1 EKG Grundlagen

Ilaria & Kathi

Ilaria & Kathi

Diese Lernkarten vermitteln grundlegende EKG-Kenntnisse für medizinisches Personal, von der Erregungsbildung im Sinusknoten über die Interpretation von P-Wellen, QRS-Komplexen und T-Wellen bis zu lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen wie Kammerflimmern oder AV-Blöcken. Sie erklären EKG-Ableitungen, Infarktstadien und Ursachen von Extrasystolen, unterstützt durch anschauliche Grafiken. Ideal für Notfallsanitäter, Pflegekräfte oder Medizinstudenten, die EKG-Befunde sicher analysieren und lebensrettende Maßnahmen ableiten müssen.
Cartes-fiches
25
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
01.06.2026 / 12.06.2026

Cartes-fiches

Wichtigeste Aufgaben des Herzkreislaufes

O2 Versorgung, Abtransport von versch. Abbauprodukten, Versorgung mit Nährstoffen, Transport von Hormonen / Stoffwechselprodukten

Hauptdeterminanten der O2 Versorgung

Hb, So2, HMV

Erläutere folgende Begriffe:

  • Inotropie 
  • Chronotropie 
  • Bathmotropie 
  • Dromotropie 
  • Lusitropie

Inotropie: Herzkraft, Kontraktilität des Herzens

Chronotorp: Herzfrequenz betreffend 

Bathmotrop: Erregungsbildung (Beeinflussung der Reizschwelle) 

Dromotrop: Beeinflussend der Erregungsbildung / Erregungsüberleitung

Lusitropie : Relaxationsfähigkeit des Herzens

Erläutere die Wirkung Alpha 1, Beta 1 und Beta 2 Rezeptoren

A1 – Vasokonstriktion z.B. Noradrenalin
B1 – positiv in allen Tropien (s. oben), wirkt zu 80% am Herzen, Zunahme von Herzrhythmusstörungen und Anstieg des O2 -Verbrauchs z.B. Adrenalin, Dobutamin (Bilol Antagonist B1 -Selektiv)
B2 – Bronchodilatation z.B. Salbutamol, Adrenalin

Erläutere die 5 Schritte der EKG Interpretation

1. Bestimmung der HF (15cm = 6 Sekunden) (60-100/min)
2. Rhythmus – regelmässige Abstände zwischen R-Zacken?
3. P-Wellen vorhanden, vor jedem QRS?, gleich aussehend?
4. PQ-Zeit bestimmen (0.1-0.2s)
5. QRS Dauer bestimmen (0.12s)

AV Blöcke unterscheiden

1. Grades: verlängerte PQ-Zeit >0.2s, immer gleich lang


2. Grades Mobitz 1: (Wenkebach) PQ-Zeit wird immer länger und länger, bis QRS danach ausfällt, dann wieder kurz, länger länger…


2. Grades Mobitz 2: (Mobitz) mehr P als QRS, PQ-Zeit gleich


3. Grades: regelmässiges P, regelmässige QRS, jedoch unabhängig
Voneinander, P manchmal hinter QRS versteckt – Kammer (breit) oder AV-
Ersatzrhythmus

Was sind VES / SVES / Salven ? 

SVES: im Vorhof entstehende Extrasystole, schmaler, frühzeitiger QRS

VES: im Ventrikel entstehende Extrasystole, breiter, frühzeitiger QRS,
gefährlicher als SVES

Salven: mehrere Extrasystolen hintereinander

Was sind Bigeminus / Trigeminus ? 

Jeder zweite / jeder dritte Schlag ist eine (S)VES

Was sind die Ursachen für Extrasystolen ? 

- Hypoxie am Myokard
- Elektrolytstörungen (v.a. Hypokaliämie)
- Lactat Erhöhung – schlechte O2-Versorgung restlicher Körper

Beschreibe das Vorhofflimmern

Kein klar ersichtliches P, Flimmerwellen, unregelmässiger Kammerrhythmus (QRS)

Beschreibe das Vorhofflattern 

Kein klar ersichtliches P, sägezahnartige Wellen, eher regelmässig Rythmus
typische Frequenz 200-300/min, oft 2:1, 3:1 Überleitung im AV-Knoten – somit nur noch ca. 150/min – geht meist schnell in ein VHFLI über

Therapie: Cordarone oder Defibrillation 
 

Welches sind Lebensbedrohliche Rhythmusstörungen

- Kammerflimmern (Flimmerwellen, kein Auswurf)
- Kammerflattern (Sägezähne, kein Auswurf)
- Kammertachykardie (mehr als 5 Salven hintereinander)
- Asystolie
- torsale du points (Sonderform Kammerflimmern – grösser und kleiner werdende Flimmerwellen)
- extreme Bradykardien
- PEA (pulslose elektrische Aktivität / weak action)

Erläutere den Sinoatrialer Block / Sinusstillstand

Block: Sinus bildet Impuls, Erregung wird nicht immer über Vorhöfe weitergeleitet, Strom bleibt stecken – P würde sich in Pause durchzirkeln lassen
Stillstand: Sinus schläft ein, bildet keinen Reiz (kein P), wacht wieder auf oft andere HF, P lässt sich nicht durchzirkeln

Erläutere ST Hebung / ST Senkung / Signifikantes Q

Hebung: Hinweis auf Läsion, akuter Herzinfarkt Stadium 1 und 2 (STEMI)
Senkung: Hinweis auf Ischämie, Hypoxie, Herzinfarkt Stadium 2 und 3
Signifikantes Q: Hinweis auf Nekrose, Herzinfarkt Stadium 3

Was sieht du bei der 1-Kanal EKG Interpretation? 

Herzfrequenz und Grundrhythmus (Blickdiagnose)

Beschreibe die 12 Kanal Lokalisation

Rot: rechter Arm
Gelb: linker Arm 
Schwarz: rechtes Bein 
Grün: linkes Bein 

 V1 und 2: 4. ICR re und li neben Sternum
 V3: 5. ICR in Verbindung mit V2 und 4
 V4: 5. ICR Medioclavicularlinie
 V5 und 6: gleiche Höhe wie V4 auf vorderer und hinterer Axillarlinie

Beschreibe die EKG Ableitung vom STEMI erkennen

Vorderwand: V2 bis V4 (AVL, I und II) ->  anterioseptal
Seitenwand: V5 und V6 -> lateral
Septum: V1 bis V3
Hinterwand: spiegelverkehrt V1 und V2 (II, AVF, III) -> posterior

Wo entsteht der Schenkelblock? 

rechts V1, V2 und V3
links V5 und V6

SM Frequenzen Sinus, AV, Kammer

Sinus: 60-100/min (primär)
AV: 40-60/min (sekundär)
Kammer: 20-40/min (tertiär – Breitkomplex)

Beschreibe die Erregungsbildung und Erregungsleitungssystem des Herzens

Sinusknoten (1) = primäre Schrittmacherzentrum – die Schrittmacherzelle ist in der Lage sich selbst zu entladen – gibt den Herzrhythmus vor 60-80/min (2m/Sek.) 

AV-Knoten (2) – „Bremsfunktion“ – hier wird die Erregungsleitung verzögert – übernimmt die Reizbildung bei Ausfall des Sinusknoten mit 40-60/min •

HIS-Bündel (3) - weiterleitung der Erregung vom AV-Knoten zu den Taware-Schenkeln

Rechter (4) und linker Tawaraschenkel 

  • Rechter Tawara-Schenkel: leitet die Erregung zur rechten Herzkammer.
  • Linker Tawara-Schenkel: leitet die Erregung zur linken Herzkammer und teilt sich in linksanterioren und linksposterioren Schenkel auf.
  • Autobahn der Reize -> schnelle weiterleitung zur Herzspitze

Purkinje-Fasern (5) - bringen die Reize zur Herzmuskelzelle-> Kontraktion

Bennene die Abschnitte eines EKG´s und erkläre sie kurz. z.B. was bedeutet die P-Welle...

  • P-Welle: Erregung der Vorhöfe
  • QRS-Komplex: Erregung der Herzkammern
  • T-Welle: Erregungsrückbildung der Herzkammern
  • U-Welle: Erregungsrückbildung bzw. Repolarisation bestimmter Anteile des Kammerleitungssystems
  • PQ-Zeit: Zeit der Erregungsleitung von den Vorhöfen zu den Herzkammern
  • QT-Zeit: Dauer der Erregung der Herzkammern

Benenne die Ursachen für eine VES.

  • Hypoxie (Sauerstoffnot am Myocard)
  • Elektrolytstörungen (vorallem bei tiefen K+)
  • Azidose

Benenne die 3 Herzfrequenzen. 

Normocard : 60-100/min

Tachycard : > 100/min

Bradycard: < 60/min

Wie bestimme ich die Regelmässigkeit des Herzrythmus?

1.) Sind p-Wellen vorhanden (ja/nein)

2.) Sind vor jedem QRS-Komplex p-Wellen?

3.) Sehen die p-Wellen normal und untereinander gleich aus?

Benne die Merkmale des AV-Blockes 1.Grades. 

 

Hat Ähnlichkeiten mit dem Sinusrythmus

 

Vor jedem QRS-Komplex ist ein P vorhanden

 

Auffällig ist jedoch die verlängerte PQ-Zeit von über 0.2Sek (5 Kästchen). Sie tritt aber immer gleichmässig auf und verändert sich nicht. Deshalb auch leicht verwechselbar mit Sinusrythmus 

Étudier