Weiterführendes Schreiben
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Cartes-fiches
Literalität
Fähigkeit, geschriebene Texte rezeptiv und produktiv zu nutzen und darüber zu reflektieren.
Ziel von Literalität
Eigene Ziele erreichen, Wissen/Potenzial entwickeln und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.
Rezeptiv
Aufnehmen und Verstehen von Texten, z. B. Lesen.
Produktiv
Selbst Texte herstellen, z. B. Schreiben.
Basale Prozesse
Grundlegende Schrift- und Sprachfertigkeiten, die automatisiert werden sollen.
Hierarchiehöhere Prozesse
Komplexe Textfähigkeiten wie Planen, Verknüpfen, Überprüfen und Reparieren.
Schreibfertigkeiten
Wortwahl, Formulierung, Rechtschreibung und Verschriftung.
Produktive Textfähigkeiten
Textplanung, Verknüpfung der Aussagen, Textüberprüfung und Textreparatur.
Förderung literaler Kompetenzen
Von Bildern, Zuhören und Diktieren hin zu selbständiger Lektüre und Textproduktion.
Kernaussage Schreibförderung
Kinder brauchen sowohl Schreibgelegenheiten als auch gezielte Unterstützung beim Schreiben.
Schreiben als Prozess
Schreiben besteht aus Planen, Formulieren und Überarbeiten.
Planen
Ideen finden, Inhalt und Form klären, Wissen aktivieren und strukturieren.
Leitfrage Planen 1 und 2
Was will ich schreiben?
Wie will ich es schreiben?
Ideenfindung
Wissen und Erfahrung aktivieren, Fantasie anregen, recherchieren.
Formulieren
Gedanken in eine verständliche und sinnvolle sprachliche Abfolge bringen.
Schreibfluss
Beim Formulieren steht der gute Text im Zentrum; richtig machen kann man ihn später.
Adressatenorientierung
Formulierungen werden an Schreibziel und Leserinnen/Leser angepasst.
Inhaltlich überarbeiten
Text am Schreibziel und am Textmuster prüfen und revidieren.
Konstruktive Rückmeldung
Rückmeldung hilft, den Text inhaltlich zu verbessern, statt nur Fehler zu markieren.
Sprachformal überarbeiten
Rechtschreibung und Grammatik systematisch korrigieren.
Veröffentlichung
Texte, die veröffentlicht werden, müssen auch formal korrekt sein.
Überarbeiten: Reihenfolge
Zuerst inhaltlich überarbeiten, danach sprachformal korrigieren.
Vier Schreibschritte
- Ideen generieren/planen
- entwerfen/formulieren
- inhaltlich überarbeiten
- sprachformal überarbeiten.
Zyklus 1 Fokus
Im Zyklus 1 liegt der Fokus besonders auf Ideenfindung und Formulieren.
Explizite Thematisierung
Die vier Schreibschritte werden erst später ausdrücklich benannt; vorher wird implizit damit gearbeitet.
Schreibkonferenz
Gemeinsame Besprechung von Texten mit Rückmeldungen zur Verbesserung.
Textmuster
Typische Struktur und sprachliche Gestaltung einer Textsorte.
Rechtschreibung als basale Schreibfertigkeit
Rechtschreibung gehört zu den grundlegenden Schreibfertigkeiten.
Warum Rechtschreibung wichtig ist
Sie erleichtert das Verstehen und hat schulische sowie gesellschaftliche Bedeutung.
Phonetisches Schreiben
Lautorientiertes Schreiben ist eine wichtige erste Stufe im Schriftspracherwerb.
Grenze des phonetischen Schreibens
Für richtiges Schreiben müssen Kinder weitere Rechtschreibprinzipien und Ausnahmen lernen.
Systematik der Rechtschreibung
Kinder sollen erfahren: Rechtschreibung und Grammatik sind regulär und lernbar.
Alphabetisches Prinzip
Schreibe auf, was du hörst; Laute werden durch Grapheme verschriftet.
Orthografisches Prinzip
Beachte besondere Laut-Buchstaben-Beziehungen und Rechtschreibmuster.
Morphematisches Prinzip
Schreibe gleiche Wortbausteine gleich.
Grammatisches Prinzip
Markiere Nomen und Satzgrenzen, z. B. Grossschreibung und Satzzeichen.
Beispiel alphabetisches Prinzip
<rot> ist weitgehend lautgetreu.
Beispiel orthografisches Prinzip
<Storch> mit <st>, <Jacke> mit <ck>, <Liege> mit <ie>.
Beispiel morphematisches Prinzip
<Hände> wegen <Hand>; Wortstämme bleiben erkennbar.
Beispiel grammatisches Prinzip
<Apfel> gross, weil es ein Nomen ist; Satzschlusszeichen markieren Satzgrenzen.