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L. A.
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen zum politischen System der Schweiz, insbesondere zu Bundesrat, Parlament, Kantonen und Bürgerrechten. Sie erklären Funktionen von Kommissionen, Ständerat und Legislative, das Initiativ- und Referendumsrecht sowie die Gewaltenteilung. Bürger profitieren von diesem Wissen, um politische Prozesse zu verstehen und aktiv an der Demokratie teilzuhaben.
Karten
60
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Allgemeinbildung
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
12.08.2026 / 20.08.2026

Flashcards

Erläutern Sie den Begriff "Konkordanzdemokratie"

Eine Regierungsform, bei der alle grossen Parteien in die Regierung (Bundesrat) und den politischen Prozess eingebunden werden, um Entscheidungen durch breite Kompromisse statt durch Machtkampf zu fällen.

Wie oft kommt das Parlament zusammen?

Vier Mal im Jahr zu den ordentlichen dreiwöchigen Sessions (Frühling, Sommer, Herbst, Winter) sowie bei Bedarf zu ausserordentlichen Sessionen.

Was ist das Milizsystem?

Das Organisationsprinzip, bei dem Bürgerinnen und Bürger öffentliche Aufgaben (z. B. Parlamentsmandat) im Nebenamt oder ehrenamtlich wahrnehmen und nicht als Berufsbeamte/-politiker.

Was sind die Aufgaben des Parlaments?

1. Gesetzgebung, 2. Finanzhoheit (Budget), 3. Wahlen (Bundesrat, Richter), 4. Oberaufsicht über Bundesrat, Verwaltung und Gerichte.

Was üben die eidgenössischen Räte aus?

Die gesetzgebende Gewalt (Legislative) auf Bundesebene sowie die Oberaufsicht über Bundesrat, Verwaltung und Gerichte.

Was bildet der National-und Ständerat für eine Gewalt?

Die gesetzgebende Gewalt (Legislative).

Kann die Vereinigte Bundesversammlung Richter und Richterinnen der eidgenössichen Gerichte wählen?

Ja, das gehört zu ihren verfassungsmässigen Wahlaufgaben.

Nenne jeden Bundesrat und seine Aufgabe (Stand 2026).

Guy Parmelin (SVP, Bundespräsident 2026 - WBF), Ignazio Cassis (FDP, Vizepräsident - EDA), Karin Keller-Sutter (FDP - EFD), Albert Rösti (SVP - UVEK), Elisabeth Baume-Schneider (SP - EDI), Beat Jans (SP - EJPD), Martin Pfister (Die Mitte - VBS).

Erläutere die sieben Departemente des Bundesrates.

EDA: Aussenpolitik & Diplomatie | EDI: Gesundheit & Sozialversicherungen | EJPD: Recht, Migration & Polizei | VBS: Armee, Zivilschutz & Sport | EFD: Staatsfinanzen, Steuern & Zoll | WBF: Wirtschaft, Bildung & Landwirtschaft | UVEK: Verkehr, Energie, Umwelt & Medien

Welches Leitmotiv folgt der aktuelle Bundespräsident (2026)? Nennen Sie dazu drei Prioritäten.

Guy Parmelin. Leitmotiv: "Lassen wir uns nicht spalten. Nutzen wir unsere Vielfalt, um gemeinsam stärker zu sein." Prioritäten: 1. Zusammenhalt & Solidarität, 2. Wirtschafts- und Forschungsstandort, 3. Sicherheit & Versorgung.

Wie viele Orte gehörten bis 1513 zur schweizerischen Eidgenossenschaft?

13 Orte (Die Dreizehn Alten Orte).

Welches Ereignis führte zur Spaltung in katholische und reformierte Orte?

Die Reformation im 16. Jahrhundert.

Was gewährte die Bundesverfassung von 1848 den Bürgern (Männern)?

Politische Rechte (Stimm-/Wahlrecht ab 20 Jahren), Rechtsgleichheit sowie Grund- und Freiheitsrechte (Niederlassungs-, Press-, Vereinsfreiheit).

Für welchen Namen steht die Abkürzung OSZE?

Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa.

Welches Leitmotiv verfolgt die OSZE?

Förderung von Sicherheit, Frieden, Demokratie und Stabilität im euro-atlantischen und eurasischen Raum durch Dialog und kooperative Sicherheit.

Warum ist es wichtig die Jugend in die OSZE einzubeziehen?

Weil Jugendliche von langfristigen Friedensentscheidungen betroffen sind, nachhaltige Lösungen sichern, Radikalisierung vorbeugen und innovative Perspektiven einbringen.

Welche Rolle kann die Schweiz in der Weltpolitik spielen?

Rolle der neutralen Vermittlerin (Gute Dienste), Brückenbauerin, Standort für internationale Organisationen (Genf) und Geberin humanitärer Hilfe.

Wessen Zustimmung braucht eine Motion, um angenommen zu werden?

Beider Räte (Nationalrat UND Ständerat).

Braucht eine parlamentarische Initiative die Zustimmung des schweizer Volkes?

Nein. Sie wird vom Parlament beraten. Das Volk stimmt nur ab, wenn daraus eine Verfassungsänderung oder ein gesetzliches Referendum entsteht.

Was ist eine Kommission/Delegation/Fraktion?

Kommission: Sachbereichs-Ausschuss zur Vorberatung von Gesetzen. Delegation: Ausschuss für spezifische Kontroll- oder Auslandsaufgaben. Fraktion: Zusammenschluss von Ratsmitgliedern derselben/gleichgesinnter Parteien (mind. 5 Personen).

Wie lange ist die Amtsdauer für Kommissionsmitglieder?

In der Regel 4 Jahre (entspricht einer Legislaturperiode).

Gibt es die Möglichkeit zur Wiederwahl?

Ja, Kommissionsmitglieder können wiedergewählt werden.

Im Gegensatz zu den Sitzungen von National- und Ständerat sind Kommissionssitzungen nicht ____________. Die vertraulichen Beratungen sollen eine offene Diskussion unter den Mitgliedern ermöglichen und es erleichtern, gemeinsame Lösungen zu finden. Die Kommissionen informieren aber nach ihren Sitzungen die _____________.

öffentlich / Medien (Öffentlichkeit)

Mitglieder, die mit ihren Anliegen in der Kommission nicht durchgedrungen sind, können später im Ratsplenum _________________ einbringen.

Minderheitsanträge (oder Einzelanträge)

Meistens folgen die Räte den Anträgen ihrer Kommissionen. Die wichtigsten Weichen werden also in den _______________ Kommissionen gestellt.

vorberatenden

Kommissionen tagen durchschnittlich wie viele Tage?

Ständige Kommissionen tagen im Schnitt 10 bis 15 Tage pro Jahr.

Nicht allein Ratsmitglieder, sondern auch _________ und _______ können parlamentarische Initiativen und Vorstösse einreichen. Die parlamentarischen Initiativen und Vorstösse können von __________ oder __________ Ratsmitgliedern unterzeichnet werden.

Fraktionen / Kommissionen / mehreren / einzelnen

Welche Schweizer Partei wurde als erstes gegründet? Wann?

Die Sozialdemokratische Partei (SPS) 1888 sowie die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) als strukturierte schweizerische Gesamtpartei 1894.

In welchem Jahr befürwortete das Schweizer Stimmvolk einen UNO-Beitritt?

Im Jahr 2002 (3. März 2002).

Wann erhielten die Schweizer Frauen das Stimm- und Wahlrecht?

Am 7. Februar 1971 auf Bundesebene.

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, dass eine Volksinitiative zustande kommt?

100'000 gültige Unterschriften von Stimmberechtigten innerhalb von 18 Monaten.

Welche Eigenschaften besitzt das Referendumsrecht?

Das Recht, über Parlamentsbeschlüsse nachträglich abzustimmen. Obligatorisch (Verfassungsänderung: Volks- & Ständemehr) oder Fakultativ (Gesetz: 50'000 Unterschriften in 100 Tagen; Volksmehr).

Wie entsteht in der Schweiz das Initiativrecht?

Es ist in der Bundesverfassung verankert und gibt Bürgern das Recht, selbst Verfassungsänderungen vorzuschlagen.

Wie reagiert die Behörde, auf die eingereichte Initiative?

Prüfung der Gültigkeit, Abstimmungsempfehlung, evtl. Ausarbeitung eines Gegenvorschlags und Vorlage zur Volksabstimmung.

Was wird verlangt, wenn man ein Gesetz ändern will, damit es zu einer Abstimmung kommt?

Das Ergreifen des fakultativen Referendums mit mindestens 50'000 gültigen Unterschriften in 100 Tagen.

Für welche Tätigkeiten gilt das obligatorische Referendum?

Bei Verfassungsänderungen, Beitritt zu supranationalen Organisationen und dringlich erklärten Bundesgesetzen ohne Verfassungsgrundlage.

Wie ist das schweizer Parlament aufgebaut?

Zweikammersystem (Bikameralismus) aus Nationalrat (200 Mitglieder) und Ständerat (46 Mitglieder).

Wer wählt den National- und Ständerat?

Die stimmberechtigten Schweizer Bürgerinnen und Bürger der jeweiligen Kantone.

Nach welchem System funktionieren die Nationalratswahlen?

Proporzsystem (Verhältnismässigkeitswahl); in Kantonen mit nur einem Sitz nach Majorz.

Nach welchem System funktionieren die Ständeratswahlen?

Majorzsystem (Mehrheitswahl); Ausnahme bilden die Kantone Jura und Neuenburg (Proporz).

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