STEP-Fragen 3. Lehrjahr 61-90

3. Lehrjahr (4- Jährige Lehre)

3. Lehrjahr (4- Jährige Lehre)


E. H.
Diese Lernkarten vermitteln grundlegende Kenntnisse zu Mietrecht, Arbeitsrecht und volkswirtschaftlichen Grundlagen für Berufslernende. Sie behandeln Pflichten und Rechte von Mietern und Vermietern, Schlichtungsverfahren, Kündigungsfristen sowie Marktmechanismen wie Angebot und Nachfrage. Ideal für Auszubildende, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ihr berufliches Wissen in diesen Bereichen vertiefen möchten.
Karten
30
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Allgemeinbildung
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
31.05.2026 / 02.06.2026

Lernkarten

61. Welchen Formvorschriften unterliegt der Mietvertrag?

keinen, d. h. formlose Gültigkeit

62. Wozu dient ein Übergabeprotokoll? Nennen Sie zwei Punkte.

- Auflistung bestehender Mängel

- Schutz des Mieters: keine Bezahlung für Schäden, die bereits bestanden haben

63. Nennen sie je zwei Pflichten von Vermieter und Mieter.

Vermieter:

- Übergabe der Sache in gebrauchsbereitem Zustand

- Zustand während der Miete erhalten

Mieter:

- Miete bezahlen

- Erledigung kleiner Unterhaltsarbeiten

- Sorgfaltspflicht

64. Untermiete ist grundsätzlich erlaubt. Nennen Sie drei Begründungen, die dafür aber erfüllt sein müssen.

- Vermieter muss Informiert sein

- Mietpreis für Untermiete darf nicht missbräuchlich sein

- Mieter muss dem Vermieter die Bedingungen der Untermiete offenlegen

65. Nennen Sie vier Ansprüche des Mieters bei Mängeln in der Mietwohnung.

- Behebung des Mangels innerer nützlicher Frist

- Beseitigung auf Kosten des Vermieters

- Mietzinsherabsetzung bis zur Behebung

- Schadenersatz

66. Welche drei Formalitäten hat der Vermieter zu beachten, wenn er den Mietzins erhöhen will?

- amtliches Formular verwendet

- Mietzinserhöhung dem Mieter mindestens 10 Tage vor Beginn der Kündigungsfrist mitteilen

- Mietzinserhöhung ist zu begründen

67. Die Schlichtungsbehörde ist die erste Anlaufstelle bei allen mietrechtlichen Problemen, wie z. B. einer missbräuchlichen Mietzinserhöhung. Was ist das Ziel einer Schlichtungsverhandlung, wer muss dazu antreten und wieviel kostet das Schlichtungsverfahren?

- Ziel der Schlichtungsverhandlung ist die Einigung der Parteien

- die Parteien müssen grundsätzlich persönlich erscheinen

- das Schlichtungsverfahren ist für beide Parteien kostenlos

68. Unter welchen Bedingungen kann ein Mieter aus dem Mietvertrag 'aussteigen', ohne die Kündigungsfrist einhalten zu müssen? Nennen Sie zwei Punkte.

- Ersatzmieter stellen

- neuer Mieter muss zumutbar sein

69. Nennen Sie je zwei Formvorschriften, die für Vermieter und Mieter bei der Kündigung gelten.

Vermieter:

- auf amtlichem Formular

- auf Verlangen zu begründen

Mieter:

- schriftlich

- auf Verlangen zu begründen

70. Wie hoch darf die Mietkaution bei Wohnmietverträgen sein?

maximal drei Monatsmieten

71. Wo finden Sie gesetzliche Grundlagen zum Arbeitsvertrag? Nennen Sie zwei Gesetzbücher.

- Obligationenrecht (OR)

- Arbeitsgesetz (ArG)

72. Welche Kündigungsfrist gilt für ein fünfjähriges Arbeitsverhältnis?

zweites bis neuntes Dienstjahr: 2 Monate

73. Nennen Sie drei Gründe für Sperrfristen bei der Kündigung eines Arbeitsvertrages.

- Militär, Zivildienst, Zivilschutz

- Krankheit, Unfall

- Schwangerschaft

- Hilfsaktionen im Ausland

74. Wann ist ein Arbeiter zu Überstunden Verpflichtet? Nennen sie zwei Punkte.

- betrieblich notwendig

- zumutbar für den Arbeitnehmer

75. Unter welchen Bedingungen ist ein Arbeitnehmer für den Schaden, den er im Betrieb verursacht, verantwortlich?

- absichtlich und fahrlässig verursachte Schäden...

- ... unter Berücksichtigung von Berufsrisiko, Bildungsgrad und Fachkenntnissen

76. Nennen Sie drei gesetzliche Pflichten jedes Arbeitnehmers.

- persönliche Arbeitspflicht

- Pflicht zu Überstundenarbeit

- Sorgfaltspflicht

- Treuepflicht

77. Ein Arbeitnehmer behauptet, er habe mit der Firma, in welcher er arbeitet, keinen Vertrag abgeschlossen. Wie ist die Rechtslage?

auch mündliche und stillschweigende Vereinbarungen gelten rechtlich als Vertrag

78. Welche drei zwingenden Vorschriften zugunsten des Arbeitnehmers sind im Arbeitsgesetz enthalten?

- Unfallverhütung

- Gesundheitsvorsorge

- Ruhezeiten

79. Welche vier Mindeststandards definiert ein GAV bei den Arbeitsbedingungen? 

- Löhne

- Ferienansprüche

- Kündigungsfristen

- Spesenabrechnungen

80. Was versteht man unter Friedenspflicht im GAV?

Verzicht auf Kampfmassnahmen

81. Worüber gibt ein Organigramm Auskunft?

über die Tätigkeitsbereiche eines Betriebes

82. Nennen Sie die vier wichtigsten Rechtsformen von Unternehmen in der Schweiz.

- Einzelunternehmung

- Aktiengesellschaft (AG)

- Gemeinschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

- Kollektivgesellschaft

83. Nennen Sie je einen gegenseitigen Anspruch zwischen Staat und Unternehmung.

- vom Staat: regelmässige Steuerzahlungen

- vom Unternehmen: Erfüllung der öffentlichen Aufgaben wie Post, Elektrizität

84. Was ist Marketing und was dessen Ziel?

- Unter Marketing versteht man die Ausrichtung eines Unternehmens an die Bedürfnisse der Kunden.

- Ziel ist es, für steigende Absatzzahlen zu sorgen.

85. Was drückt das Bruttoinlandprodukt (BIP) aus?

- Gesamtwert aller in einer Volkswirtschaft

- innert einem Jahr

- hergestellten Waren und Dienstleistungen

86. Was misst der Landesindex der Konsumentenoreise (LIK) aus?

Der Landesindex der Konsumentenpreise misst die Teuerung der Konsumgüter in der Schweiz. (Der LIK zeigt, um wie viel die Konsumgüter gegenüber einem früheren Zwitpunkt teurer geworden sind.)

87. Was bedeuten die Begriffe Inflation und Deflation?

- Inflation: Geldentwertung

- Deflation: Geldaufwertung

88. Nennen Sie die vier Phasen des Konjunkturverlaufs.

Aufschwung -> Hochkonjunktur -> Rezession -> Depression

89. Nennen Sie vier Unterlagen, die Sie für die Steuererklärung benötigen.

- Lohnausweis

- Berufsauslagen

- Belege zu Krankheits- und Unfallkosten

- Bankbelege

- Spendenbescheinigungen

90. Nennen sie zwei der vier Marktgesetze der Preisbildung.

- Marktgesetz 1: Ist die Nachfrage grösser als das Angebot, steigt der Preis.

- Marktgesetz 2: Ist das Angebot grösser als die Nachfrage, sinkt der Preis.

- Marktgesetz 3: Steigt der Preis, steigt das Angebot, sinkt die Nachfrage

- Marktgesetz 4: Sinkt der Preis, Sinkt das Angebot, Steigt die Nachfrage

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