Mathe unterrichten
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Lernkarten
Was zeichnet guten Mathematikunterricht in Zyklus 1 aus?
Handlungsorientiert, fachlich gehaltvoll, adaptiv, spielerisch und kompetenzorientiert.
Was bedeutet „adaptiv planen“?
Lernvoraussetzungen der Kinder berücksichtigen und Aufgaben/Hilfen passend anpassen.
Warum sind Spiele im Zyklus 1 wichtig?
Sie verbinden Lernen, Handeln, Motivation und mathematische Erfahrungen.
Warum ist Mathematik „Wissenschaft der Muster“?
Kinder entdecken Strukturen, Beziehungen, Gesetzmässigkeiten und Wiederholungen.
Warum braucht es Mathematikkonferenzen?
Kinder vergleichen Strategien, erklären Lösungswege und lernen fachlich zu argumentieren.
Was muss eine LP fachsprachlich können?
Über Unterricht, Aufgaben, Strategien und Lernprozesse professionell sprechen.
Was ist prüfungsrelevant beim Planen?
Fachinhalt, Lernziele, Vorwissen, Schwierigkeiten, Aufgaben, Material, Differenzierung, Lernzielkontrolle.
Welche Teilkompetenzen gehören zur Zahlvorstellung?
Zählen, Zahlen darstellen, Anzahlen vergleichen, Zahlen ordnen, Bündeln/Stellenwert, Grundoperationen verstehen.
Zentrale Lernziele zur Zahlvorstellung?
Zahlen verstehen, Beziehungen nutzen, Stellenwertsystem aufbauen, 1+1/1-1 sicher beherrschen.
Was ist eine Zahl?
Ein abstrakter Begriff; sichtbar wird sie nur über Zahlaspekte.
Nenne die 6 Zahlaspekte.
Kardinal-, Ordinal-, Masszahl-, Operator-, Rechenzahl-, Codierungsaspekt.
Kardinalzahlaspekt?
Zahl als Anzahl: „Es sind 9 Flaschen.“
Ordinalzahlaspekt
Zahl als Rang/Position: „2. Platz“, „Seite 9“.
Masszahlaspekt?
Zahl mit Einheit: 5 cm, 2 kg, 3 Fr.
Operatoraspekt?
Zahl als Vielfachheit einer Handlung: „8-mal springen“.
Rechenzahlaspekt?
Zahl als Objekt zum Rechnen: 3 + 8 = 11.
Codierungsaspekt?
Zahl als Kennzeichnung: Telefonnummer, PLZ, Hausnummer.
Was ist simultane Anzahlerfassung?
Kleine Mengen bis ca. 4 auf einen Blick erkennen.
Was ist quasi-simultane Anzahlerfassung?
Grössere Mengen durch Strukturierung/Teilgruppen schnell erfassen.
Wichtige Zählformen?
Vorwärts, rückwärts, ab beliebiger Zahl weiterzählen, in Schritten zählen.
5 Zählprinzipien nach Gelman & Gallistel?
Eins-zu-eins, stabile Ordnung, Kardinalzahl, beliebige Reihenfolge, Abstraktion.
Eins-zu-eins-Prinzip?
Jedem Objekt wird genau ein Zahlwort zugeordnet.
Prinzip der stabilen Ordnung?
Zahlwortreihe bleibt immer gleich: 1, 2, 3, …
Kardinalzahlprinzip?
Das letzte Zahlwort nennt die Anzahl der Menge.
Prinzip der beliebigen Reihenfolge?
Zählrichtung egal, Anzahl bleibt gleich.
Abstraktionsprinzip?
Alles Zählbare kann gezählt werden, unabhängig vom Objekt.
Was ist Teil-Ganzes-Verständnis?
Zahlen bestehen aus Teilen; ein Ganzes kann verschieden zerlegt werden.
Warum ist Teil-Ganzes wichtig?
Grundlage für nicht-zählendes Rechnen und Zahlbeziehungen.
Beispiel Zahlzerlegung 8?
4+4, 5+3, 6+2, 7+1.
Was bedeutet Stellenwertverständnis?
Ziffern haben je nach Position unterschiedlichen Wert.
Wichtige Arbeitsmittel für Zahlen?
Zehner-/Zwanzigerfeld, Hunderterfeld, Zahlenstrahl, Dienes-Material, Stellenwerttafel, Ziffernkarten.
Kriterien für gute Arbeitsmittel?
Weniger ist mehr, passend zum Lerninhalt, fortsetzbar, passend zum Lehrwerk.
E-I-S-Prinzip kurz?
Enaktiv = handelnd, ikonisch = bildlich, symbolisch = abstrakt/formal.
Ist zählendes Rechnen immer schlecht?
Nein, es ist eine normale Entwicklungsphase.
Wann wird zählendes Rechnen problematisch?
Wenn Kinder auch bei grösseren Zahlen nur einzeln zählen und keine Beziehungen nutzen.
Woran erkennt man zählendes Rechnen?
Fingerzählen, Zahlwortfolge, langsames Weiterzählen, jedes Mal neu zählen.
Ziel der Ablösung vom zählenden Rechnen?
Denkendes Rechnen mit Zahlbeziehungen, Strategien und Grundvorstellungen.
Was braucht nicht-zählendes Rechnen?
Zahlverständnis, Teil-Ganzes, Stellenwert, Strategien, Ableitungen.
Ziel des E-I-S-Prinzips?
Tragfähige mentale Vorstellungen aufbauen.
Wichtig bei Bruner?
Darstellungsebenen nicht starr nacheinander, sondern flexibel verknüpfen.