BZ-Pflege
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Cartes-fiches
maligne Lebertumore
Die häufigsten malignen Lebertumore sind Metastasen: – Bronchialkarzinom, Mammakarzinom
Das hepatozelluläre Karzinom ist der häufigste primäre maligne Lebertumor
Seltenere maligne Lebertumore sind:
– Cholangiokarzinom
– Hämangiokarzinom
– Hepatoblastom (embryonaler Tumor, häufiger Tumor im Kindesalter)
Definition hepatozellulären Karzinom
- Kurz HCC
- Unter dem hepatozellulären Karzinom versteht man ein von den Leberzellen ausgehendes Karzinom
- Synonym: Primäres Leberzellkarzinom
Wer erkrankt häufiger an einem Lebertumor? männer oder frauen?
4x mehr Männer
Hauptmanifestation von Lebertumoren
Wann?
5.-6. Lebensjahrzehnt
Ursache Lebertumor
- Entstehen meist auf dem Boden einer Leberzirrhose, verursacht durch:
– Alkohol, ca. 80%
– Hepatitis B oder C
– Hämochromatose (Erhöhte Eisenaufnahme: führt zur Leberzyrose)
- Weitere mögliche Ursachen:
--Aflatoxine des Aspergillus niger(Schimmelpilz auf Erdnüssen, Getreide)
– Pyrrolizidin-Derivate: Huflattich, Pestwurz
– α1-Antitrypsin-Mangel (körpereigener Stoff...baut Giftstoffe ab)
– nach einer Methotrexat-Behandlung (bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt oder beim Einsatz von Zytostatikatherapie)
- Bei über 60% wird das Tumorsupressorgen P53 gestört + erhöht (Dieser Faktor ist für Zellzyklus und selbstzerstörung der Zelle= wenn er erhöht ist heisst es dass ein Tumor vorhanden ist)
Inzidenz
Anzahl der Neuerkrankungen
Prävalenz
Anzahl einer Krankheit zu einem bestimmten Zeitpunkt
Pathogenese von Lebertumoren
Entwickelt sich häufig multizentrisch (mehrere Tumorherde an verschiedenen Orten in der Leber)
Histologisch ist eine unterschiedliche Differenzierung zu beobachten
Frühzeitige Metastasierung in: – Lymphknoten– Knochen– Lungen – Nebennieren– Zentralnervensystem – Peritoneum
Symptome des Lebertumors
Druck im rechten Oberbauch
Subfebrile Temperaturen – Fieber
Gewichtsabnahme - Tumorkachexie (Stoffwechselstöhrung und somit Auszerrung+Abmagerung des Krebserkrankten)
Paraneoplasitsche Symptome (Immunreaktion, Hormone Zytokine) durch ektop gebildete Hormone (Symptome die durch die veränderung des Leberzellgewebes verursacht werden-Sekretisierung des Tumors)
– Hyperkalzämie
– Hypoglykämie
– Hypercholesterinämie
– Hypertriglyzeridämie
– Erythrozytose(-Polyglobulie)Symptome möglicher Metastasen und symptome die wir in der Allgemeinen Tumorlehre gehabt haben
Was ist eine Leberzyrose?
Zellen werden umgewandelt in Bindegewebe (vernarbung) =Durchblutungsstörungen ect.
Diagnostik (allgemein) bei Lebertumor
Anamnese: Leberzirrhose, Hepatitis B oder C?
- Labor: Tumormarker: Alpha-1-Fetoprotein ↑ (Cave: auch bei Hodentumoren erhöht)
- Bildgebende Verfahren: Farbduplex- und Kontrastmittel- Sonographie, MRI-und CT-Verfahren
Keine Feinnadelpunktion!: Gefahr der Implantationsmetastasen (Streuung bestehender Krebszellen)
Differentialdiagnosen bei Lebertumoren
- − Lebermetastasen
- − Benigne Lebertumore
- − Leberzysten
- − Leberabszess
Therapie bei Lebertumoren
Eine kurative Therapie ist selten möglich!
Ist der Tumor klein und lokal: Leberteilresektion
Ist eine Resektion nicht möglich, der Tumor aber auf die Leber beschränkt: Lebertransplantation
Systemische Chemotherapie: Multi-Tyrosinkinaseinhibitoren ‡ Sunitinib® und Sorafenib®
Lokale ablative Therapieverfahren:
– Indikationen: Kleine Tumorherde, Überbrückung bis zur Transplantation und Palliative Therapie:
Perkutane Äthanolinjektionen =PEI (95%iges Ethanol – Nekrotisierung) Direkt in den Tumor wird Ethanol gespritzt um den Tumor zu nekrotisieren)
Radiofrequenzablation = RFA (Ablation durch Koagulationsnekrose)
Transarterielle Chemoembolisation = TACE
MRI-gesteuerte Kryotherapie (Kälte)
Laserinduzierte Thermotherapie = LITT (Hitze durch Laserlicht)
Magnetic Drug Targeting = MDT (Zytostatika werden an magnetische Nanopartikel gebunden und unter Einwirkung von Magnetfelder an bestimmten Orten angereichert)
Selective Internal Radiation Therapiy = SIRT (intraarterielle Injektion von radioaktiven
Mikrosphären an den Ort des Tumors)
Cyberknife (Roboter-gesteuerte sehr exakt lokalisierte Strahlentherapie)
Verlauf/ Prognose des Lebertumors
Die meisten Pat. versterben rasch an der Tumorkachexie, Leberkoma oder Ösophagusvarizenblutung
Die Überlebenszeit beträgt wenige Wochen bis Monate
Bei 80% der Fälle ist der Tumor bei der Diagnosestellung inoperabel!
Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt <5%
Definition Lebermetastasen
„Darunter versteht man Tumorzellen, welche sich im Rahmen einer extrahepatischen, malignen Tumorerkrankung in der Leber abgelegt haben – häufigste Form der malignen Lebertumoren.“
Ursachen und Pathogenese von Lebermetastasen
Am häufigsten auf Magen-Darm-Bronchial- und Prostatakarzinome ,Mamma- und Uteruskarzinome zurückzuführen
− Lebermetastasen können solitär oder multipel auftreten
− Werden gewöhnlich bei Ultraschalluntersuchungen als
rundliche Knoten erkannt
Symptome von Lebermetastasen
Symptome des Primärtumors
Symptome des hepatozellulären Karzinoms
Komplikationen von Lebermetastasen
Gleich wie bei Primärtumor
Diagnostik von Lebermetastasen
Sonographie: echoreich oder echoarm, evtl. zentrale Echoverstärkung‡„bulls eye“
Kontrastmittelsonographie
CT oder MRI
Therapie der Lebermetastasen
- Einzelne Lebermetastasen können operativ entfernt werden (falls Primärtumor behandelt ist)
- Verschiedene ablative Therapieverfahren
Verlauf & Prognose bei Lebermetastasen
Ist mitabhängig vom Primärtumor
Benigne Tumore der Leber
- Sind insgesamt sehr selten
- − Sind meist symptomlos und stellen oft einen Zufallsbefund dar −
Man unterscheidet:
− Leberzelladenom
− Orale Kontrazeptiva ‡ begünstigen den
Wachstum
− Wegen Entartungsrisiko stets operative Entfernung (primäre Prävention)
− Komplikation: Ruptur mit Blutung
Fokalenoduläre Hyperplasie (=lokal, begrenzte, knotenförmige Leberzellhyperplasie)
− Orale Kontrazeptiva ‡ begünstigen den Wachstum − Operative Entfernung nur bei Beschwerden
Leberhämangiom(=Leberblutgefässtumor)
− Operative Entfernung nur bei rasch zunehmender
Grösse und Beschwerden − Komplikation: Blutung
Maligne Tumore der Gallenblase und Gallenwege
häufig oder nicht?
sind selten
Gallenblasenkarzinome Definition
Darunter versteht man eine bösartige Tumorerkrankung, meist Adenokarzinom, der Gallenblase.
Wer ist mehr ab Gallenblasenkarzinomen betroffen und in welchem Lebensjahr?
mehr Frauen
über dem 70. Lj
Was ist das Synonym vom Gallengangskarzinom?
- CholangiozelluläresKarzinom
- Cholangiokarzinom
Adenokarzinom
börsartiger Tumor der aus Drüsengewebe hervorgegangen ist.
Was ist ein Klatskin-Tumor?
Sonderform des Gallengangskarzinoms (bösartig)
Tumore des Pankreas
- maligne oder benigne häufiger?
- Lokalisation
- Wer ist mehr betroffen? m/f
- Wann ca tritt es auf?
- maligne sind häufiger
- Pankreaskopf
- männer sind mehr betroffen
- 68-70 jahre
Definition Pankreaskarzinom
Darunter versteht man einen bösartigen Tumor der Bauchspeicheldrüse, bei dem es sich meist um ein Adenokarzinom mit schlechter Prognose handelt.
Ursache und Pathogenese von Pankreaskarzinomen
− Die Ursachen sind unbekannt!
− Eine genetische Veranlagung spielt eine Rolle
− Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, Diabetes mellitus, Adipositas, chron. Pankreatitis werden diskutiert, sind aber nicht gesichert!
− Die Tumorentstehung wird durch eine Akkumulation von verschiedener Genmutationen hervorgerufen
− Tumorsupressorgene: P53, P16 und DPC4 − Aktivierung des Onkogens: K-ras (Gen für
Signalübermittlung im Zytoplasma)
Meist sind es Adenokarzinome, die am häufigsten den Pankreaskopf betreffen: >70% der Fälle
Ausgangspunkt in >90% ist das Epithel der Pankreasgänge, in 10% das Azinusepithel
Frühe lymphogene und hämatogene Metastasierung in: − Leber
− Lymphknoten − Lunge
− KnochenDas Pankreaskarzinom zeichnet sich aus durch: − Eine schwierige Diagnose
− Eine schwierige Therapie
− Eine schlechte Prognose
Symptome Pankreaskarzinom
− Es fehlen Frühsymptome ‡schwierige Diagnose!
− Appetitverlust und Übelkeit
− Unspezifische Oberbauchschmerzen
− Gewichtsverlust
− Symptome einer Begleitpankreatitis
− Evtl. Ikterus – bei Pankreaskopfkarzinom
− Courvoisier-Zeichen
− Rezidivierende Thrombosen (wie bei anderen malignen Tumoren auch)
− Symptome des Diabetes mellitus
− Symptome möglicher Metastasen
− Rückenschmerzen sind oft ein erstes Zeichen! (viele Pat. sind deshalb orthopädisch vorbehandelt)
− Vgl. Sie oben
Komplikationen des Pankreaskarzinoms
− Gallengangsverschluss mit Ikterus
− Hyperglykämien bzw. Glukosestoffwechselentgleisungen
− Magenausgangsstenosen
Diagnostik von Pankreaskarzinom
Sonographie
− MRI, CT und oder PET
− Labor: Tumormarker CA19-9 und CA50 (Keine Frühdiagnose, sondern eher Kontrollverlauf, CA 19-9 sind auch bei Cholestase und entzündlichen Erkrankungen des M-D-Traktes erhöht!)
− Zytologie des Pankreassaftes, evtl. Bestimmung des K-ras
− Keine Feinnadelpunktion!: Gefahr der Implantationsmetastasen
Therapie bei einem Pankreaskarzinom
Kurative chirurgische Behandlung: subtotale Duodeno-Pankreatektomie mit Lymphadenektomie (=pyloruserhaltende Whipple-Operation)‡wegen später Diagnosestellung nur bei sehr wenigen Pat. möglich!
− Adjuvante Zytosatikatherapie verlängert das Überleben
− Neoadjuvante Radiochemotherapie zum „Down-sizing“ vor der
Operation
− Palliative Therapie
− Systemische Zytostatikatherapie zum „Down-sizing“
− Bei Ikterus: Stenteinlage zum Offenhalten des D. choledochus
− Bei Magenausgangsstenose: Stenteinlage ins Duodenum oder Anlage einer Gastroenterostomie
− Bei Tumorschmerzen:
− grosszügige Umsetzung des WHO-Stufenschema --Blockade des Ganglion coeliacum --epidurale Analgesie
Verlauf/Prognose bei Pankreaskarzinom
- 5-Jahres-Überlebensrateliegtunter1%
- − 5-Jahres-Überlebensratebeieiner„kurativen“ Resektion liegt unter 5%
Insulin wird beim Tumor zu? Führt zu?
Wo ist der Tumor?
Insulinom.= Hypoglykämie
Vorderdarm
Gastrin wird zu? Führt zu?
Was ist Gastrin?
Wo ist der Tumor?
Gastrinom =Peptische Ulzera, Diarrhoe
Ist ein Gewebshormon das die Produktion von Magensäure anregt
Vorderdarm
Glukagon wird zu? Führt zuwelchen Symptomen?
Wo ist der Tumor?
Glukagonom= Diabetes mellitus
Vorderdarm
Somatostatin
wird zu? Symptome?
Wo sitzt der Tumor?
Somatostatinom
Diabetes mellitus, Gallensteine
Vorderdarm-Tumore