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Lernende 227 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert 10.11.2013 / 13.09.2022
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Welche 3 Finanzierungskennzahlen gibt es? Über was geben diese Zahlen Auskunft? Welcher Zinkonflikt kann entstehen?

Ist die gesunde Finanzierung der Unternehmung gesichert? Zielkonflikt: Sicherheit gegen Rentabilität (Leverage-Effekt)

1. Fremdfinanzierungsgrad

2. Eigenfinanzierungsgrad

3. Selbstfinanzierungsgrad

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Formel und Richtwert:

Fremdfinanzierungsgrad (Verschuldungsgrad)

Formel:
(Fremdkapital x 100) / Gesamtkapital

Richtwert:
40% – 70%, FK : EK = 2:1

 

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Formel und Richtwert:

Eigenfinanzierungsgrad

Formel:
(Eigenkapital x 100) / Gesamtkapital

Richtwert:
30% – 60%

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Formel und Richtwert:

Selbstfinanzierungsgrad

Formel:
(Zuwachskapital* x 100 / EK)

Richtwert:
Vom Alter der Unternehmung abhängig

*Gewinnvortrag + Reserven

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Auf welche Frage gibt der Verschuldungsfaktor Auskunft?

Wie viele Jahre müsste der Cashflow erarbeitet werden, um die Schulden zu tilgen?

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Wie berchnet man den Verschuldungsfaktor? Richtwert?

Formel:
Effektivverschuldung* / Operativer Cashflow

Richtwert:
Sollte nicht länger als 5 Jahre dauern.

* Fremdkapital – Liquide Mittel – Forderungen 

Effektivverschuldung = Nettoverschuldung

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Formel und Richtwert:

Intensität des Umlaufvermögens

Formel:
(Umlaufvermögen x 100) / Gesamtvermögen

Richtwert:
Der Richtwert ist abhängig von der Unternehmung und der Branche. Industrie höhere Werte als Handel.

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Formel und Richtwert:

Intensität des Anlagevermögens

Formel:
(Anlagevemögen x 100) / Gesamtvermögen

Richtwert:
Der Richtwert ist abhängig von der Unternehmung und der Branche. Industrie höhere Werte als Handel.

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(Rein-)Gewinnmarge

Ebit-Marge: Reingewinn vor Zinsen, Steuer
(Ebit x 100) / Umsatz (Nettoerlös)

Ebi-Marge: Reingewinn vor Zinsen
(Ebi x 100) / Umsatz (Nettoerlös)
 

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Bruttogewinnmarge 

Synonym?

(Bruttogewinn x 100) / Umsatz (Nettoerlös)

Synonym: Handelsmarge

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Beurteilung von Intensität Anlagevermögen

Anlageintensität sollte branchenüblichen Wert nicht übersteigen. Höheres Anlagevermögen verursacht grössere Fixkosten wie Abschreibungen und Zinsen.

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Debitorenumschlag

Kreditverkauf* / Durchschnittlicher Debitorenbestand**

* Alle Rechnungen welche nicht bezahlt worden sind

** (AB + SB) / 2

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Kreditorenumschlag

Krediteinkauff* / Durchschnittlicher Kreditorenbestand**

* Alle Rechnungen welche nicht bezahlt worden sind

** (AB + SB) / 2

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Durchschnittliche Debitorenfrist

360 (Tage) / Debitorenumschlag = Anzahl Tage

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Durchschnittliche Kreditorenfrist

360 (Tage) / Kreditorenumschlag = Anzahl Tage

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Lagerumschlag

Warenaufwand (Bar + Kredit) / Durchschnittlicher Lagerbestand

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Durchschnittliche Lagerdauer

360 Tage / Lagerumschlag

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Liquiditätsgrad II (Quick Ratio)

(Liquide Mittel + Forderungen) x 100 / Kfr. Fremdkapital

Liqgrad 1 (Cash ratio): Nur Liquide Mittel
Liqgrad 3 (Current ratio): Umlaufvermögen

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Anlagedeckungsgrad II

(Eigenkapital + Langfristiges FK) * 100 / Anlagevermögen

Goldene Bilanzregel mind. 100%

 

Anlagedeckungsgrad I: Nur EK (Richtwert 50% – 75%)

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Eigenkapitalrendite

ROE (Return on Equity)

(Reingewinn x 100) / Durchschnittliches EK

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Gesamtkapitalrendite

ROE (Return on Assets)

(Reingewinn + Fremdzinsen) x 100 / Durchschnittliches Gesamtkapital

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Umsatzrentabilität

Synonym?

ROS ( Return on Sales)

Reingewinn x 100 / Verkaufsumsatz

Synonym: Nettomarge

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Ebitda

Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization

(Reingewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation)

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Cashflow / Investitions-Verhältnis

(Innenfinanzierungsgrad)

 

(Cashflow x 100 ) / Nettoinvestitionen

Der Cashflow sollte höher sein als die Investitionen, damit noch Geld für Gewinnausschüttungen und Schuldentilgungen zur Verfügung steht.

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Leverage-Formel

rEK  = rGK + (rGK – rFK) x FK:EK

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Erkläre den Leverage-Effekt

EK-Rendite ist grösser
falls die Gesamtkapitalrendite
grösser ist als Fremdkapitalzinsatz

Die Eigenkapitalrentabilität kann durch die Beschaffung von zusätzlichem Fremdkapital angehoben werden, solange die Gesamtkapitalrendite grösser ist als der Fremdkapitalzinssatz.

Umgekehrt verschlechtert sich die Eigenkapitalrendite schlagartig, sobald die Gesamtkapitalrentabilität kleiner wird als die Fremdkapitalverzinsung.

(Anmerkung: Der Steuereffekt, der den Leverage-Effekt abschwächen würde, wurde vernachlässigt.)

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Die Ausrichtung des magischen Sechseck mit Ausrichtung auf die Rentabilität.

In der Regel ist die Rentabilität auf dem gesamten eingesetzten Kapital (FK und EK) ungleich der Verzinsung des Fremdkapitals.

Daraus ergibt sich, falls die Gesamtkapitalrendite höher ist als die Fremdkapitalverzinsung, dass durch die Beschaffung von zusätzlichem Fremdkapital ein höherer Gewinn auf dem Eigenkapital erzielt werden kann.

Man spricht von der Hebelwirkung des Fremdkapitals zugunsten der Eigenkapitalrendite, dem sogennanten Leverage-Effekt.

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Die Ausrichtung des magischen Sechseck mit Ausrichtung auf die Liquidität.

Die Liquidität ist für die Sicherheit und Existenz der Unternehmung eine unbedingte Notwendigkeit.

"Rentabilität ist Nahurng, Liquidität Atmung der Unternehmung"

Ausschlaggebend ist nicht nur die effektiv vorhandene Liquditität, sondern die potentiell mögliche Liquidität über zugesicherte, aber noch nicht in Anspruch genommene Kredite. 

Die äussert sich darin, dass eine Unternehmung jederzeit in der Lage ist, augrund ihrer Kreditwürdigkeit und Kreditfähigkeit zusätzliches Kapital aufzunehmen.

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Die Ausrichtung des magischen Sechseck mit Ausrichtung auf die Sicherheit.

Der Grundsatz der risikoangepassten Finanzierung besagt, dass der Eigenfinanzierungsgrad umso höher sein mus, je risikoreicher die Geschäftstätigkeit einer Unternehmung ist.

Die risikogerechte Anpassung ist in erster Linie auf die Sicherheit der Gläubiger ausgerichtet.

Dies kommt auch darin zum Ausdruck, dass der Fremdkapitalgeber über den Zinssatz für das Eingehen eines solchen Risikos entschädigt wird.

Je höher das Risiko eingestuft wird, desto höher wird der Zinsatz sein.

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Die Ausrichtung des magischen Sechseck mit Ausrichtung auf die Flexibilität.

Eine Unternehmung sollte fähig sein, sich jederzeit an ihre schwankenden Kapitalbedürfnisse sowie an die sich dauern ändernden Bedingungen des Geld- und Kapitalmarktes anpassen zu können. 

Konkret heisst dies, dass die Unternehmung:

– jederzeit die Möglichkeit hat, zusätzliches EK und FK aufnzunehmen.

– Über eine genügende Liquiditätsreserve verfügt, um unvorhergesehene Liquiditätslücken schliessen zu können.

– günstige Kapitalmarktbedingungen (z.B. hohe Aktienkurse, tiefe Zinsen) ausnutzen kann, um ihre Gesamtkapitalkosten mögichst tief zu halten.

 

Vorsicht: Eine hohe Flexibilität erfordert eine hohe Liquidität, welche wiederum die Rentabilität beeinträchtigt. Je höher die Bonität, desto höher die Flexibilität.