Laut und Schrift - Lernkarteikarten

Karteikarten zu den Lernzetteln

Karteikarten zu den Lernzetteln

Diese Vokabelkartei unterstützt Studierende der Germanistik auf universitärem Niveau dabei, die Grundlagen von Laut und Schrift zu verstehen. Sie deckt sowohl phonetische als auch graphematische Prinzipien ab, von Phonemen und Allophonen über Silbenstrukturen bis hin zu orthografischen Regeln wie dem Stammprinzip oder der Auslautverhärtung. Die Karten erklären zudem semiotische Zeichentypen und die Unterschiede zwischen gesprochener und geschriebener Sprache. Besonders nützlich für Examenskandidaten und Sprachwissenschaftler, die ihr Wissen systematisch vertiefen möchten. Die Plattform ermöglicht zudem das Rückwärtslernen von der Zielsprache zur Ausgangssprache.
Cartes-fiches
75
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
03.07.2026 / 11.07.2026

Cartes-fiches

Gesprochene Sprache ist...

Face to face Kommunikation (Gespräch), besteht aus Lauten (Phone/Phoneme), Sprecher/Innen

Geschriebene Sprache ist...

ein sprachlich elaborierter Text (z.B. Literatur, Zeitungsartikel), Schriftzeichen (Graphen/Grapheme), Schreiber/Innen und Leser/Innen

Prototypische Mermale gesprochener Sprache

flüchtig, unterliegt Zeit/Raum, synchron, deiktische Ausdrücke (unmittelbar auf Äußerungssituation Bezug), weitere Informationsträger wie Intonation, Mimik und Gestik, nicht an Werkzeug gebunden, fehlerhafter Satzbau, Dialekt, Lautkontinuum, dialogisch

Prototypische Merkmale geschriebener Sprache 

kann archiviert werden (dauerhaft), nicht an gemeinsame Äußerungssituation gebunden, Asynchron, benötigt „Werkzeug“ (Stift, Papier etc.), diskrete Einheiten (räumliche Ausdehnung), monologisch

Bewegliche Artikulationsorgane im Unterkiefer...

Unterlippe und Zunge

Wie entsteht ein Konsonant?

Eines der beiden Artikulationsorgane wird an Artikulationsort geführt, bildet dort Friktionsenge oder Verschluss = Konsonant

Artikulationsstellen

Wo im Mund wird der Laut gebildet?

Alveolen

Zahndamm

Palatum

Harter Gaumen

Velum

weicher Gaumen

Uvula

Zäpfchen

Labia

Lippen

Labia

Lippen

Apex

Zungenspitze

Korona

Zungensaum

Dorsum

Zungenrücken

Glottis

Stimmritze

Plosiv

Im glottal/supraglottalen Bereich wird durch Verschluss ein erhöhter Luftdruck aufgebaut und der Verschluss so geöffnet, dass durch rasches abweichen der Luft der Luftdruck schlagartig absinkt

Frikativ

Zischgeräusche (Reibelaute), ausströmende Luft wird durch eine Friktionsenge gepresst

Nasal

Velum wird gesenkt, so dass der Luftstrom durch den Nasenraum entweicht

Liquide (Lateral/Vibranten)

Lateral = Seitenlaut L, Vibranten = Trillerlaute (R)

Affrikaten (Plosive und Frikativ)

Plissee mit nachfolgendem an derselben Stelle und mit demselben Artikulator gebildeten Frikativ

stimmhafter Laut

Vibration der Stimmbänder (Velum geschlossen)

stimmloser Laut 

Keine Vibration der Stimmbänder (Velum offen)

Sonoranten

typischer Weise stimmhafte Konsonanten

Vokale

Alle stimmhaft, eingeordnet nach Zungenhöhe (hoch, niedrig), Frontierung/Zungenstellung (vorne, hinten), Lippenrundung (gerundet, ungerundet)

Diphthonge

einsilbige Verbindungen von zwei Vokalen (3 Diphthonge im deutschen, ai, oi, au)

Phonetik

(physikalische) Untersuchung Lautereignissen

Phon

Sprachlaut, kleinste artikulatorisch charakterisierbare Einheit des Lautsystems

Phonem

kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit des Lautsystems

Allophon

verschiedene Aussprachevariante eines Phonems, die keinen Bedeutungsunterschied zeigt (Unterschiedliche Realisierung desselben Phonems)

Auslautverhärtung 

stimmhafte Konsonanten werden am Ende (im Auslaut) zu stimmlosen Konsonanten (b-p, d-t, g-k)

Minimalpaare

Wörter, die sich nur in einem einzigen Laut unterscheiden (Kanne-Tanne, Maus-Haus, Wurm-Turm)

Assimilation

Angleichung eines Lauts an einen vorangegangenen oder nachfolgenden Laut

Koartikulation

gleichzeitige Artikulation (Kuchen-Kiwi)

Elision

Apokope = Wegfall eines Lautes im Auslaut, Synkope = Wegfall eines Lautes im Inlaut (Habe zu hab)

Silbe

i.d.R. intuitiv wahrnehmbar, nächstgrößere Einheit nach Phonem, Rhythmus der Sprache

Vollsilben

Silbenkern durch Vollvokal besetzt

Reduktionssilbe

enthält einen reduzierten Vokal, meist das Schwache e

Hauptsilben

tragen Wortakzent

Étudier