2 Pharmakologie

Kathi & Manuel

Kathi & Manuel

Diese Lernkarten vermitteln grundlegendes Wissen über Medikamente und ihre Wirkung im Körper, besonders zu Wirkstoffen, Rezeptoren und Organen wie Leber und Darm. Sie erklären Prozesse wie Resorption, Metabolismus und Elimination sowie Begriffe wie Agonist, Antagonist und Halbwertszeit. Ideal für Medizinstudierende oder Fachkräfte, die pharmakologische Zusammenhänge verstehen und anwenden müssen.
Karten
20
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
03.06.2026 / 11.08.2026

Lernkarten

Beschreibe, was die Bioverfügbarkeit ist. 

Beschreibt die Geschwindigkeit und das Ausmaß wie ein Arzneistoff dem Körper zur Verfügung gestellt wird.

Bei i.v.-Gabe ist sie höher, weil der Wirkstoff direkt in den Blutkreislauf gelangt.
Beispiel laut Folie: Morphin p.o. ca. 30 % Bioverfügbarkeit.

Was ist eine Kummulation? 

Ansammlung des Stoffes im Körper, wird mehr zugeführt, als ausgeschieden so steigt die Konzentration und es besteht die Gefahr einer Intoxikation. 

Was ist die Clearance? 

Eliminationsgeschwindigkeit eines Stoffes aus dem Organismus .

Ein Mass dafür, wie effizient die Ausscheidung ist. 

Was ist die Metabolisierung? 

Biotransformation – Umwandlung des Stoffs in Stoffwechselprodukte,
hauptsächlich in der Leber, viele Medikamente werden erst durch den Umbau in der Leber überhaupt wirksam

Was ist der Unterschied zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik?

Pharmakokinetik: Was macht der Körper mit dem Medikament?
→ Resorption, Verteilung, Metabolismus und Elimination.


Pharmakodynamik: Was macht das Medikament mit dem Körper?
→ Wirkung, Wirkmechanismus sowie gewünschte und unerwünschte Wirkungen. 

Was gehört zur Pharmakokinetik?

 Resorption, Verteilung, Metabolismus und Elimination.

Welche wichtigen Applikationswege gibt es?

→ oral, intravenös, inhalativ, transdermal und rektal.
Je nach Applikationsweg unterscheiden sich Resorption, Wirkungseintritt und Bioverfügbarkeit. Lokal angewendete Medikamente können trotzdem teilweise systemisch wirken. 

Was ist der First-Pass-Effekt?

Nach oraler Aufnahme gelangt das Medikament über den Darm und die Pfortader zuerst zur Leber. Dort wird bereits ein Teil des Wirkstoffs abgebaut. Dadurch erreicht weniger Wirkstoff den systemischen Kreislauf.

Darm → Resorption → Pfortader → Leber → teilweise Metabolisierung → weniger Wirkstoff erreicht den systemischen Kreislauf.

Was bedeutet lipophil?

Lipophil bedeutet „fettlöslich“. Lipophile Medikamente können sich gut in fetthaltigem Gewebe verteilen.
Laut Präsentation ist Fentanyl lipophiler als Morphin.

Was versteht man unter der Halbwertszeit?

Die Halbwertszeit ist die Zeit, in der die Menge bzw. Konzentration eines Wirkstoffes im Körper ungefähr auf die Hälfte absinkt.

 Was bedeutet Kumulation?

Kumulation bedeutet, dass sich ein Medikament im Körper anreichert, wenn es langsamer abgebaut bzw. ausgeschieden wird, als es erneut zugeführt wird.

Was ist ein Agonist und was ist ein Antagonist?

Ein Agonist bindet an einen Rezeptor und löst dort eine Wirkung aus.


Ein Antagonist blockiert bzw. verdrängt den Wirkstoff am Rezeptor und hebt dadurch dessen Wirkung auf oder schwächt sie ab. In der Präsentation wird der Antagonist als Verdrängung des Medikaments vom Rezeptor beschrieben. 

Wie wirkt Naloxon bei einer Opioidüberdosierung?

Naloxon wirkt als Opioid-Antagonist und verdrängt Opioide vom Rezeptor. Dadurch kann die Opioidwirkung, insbesondere die Atemdepression, aufgehoben werden. 

Was bedeutet „Second Hit“ oder Renarkotisierung?

Wenn der Antagonist kürzer wirkt als das Opioid, kann nach anfänglicher Besserung die Opioidwirkung erneut auftreten. Dadurch kann der Patient wieder somnolent oder atemdepressiv werden.

Warum muss ein Patient nach Naloxongabe weiter überwacht werden?

Weil die Wirkung von Naloxon kürzer sein kann als die des Opioids. Dadurch kann es zu einem Second Hit mit erneuter Atemdepression kommen. Gegebenenfalls ist eine erneute Naloxongabe notwendig.

Welche Bedeutung haben Leber und Niere für Medikamente?

Die Leber spielt eine wichtige Rolle beim Metabolismus bzw. bei der Biotransformation.
Die Niere ist ein wichtiger Ausscheidungsweg. Bei eingeschränkter Organfunktion kann sich die Wirkung eines Medikamentes verändern oder verlängern. Die Präsentation nennt die Elimination vor allem über Niere, Leber/Galle und Darm. 

Was ist die Besonderheit von Remifentanil?

Remifentanil hat  eine sehr kurze Halbwertszeit

Warum können auch Salben oder inhalative Medikamente systemische Nebenwirkungen verursachen?

Weil ein Teil des Wirkstoffs trotz lokaler Anwendung in den Blutkreislauf gelangen kann. Deshalb können auch systemische Nebenwirkungen auftreten. Bei inhalativen Steroiden wird in der Präsentation beispielsweise Osteoporose als mögliche Langzeitnebenwirkung genannt.

Kurz zum Auswendiglernen !!!

Pharmakokinetik = Körper → Medikament
Pharmakodynamik = Medikament → Körper
First Pass = Darm → Pfortader → Leber → Wirkstoffverlust
HWZ = Zeit bis 50 %
Agonist = aktiviert
Antagonist = blockiert
Second Hit = Opioidwirkung kommt nach Naloxon zurück

Ceilling – Effekt beschreiben

Begriff in Pharmakologie  wenn ein Arzneistoff trotz Dosissteigerung keine weitere Wirkung erkennbar ist.

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