1 EKG Grundlagen
Ilaria & Kathi
Ilaria & Kathi
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Cartes-fiches
Wichtigeste Aufgaben des Herzkreislaufes
O2 Versorgung, Abtransport von versch. Abbauprodukten, Versorgung mit Nährstoffen, Transport von Hormonen / Stoffwechselprodukten
Hauptdeterminanten der O2 Versorgung
Hb, So2, HMV
Erläutere folgende Begriffe:
- Inotropie
- Chronotropie
- Bathmotropie
- Dromotropie
- Lusitropie
Inotropie: Herzkraft, Kontraktilität des Herzens
Chronotorp: Herzfrequenz betreffend
Bathmotrop: Erregungsbildung (Beeinflussung der Reizschwelle)
Dromotrop: Beeinflussend der Erregungsbildung / Erregungsüberleitung
Lusitropie : Relaxationsfähigkeit des Herzens
Erläutere die Wirkung Alpha 1, Beta 1 und Beta 2 Rezeptoren
A1 – Vasokonstriktion z.B. Noradrenalin
B1 – positiv in allen Tropien (s. oben), wirkt zu 80% am Herzen, Zunahme von Herzrhythmusstörungen und Anstieg des O2 -Verbrauchs z.B. Adrenalin, Dobutamin (Bilol Antagonist B1 -Selektiv)
B2 – Bronchodilatation z.B. Salbutamol, Adrenalin
Erläutere die 5 Schritte der EKG Interpretation
1. Bestimmung der HF (15cm = 6 Sekunden) (60-100/min)
2. Rhythmus – regelmässige Abstände zwischen R-Zacken?
3. P-Wellen vorhanden, vor jedem QRS?, gleich aussehend?
4. PQ-Zeit bestimmen (0.1-0.2s)
5. QRS Dauer bestimmen (0.12s)
AV Blöcke unterscheiden
1. Grades: verlängerte PQ-Zeit >0.2s, immer gleich lang
2. Grades Mobitz 1: (Wenkebach) PQ-Zeit wird immer länger und länger, bis QRS danach ausfällt, dann wieder kurz, länger länger…
2. Grades Mobitz 2: (Mobitz) mehr P als QRS, PQ-Zeit gleich
3. Grades: regelmässiges P, regelmässige QRS, jedoch unabhängig
Voneinander, P manchmal hinter QRS versteckt – Kammer (breit) oder AV-
Ersatzrhythmus
Was sind VES / SVES / Salven ?
SVES: im Vorhof entstehende Extrasystole, schmaler, frühzeitiger QRS
VES: im Ventrikel entstehende Extrasystole, breiter, frühzeitiger QRS,
gefährlicher als SVES
Salven: mehrere Extrasystolen hintereinander
Was sind die Ursachen für Extrasystolen ?
- Hypoxie am Myokard
- Elektrolytstörungen (v.a. Hypokaliämie)
- Lactat Erhöhung – schlechte O2-Versorgung restlicher Körper
Welches sind Lebensbedrohliche Rhythmusstörungen
- Kammerflimmern (Flimmerwellen, kein Auswurf)
- Kammerflattern (Sägezähne, kein Auswurf)
- Kammertachykardie (mehr als 5 Salven hintereinander)
- Asystolie
- torsale du points (Sonderform Kammerflimmern – grösser und kleiner werdende Flimmerwellen)
- extreme Bradykardien
- PEA (pulslose elektrische Aktivität / weak action)
Erläutere den Sinoatrialer Block / Sinusstillstand
Block: Sinus bildet Impuls, Erregung wird nicht immer über Vorhöfe weitergeleitet, Strom bleibt stecken – P würde sich in Pause durchzirkeln lassen
Stillstand: Sinus schläft ein, bildet keinen Reiz (kein P), wacht wieder auf oft andere HF, P lässt sich nicht durchzirkeln
Erläutere ST Hebung / ST Senkung / Signifikantes Q
Hebung: Hinweis auf Läsion, akuter Herzinfarkt Stadium 1 und 2 (STEMI)
Senkung: Hinweis auf Ischämie, Hypoxie, Herzinfarkt Stadium 2 und 3
Signifikantes Q: Hinweis auf Nekrose, Herzinfarkt Stadium 3
Was sieht du bei der 1-Kanal EKG Interpretation?
Herzfrequenz und Grundrhythmus (Blickdiagnose)
Beschreibe die 12 Kanal Lokalisation
Rot: rechter Arm
Gelb: linker Arm
Schwarz: rechtes Bein
Grün: linkes Bein
V1 und 2: 4. ICR re und li neben Sternum
V3: 5. ICR in Verbindung mit V2 und 4
V4: 5. ICR Medioclavicularlinie
V5 und 6: gleiche Höhe wie V4 auf vorderer und hinterer Axillarlinie
Beschreibe die EKG Ableitung vom STEMI erkennen
Vorderwand: V2 bis V4 (AVL, I und II) -> anterioseptal
Seitenwand: V5 und V6 -> lateral
Septum: V1 bis V3
Hinterwand: spiegelverkehrt V1 und V2 (II, AVF, III) -> posterior
Wo entsteht der Schenkelblock?
rechts V1, V2 und V3
links V5 und V6
SM Frequenzen Sinus, AV, Kammer
Sinus: 60-100/min (primär)
AV: 40-60/min (sekundär)
Kammer: 20-40/min (tertiär – Breitkomplex)
Beschreibe die Erregungsbildung und Erregungsleitungssystem des Herzens
Sinusknoten (1) = primäre Schrittmacherzentrum – die Schrittmacherzelle ist in der Lage sich selbst zu entladen – gibt den Herzrhythmus vor 60-80/min (2m/Sek.)
AV-Knoten (2) – „Bremsfunktion“ – hier wird die Erregungsleitung verzögert – übernimmt die Reizbildung bei Ausfall des Sinusknoten mit 40-60/min •
HIS-Bündel (3) - weiterleitung der Erregung vom AV-Knoten zu den Taware-Schenkeln
Rechter (4) und linker Tawaraschenkel
- Rechter Tawara-Schenkel: leitet die Erregung zur rechten Herzkammer.
- Linker Tawara-Schenkel: leitet die Erregung zur linken Herzkammer und teilt sich in linksanterioren und linksposterioren Schenkel auf.
- Autobahn der Reize -> schnelle weiterleitung zur Herzspitze
Purkinje-Fasern (5) - bringen die Reize zur Herzmuskelzelle-> Kontraktion
Bennene die Abschnitte eines EKG´s und erkläre sie kurz. z.B. was bedeutet die P-Welle...
- P-Welle: Erregung der Vorhöfe
- QRS-Komplex: Erregung der Herzkammern
- T-Welle: Erregungsrückbildung der Herzkammern
- U-Welle: Erregungsrückbildung bzw. Repolarisation bestimmter Anteile des Kammerleitungssystems
- PQ-Zeit: Zeit der Erregungsleitung von den Vorhöfen zu den Herzkammern
- QT-Zeit: Dauer der Erregung der Herzkammern
Benenne die Ursachen für eine VES.
- Hypoxie (Sauerstoffnot am Myocard)
- Elektrolytstörungen (vorallem bei tiefen K+)
- Azidose
Benenne die 3 Herzfrequenzen.
Normocard : 60-100/min
Tachycard : > 100/min
Bradycard: < 60/min
Wie bestimme ich die Regelmässigkeit des Herzrythmus?
1.) Sind p-Wellen vorhanden (ja/nein)
2.) Sind vor jedem QRS-Komplex p-Wellen?
3.) Sehen die p-Wellen normal und untereinander gleich aus?
Benne die Merkmale des AV-Blockes 1.Grades.
Hat Ähnlichkeiten mit dem Sinusrythmus
Vor jedem QRS-Komplex ist ein P vorhanden
Auffällig ist jedoch die verlängerte PQ-Zeit von über 0.2Sek (5 Kästchen). Sie tritt aber immer gleichmässig auf und verändert sich nicht. Deshalb auch leicht verwechselbar mit Sinusrythmus