4.7 Fallbeispiel Münger


C. C.
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen zu Schlaganfällen, Prävention, Frühsymptomen und Folgen wie Sprachstörungen oder Lähmungen. Sie erklären pflegerische Konzepte wie das Bobath-Programm, Selbsthilfetraining und Kommunikation bei Aphasie sowie Risikofaktoren und Komplikationen. Ideal für Lernende in der Pflege, um fundiertes Wissen für die Betreuung von Betroffenen wie Frau Münger aufzubauen.
Karten
13
Lernende
69
Sprache
Deutsch
Kategorie
Pflege
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
20.09.2015 / 31.05.2026

Lernkarten

Welche Frühsymptome kennen Sie für ein Stroke?

Plötzliche Schwäche, Lähmung oder Gefühlsstörung (Gesicht, Arm oder Bein)

Plötzliche Blindheit oder Doppelbilder

Plötzlicher Verlust der Sprechfähigkeit oder Schwierigkeiten Gesprochenes zu verstehen

Heftiger Drehschwindel verbunden mit Gehunfähigkeit

Plötzlich auftretender, ungewöhnlicher, heftiger  Kopfschmerz

Was sind Risikofaktoren für ein Stroke?

Zunehmendes Alter

Erbliche Veranlagung

Arteriosklerose

Hypertonie (Auch für die Hirnblutung)

Rauchen

Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte

Bewegungsmangel

Übermässiger Alkoholkonsum

Andauernder Stress

Diabetes mellitus

Wie entsteht ein Stroke?

Akute cerebrale Durchblutungsstörung, welche zu einer Ischämie eines Gehirnareals führt.

Folge: Absterben der Nervenzellen in den betroffenen Hirnregionen

Andere Namen: Hirnschlag, Hirninfarkt, Schlaganfall

Wie wird das Nicht wahrnehmen der betroffenen Seite im Fachbegriff genannt?

Neglect

Welche anderen Fachbegriffe sind im Zusammenhang mit dem Stroke noch von Bedeutung?

  • Hemiparese
  • Hemiplegie
  • Facialisparese
  • Hemianopsie
  • Aphasie
  • Dysphagie
  • Neglect
  • Apraxie
  • Anosognosie
  • Pusher-Syndrom

Welche Komplikationen können nach einem Stroke auftreten?

Pneumonie

Dekubitus

Harnwegsinfekte

Muskelatrophie

Welche Bedeutung hat die Erkrankung für Frau Münger?

Abhängigkeit

Körperliche und psychische Notlage

Hilflosigkeit, Angst und Sorge

Sprech- und Sprachstörung

Wahrnehmungs-, Denk- und Orientierungsstörung

Welche Ziele verfolgt das Bobath Konzept?

Verbesserung der hemiplegischen Seite in Koordination mit der nicht betroffenen

Wiedererlernen verlorengegangener Bewegungsfähigkeiten

Hemmung der Spastizität und der abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster

Entwicklung der Körpersymmetrie und des Gefühls von Körpermitte

Verhindern von Schmerzen und Kontrakturen

Fördern von Selbständigkeit und Sicherheit in alltäglichen Situationen

 

Auf was achten Sie bei der Zimmereinrichtung bei Frau Münger?

Immer über die betroffene Seite zum Klienten sprechen und  handeln.

Wieso wird das Selbsthilfetraining bei Frau Münger mit dem Waschen und Kleiden begonnen?

Regelmässig wiederkehrende Alltagstätigkeiten intensiviert den Lernprozess des Klienten.

Auf was achten Sie im Besonderen beim Essen und Trinken?

Aufrechte Sitzposition

Während dem Essen eingeben, sitzen Sie auf Kopfhöhe der Klientin

Langsame und kontrollierte Nahrungsaufnahme beachten

Getränke und Suppen eindicken

Sorgfältige Mundpflege nach dem Essen, wegen Speiseresten

Hilfsmittel verwenden wie Tellerrand, rutschfester Teller, Einhand- Frühstücksbrett

 

Was ist in der Kommunikation mit einer Aphasie wichtig?

Sprechen sie langsam und deutlich

Nutzen Sie einfache und aussagekräftige Sätze

Stellen Sie Blickkontakt zum Bewohner her, wenn sie ihn ansprechen

Sorgen Sie für eine ruhige Gesprächsumgebung

Schalten Sie Ablenkungen konsequent aus

Nutzen Sie Schlüsselbegriffe

Beziehen Sie Realgegenstände im Raum mit ein, um das Sprachverständnis des Aphasikers zu unterstützen.

Lassen Sie den Bewohner ausreden

Verbessern Sie nicht ständig auftretende Fehler

Nutzen Sie Entscheidungsfragen (Ja-Nein Antwort)

Bieten Sie dem Bewohner ihre Hilfe an, und setzen Sie diese nur dann ein, wenn es der Patient auch wirklich wünscht.

 

Wie kann ein Stroke verhindert werden?

Gesunde Ernährung nach der Lebensmittelpyramide

regelmässige Bewegung

Sich selber gut kennen und spüren

Suchtfrei leben

Lernen