178-188


H. L.
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen zur Intimsphäre sowie zu den Themen Obstipation, Diarrhoe und Erbrechen, speziell für Auszubildende in der Pflege. Sie erklären Ursachen, Symptome und pflegerische Interventionen wie Urinprobenentnahme, Flüssigkeitsmanagement und Ernährungsumstellung bei Niereninsuffizienz. Zudem werden präventive Maßnahmen und praktische Handlungsanweisungen für den Berufsalltag aufgezeigt, um Klienten kompetent zu begleiten und zu unterstützen.
Flashcards
37
Students
0
Language
German
Category
Care
Created / Updated
11.05.2026 / 05.06.2026

Flashcards

178  Wie kann die Intimsphäre während der Ausscheidung bestmöglich gewahrt werden ?

  • 3 Beispiele

  • informieren, bevor ihnen die Decke weggenommen wird
  • Spitalnachthemd mit offenem Rücken bei der Mobilisation und bei der Begleitung auf die Toilette am Rücken geschlossen ist.
  • Paravent hinstellen
  • Zimmer oder die Toilette wenn möglich verlassen
  • Klienten beobachten und Schamgefühle oder Wünsche ansprechen

178  Kannst du EKEL definieren?

  • Gefühl starken Abneigung und von Widerwillen gegenüber einer Sache oder einer Person

179  Ekel. Was ist zutreffend?

179  Hilfreiche Massnahmen gegen Ekel

  • Handschuhe tragen (wahrt zugleich die Nähe-Distanz zu der Klientin)
  • Mundschutzmaske ev mit Eukalyptusöl
  • Pause einplanen --> Distanzierung

179  Das gehört zu meiner Arbeit dazu und macht mir nichts aus

  • warum sagt das jemand ?

  • Vielleicht ein schlechtes Gewissen, weil Ekelgefühle da sind
  • Die Andern können das. Dann kann ich es auch (wenn ich es mir vorsage...)
  • ...

180  Scham. Was ist zutreffend ?

180  Hilfreiche Massnahmen gegen Schamgefühle.

  • Nenne mindestens drei.

  • sich mit der eigenen/fremden Scham auseinandersetzen
  • Schamgefühle der Klienten behutsam ansprechen
  • Privatbereich respektieren
  • Merken/spüren, wenn man in die Intimsphäre einer Klientin eindringt
  • Schutzmassnahmen bei pflegerischen Interventionen (Sichtschutz, Handschuhe, informieren)

180  Obstipation (Verstopfung)

  • definiere 3 Punkte

  • Stuhlgang hart
  • weniger als 3x pro Woche
  • 1/4 der Stuhlgänge besonders hart, kleine Portionen

181  Der Darm reagiert mit Obstipation auf Veränderungen wie Ferien, Spitalaufenthalt

  • Was sind solche Veränderungen bei einem Spitalaufenthalt?

  • andere Essenszeiten
  • andere Speisen
  • OP
  • keine eigene Toilette
  • weniger Bewegung

181  Die akute Obstipation entwickelt sich innert Stunden, die chronische während Monaten

  • nenne medizinische Gründe für Obstipation

  • Analfissuren: kleine Risse beim Darmausgang
  • Medikamentennebenwirkungen von Opiaten, Codein, Diuretika
  • Dysfunktion der Beckenbodenmuskulatur und des Schliessmuskels
  • Hypothyreose: Unterfunktion der Schilddrüse

182  Obstipationsprophylaxe

  • Welche Punkte dienen der Vorbeugung gegen O.

182  Pflegeinterventionen bei O.

  • Was kann die Fage beitragen ?

  • essen/trinken: in Ruhe essen, lange kauen
  • Ein Glas zimmerwarmes Wasser beim Aufstehen./eingelegt Pflaumen, Feigen
  •  
  • Toilette: Feste Ausscheidungszeiten: nach dem Aufstehen. Nach dem Essen
  • Schaukeln auf dem WC: Oberkörper gegen die Knie / wieder aufrichten

182  Laxantien (Abführmittel)

  • wer darf ?
  • wann auf keinen Fall ?

  • nur in Absprache mit der Ärztin
  •  
  • nie bei unklaren Bauchschmerzen
  • nie bei ILEUS (Darmverschluss) :-((
  • nie bei akutem Abdomen (verschiedene Bauch-Symptome. --> ernst!)

183  Obstipation

  • wie lautet die 3-Tage-Regel ?

  • Der Dickdarm besteht aus einem aufsteigenden, einem waagrechten und einem absteigenden Teil.
  • Bei der Stuhlentleerung wird meistens nur der letzte Teil entleert.
  • Nimmt der Klient Abführmittel, kann es vorkommen, dass alle drei Teile des Dickdarms entleert werden.
  • Das hat zur Folge, dass es länger dauert (ca. drei Tage), bis der ganze Dickdarm wieder genügend gefüllt ist und der Klient wieder Stuhlgang hat

183  Darmeinläufe und Klistiere wirken mechanisch auf die Darmschleimhaut und die Darmmuskulatur. Sie bewirken eine darmreinigende Stuhlentleerung. Unterschied

  • Klistier
  • Darmeinlauf

 

  • Klister (kleiner) vor kleinen Eingriffen und Untersuchungen
  • Einlauf (grösser) vor OP und gegen hartnäckige Obstipation

183  Diarrhoe: ungeformter, flüssiger Stuhlgang

  • Wann ist es Diarrhoe ?
  • Wann ist es chronische Diarrhoe ?

  • Diarrhoe: mehr als 3x pro Tag
  • chronisch: länger als 3 Wochen

183  Ursachen von Diarrhoe:

  • Magen-Darm-Infektionen durch Viren, Bakterien
  • Medikamentennebenwirkungen, z. B. bei Antibiotika
  • Medikamentenwirkung, z. B. Laxantien 
  • Psychische Einflüsse z. B. Prüfungsangst, Nervosität, belastende Situationen: vor wichtigen Gesprächen, Trennungen, schlechte Nachrichten
  • Bei Kindern können verschiedene Infektionskrankheiten Diarrhoe auslösen

 

184  Diarrhoe - was muss die Fage zuallererst beachten?

  • Klientin genau beobachten.
  • Achtung vor Komplikationen --> Dehydration
  • Intimsphäre wahren

184  Pflegeinterventionen bei Diarrhoe.

  • Was kann die Fage beitragen ?

  • Hautinspektion / fettfreie Hautschutzcrèmes / Instruktion beim Selbermachen
  • Protokoll  (Menge, wie oft, Farbe, Geruch, Konsistenz) /Beobachtungen weiterleiten
  • regelmässige Gewichtskontrolle
  • ballaststoffarme Nahrung bis Nahrungskarenz (und Wiederaufbau)
  • praktische Kleidung / Nachtstuhl neben Bett

184  Pflegeinterventionen bei Erbrechen. --> unterstützen und Ruhe bewahren

  • Was kann die Fage beitragen ?

  • aufrecht sitzen (Aspiration vermeiden)
  • Flache Hand auf OP-Wunde
  • Erbrochenes in Nierenschale auffangen / entfernen / lüften
  • Waschlappen geben / Glas Wasser geben
  • für Ruhe sorgen

185  Vor allem Frauen leiden an Zystitis

  • kennst du Syptome ?

  • Algurie (Brennen beim Wasserlösen)
  • Dysurie (schmerzhafter Harndrang mit erschwertem Wasserlösen
  • Pollakisurie (Wasserlösen nur kleiner Portionen)
  • Blasentenesmen (Blasendauerschmerz)

185  Durch prophylaktische Interventionen kann eine Zystitis vermieden werden.

  • womit ?

  • Trinkmenge von mindestens 1,5 – 2 Liter pro 24 Stunden (Harnwege« durchgespült)
  • Bei Harndrang sofort Toilette
  • Stärkung der lokalen Immunabwehr (Blase warm halten).
  • Nach dem Geschlechtsverkehr Wasser lösen, um Keime herauszuspülen.
  • Unterwäsche aus Baumwolle. Slips statt Tangas
  • Genitalien von vorne nach hinten säubern

186  Bei chronischer Niereninsuffizienz wird der Klient instruiert:

  • Rauchen

  • verzichten
  • Rauchen schränkt die Nierenfunktion weiter ein.

186  Bei chronischer Niereninsuffizienz wird der Klient instruiert:

  • Ernährung

  • Ernährungsberaterin beiziehen
  • eiweissarm, phosphatarm, kaliumarm

186  Bei chronischer Niereninsuffizienz wird der Klient instruiert:

  • Flüssigkeitszufuhr

  • Urin beobachten und protokollieren
  • Flüssigkeitsbilanz, Flüssigkeitszufuhr dokumentieren
  • Gewicht immer zur gleichen Zeit, ohne Schuhe

186  Bei chronischer Niereninsuffizienz wird der Klient instruiert:

  • Auswirkungen auf das Leben

  • Beruf --> Berufswahl, Berufswechsel
  • Familienplanung
  • Tagesablauf, körperliche Belastbarkeit
  • Gespräch, darüber reden!

186  Bei chronischer Niereninsuffizienz wird der Klient instruiert:

  • Juckreiz

  • Kalziumrückstände unter der Haut
  • Wärme vermeiden, Zimmertemperatur reduzieren
  • Hautpflege: fettreiche Lotion
  • Kratztechnik: mit Knöcheln! nicht mit den Fingernägeln. Nachts: Baumwollhandschuhe

186  Bei chronischer Niereninsuffizienz wird der Klient instruiert:

  • Blutdruck

  • Vitalzeichenkontrolle:
  • erhöhter Blutdruck ist negativ

187  Auf was wird der Stuhlgang am häufigsten untersucht?

 

  • auf Blut (Blutungen im Magen-Darmtrakt)
  • Bakterien und Parasiten

187  Auf was wird der Urin am häufigsten untersucht?

 

  • Leukozyten (weisse Blutkörperchen)
  • Glukose (Zucker, Diabetes?)
  • Proteine und Nitrite
  • pH-Wert --> normal = 5-7 (leicht sauer)

187  Bei Urininkontinenz kann der Urin nicht in einem Gefäss aufgefangen werden. Dann -->

  • transurethrale Einmalkatheterisierung
  • Das tönt kompliziert. Erkläre!

  • Transsibirische Eisenbahn --> durchquert Sibirien (Sport: Tranfer...)
  • urethrale --> Urethra = Harnröhre
  • Einmalkatheterisierung --> Katheter wird nach der Entnahme entfernt
  • --> man entnimmt die Urinprobe mittels einem Katheter durch die Harnröhre

187  Urinprobe: Spontanurin

  • Instruktion -->

  1. Penis-Vorhaut zurückziehen
  2. äussere Intimpflege
  3. in Gefäss urinieren

187  Urinprobe: Spontanurin und zwar Mittelstrahlurin

  • Instruktion -->

  1. Penis-Vorhaut zurückziehen
  2. äussere Intimpflege
  3. wenig Urin in WC, dann unterbrechen
  4. in Gefäss urinieren (20-40 ml)
  5. Rest ins WC urinieren

187  Urinprobe bei Verdacht auf Zystitis -->

  • es wird im Labor eine Urinkultur angelegt
  • Keimzahlbestimmung
  • mögliche Antibiotikaresistenz wird angezeigt

188  Urinprobe: Spontanurin und zwar Streifenschnelltest

  • Instruktion -->

  1. in Originalpackung. vor Feuchtigkeit schützen
  2. Streifen mit allen Felder kurz in Urin tauchen
  3. am Gefässrand abstreifen
  4. Packungsbeilage: Wartezeit einhalten
  5. Farbskala vergleichen und dokumentieren

188  Urinprobe: Spontanurin und zwar Sammelurin

  • Instruktion -->

  1. Klientin über wie und warum informieren
  2. Beginn am frühen Morgen (Uhrzeit beginnt)
  3. Blase in die Toilette entleeren (der erste Urin wird nicht gesammelt)
  4. Sammelgefäss bei Klientin (ca 2 L, mit Deckel, Schutz vor Sonne)
  5. Klientin fängt alle Urinportionen auf und übergibt an Fage
  6. Fage leert in Sammelgefäss
  7. Uhrzeit 00 + 24 Stunden: letzte Probe --> ins Sammelgefäss. Gesamtmenge messen.
  8. ca 10-50 ml ans Labor senden. Gesamtmenge angeben

188  Urinprobe: Spontanurin und zwar Katheterurin bei Blasenkatheter

  • Instruktion -->

  1. Katheter für einige Minuten abklemmen
  2. Siliconmembran des Katheterbeutels desinfizieren
  3. Siliconmembran mit Kanüle durchstechen/Klemme öffnen/Urin aufziehen
  4. In Laborröhrchen ins Labor schicken

Study