2. Kapitel

Stromerzeugungstechnologien

Stromerzeugungstechnologien


Tom Are
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Grundlagen und Anwendungen von Kraftwerken, einschließlich Instandhaltung, Betrieb und verschiedenen Technologien wie Brennstoffzellen, KWK, Geothermie, Solarenergie und Kernkraftwerken. Sie decken Themen wie Wirkungsgrad, Prozessoptimierung, Kosten, Verfügbarkeit und Umweltauswirkungen ab. Besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit der Planung, dem Betrieb und der Optimierung von Energieanlagen beschäftigen.
Cartes-fiches
58
Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Physique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
17.07.2015 / 12.11.2018

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Haupt-KW-Typen

Wärme KW (Dampf, GasTurb, KWK)

Wasser-KW

Wind-KW

Wärme KW- Kohle KW

hohe Leistungskosten

geringe bis mittlere Arbeitskosten

hohe CO2-Kosten (BK>SK)

typische Leistung pro Block 1.100 MW

BK-KW <-> SK-KW

BK: Grundlast - abbaunahe Erzeugung - 43 %

SK: Mittellast - vermehrt Importkohle - 46 %

Dampfkraftprozess

Kessel - Turbine - Kondensator - Pumpe

Kreisprozess

nutzt flüsslige und gasförmige Phase eines Fluids als Arbeitsmedium

"äußere" Verbrennung -> Wärmeübertragung ohne Stoffübertragung

Varianten des Kühlkreislaufs

- Trockenkühlturm

- Nasskühlturm (Weisweiler)

- Flusskühlung

- Luftkondensator

Primärmaßnahmen zur Minderung von Emissionen

 

Brennstoffbehandlung

Modifizierung der Verbrennungsführung

 

Sekundärmaßnahmen

Reinigung der Rauchgase nach Verbrennung

SO2-Minderung

primär: Kohleveredlung - Wirbelschichtfeuerung- Kalkeinblasung

sekundär: Kalkwäsche - NH3- Wäscher

Beispiel Entstickung

primär: Absenken Feuerraumtemp.

-> O2- Reduktion

-> gestufte Verbrennung

-> lamda senken

sekundär: Katalysatoren nach Kessel

Steigerung Gesamtwirkungsgrad bei Wärme KW

 

- neue Hochtemperaturwerkstoffe

- Materialbeschichtungen

- Mehrstufenprozesse

- Erhöhung Frischdampftemp

- vorgeschaltete BK Trocknung durch Heißdampf (BoA)

GuD-KW (m. Kohlevergasung) 2-4% weniger Wirkungsgrad gg Erdgas

+ (dennoch) hoher Wirkungsgrad

+ wenig Emission

+ hohe Brennstoffflexibilität

+ Potential zu CO2-Abscheidung + SynGas-Herstellung

 

- Investitonskosten

CO2-Abscheidung : Varianten

Post-Combustion (Rauchgasreinigung nach Kessel -> Absorber + Lösungsmittel bindet CO2)

 

Oxy Fuel: in Kessel kommen nur O2 + Kohle (Luftzerlegungsanlage nötig) -> kein CO2 mehr im Rauchgas

 

-> je geringer die spez. CO2-Emissionen, desto besser der Wirkungsgrad

CO2 Transport

Tankwagen

Tankerschiff

Tankwaggon

Pipeline

CO2-Speicherung - Herausforderungen

- Auffinden geeigneter LAgerstätten (Kapazität, Tiefe > 1.000)

- Langzeitsicherheit des Speichers

- Akzeptanz

CO2-Speicherung : Möglichkeiten

ausgeförderte Öl/Gas-Felder

Salzwasserführende Gesteinsschichten

Gasturbinen KW - Varianten: offener GT-Prozess

kein Phasenwechsel des Arbeitsmediums (z.B. Luft)

innere Verbrennung

ca. 340 MWel

39% Wirkungsgrad

Spitzenlast

Gasturbinen KW - Varianten: GuD-Prozess

Kombination von Dampf und Gasprozess bei unterschiedlicher Dampf- zu Gastemperatur

- 880 MWel

- 60% Wirkungsgrad

- Mittel+Spitzenlast

 

2/3 der Leistung entstammt Gasturbine

Kern KW Varianten (D)

Druckwasse Reaktor (1.400 MW el)

Siedewasser Reaktor (1.350 MW el)

Wirkungsgrad je 36 %

Eigenschaften KernKW

hohe Investkosten

niedrige Arbeitskosten -> Grundlast

keine CO2-Emission

 

Brennstoffe: Uran, Plutonium

Kühlmittel: Wasser, Schwerwasser)

Moderator: Wasser / Graphit

Druckwasser-Reaktor

Druck im Kern > Siededruck -> kein Phasenwechsel (flüssig)

Turbinendampf wird in WT im Sekundärkreislauf erzeugt

 

+ : keine Kontanimation Sek-Kreislauf

- : größerer apparativer Aufwand

Siede-Wasser-Reaktor

Reaktorbehälter = Dampferzeuger

2/3 mit Wasser gefüllt, 1/3 Dampfabscheider

Kühlwasser steht unter höherem Druck als Dampf, bei Leck kein Austritt

Sicherheit Kern-KW (D)

deutlich höhere Sicherheitsbestimmungen als in Japan

besonders 3. und 4. KW-Generation (weniger Abfall)

räumliche Trennung der 4 fach redundanten Systeme

doppelwandige Container

verlängerte Karenzzeiten

CO 2 -Emission nach Brennstoff:

BK

SK

Öl

Gas

1) 0,4

2) 0,33

3) 0,29

4) 0,21

kg CO2 je KWh

Schadstoffabtrennung in fossilen KW

E-Filter -> Staub

Rachgasentschwefelungsanlage -> SO2

Verbrennugnsführung -> NOx / CO

Neubau von Wärme KW - Ziele

strategisch/technologisch: - Technologieführerschaft

- optimales KW-Portfolio

- Integration von Nachhaltigkeit und Umweltzielen

 

Wirtschaftlichkeitsziele:

- Minimierung Total Life Cycle Costs

- Anlagenfelxibilität

- Risikominimierung

 

gesetzl. Auflagen:

- Genehmigungsauflagen

- Akzeptanz

Einflussfaktoren Neubau:

- Marktentwicklung/Position (eigene)

- Entwicklung Strompreis/Verbrauch

- Verfügbarkeit + Preis (Brennstoffe)

- pol.Randbedinungen

Aufgaben Bauherr

Festlegung Konzept

Angebote einholen/vergleichen

Finanzierung sichern

Aufträge erteilen/abwickeln

Inbetriebnahme überwachen + Leistung erbringen

Phasen KW- Neubau

 

1. Projektentwicklung

2. Projektabwicklung

3. Betrieb

Projektentwicklung

a) Initiierung - Aufzeigen techn. Lösungsmöglichkeiten

- gesetzl. Rahmen / Infrakstrutkur

- wesentlicher Projektrahmen (Leistung/Bauart)

Ergebnis: -> Entscheidung über Aufsetzung Vorprojekt

b) Vorprojekt:

- Kostenvoranschläge einholen

- Festlegung Organisation

- Festlegung techn. Konzept

- Machbarkeitsstudie

Ergebnis: -> Entscheidung über Projektdurchführung

Projektabwicklung

a) Beschaffung: - Angebote auswerten / Bürger + Politik informieren

Ergebnis: -> Abschluss v. Lieferverträgen

b) Genehmigung: - Genehmigung planen, Terminplan

Ergebnis: -> Baubeschluss und Budgetgenehmigung durch Vorstand

c) Bau + Inbetriebnahme: - Bauabwicklung/ Kosten-Terminverfolgung/ Kontrolle + Dokumentation

Ergebnis: -> Inbetriebnahme, Projektbetrieb, Übergabe Anlage

Ziel Inbetriebnahme

Überführung der Anlage von Montagezustand in Dauerbetriebszustand

- Prüfungen, Kontrollen

- Probeläufe / Test von Funktionen

(Ablauf: Loop-Checks - kalte IBN - heiße IBN - Blockoptimierung - Probebetrieb)

Betrieb 

Restabwicklung:

- Funktionsüberwachung

- Dokumentation

- Erfahrungsrückfluss

Ergebnis: -> mangelfreie Anlage für wirtschaftl. sicheren Betrieb

Rückbau / Stilllegung Kern KW

Möglichkeiten:

sicherer Einschluss:

spätere Beseitigung (50 a)

+: Dosisreduktion (Zerfall) / Zahlungsfluss verschoben / unabh. von Endlager

- : Personal / Know-How geht verloren

 

sofortiger Abbau:

unmittelbar nach Nachbetriebsphase (10-15 a)

+: Personal / Know-How verfügbar / höhere Akzeptanz / alternative Verwendung des Standorts

- : frühe Zahlungen / Zwischenlager nötig

Erneuerbare Energien = zeitlich unbegrenzt in konstantem Umfang verfügbar

Vorteile: unerschöpflich / umweltfreundlich (kein Ressourcenverbrauch, kaum Emission, kaum Rückstände) / geringe Arbeitskosten (ET kostenfrei)

Nachteile: unstetig, kaum steuerbar / Erzeugung standortfixiert / hohe Investitionskosten

Windkraftanlagen On / Offshore

-> generell geringe Arbeitskosten  / hohe Leistungskosten

Onshore : durchschn. 2 MW Leistung/ 1.600 Volllaststunden

Offshore: durchschn. 5-6 MW Leistung / 3.600 Volllasstunden

Vorteile Offshore:

höhere Geschw.

weniger Turbulenz

höherer Energieertrag

höhere öfftl. Akzeptanz

großes Ausbaupotential

Herausforderugen Offshore

Umgebung(Salz,Sturm) - Entfernung zur Küste (30km) - Wassertiefe (30m) - Logistik - Netzintegration - Instandhaltung

Wasser KW  (Vor / Nachteile)

Vorteile: hohe Leistungsdichte, ausgereifte Technik, gute Wirtschaftlichkeit

Nachteile: stark v. Geographie abh.

Wasser KW Varianten

Laufwasser (Flüsse) - geringe Fallhöhe / hoher Durchfluss / Grundlast KW

(Pump-)Speicher - hohe Fallhöhe, Spitzenlast (bei Schwachlast hoch, mit 80% Rückgewinnungsgrad bei Hochlast)

Wasser KW - Turbinentypen

Pelton (hohe Fallhöhe, wenig Durchfluss)

Francis (mittel, mittel)

Kaplan (geringe Fallhöhe, hoher Durchfluss)

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