SAP SAP Business AI Solutions - SAP Business Suite SCM Solutions

Modul 1: SAP Certified Associate – Positioning SAP Business AI Solutions (Karten 1–30)Modul 2: SAP Certified Associate – Positioning SAP Business Suite via SCM Solutions (Karten 31–60)

Modul 1: SAP Certified Associate – Positioning SAP Business AI Solutions (Karten 1–30)Modul 2: SAP Certified Associate – Positioning SAP Business Suite via SCM Solutions (Karten 31–60)


B. V.
Diese Lernkarten vermitteln fundiertes Wissen zu SAP-Lösungen für Supply Chain Management, insbesondere zu SAP S/4HANA, IBP, EWM und TM sowie deren Integration über SAP BTP. Im Fokus stehen KI-gestützte Planung, Automatisierung, Compliance und Resilienz in der Lieferkette, ergänzt um praktische Projektmanagement-Aspekte wie Change- und Carrier-Management. Ideal für SCM-Experten, SAP-Berater und Projektmanager, die digitale Transformationsprozesse in der Logistik und Produktion vorantreiben möchten.
Karten
60
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
03.07.2026 / 27.07.2026

Flashcards

1. Was sind die drei Leitprinzipien von SAP Business AI?

Relevant (eingebettet in Geschäftsprozesse), Zuverlässig (basierend auf hochwertigen SAP-Daten, auditierbar) und Verantwortungsvoll (DSGVO-konform, Explainability, menschliche Kontrolle).

10. Was ist Document Information Extraction auf BTP?

KI-Service zur automatischen Extraktion strukturierter Daten aus unstrukturierten Dokumenten (Rechnungen, Verträge, Lieferscheine) – Grundlage für Rechnungsautomatisierung und Vertragsmanagement.

11. Was ist Intelligent Situation Automation in S/4HANA?

KI-gestützte Funktion, die bei definierten Systemereignissen (z. B. Lieferverzug, Budgetüberschreitung) automatisch vordefinierte Aktionen auslöst – ohne manuelle Eingriffe.

12. Wie unterstützt SAP Business AI das Lieferantenmanagement in Ariba?

Automatisches Risiko-Scoring durch Integration externer Risikodaten, ML-basierte Empfehlung von Qualifizierungsfragebögen, Frühwarnsystem für Lieferantenausfälle und KI-gestützte Analyse von Ausschreibungsergebnissen.

5. Was ist SAP Datasphere, und welche Rolle spielt es für KI?

SAP Datasphere ist die Datenverwaltungsplattform von SAP. Sie zentralisiert SAP- und Drittanbieterdaten, stellt eine semantische Datenschicht bereit und dient als Grundlage für KI-Training und unternehmensweite Analytics.

13. Was ist Slotting-Optimierung in SAP EWM mit KI?

KI-gestützte Empfehlung optimaler Lagerplätze basierend auf Umschlagshäufigkeit, Gewicht, Kommissioniermustern und Ergonomievorgaben – reduziert Kommissionierwege und steigert die Lagerproduktivität.

14. Was ist ETA-Vorhersage in SAP TM?

ML-basierte Prognose von Ankunftszeiten unter Berücksichtigung von Verkehrsdaten, Wetterbedingungen und historischen Verzögerungsmustern – ermöglicht proaktive Ausnahmensteuerung.

15. Was bedeutet Responsible AI im SAP-Framework?

SAP verpflichtet sich zu: Transparenz (erklärbare KI-Entscheidungen), Fairness (Bias-Erkennung), Datenschutz (DSGVO, keine Nutzung von Kundendaten für globales Modelltraining) und menschlicher Kontrolle in kritischen Entscheidungen.

16. Wie ist SAP Business AI in das SAP-Activate-Framework eingebettet?

Discover: Use-Case-Identifikation. Prepare: Data Readiness Assessment. Explore: KI-Szenarien in Fit-to-Standard-Workshops. Realize: Aktivierung Embedded AI / BTP-Entwicklung. Deploy: Schulung. Run: Modell-Monitoring und Nachtraining.

17. Was ist ein Data Readiness Assessment, und warum ist es für KI-Projekte entscheidend?

Prüfung der Datenbasis auf Qualität, Vollständigkeit, Konsistenz und Historientiefe (12–36 Monate). KI-Ergebnisse sind direkt abhängig von der Datenqualität – schlechte Daten führen zu unzuverlässigen Modellen.

18. Was ist Modelldrift, und wie geht man damit um?

Modelldrift bezeichnet die schleichende Verschlechterung von ML-Modell-Prognosen, wenn sich die zugrundeliegenden Datenverteilungen verändern (z. B. neue Produkte, Marktveränderungen). Gegenmassnahme: regelmässiges Monitoring und Nachtraining.

19. Wie positioniert man SAP KI gegenüber einem datenschutzkritischen Kunden?

SAP BTP läuft in zertifizierten Rechenzentren (ISO 27001, SOC 2), Kundendaten werden nicht für globales Modelltraining genutzt, EU-Datenhaltung ist konfigurierbar, Auftragsverarbeitungsverträge mit SAP sind Standard.

2. Was ist Joule, und wie unterscheidet er sich von ChatGPT?

Joule ist SAPs generativer KI-Copilot, eingebettet in S/4HANA, Ariba, IBP und weitere Lösungen. Im Gegensatz zu ChatGPT kennt Joule den Geschäftskontext (Bestellung, Lieferant, Kostenstelle) und liefert direkt handlungsfähige Ergebnisse.

20. Was ist Spend-Klassifizierung mit ML in Ariba?

ML-basierte automatische Kategorisierung von Einkaufsausgaben nach Warengruppen. Erhöht die Datenqualität in der Ausgabenanalyse, verbessert die Verhandlungsposition und reduziert manuellen Klassifizierungsaufwand.

21. Welchen Nutzen liefert Joule einem Einkäufer im Alltag?

Joule erlaubt natürlichsprachliche Abfragen zu Bestellstatus, offenen Rechnungen und Lieferantendaten, unterstützt bei der Bestellanlage, fasst Ausschreibungsergebnisse zusammen und schlägt Vertragsklauseln vor – ohne Systemwechsel.

22. Was ist Business Entity Recognition auf BTP?

KI-Service zur Erkennung von Geschäftsobjekten (Unternehmen, Produkte, Personen, Orte) in unstrukturierten Texten. Nützlich für die automatisierte Verarbeitung von E-Mails, Verträgen und Lieferantendokumenten.

23. Wie verändert KI das Change Management in SCM-Projekten?

KI-Features wie Joule senken die Einstiegshürde für Endanwender (natürliche Sprache statt Transaktionscodes). Gleichzeitig entstehen neue Widerstände (Angst vor Arbeitsplatzverlust), die durch transparente Kommunikation und Pilotgruppen adressiert werden müssen.

24. Was ist SAP Analytics Cloud (SAC), und wie ist sie mit KI verknüpft?

SAC ist SAPs Cloud-BI-Plattform für Berichte, Dashboards und Planungsszenarien. Sie nutzt KI für Smart Predict (Prognosemodelle), Smart Insights (Erklärung von Abweichungen) und Smart Discovery (automatische Musterentdeckung).

25. Was ist der KI-Use-Case 'Smart Buyer' in S/4HANA?

Smart Buyer liefert dem Einkäufer KI-basierte Empfehlungen: bevorzugter Lieferant je Material, Erkennung von Preisabweichungen gegenüber Benchmark, Bündelungsvorschläge für offene Bestellanforderungen.

26. Warum ist die Integration von Drittanbieter-KI (z. B. Azure OpenAI) über BTP möglich?

SAP BTP bietet offene APIs (application programming interface) und Konnektoren, die es Kunden erlauben, externe KI-Dienste (Azure OpenAI, Google Vertex AI) neben oder anstelle von SAP-eigenen Modellen einzubinden – für maximale Flexibilität

27. Was ist SAP Build, und welchen Bezug hat es zu KI?

SAP Build ist die Low-/No-Code-Entwicklungsumgebung auf BTP. Mit KI-Unterstützung (Joule) können Prozessautomatisierungen, Workflows und Anwendungen ohne Programmierung erstellt werden.

28. Was ist Anomaly Detection in SAP IBP?

Automatische Erkennung statistischer Ausreisser in Planungs- und Ist-Daten (z. B. ungewöhnliche Bedarfsspitzen, Dateneingabefehler). Reduziert manuellen Review-Aufwand und verbessert die Planungsqualität.

29. Wie wird KI-ROI in SCM-Projekten typischerweise gemessen?

Anhand von Baseline-KPIs vor Go-Live (z. B. Forecast-Genauigkeit, manuelle Rechnungsquote, Lagerbestand) und deren Verbesserung nach KI-Aktivierung. Typische Payback-Zeiträume: 6–18 Monate für Embedded-AI-Use-Cases.

3. Was ist SAP AI Core, und welche Aufgabe erfüllt es?

SAP AI Core ist die Infrastrukturkomponente auf BTP zum Training, Deployment und Management von ML-Modellen. Es bildet die technische Grundlage für alle SAP-KI-Services.

30. Was ist der Unterschied zwischen ML (Machine Learning) und generativer KI im SAP-Kontext?

ML-Modelle lernen aus historischen Daten für Vorhersagen und Klassifizierungen (z. B. Demand Sensing, Spend-Klassifizierung). Generative KI (z. B. Joule) erzeugt neue Inhalte (Texte, Vorschläge) auf Basis grosser Sprachmodelle (LLMs).

31. Was umfasst die SAP Business Suite im SCM-Bereich?

S/4HANA (ERP-Kern), SAP IBP (Planung), SAP EWM (Lager), SAP TM (Transport), SAP GTS (Aussenhandel), SAP Ariba/Business Network (Beschaffung), SAP Manufacturing (Produktion) – alle auf gemeinsamer Datenbasis integriert.

32. Was ist RISE with SAP, und was ist im Angebot enthalten?

Gebündeltes Transformationsangebot: S/4HANA Cloud (Private oder Public Edition), SAP BTP, Business Process Intelligence (SAP Signavio), SAP Business Network Starter Pack und Managed Services – alles in einem Vertrag.

33. Was unterscheidet RISE with SAP (PCE) von Grow with SAP?

RISE/PCE: dediziertes Single-Tenant-System, mehr Customizing, vollständiges SCM-Portfolio (EWM, TM, GTS). Grow with SAP: Public Cloud, Multi-Tenant, standardisierte Prozesse, kürzere Implementierung, eingeschränkteres SCM-Portfolio.

34. Was ist SAP Integrated Business Planning (IBP), und welche Module enthält es?

Cloud-Planungsplattform für Demand, Supply, Inventory, S&OP (Sales & Operations Planning), Response & Supply sowie Control Tower – alle Module kollaborativ auf einer Plattform mit eingebetteter KI.

35. Was ist der IBP Control Tower?

Echtzeit-Überwachungscockpit für die gesamte Lieferkette: KPI-Dashboards, Ausnahmenmanagement, Alert-Steuerung und Drill-Down von der Übersicht bis zur Transaktionsebene.

36. Wie integriert SAP IBP mit S/4HANA?

Über das Core Interface (CIF): S/4HANA liefert Ist-Daten (Bestände, Bestellungen, Absatzhistorie), IBP gibt Planwerte (Planaufträge, Bestellanforderungen) zurück zur operativen Ausführung.

37. Was ist der Unterschied zwischen Embedded EWM und Decentralized EWM?

Embedded EWM läuft direkt in S/4HANA (ein System, geringere Komplexität, für mittlere Lageranforderungen). Decentralized EWM ist ein eigenständiges System für sehr hohe Transaktionsvolumina, Hochregallager oder Material Flow System (MFS)-Integration.

38. Was ist Yard Management in SAP EWM?

Steuerung von LKW-Andockvorgängen, Hof-Slots (Zeitfenster für Anlieferung/Abholung) und Rampenmanagement – optimiert den Warenfluss am Werkstor und reduziert Wartezeiten für Transporteure.

39. Was ist das Material Flow System (MFS) in EWM?

MFS ist die Schnittstelle zwischen EWM und Förder-/Automatisierungstechnik (Förderbänder, Hochregallager, Sorter, AMR). Es steuert automatisierte Lagertechnik direkt aus EWM heraus.

4. Was ist SAP AI Launchpad?

Eine webbasierte Benutzeroberfläche auf BTP zur Verwaltung, Überwachung und Operationalisierung von KI-Szenarien, Modellen und Deployments.

40. Was ist Cross-Docking in EWM, und wann wird es eingesetzt?

Ware wird ohne Einlagerung direkt vom Wareneingang zum Warenausgang transportiert. Einsatz bei zeitkritischen Waren, Handelsunternehmen oder Distributionszentren zur Reduzierung von Lagerkosten und Durchlaufzeit.

41. Was sind die Kernfunktionen von SAP Transportation Management (TM)?

Frachtauftragsmanagement, Tourenplanung und -optimierung, Carrier Management (Ausschreibung, Vergabe, Bewertung), Frachtkostenabrechnung, Tracking & Tracing, Gefahrgut- und Zollabwicklung.

42. Was ist Carrier Management in SAP TM?

Vollständiger Prozess für die Zusammenarbeit mit Frachtführern: Ausschreibungen (RFQ), Vergabe, Konditionsverwaltung, Leistungsbewertung und digitale Anbindung über SAP Business Network Logistics.

43. Wie unterstützt SAP TM das CO2-Reporting?

SAP TM berechnet Emissionen je Sendung und Route basierend auf Transportmittel, Strecke und Beladungsgrad. Ermöglicht Scope-3-Reporting für Lieferkettenemissionen und Carrier-Benchmarking nach CO2.

44. Was ist SAP Global Trade Services (GTS)?

Lösung für internationalen Handel: Exportkontrolle (Sanktionslisten, Embargos), Zollabwicklung (Ein-/Ausfuhranmeldungen), Präferenzermittlung (Ursprungsnachweise), Compliance-Management und Audit-Trail.

Étudier