F-Ziffern & paar Diagnosekriterien
Whatever the titel SAGT
Whatever the titel SAGT
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Flashcards
Z: F8
Entwicklungsstörungen
- Gemeinsamkeiten:
- Beginn ausnahmslos in Kindheit oder Kleinkindalter
- Entwicklungseinschränkung oder -Verzögerung von Funktionen, die eng mit biologische Reifung ZNS verknüpft
- Stetiger Verlauf ohne remissionen/Rezidive
- In meisten Fällen Sprache, visuell-räumliche Fertigkeiten & Bewegungskoordination betroffen
- Mit Älterwerden vermindern sich Störungen zunehmend, geringe Defizite bleiben aber oft
Z: F80.-
Umschriebene Entwicklungsstörungen der Sprache und des Sprechens
- Normale Muster Spracherwerb von frühen Entwicklungsstadien an beeinträchtigt
- Ziehen oft sekundäre Folgen nach sich, wie Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben, Störungen im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen, im emotionalen und Verhaltensbereich
Z:F80.1
Expressive Sprachstörung
- Sprachverständnis im Normalbereich aber expressiv gesprochene Sprache unterhalb des dem Intelligenzalter angemessenen Niveaus
Z: F80.2
Rezeptive Sprachstörung
- Sprachverständnis liegt unterhalb des dem Intelligenzalter angemessenen Niveaus
- In praktisch allen Fällen auch expressive Sprache deutlich beeinflusst
- Häufig Störungen in Wort-Laut-Produktion
Z: F81.-
Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten
- Normale Muster des Fertigkeitserwerbs sind von frühen Entwicklungsstadien an gestört
Z: F81.0
LRS
- Persistieren häufig bis in Adoleszenz
- Umschriebenen Entwicklungsstörungen des Lesens gehen Entwicklungsstörungen des Sprechens oder der Sprache voraus
- Während Schulzeit sind begleitende Störungen im emotionalen und Verhaltensbereich häufig
Z: F81.1
Isolierte Rechtschreibstörung
F81.2
Rechenstörung
- Betrifft vor allem Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten, wie Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division
- Betrifft weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten
F81.3
Kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten
- Restkategorie für Störungen mit deutlicher Beeinträchtigung der Rechen-, Lese- und der Rechtschreibfähigkeiten
Z: F82.-
Umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen
Z: F83
Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörungen
- Mischkategorie für Störungen, bei denen gewisse Mischung von umschriebenen Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache, schulischer Fertigkeiten und motorischer Funktionen vorliegt
F84.-
Tief greifende Entwicklungsstörungen
- Qualitative Abweichungen in den wechselseitigen sozialen Interaktionen und Kommunikationsmustern
- Eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten
F84.0
FRÜHKINDLICHER AUTISMUS
- Vor dem 3. Lj
- Abnorme Funktionen in den folgenden Bereichen:
- Soziale Interaktion
- Kommunikation
- Eingeschränkt stereotyp repetitives Verhalten
- Häufig noch Vielzahl unspezifischer Probleme, wie Phobien, Schlaf- und Essstörungen, Wutausbrüche und (autodestruktive) Aggression
F84.1
- Atypischer Autismus
- Unterscheidet sich von frühkindlichem Autismus durch:
- Alter bei Krankheitsbeginn
- Erst nach 3. Lj
- Diagnostische Kriterien werde nicht in allen Bereichen erfüllt
- Wechselseitige soziale Interaktionen, Kommunikationen und eingeschränktes, stereotyp repetitives Verhalten
- Alter bei Krankheitsbeginn
F84.2
F84.2 RETT-SYNDROM
- Bisher nur bei Mädchen
- Nach scheinbar normaler früher Entwicklung teilweiser oder vollständiger Verlust von:
- Sprache
- Lokomotorische Fähigkeiten
- Gebrauchsfähigkeit der Hände
- Verlangsamung des Kopfwachstums
F84.5
- Asperger Syndrom
- Abweichung von wechselseitigen sozialen Interaktionen
- Wie bei Autismus
- Eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten
- Unterschied zu Autismus:
- Fehlende allgemeine Entwicklungsverzögerung bzw. fehlender Entwicklungsrückstand der Sprache und kognitiven Entwicklung
- Geht häufig mit auffallender Ungeschicklichkeit einher
F9
Verhaltens- und emotionale störungen mit beginn in kindheit und jugend
F90.-
HYPERKINETISCHE STÖRUNG
- Früher Beginn, meist in ersten fünf Lj
- Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen, die kognitiven Einsatz verlangen
- Tendenz, von einer Tätigkeit zur anderen zu wechseln, ohne etwas zu Ende zu bringen
- Desorganisierte, mangelhaft regulierte und überschießende Aktivität
- Beziehung zu Erwachsenen oft durch Distanzstörung und Mangel an Zurückhaltung geprägt
- Bei anderen Kindern oft unbeliebt, können isoliert sein
- Häufig Beeinträchtigung kognitiver Funktionen, Verzögerungen der motorischen und sprachlichen Entwicklung
F90.0
EINFACHE AKTIVITÄTS- UND AUFMERKSAMKEITSSTÖRUNG
- Aufmerksamkeitsdefizit bei:
- Hyperaktivem Syndrom
- Hyperakvititätsstörung
- Störung mit Hyperaktivität
f90.1
HYPERKINETISCHE STÖRUNG DES SOZIALVERHALTENS
- Hyperkinetische Störung verbunden mit SSV
F91.-
STÖRUNGEN DES SOZIALVERHALTENS
- Wiederholendes und anhaltendes Muster dissozialen, aggressiven und aufsässigen Verhaltens bei dem entweder die Grundrechte andereroder die wichtigsten altersentsprechenden sozialen Normen oder Gesetze verletzt werden
- Mindestens 6 Monate anhaltend
- Alterseinteilung:
- Beginn in der Kindheit
- Auftreten eines Symptoms vor dem 10.Lj
- Beginn in der Adoleszenz
- Keine Symptome vor dem 10.Lj
- Beginn in der Kindheit
- Symptome:
- Ungewöhnlich häufige/schwere Wutausbrüche
- Aktive Ablehnung und Zurückweisung von Wünschen und Vorschriften Erwachsener
- Verantwortlichmachen anderer für die eigenen Fehler
- Häufiges Schuleschwänzen, Beginn vor 13.Lj
- Empfindlichkeit oder Sichbelästigtfühlen durch andere
- Gehässigkeit oder Rachsucht
F91.0
AUF DEN FAMILIÄREN RAHMEN BESCHRÄNKTE SSV
- Muss sich auf den familiären Rahmen beschränken
F91.1
SSV BEI FEHLENDEN SOZIALEN BINDUNGEN
- Eindeutig wenig Beziehungen zu Gleichaltrigen mit Isolation, Zurückweisung oder Unbeliebtheit, Fehlen längerdauernder enger gegenseitiger Freundschaft
F91.2
SSV BEI VORHANDENEN SOZIALEN BINDUNGEN
- SSV tritt auch außerhalb von zu Hause oder außerhalb des familiären Rahmens auf
- Beziehungen zu Gleichaltrigen in normalem Ausmaß
F91.3
SSV MIT OPPPOSITIONELLEM, AUFSÄSSIGEM VERHALTEN
- Symptome müssen für Entwicklungsalter unangemessen sein (bisschen trotz ist normal)
F92.-
KOMBINIERTE SSV UND DER EMOTIONEN
- Sowohl Kriterien für Störungen des Sozialverhalten im Kindesalter (F91.-) als auch für emotionale Störungen des Kindesalters (F93.-) müssen erfüllt sein
F92.0
SSV MIT DEPRESSIVER STÖRUNG
- Allgemeine Kriterien für SSV müssen erfüllt sein
- Allgemeine Kriterien für affektive Störung müssen erfüllt sein
F93.-
EMOTIONALE STÖRUNGEN DES KINDESALTERS
- Verstärkungen normaler Entwicklungstrends
- Weniger eigenständige, qualitativ abnorme Phänomene
- Entwicklungsbezogenheit markiert den Unterschied emotionaler Störungen mit Beginn in der Kindheit (F93.-) zu neurotischen Störungen (F40-48)
F93.0
EMOTIONALE STÖRUNG MIT TRENNUNGSANGST DES KINDESALTERS
- Nur diagnostizieren, wenn Furcht vor Trennung Kern der Angst und wenn solche Angst erstmals während früher Kindheit auftrat
- Unterscheidung zu normaler Angst:
- Unübliche Ausprägung
- Abnorme Dauer über typische Altersstufe hinaus
- Deutliche Probleme in sozialen Funktionen
F93.1
PHOBISCHE STÖRUNG DES KINDESALTERS
- Befürchtungen, die spezifisch für Entwicklungsphase sind aber hier in besonderer Ausprägung
- Andere Befürchtungen, die nicht normaler Bestandteil der psychosozialen Entwicklung sind (z.B. Agoraphobie) sind in der entsprechenden Kategorie F40-48 zu kategorisieren
F93.2
STÖRUNG MIT SOZIALER ÄNGSTLICHKEIT DES KINDESALTERS
- Vor dem 6.Lj
- Starke Furcht/Misstrauen vor Fremden
- Soziale Besorgnis oder Angst in neuen, fremden Situationen
- Führt zu deutlichen Problemen in der sozialen Funktionsfähigkeit
F94.-
STÖRUNGEN SOZIALER FUNKTIONEN MIT BEGINN IN KINDHEIT UND JUGEND
- Heterogene Gruppe von Störungen
- Anders als tiefgreifende Entwicklungsstörungen (Defizite in allen Bereichen sozialer Funktionen) spielen hier eher schwerwiegende Milieuschäden oder Deprivation entscheidende Rolle in Ätiologie
F94.0
ELEKTIVER MUTISMUS
- Emotional bedingte Selektivität des Sprechens
- Kind spricht in manchen Situationen
- Üblicherweise verbunden mit Persönlichkeitsmerkmalen wie Sozialangst, Rückzug, Empfindsamkeit oder Widerstand
F94.1
REAKTIVE BINDUNGSSTÖRUNG DES KINDESALTERS
- Tritt in ersten 5 Lj auf
- Anhaltende Auffälligkeiten im sozialen Beziehungsmuster, begleitet von emotionaler Störung und reagieren auf Wechsel in Milieuverhältnissen
- Symptome:
- Furchtsamkeit und Übervorsichtigkeit
- Eingeschränkte soziale Interaktionen mit Gleichaltrigen
- Aggressionen (selbst/andere)
- Unglücklichsein
- Selten: Wachstumsverzögerungen
- Tritt wahrscheinlich als direkte Folge schwerer elterlicher Vernachlässigung, Missbrauch oder schwerer Misshandlung
F94.2
BINDUNGSSTÖRUNG DES KINDESALTERS MIT ENTHEMMUNG
- Tritt in ersten 5 Lj auf
- Tendenz, trotz deutlicher Milieuänderungen zu persistieren
- Symptome:
- Diffuses, nicht selektives Bindungsverhalten
- Aufmerksamkeitssuchendes und wahllos freundliches Verhalten
- Kaum modulierte Interaktionen mit Gleichaltrigen
- Auch emotionale und Verhaltensstörungen können vorkommen
F95.-
TICSTÖRUNGEN
- Vorwiegende Symptom ist ein Tic
- Motorische und vokale Tics
F98.-
ANDERE VERHALTENS- UND EMOTIONALE STÖRUNGEN MIT BEGINN IN DER KINDHEIT UND JUGEND
- Gemeinsamkeit: Beginn in der Kindheit, ansonsten sehr unterschiedliche Symptome
F98.0
NICHTORGANISCHE ENURESIS
- Unwillkürlicher Harnabgang Tags und nachts
- Kann von Geburt an bestehen oder nach Periode bereits erworbener Blasenkontrolle auftreten
F98.00
Enuresis nocturna
F98.01
enuresis diurna