4.5 / 4.6 / 4.7 Sondennahrung, Injektionen, Wundverbände
Kartei BKP 4.5/4.7
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Cartes-fiches
Definition Enterale Ernährung
nutzt den Magen-Darm-Trakt (oral, gastral, duodenal, jejunal)
Definition Parenterale Ernährung
umgeht den Magen-Darm-Trakt. (--> Zentralvenös.)
Indikationsgründe für enterale Ernährung
Mechanische Behinderung der Nahrungspassage (Tumor)
Neurologische Schluckstörung (Apoplex)
Onkologische Erkrankungen (Magentumor)
Komatöse Patienten (Bewusstlose Klienten)
Psychiatrische Erkrankungen (Anorexie)
Nach Magen OP
Kontraindikation bei enteraler Ernährung
Pat. will nicht (REA nein)
Fettleibigkeit
Bauchfellentzündung
Bedeuutung der Sondennahrung für Klient
Abhängigkeit
Unwohlsein
Einschränkung
Definition Transnasale Sonde
Sonde, welche durch die Nase, den Oesophagus in den Magen bis zum Jejunum eingeführt werden.
Definition PEG Sonde
Perkutane endoskopische Gastrostomie
Vor- und Nachteile einer PEG/Transnasalen Sonde
Vorteile
PEG Sonde: Eignet sich zur Langzeiternährung, Geringe Dislokationsgefahr, Nahrungsaufnahme zusätzlich möglich
Transnasale Sonde: Kann ohne OP eingelegt werden
Nachteile
PEG Sonde: Muss endoskopisch eingelegt werden
Transnasale Sonde: Ist sichtbar, Zusätzliche Nahrungsaufnahme stark beeinträchtigt.
Definition Bolusapplikation
Sondennahrung wird langsam (10-20min.) zugefügt per Spritze
Definition Schwerkraftapplikation
Sondennahrung wird höher als Klient aufgehängt und mit Sondenbesteck verabreicht. Geschwindigkeit kann eingestellt werden.
Definition Pumpengesteuerte Applikation
Elektrisch betriebene Pumpe verabreicht eine bestimmte Menge Sondennahrung über eine definierte Zeit kontinuierlich.
Nenne die 2 Gruppen der Enteralen Sondennahrung und definiere sie.
Hochmolekulare, nährstoffdefinierte Diäten (NDD) --> Nahrung wird nicht gespalten verabreicht, bei Pat. mit Intaktem Verdauungstrakt.
Niedermolekulare, chemisch definierte Diäten (CDD) --> Nahrung bereits gespalten, für Klienten mit eingeschränktem Verdauungstrakt.
Vor-, Nachteile Bolusapplikation
VORTEILE: Wenig Material, Geringe Kosten, Unabhängiger Pat.
NACHTEILE: Häufig Erbrechen, Völlegefühl, Zeitaufwendig.
Vor-. Nachteile Schwerkraftapplikation
VORTEILE: Gute Vertäglichkeit, Kostengünstig, Einfache Handhabung
NACHTEILE: Stetige Einlaufkontrolle nötig, da Sonde sonst Verstopfen könnte.
Vor-, Nachteile Pumpengesteuerte Applikation
VORTEILE: Exakte Einstellung der Zulaufgeschwindigkeit, Gleichmässige Dosierung, Alarmfunktion bei Störung
NACHTEILE: Gefühl der Abhängigkeit, Hohe Kosten, Instruktion der Handhabung erforderlich.
Komplikationen bei Sondennahrung
Magen-Darm-Störungen (Erbrechen, Nausea, Durchfall)
Infektiöse Diarrhoe bei nicht Einhalten der hygienischen Prinzipien
Aspiration
Reflux
lokale Wundinfektionen
Prinzipien der Verabreichung von Sondennahrung
Verfallsdatum, Verabreichung gemäss Verordnung, Nahrung Wärmen, DOKUMENTATION, Klient ca. 30 min, nach dem "Essen" hochlagern.
Hygienische Aspekte bei Sondennahrung
Waschen und desinfizieren der Hände, Überleitsysteme nicht länger als 24h verwenden, Nach jeder Nahrungsabgabe Sonde Spülen, 4h Pausen nach dem essen einlegen, Angebrochene Flaschen max. 24h im Kühlschrank verschlossen aufbewahren.
Medikamentenverabreichung des Medis via Sonde
Medi's per Sonde auf ein minimum reduzieren
Flüssige Arzneimittel verwenden
Medi's wenn nötig Mörsern, danach UNBEDINGT spülen
Medis und Sondennahrung nicht mischen
Zeitabstände zwischen Sondennahrung und Medikament beachten
Pflegemassnahmen bei PEG Sonde
VW nach Asepsis 1-2 mal pro Woche
Pflege und Desinfektion der Austrittsstelle sehr wichtig.
Pflegemassnahmen bei Transnasaler Magensonde
Pflege von Nasenschleimhaut --> Dekubitusgefahr
Mundpflege
Fixation regelmässig überprüfen.
Definition Wunde
eine Wunde ist die Durchtrennung oder Beschädigung von Haut oder Schleimhaut
Nenne die 4 Entstehungsursachen einer Wunde
Mechanisch bedingte Wunden: Durch Schlag, Stich, Druck, Schuss etc.
Thermisch bedingte Wunden: Durch extreme Temperaturen (Verbrennung, Erfrierung)
Chemisch bedingte Wunden: Durch Chemikalien Lauge Säuren
Krankheitsbedingte Wunden: Durch Dauerhafte Einwirkung hautschädigender Faktoren (Dekubiti, Ulkus Cruris)
Ziele der Wundheilung
Vollständige Heilung funktionell wie kosmetisch
Definition Primäre/sekundäre Wunde
Primäre Wunde: glatte, frische Wunde ohne Infektionszeichen. Glatt adaptierte Wundränder. Die Haut muss Primär geschlossen werden, so verheilt die Wunde.
Sekundäre Wunde: Heilung aus der Tiefe durch Kontraktion, Granulation und Epithelisierung.
Nenne die Phasen der Wundheilung
Exsudationsphase: Austretendes Blut und Gewebewasser füllen die Wundlücke auf. Durch Vasokonstriktion und Blutgerinnung verklebt die Wunde. Abwehrzellen wandern in die Wunde und Bauen Bakterien ab. Die austretende Gewebsflüssigkeit führt zum Wundödem.
Proliferationsphase: Aus dem Wundrand spriessen kleinste Blutgefässe in das Wundbett ein. Es bildet sich gefässreiches Granulationsgewebe, die Wunde schrumpft und gewinnt an Festigkeit.
Regenerationsphase: Durch die Epithelisierung kommt es zur Narbenbildung.
Nenne Faktoren welche die Wundheilung fördern
Intakte, gut durchblutete haut
Ruhigstellung
Eiweissreiche nahrung
Nenne Faktoren welche die Wundheilung verzögern
Alter
Krankheitsanamnese
Nenne die Entzündungszeichen
Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerzen, Einschränkung der Betroffenen Stelle
Rubor, Tumor, Calor, Dolor, functio lasea
Nenne Wundheilungsstörungen, Komplikationen
Hämatom, Wundinfektion, Wunddehiszenz (Wieder aufplatzen)
Bei welcher Wunde welche Behandlung?
Nasse Wunden: Feuchtigkeitsentziehende Wundbehandlung
Feuchte Wunden: Feuchtigkeitsregulierende Wundbehandlung
Trockene Wunden: meist Feuchtigkeitszuführende Wundbehandlung
Grundsätze der Wundversorgung
Aseptische Wunden selten Verbinden
Pat informieren
So viel VW-Material mitnehmen wie nötig
Fenster Zu
Keine Keimaufwirbelung im Raum
Beurteilung der Wunde nach IWCS
1. Wundgrösse
2. Wundtiefe
3. Zustand der Wunde
4. Exudationsgrad
5. Infektion
6. Wundrandbeurteilung
Definition Jet-PEG-Sonde
Darmsonde, welche im Magen in den Darm vorgeschoben wird
PEJ-Sonde
Sonde welche direkt in den Darm gelegt wird.
Wie lange dauert es bis zum Wirkungseintritt bei einer s/c, i.m. oder i.v. Injektion
s/c: 20 - 30min.
i.m.: 15 - 20min.
i.v.: Sekunden bis wenige Minuten
Nenne Vor- und Nachteile von Injektionen.
Vorteile:
- Schneller Wirkungseintritt
- Exakte Dosierung, Kein Wirkstoffverlust
- Keine Umwandlung des Medikaments
- Verabreichung auch bei Bewusstlosen möglich
Nachteile
- Abhängig vom Personal
- Verletzung der Integrität
- Zeit- und Materialaufwendig
- Schmerzen
- Gefahr von Komplikationen
Wann ist eine s/c - Injektion Kontraindiziert?
- Störung der Hautdurchblutung
- Entzündungen
- Ödeme
- Hautveränderungen
Wann ist eine i.m. - Injektion Kontraindiziert?
- Störung der Hautdurchblutung
- Ödeme
- Entzündungen
- Antikoagolation
- Verdacht auf Herzinfarkt
Definiere "Diabetes melitus"
chronische Störung des Stoffwechsels, bei der das Hormon Insulin fehlt oder nur noch bedingt wirkt. Der Übertritt von Glukose vom Blut in die Zellen ist gestört. Dies führt zu einem erhöhten BZ - Spiegel.