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EFZ Obst

EFZ Obst

Diese Lernkarten vermitteln zentrale betriebswirtschaftliche Grundlagen für angehende Landwirtschaftsmeister, etwa zu Investitionen, Risikomanagement und Finanzplanung. Im Fokus stehen Begriffe wie Deckungsbeitrag, Abschreibungen, Eigenkapitalquote sowie Versicherungs- und Steuerfragen, ergänzt um praxisnahe Themen wie Lohngutschriften oder Hofübernahme. Ideal für Berufslernende, die betriebliche Abläufe verstehen und finanzielle Entscheidungen fundiert treffen möchten.
Karten
36
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Landwirtschaft
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
31.05.2026 / 31.05.2026

Lernkarten

Nach welchem Prinzip werden die Aktiven in der Bilanz geordnet?

Nach dem Liquiditätsprinzip (von flüssig zu wenig flüssig).

Nach welchem Prinzip werden die Passiven in der Bilanz geordnet?

Nach dem Fälligkeitsprinzip.

Wie lautet die Formel für den Eigenfinanzierungsgrad?

Eigenkapital × 100 / Bilanzsumme.

Welche Eigenfinanzierungsgrade gelten als typische Faustzahlen für junge bzw. ältere Betriebsleiter?

Junge Betriebsleiter ca. 20–40 %, ältere Betriebsleiter ca. 60–80 %.

Wann ist eine Buchung erfolgswirksam?

Wenn mindestens ein Erfolgskonto (Aufwand oder Ertrag) betroffen ist.

Wann ist eine Buchung erfolgsneutral?

Wenn nur Bilanzkonten betroffen sind.

Was ist der Unterschied zwischen linearer und degressiver Abschreibung?

Linear: jedes Jahr gleicher Betrag. Degressiv: jedes Jahr gleicher Prozentsatz vom Restwert.

Wie berechnet sich das betriebliche Bruttoergebnis nach Direktaufwand?

Landwirtschaftlicher Betriebsertrag minus Direktaufwand.

Was bedeutet EBITDA?

Betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen, Wertberichtigungen, Finanzerfolg und Steuern.

Was bedeutet EBIT?

Betriebliches Ergebnis vor Finanzerfolg und Steuern.

Was bedeutet EBT?

Betriebliches Ergebnis vor Steuern.

Wie berechnet sich die Eigenkapitalveränderung?

Jahresgewinn + Nebeneinkünfte − Privatverbrauch ± Kapitaleinlagen bzw. Kapitalrückzüge.

Welche vier Bereiche umfasst ein Teilbudget?

Zusätzliche Leistungen, verminderte Kosten, zusätzliche Kosten und verminderte Leistungen.

Welche Faktoren werden im Teilbudget häufig nicht berücksichtigt?

Arbeitsstunden, Know-how, Managementaufwand, Umbaukosten und Risiken.

Welche zwei Hauptbestandteile hat ein Finanzierungsplan?

Mittelbedarf und Mittelbeschaffung.

Wie berechnet sich die Belastungsgrenze einer Hypothek in der Landwirtschaft?

135 % des Ertragswertes.

Was umfasst der Kapitaldienst?

Zinsen und Tilgungen eines Kredits.

Was sind typische Folgekosten einer Investition?

Versicherungen, Unterhalt, Futterkosten, Energie, Zinsen und Tilgungen.

Was bedeutet Zweckmässigkeit einer Investition?

Die Investition muss zur geplanten Betriebsstrategie passen.

Welche drei zusätzlichen Leistungen der Landwirtschaft nennt Artikel 104 BV neben der Versorgungssicherheit?

Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, Pflege der Kulturlandschaft und dezentrale Besiedlung des Landes.

Nenne zwei Beispiele zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen.

Fruchtfolge zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und Biodiversitätsförderflächen zur Förderung der Artenvielfalt.

Welche Direktzahlungsinstrumente fördern die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen?

Biodiversitätsbeiträge und Ressourceneffizienzbeiträge.

Welche Direktzahlungsinstrumente fördern die Pflege der Kulturlandschaft?

Offenhaltungs-, Hang-, Steillagen-, Alpungs-, Sömmerungs- und Landschaftsqualitätsbeiträge.

Welche Versicherungen sind für unselbstständig Erwerbende obligatorisch?

AHV/IV/EO, ALV, Berufsunfallversicherung, Nichtberufsunfallversicherung (ab 8 Std./Woche), Pensionskasse ab gesetzlichen Voraussetzungen und Krankenkasse.

Welche Versicherungen kann ein selbstständiger Landwirt freiwillig abschliessen?

Pensionskasse, Nichtberufsunfallversicherung und weitere Zusatzversicherungen.

Wofür stehen OR, NAV und EAV im Arbeitsrecht?

OR = Obligationenrecht, NAV = Normalarbeitsvertrag, EAV = Einzelarbeitsvertrag.

Was ist eine Lohngutschrift?

Ein Teil des Lohnes wird ausbezahlt, der Rest als Guthaben im Betrieb belassen und später oft mit der Hofübernahme verrechnet.

Welchen Vorteil hat eine Lohngutschrift?

Das Guthaben kann später bei der Hofübernahme angerechnet werden.

Welchen Nachteil hat eine Lohngutschrift?

Bei Konflikten kann die Rückzahlung zu Liquiditätsproblemen führen.

Welche Sachversicherung ist im Kanton Zürich für Gebäude obligatorisch?

Die Gebäudeversicherung gegen Feuer und Naturgefahren.

Zu welchem Versicherungswert werden Gebäude, Traktoren, Maschinen und Futtervorräte versichert?

Gebäude: Neuwert; Traktoren: Zeitwert; Maschinen: Neuwert; Futtervorräte: Marktpreis.

Welche vier Grundsätze der Risikopolitik gibt es?

Risiko vermeiden, Risiko vermindern, Risiko überwälzen und Restrisiko selber tragen.

Wie lautet die Formel für den vergleichbaren Deckungsbeitrag (vDB)?

Leistung minus Direktkosten.

Wofür muss der vergleichbare Deckungsbeitrag ausreichen?

Zur Deckung der Strukturkosten wie Maschinen-, Gebäude- und Lohnkosten.

Welche drei Entlöhnungsformen sind bei einem Angestelltenverhältnis in der Betriebsübernahme typisch?

Barlohn, Lohngutschrift und Lidlohn.

Was ist eine Generationengemeinschaft (GG)?

Eine einfache Gesellschaft zur gemeinsamen Führung eines Betriebes, bei der Gewinne und Verluste gemeinsam getragen werden.

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