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R. Z.
Diese Lernkarten behandeln die evolutionären Prozesse auf Populationsebene und sind für Universitätsstudenten konzipiert. Sie beleuchten die Rolle von Selektion, genetischer Variabilität und Mutationen bei der Anpassung von Individuen. Themen wie Hardy-Weinberg-Gleichgewicht, Allelfrequenz und Genfluss werden ebenso behandelt wie die Auswirkungen von Mutationen auf Proteine. Biologen und Genetiker profitieren von diesen Karteikarten, um die Dynamik von Populationen und die Mechanismen der natürlichen Selektion zu verstehen.
Flashcards
23
Students
23
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
12.02.2014 / 02.08.2022

Flashcards

Genetische Variabiliät

  • Qualitative Merkmale
  • Quantitative Merkmale

Quanlitative Merkmale:

  • Diskreter Charakter (z.B. Rot oder Blau)
  • oft durch ein Locus bestimmt

Quantitative Merkmale

  • Kontinuierlicher Charakter (z.B. Körpergrösse)
  • oft durch mehrere Locus beeinflusst 

Nichterbliche Merkmale

Phänotypische Plastizität

(angeeignete Merkmale, durch Umwelteinfluss hervorgerufen)

→ Epigenetik

Genetische Variablilität (numerisch)

Quantifizierung genetischer Variabilität

  • ø Heterozygotiegrad (von 13'700 Genen 1'920 heterozygot ⇒ 14%)
  • Nukleotidvariabilität (von 189 Mio Nukleotide 1.8 Mio verschieden ⇒ 1%)

(bei Drosophila Melanogaster)

Punktmutation

Mutation eines einzigen Nukleotides

  1. Missense (exprimiertes Protein unterscheidet sich in einer Aminosäure)
  2. Nonsense (exprimiertes Protein verkürzt)
  3. Frameshift (exprimiertes Protein hat falsche Aminosäuren ab Mutation)

1) duch Substitution eines Nucleotids

2) Substitution führt zu Stopcodon

3) Insertion / Delition (Genetischer Code "verschoben")

Genetische Variabilität durch Sexuelle Fortpflanzung

Neukombination von Allelen durch

  • Zufällige Chromosomensegregation
  • Crossing over
  • Befruchtung (zufällige Kombination der Gameten)

Population

Gruppe von Individuen...

  • derselben Art
  • gleiches Habitat
  • gemeinsame Vortpflanzung
  • (Häufig Geographisch getrennt)

Genpool

Gesamtheit aller Allele und Loci in einer Population

Allel

fixiert ≠ polymorph

fixiert: Alle Individuen einer Population sind homozygot für ein Allel 

polymorph: Es treten mehrere Formen eines Allels in einer Population auf

Allelfrequenz

Häufigkeit eines Allel an einem bestimmten Locus

Summe aller Allelhäufigkeiten = 1

Hardy-Weinberg Gleichgewicht

Allelfrequenz bleibt konstant!

Nur wenn..

  • Segregation und Paarung zufällig
  • Allel (oder Nachbarallel) nicht fitness beeinflussen → natürliche Selektion
  • keine Mutation
  • extrem Grosse Populationen
  • kein Genfluss

Hardy-Weinberg Gleichgewicht

Berechnung für:

CR Frequenz: p = 0.8

CW Frequenz: q = 0.2

homozygot CRCR:   0.8 * 0.8

homozygot CWCW:  0.2 * 0.2

heterozygot CWCR / CRCW: (0.8 * 0.2)*2

⇒     p2 + 2pq + q2 = 1

Kräfte welche die Allelfrequenz beeinflussen

  • Natürliche Selektion
  • Genetische Drift
  • Genfluss

Natürliche Selektion

  • führt zu adaptiver Veränderung (Evolution)
  • wirkt auf spezifische Loci

Genetische Drift

Zufällige Vererbung ⇒ Allelfrequenz fluktuiert

(Kleine Population grössere Fluktuation)

Verlust genetischer Variabilität

  • Gründereffekt (nur wenige Individuen gelangen auf Insel)
  • genetischer Flaschenhals (Umweltveränderung ⇒ kleine Population)

Genfluss

Transver von Allelen zwischen Populationen

⇒ Populationen nähern sich einander an

relative Fitness

Beitrag, den ein Individuum zum Genpool der nächsten Generation leisten kann (relativ zu anderen Individuen)

Arten von Natürlicher Selektion

  • Gerichtete Selektion
  • Disruptive Selektion
  • Stabilisierende Selektion

Sexuelle Selektion

  • Form der natürlichen Selektion
  • Individuen mit bestimmten Merkmale haben höheren Fortpflanzungserfolg
  • Kann zu Sexualdimorphismus führen

Intrasexuelle Selektion ≠ Intersexuelle Selektion

  • Intra: innerhalb desselben Geschlechts (z.B. Kämpfe)
  • Inter: Partenerwahl

"Good Genes" Hypothese

  • Weibchen wählt Partner aufgrund gewisser Merkmale
  • Sind die Merkmale ein indikator für hohe Fitness haben die vielen Nachkommen dasselbe Auswahlmuster (Männchen dieselben Merkmale, Weibchen dieselbe Präferenz)
  • Ab einer gewissen Ausprägung wirkt Merkmal wieder selektionierend
  • Neues Merkmal muss Fitness "beweisen"
  • führt häufig in eine Sackgasse (vgl. Muller's Ratchet)

Erhaltung genetischer Variabilität

(trotz natürlicher Selektion)

  • Diplidie (rezessive Allele "versteckt")
  • Neutrale Variation (genetische Variation auf nitch-kodierendem Bereich)
  • Balancierende Selektion
    • Heterozygotenvorteil (Sichelzellen / Malaria)
    • Frequenzabhängige Selektion (liks/rechts mäuliger Fisch)

Grenzen der Anpassung

  • Selektion nur mit vorhandener Variation
  • Evolution durch historische Einschränkungen begrenzt (→Muller's Ratchet)
  • Anpassung oft ein Kompromiss
  • Selektion teilweise zufällig / Umweltveränderungen unvorhersehbar

Adaptive Radiation

Auffächern (Radiation) einer wenig spezialisierten Art in viele stärker spezialisierte Arten

(Nieschendifferenzierung)

Study