Human Factors Grundlagen
Prüfungsvorbereitung
Prüfungsvorbereitung
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Flashcards
Wie funktioniert die Methode des „Lauten Denkens“ während einer Evaluation?
Probanden berichten während der Aufgabenbearbeitung spontan ihre Gedanken, Erwartungen und Eindrücke, um Usability-Probleme und deren Ursachen direkt sichtbar zu machen.
Nenne konkrete Maße für die Effektivität (Genauigkeit/Vollständigkeit).
Aufgabenerfüllung (binär), Fehlerrate, räumliche Genauigkeit, Erinnerungsleistung, Verständnis.
Wann und wie oft sollte laut Vorlesung evaluiert werden?
So früh wie möglich und so häufig wie möglich
Was versteht man unter „Automation“?
Die Erbringung von Leistungen durch Maschinen bei Aktivitäten, die zuvor von Menschen ausgeführt wurden.
Nenne die vier Stufen der Informationsverarbeitung, an denen sich Automationsmodelle orientieren.
1. Informationsaufnahme/-filter, 2. I.-Manipulation/Integration, 3. Entscheidungs-/Handlungsauswahl, 4. Handlungsausführung.
Was beschreibt die „Fitts-Liste“ (1951)?
Eine Gegenüberstellung von Aufgaben, in denen Menschen besser sind (Men-Are-Better-At), und Aufgaben, in denen Maschinen überlegen sind (Machines-Are-Better-At).
n wie viele Ebenen unterteilen Sheridan & Verplank (1978) die Automation (von „keine Hilfe“ bis „Computer entscheidet alles“)?
In 10 Ebenen
Was ist der Unterschied zwischen Overtrust und Undertrust?
Overtrust (Complacency) führt zu übermäßigem Vertrauen und Fehlern beim Monitoring; Undertrust (Mistrust) führt zur Nichtnutzung (Disuse) des Systems.
Wie äußert sich Overtrust im Verhalten?
Reliance (Vertrauen, dass das System sich bei Problemen meldet) und Compliance (sofortige Reaktion auf einen Alarm ohne Prüfung).
Was ist laut Bainbridge (1987) die zentrale „Ironie“ für den Menschen in automatisierten Systemen?
Der Mensch wird als Fehlerquelle betrachtet und soll „entfernt“ werden, bekommt dann aber die schwierigsten Aufgaben (Monitoring, Ausnahmebehandlung), die nicht automatisierbar waren.
Nenne die drei Arten der flexiblen Automation.
Scheduled (zeitgesteuert), Adaptable (Nutzer entscheidet) und Adaptive Automation (System entscheidet).
Was sind die langfristigen Folgen von Overtrust im Flugverkehr?
Verlust manueller Fähigkeiten (Deskilling) und das „Out-of-the-loop“-Phänomen (OOTLUF), also ein mangelndes Verständnis für den aktuellen Systemzustand.
Welchen Vorteil und welchen Nachteil hat Transparenz (z. B. durch grafische Erklärungen) in automatisierten Systemen?
Vorteil: Besseres Verständnis und kalibriertes Vertrauen; Nachteil: Möglicher Anstieg des Mental Workload oder Ablenkung.
Was ist das Ziel von „Etikette“-Regeln in der HAI?
Die Unterstützung effizienter Interaktionen durch formale Umgangsregeln, wie z. B. präzise Kommunikation oder das Warten auf Nutzerreaktionen.
Welche vier Elemente benötigt ein System für Adaptive Automation?
1. Task Manager, 2. Automatisierbare Aufgaben, 3. Eindeutige Kommunikation, 4. Erfassung von Leistung und Workload.
Zu welcher der 4 Stufen der Automation gehört die Vorhersage eines zukünftigen Zustands (z. B. Wartungsbedarf)?
Stufe 2: Informationsmanipulation und -integration
Ab welchem Level (SAE bzw. GoA) übernimmt das System im Straßen- und Schienenverkehr die vollständige Kontrolle ohne ständige Überwachung?
Ab SAE Level 3 (Bedingte Automation) bzw. GoA 3 (Fahren ohne Triebfahrzeugführer).
Wie verändert sich das Vertrauen (Situational Trust) im Verlauf einer Nutzung?
Es wird am Erlebten kalibriert: Positive Erfahrungen steigern das Vertrauen, während Fehler es (oft massiv) senken.