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Cartes-fiches
Einige Restriktionen der Rechtsformwahl
•manche Unternehmensarten sind an bestimmte Rechtsformen gebunden
•manche Rechtsformen stehen nur unter bestimmten Bedingungen zur Verfügung
•bei EK unter 25.000 €keine GmbH, unter 50.000 €keine AG
Rechtsformwahl als multikriterielles Entscheidungsproblem
•mehrere Ziele (s.o.)
•Zielkonflikte neben Haftungsbeschränkung vs. Finanzierungsmöglichkeit (s.o.):
Haftungsbeschränkung vs. geringe Publizität
hohe Unternehmenskontinuität vs. persönliche Leitungsbefugnis
Lösung der Zielkonflikte z.B. mit Zielgewichtung
•unterschiedliche Dimensionen und Messbarkeit der Ziele Nutzwertanalyse
Standortwahl
•Grundfrage: An welchen SO sollen Produktionsstätten, Verwaltungseinheiten, Lager und Umschlagpunkte eingerichtet werden?
•Eng verknüpft mit Festlegungen bezüglich Anzahl, Art und Dimensionierung der EinrichtungenStandortplanung
•sowie der Bestimmung der Netzstruktur (Anzahl Stufen, Vernetzung zwischen Stufen, Zuordnung von Lagern zu Liefergebieten, ...)Netzwerkdesign
Warum handelt es sich um ein Entscheidungsproblem?
•fehlende natürliche und ökonomische Homogenität der geographischen Fläche,unterschiedliche Ressourcen, Rechtsnormen, Transportkosten, ...unterschiedlich ausgeprägte Standortfaktoren
•durch Globalisierungstendenzen und Entwicklung der Telekommunikationvielfältige Möglichkeiten der SO-Wahl
Bedeutung der Standortwahl
•wichtige strategische Entscheidung
•Voraussetzung für langfristige Sicherung des wirtschaftlichen Erfolges
Schwierigkeiten bei Standortentscheidungen
•Revision der Standortentscheidung sehr aufwendig
•große Unsicherheit der planungsrelevanten Daten
•Quantifizierung entscheidungsrelevanter Kriterien vielfach schwierig
Unterteilung der Standortplanung
volkswirtschaftlich
betrieblich
innerbetrieblich
Verlagerungeines Unternehmens oder Unternehmensteils
bei fehlenden Erweiterungsmöglichkeiten
bei veränderter Nachfragestruktur
zur Wahrnehmung von Kostenvorteilen (Niedriglohnländer)
als neue Zweigstelle in Kundennähe
Daten für die Standortentscheidung
•unternehmensintern:
finanzielle Restriktionen
Ausschluss bestimmter Orte aufgrund historischer Entwicklungen
Daten für die Standortentscheidung
unternehmensextern:
rechtliche Vorschriften z.B. Bebauungspläne, Naturschutzgesetz
natürliche Merkmale z.B. Klima, Bodenbeschaffenheit
politische Restriktionen z.B. in totalitären Staaten
Zielsystem Standort
•Oberziel: Maximiere die Differenz aus standortabhängigen Erträgen und Aufwänden
•hierarchische Zerlegung in (möglichst operationale) Unterziele,die Vor-und Nachteile einer Standortalternative messen können
•derartige Kriterien werden als Standortfaktoren bezeichnetEntscheidung anhand eines Katalogs von Standortfaktoren
Katalog von Standortfaktoren
Agglomerationsvorteile
Synergieeffekte
•Grund und Boden: Lage, Größe, Erschließung, Expansionsmöglichkeiten, ...
•Verkehr und Transport: Straßen-, Schienennetz, Flughafennähe, Transportkosten, ...
•Reichweite: lokal, regional, national, international/global
•Produktion: klimatische Bedingungen, Verfügbarkeit von Maschinen
•Investition und Finanzierung: Bauunternehmen, Kreditinstitute, ...
•Arbeitskräfte: Anzahl, Qualifikation, Lohnniveau
•Beschaffung und Entsorgung: Energie, Wasser, Abfallsystem
•Absatz: Bevölkerung, Konsumgewohnheiten, Kaufkraft, Konkurrenz, „Made in ...“
•Öffentliche Hand: steuerliche Regelungen, Subventionen, Umweltauflagen, Zölle, Genehmigungsverfahren
•Allgemeine Infrastruktur: Wohnraum, Bildungseinrichtungen, kulturelles Angebot
•Subjektive Präferenzen: Wohnlagen, Erholungsmöglichkeiten
Diskussion zum Standort Deutschland
Positive Standortfaktoren
gute Infrastruktur
gut entwickeltes Ausbildungssystem
erfolgreiche Forschung und Entwicklung
Negative Standortfaktoren
hohe Arbeitskosten
hohe Unternehmenssteuern / Sozialabgaben
kurze Arbeitszeiten
Abstände bei Standorten
Euklidischer Abstand
Manhattan-Metrik