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Sprache Deutsch
Stufe Grundschule
Erstellt / Aktualisiert 02.07.2016 / 01.09.2021
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2 Exakte Antworten 15 Text Antworten 5 Multiple Choice Antworten
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Was versteht man (in der Epidemiologie) unter der Inzidenzrate: 

Anzahl der erkrankten Individuen

Wahrscheinlichkeit während eines bestimmten Zeitraums an einer bestimmten Krankheit zu erkranken oder zu sterben

Anzahl der Neuerkrankungen (Inzidenz) dividiert durch den Zeitraum und die Individuenzahl

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Was versteht man (in der Epidemiologie) unter einem Risiko?

 

Anzahl der Neuerkrankungen (Inzidenz) dividiert durch den Zeitraum und die Individuenzahl

Anzahl der erkrankten Individuen

Wahrscheinlichkeit während eines bestimmten Zeitraums an einer bestimmten Krankheit zu erkranken oder zu sterben

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Welche Kritik lässt sich bezüglich der Falldefinition der Epidemiologie bezüglich Vorgehen, Erhebungsinstrumente, Bias und Konfundierung anbringen? 

Verläuft immer kategorial (Kränk/gesschtöört vs not kränk/not gesschtöört) -> 

  • Bei psychischen Störungen oft schwerer/künstlicher als bei medizinischen 

  • Bei Kindern oft schwieriger, da sich noch viel entwickelt 



     

Instrumente entwickelt für klinischen Kontext und nicht für die allgemeine Population

  • Definitionen des DSM sind gleich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • Jedoch werden unterschiedliche Instrumente gebraucht 

Bias

Kann man von der Stichprobe auf die Population schließen? 

Klinische- versus Populationsstichproben Beispiel: 

Klinische Stichproben von Kindern mit ADHS überrepräsentieren Jungen und besonders schwere Fälle 

(z.B. mit Komorbiditäten)

Konfundierung

  • Faktoren, welche sowohl die abhängige Variable als auch die unabhängige Variable beeinflussen können (und nicht manipuliert werden)

  • §  Beispiel: Zusammenhang ADHS und Kognitive Funktionen; Konfundierung durch Alter

    § Ältere Jugendliche zeigen weniger hyperaktive ADHS Symptome; ältere Kinder sind besser in kognitiven Leistungen 

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Was passiert bei einer Querschnittstudie? (Sehr schwere Frage) 

Verschiedene (Alters-)Gruppen werden zum selben Messzeitpunkt untersucht.

Verschiedene (Alters-)Gruppen werden zu unterschiedlichen Messzeitpunkten untersucht.

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Nenne Vorteile von Querschnittstudien:

Vorteile (unter anderem):

  • Untersuchung nicht so zeitintensiv, da nur ein Messzeitpunkt (Ökonomisches Verfahren)

  • Relativ leicht eine große (und repräsentative) Stichprobe zu erheben

  • Gut geeignet für Exploration von Zusammenhängen zwischen Variablen 
  • Keine Verzerrungen durch das Aussteigen von Versuchspersonen (aber sehr wohl Verzerrungen aufgrund selektiver Teilnahme)

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Nenne Nachteile von Querschnittstudien: 

Nachteile (unter anderem):

  • Keine Erfassung individueller Veränderungen, da nur Gruppenmittelwerte mit einander verglichen werden

  • Keine Kausalitätsaussagen möglich

  • Kohorteneffekt: unterschiedliche Jahrgänge haben unterschiedliche

    Grundvorrausetzungen (Schulbildung, Ernährung, Erziehung)

  • Selektive Populationsveränderung (gesündere Menschen leben länger)

  • Altersspezifische Validität der Messinstrumente (IQ-Test bei 1-10- jährigen Kindern vs. Erwachsenen)

  • Genrationeneffekte bei Messinstrumenten (z.B. Smartphonetestungen)