögern

Alter

Krankheitsanamnese

Nenne die Entzündungszeichen

Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerzen, Einschränkung der Betroffenen Stelle

Rubor, Tumor, Calor, Dolor, functio lasea

Nenne Wundheilungsstörungen, Komplikationen

Hämatom, Wundinfektion, Wunddehiszenz  (Wieder aufplatzen)

Bei welcher Wunde welche Behandlung?

Nasse Wunden: Feuchtigkeitsentziehende Wundbehandlung

Feuchte Wunden: Feuchtigkeitsregulierende Wundbehandlung

Trockene Wunden: meist Feuchtigkeitszuführende Wundbehandlung

Grundsätze der Wundversorgung

Aseptische Wunden selten Verbinden

Pat informieren

So viel VW-Material mitnehmen wie nötig

Fenster Zu

Keine Keimaufwirbelung im Raum

Beurteilung der Wunde nach IWCS

1. Wundgrösse

2. Wundtiefe

3. Zustand der Wunde

4. Exudationsgrad

5. Infektion

6. Wundrandbeurteilung

Definition Jet-PEG-Sonde

Darmsonde, welche im Magen in den Darm vorgeschoben wird

PEJ-Sonde

Sonde welche direkt in den Darm gelegt wird.

Wie lange dauert es bis zum Wirkungseintritt bei einer s/c, i.m. oder i.v. Injektion

s/c: 20 - 30min.

i.m.: 15 - 20min.

i.v.: Sekunden bis wenige Minuten

Nenne Vor- und Nachteile von Injektionen.

Vorteile:

  • Schneller Wirkungseintritt
  • Exakte Dosierung, Kein Wirkstoffverlust
  • Keine Umwandlung des Medikaments
  • Verabreichung auch bei Bewusstlosen möglich

Nachteile

  • Abhängig vom Personal
  • Verletzung der Integrität
  • Zeit- und Materialaufwendig
  • Schmerzen
  • Gefahr von Komplikationen

Wann ist eine s/c - Injektion Kontraindiziert?

  • Störung der Hautdurchblutung
  • Entzündungen
  • Ödeme
  • Hautveränderungen

Wann ist eine i.m. - Injektion Kontraindiziert?

  • Störung der Hautdurchblutung
  • Ödeme
  • Entzündungen
  • Antikoagolation
  • Verdacht auf Herzinfarkt

  Definiere "Diabetes melitus"

chronische Störung des Stoffwechsels, bei der das Hormon Insulin fehlt oder nur noch bedingt wirkt. Der Übertritt von Glukose vom Blut in die Zellen ist gestört. Dies führt zu einem erhöhten BZ - Spiegel.

Étudier