3. Lehrjahr FaGe, BGS, Fach: Pflege und Medizinaltechnik, Situation 4.7, Fallbeispiel Münger
4.7 Fallbeispiel Münger
4.7 Fallbeispiel Münger
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Lernkarten
Welche Frühsymptome kennen Sie für ein Stroke?
Plötzliche Schwäche, Lähmung oder Gefühlsstörung (Gesicht, Arm oder Bein)
Plötzliche Blindheit oder Doppelbilder
Plötzlicher Verlust der Sprechfähigkeit oder Schwierigkeiten Gesprochenes zu verstehen
Heftiger Drehschwindel verbunden mit Gehunfähigkeit
Plötzlich auftretender, ungewöhnlicher, heftiger Kopfschmerz
Was sind Risikofaktoren für ein Stroke?
Zunehmendes Alter
Erbliche Veranlagung
Arteriosklerose
Hypertonie (Auch für die Hirnblutung)
Rauchen
Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte
Bewegungsmangel
Übermässiger Alkoholkonsum
Andauernder Stress
Diabetes mellitus
Wie entsteht ein Stroke?
Akute cerebrale Durchblutungsstörung, welche zu einer Ischämie eines Gehirnareals führt.
Folge: Absterben der Nervenzellen in den betroffenen Hirnregionen
Andere Namen: Hirnschlag, Hirninfarkt, Schlaganfall
Wie wird das Nicht wahrnehmen der betroffenen Seite im Fachbegriff genannt?
Neglect
Welche anderen Fachbegriffe sind im Zusammenhang mit dem Stroke noch von Bedeutung?
- Hemiparese
- Hemiplegie
- Facialisparese
- Hemianopsie
- Aphasie
- Dysphagie
- Neglect
- Apraxie
- Anosognosie
- Pusher-Syndrom
Welche Komplikationen können nach einem Stroke auftreten?
Pneumonie
Dekubitus
Harnwegsinfekte
Muskelatrophie
Welche Bedeutung hat die Erkrankung für Frau Münger?
Abhängigkeit
Körperliche und psychische Notlage
Hilflosigkeit, Angst und Sorge
Sprech- und Sprachstörung
Wahrnehmungs-, Denk- und Orientierungsstörung
Welche Ziele verfolgt das Bobath Konzept?
Verbesserung der hemiplegischen Seite in Koordination mit der nicht betroffenen
Wiedererlernen verlorengegangener Bewegungsfähigkeiten
Hemmung der Spastizität und der abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster
Entwicklung der Körpersymmetrie und des Gefühls von Körpermitte
Verhindern von Schmerzen und Kontrakturen
Fördern von Selbständigkeit und Sicherheit in alltäglichen Situationen
Auf was achten Sie bei der Zimmereinrichtung bei Frau Münger?
Immer über die betroffene Seite zum Klienten sprechen und handeln.
Wieso wird das Selbsthilfetraining bei Frau Münger mit dem Waschen und Kleiden begonnen?
Regelmässig wiederkehrende Alltagstätigkeiten intensiviert den Lernprozess des Klienten.
Auf was achten Sie im Besonderen beim Essen und Trinken?
Aufrechte Sitzposition
Während dem Essen eingeben, sitzen Sie auf Kopfhöhe der Klientin
Langsame und kontrollierte Nahrungsaufnahme beachten
Getränke und Suppen eindicken
Sorgfältige Mundpflege nach dem Essen, wegen Speiseresten
Hilfsmittel verwenden wie Tellerrand, rutschfester Teller, Einhand- Frühstücksbrett
Was ist in der Kommunikation mit einer Aphasie wichtig?
Sprechen sie langsam und deutlich
Nutzen Sie einfache und aussagekräftige Sätze
Stellen Sie Blickkontakt zum Bewohner her, wenn sie ihn ansprechen
Sorgen Sie für eine ruhige Gesprächsumgebung
Schalten Sie Ablenkungen konsequent aus
Nutzen Sie Schlüsselbegriffe
Beziehen Sie Realgegenstände im Raum mit ein, um das Sprachverständnis des Aphasikers zu unterstützen.
Lassen Sie den Bewohner ausreden
Verbessern Sie nicht ständig auftretende Fehler
Nutzen Sie Entscheidungsfragen (Ja-Nein Antwort)
Bieten Sie dem Bewohner ihre Hilfe an, und setzen Sie diese nur dann ein, wenn es der Patient auch wirklich wünscht.
Wie kann ein Stroke verhindert werden?
Gesunde Ernährung nach der Lebensmittelpyramide
regelmässige Bewegung
Sich selber gut kennen und spüren
Suchtfrei leben