Mathe unterrichten II

initiieren und begleiten

initiieren und begleiten

Diese Lernkarten vertiefen didaktische Konzepte für den Mathematikunterricht an der Universität, insbesondere zu Größen, Rechenstrategien und Verständnisaufbau. Sie behandeln Planungsmethoden, Sprachförderung und die Verbindung von Mathematik mit realen Kontexten, um Lernprozesse adaptiv und kognitiv aktivierend zu gestalten. Lehramtsstudierende profitieren davon, um Unterricht gezielt zu strukturieren und typische Lernschwierigkeiten früh zu erkennen.
Karten
136
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Berufskunde
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
09.05.2026 / 11.05.2026

Lernkarten

Zahlvorstellung

Zahlen verstehen;

  • Zahlbedeutung
  • Anzahlerfassung
  • Zählen
  • Zahlbeziehungen
  • Stellenwertverständnis
  • Material vernetzen

Zahlaspekte

  • Kardinal
  • Ordinal
  • Masszahl
  • Operator
  • Rechenzahl
  • Codierungsaspekt

Kardinalzahlaspekt

Zahl gibt eine Anzahl an: „Es sind 9 Flaschen.“

Ordinalzahlaspekt

Zahl beschreibt Rangplatz oder Position in einer geordneten Reihe

Masszahlaspekt

Zahl steht mit Einheit für eine Grösse: 7cm, 3 Fr. , 1kg

Operatoraspekt

Zahl beschreibt Vielfachheit einer Handlung:

dreimal springen, fünfmal klatschen

Rechenzahlaspekt

Zahlen sind Objekte, mit denen gerechnet wird: 3+8=11

Codierungsaspekt

Zahlen bezeichnen oder unterscheiden: 

Telefonnummer, PLZ, Trikotnummer

Quasi- simultane Anzahlerfassung

kleine Mengen bis etwa 4 direkt erkennen: grössere mengen durch Strukturierung mental zerlegen

Zählprinzipien

  • Endeutigkeit
  • stabile Ordnung
  • Kardinalzahlprinzip
  • beliebige reihenfolge
  • Abstraktionsprinzip

Teil-Ganzes-Schema

Ein Ganzes kann in Teile zerlegt werden: Grundlage für Zalzerlegung und Rechnen

Zahlbeziehungen

  • Zahlen vergleichen
  • ordnen
  • zerlegen
  • ergänzen
  • verdoppeln
  • in Beziehung setzen

Bündeln und Stellenwerte

Zehnerbündelung und Stellenwertsystem aufbauen:

Einer, Zehner, Hundeter verstehen

Spiralprinzip

Inhalte kehren wieder, werden erweitert und komplexer bearbeitet

Arbeitsmittel

Zehner-/Zwanziger-/Hundeterfeld, Zahlenstrahl, Dienes-Material, Stellenwerttafel, Zahlenkarten

E-I-S bei Arbeitsmitteln

  • Enaktiv handeln
  • ikonisch darstellen
  • symbolisch notieren
  • zwischen Ebenen wechseln

Materialauswahl

weniger ist mehr: Material muss zum Lerninhalt passen, fortsetzbar sein und zum Lehrwerk passen

Zähledes Rechnen

Kind zählt Schritt für Schritt weiter, oft mit Fingern oder Zahlwortfolge

Problem des zählenden Rechnens

Bei grösseren Zahlen langsam, fehleranfällig und nicht tragfähig

Ablösung vom Zählen

Kinder nutzen zahlbeziehungen, Strategien und Operationsverständnis statt Einzelschritte

 

Grundvorstellungen

Tragfähige Bedeutungen zu Operationen

Grundlage für verstehendes Rechnen

E-I-S Prinzip

Enaktiv: handeln

ikonisch: Bild/Skizze

symbolisch: Zeichen, Sprache, Rechnung

Intermodaler Transfer

Flexibles Wechseln zwischen enaktiver, ikonischer und symbolischer Darstellung

Addition: Hinzufügen

Dynamisch: Einer Menge wird etwas hinzugefüht

Addition: Zusammenlegen

Statisch: Zwei Mengen werden vereinigt

Addition: Vergleichen

Statisch: Joe hat 2 mehr als Efrim

Subtraktion: Wegnehmen

Dynamisch: Von einer Gesamtmenge wird etwas entfernt Rest bleibt 

Subtraktion: Ergänzen

Dynamisch: Unterschied zwischen Anfangs- und Endmenge bestimmen

Subtraktion: Vergleichen

Statisch: Unterschied zwischen zwei Teilmengen bestimmen

Multiplikation

Fortlaufende Addition gleicher Summanden: gleich grosse Päckchen erkennen

Multiplikation: zeitlich-sukzessiv

Gleiche Handlung wird mehrfach ausgeführt: dreimal je vier Bücher holen.

Multiplikation: Vergleich

Multiplikativer Vergleich: dreimal so viele.

Division: Aufteilen

Gruppengrösse ist gegeben; gesucht ist Anzahl der Gruppen.

Division: Verteilen

Anzahl Gruppen ist gegeben; gesucht ist Grösse jeder Gruppe.

Division mit Rest

Division immer auch mit Rest thematisieren; Teilbarkeit = gleichmässig und restlos.

Zahlenblick

  • Strukturen
  • Päckchen
  • Reihen
  • Beziehungen erkennen statt abzählen.

Vier Rechenverfahren

  • Kopfrechnen
  • halbschriftliches Rechnen
  • schriftliches Rechnen
  • Taschenrechner.

Kopfrechnen

Rechnen im Kopf ohne Notation; braucht Zahlenblick und gesicherte Grundaufgaben.

Blitzrechnen

Zentrale Aufgabentypen automatisieren und verständig verfügbar machen.

Auswendigwissen genügt nicht

Kinder brauchen Ableitungsstrategien und Verständnis mathematischer Zusammenhänge.

Lernen