CAS Elektrische Triebfahrzeuge - ET1

Karteikarten für die Vorlesungseinheit 1Grundlagen der Elektrischen Eisenbahntechnik

Karteikarten für die Vorlesungseinheit 1Grundlagen der Elektrischen Eisenbahntechnik


S. R.
Diese Lernkarten behandeln technische Grundlagen elektrischer Triebfahrzeuge, insbesondere Kraftübertragung, Fahrwiderstände und Energieverbrauch. Sie erklären physikalische Zusammenhänge wie Adhäsion zwischen Rad und Schiene, Schlupfphänomene sowie die Funktion von Z-V-Diagrammen zur Leistungsbegrenzung. Mechanische Komponenten wie Radsätze, Widerstände und Antriebseinheiten werden ebenso erläutert wie europäische Normen und spezifische Formeln zur Berechnung von Kräften und Energien. Ideal für Studierende und Fachkräfte der Elektrotechnik oder Bahntechnik, die ihr Verständnis für Triebfahrzeuge vertiefen möchten.
Karten
52
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Elektrotechnik
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
24.04.2026 / 03.05.2026

Lernkarten

Spurführung in der Bahn

Spurweite CH: 1435 mmMehrheitlich in Europa und auch in Amerika vertretenIn Afrika gibts viel Secondhand aus Europa (viel 1067 mm)

Lichtraumprofil

Umhüllung des freizuhaltenden RaumesZusammengesetzt aus Grenzlinie fester Anlagen und zusätzlich erfoderlichenen SicherheitsräumenR RTE 20012 (Normalspur) und R RTE 20512 (Meterspur(

Stromabnehmerraum

In der Schweiz gibt es verschiedene zulässige Breiten für den Stromabnehmer. Dies sind: 1320 mm1450 mm mit isolierten Endhörnern1600 mm (Eurowippen)1950 mm (DB, ÖBB)

«Klingel Lauf» und Kling’sche Formel

Die Wellenbewegung ergibt sich durch Unterschiedliche Rollradien-Durchmesser aufgrund einer Querauslenkung des Radsatzes an der Kontaktstelle zur Schiene.

Eisenbahn RadsatzBennennung Bestandteile Radsatz

Bennenung Bestandteile Rad und Schiene

Eisenbahnfahrzeuge

LokomotiveRangierlokTriebkopfAntriebseinheitTriebzugTriebwagenReisezugwagenGüterwagenlokbespannter ZugTriebwagenzugInfro Fahrzeuge

Lokomotive

Triebfahrzeug, das auch von einem zug abgekuppelt und unabhängig betrieben werden kann

Rangierlok

Triebfahrzeug, das in der Regel für Rangierzwecke genutzt wird

Triebkopf

Triebfahrzeug, an der Spitze oder am Ende einer Triebzugeinheit zum bewegen von kurzgekuppelten Mittel- und/oder baugleichen Steuerwagen

Antriebseinheit

Treibfahrzeug ohne Führerraum (Entkupplung im normalen Betrieb nicht vorgesehen)

Triebzug

von der bauart her aufeinander abgestimmte Fahrzeuggruppe, deren Zusammensetzung nur in der Werkstatt geändert werden kann

Triebwagen

Einzelfahrzeug, das selbsttätig als Zug fährt (kann auch zum Bewegen nicht angetriebener Fahrzeuge benutzt werden)

Reisezugwagen

Einzelfahrzeug zur Beförderung von Fahrgästen und/oder Gepäck

Güterwagen

Einzelfahrzeug zur Beförderung von Gütern

lokbespannter Zug

(Reisezug oder Güterzug) aus einem oder mehreren Triebfahrzeugen und Wagen bestehende Zusammenstellung

Triebwagenzug

aus mehreren Triebwagen bzw. Triebzügen bestehende Zusammenstellung

Infra Fahrzeuge

-

Fahrwiderstände

Zusammensetzung von vielen einzelnen WiderständenHandelt es sich um spezifische Widerstände oder absolute? Kennzeichnung durch klein- und Grossschreibungw = spezifisch (N/kN)W = absolut (N)

Einheiten: Andere Länder, andere Gepflogenheiten

Vorrischt bei den Einheiten!Miles/hr =1.61 km/hlb = 0.453 kg

Laufwiderstandw_lauf = A + Bv + Cv^2

w_lauf = A + Bv + Cv^2-> C hat bei Hochgeschwindigkeiten immer einen grösseren EffektA: Rollwiderstand Rad/SchieneB: Reibung und DämpfungserlusteC: Reibung wegen Aerodynamik/Luft

Laufwiderstand nach Sauthoff

n: Anzahl Fahrzeuge im Zug (Wagen)G_T: Gewicht in NV: Geschwindigkeit in km/h

Laufwiderstand nach Davis

M: Masse in tN_e: Anzahl Achsenn: Anzahl Fahrzeuge im ZugS: Stirnfläche in m^2

Verglelich Laufwiderstände nach Sauthoff und Davis

Widerstände müssen nicht gleich sein, aber in gleicher Grössenordnung (Keine exakte Rechnung, nur eine Abschätzung)Für 15 Wagen, 60 Achsen und 120 km/h und Stirnfläche 9 m^2, Masse 570tErgeben sich rund 34-38 kN

Streckenwiderstand

Bestehend aus Steigungswiderstand W_stKrümmungswiderstand W_K

Steigungswiderstand W_st

W_st = m * g * sin α ~ m * g * tan α= M * g * ss in Promille

Streckenwiderstand vs. Laufwiderstand

Streckendwiderstand meist grösser, Grativitation macht grössten Widerstand

Krümmungswiderstand W_K(Normalspur)Röckl'sche Formel

Reibung die entsteht, wenn Kraft nach innen/aussen wirkt in Kurven

Krümmungswiderstand W_K(Strassenbahnen auf Rillenschienen)

r_a: Radsatzabstand im Fahrzeug bzw. im Drehgestellt [m]s_R: Laufkreisabstand des Radsatzes [m] (gleich Spurweite plus 0.05 m

Beschleunigungswiderstand W_B

Im Beschleunigugnszustand müssen die translatorischen und die rotatorischen Massen beschleunigt werden. Das Massenträgheitsmoment stellt einen Widerstand zur Beschleunigung dar. Zur Vereinfachung bezieht man die rotatorischen Massen durch den so genannten Drehmassenzuschlagsfaktor lambda auf die translatorischen Massen

Beschleunigungswiderstand W_BParameter

Beschleunigung meist bei 30 % begrenzt, da Fahrkomfort nicht mehr eingehalten. Leute würden umfallen.Lambda, auch bis ca 30% mehr. Ist jedoch nur für 'kleine' und 'leichte' Züge relevant. Güterzüge sind sowieso schon schwer, dann machts ein zusätzlicher Faktor nicht mehr viel aus

Zusammenfassung Fahrwiderstände(Vergleich)

Anpruchsvoll: Beschleunigung bei Steigungen (z.B beim Starten)

Dynamisches Modell eines Fahrzeugs

Zugkraft muss alle Widerstände überwinden, damit sich Zug bewegt

Beharrungsfahrt

Bei der Fahrt soll eine bestimmte Geschwindigkeit gehalten werden. Die Beharrungsfahrt F kann positiv, null oder negativ sein. Die Strecke entscheidet darüberW_B = 0

Rad und Motorleistung / Energie bei Beharrungsfahrt

P_R = F * v/1000F: Zug- / Bremskraft am RadP_R: Gesamtleistung am Rad in kW

Traktionsarbeit (Energie)

A = F*sA_kWh = F * s / (3.6*10^6)

Spezifischer Energieverbrauch

J/(tkm): Joule pro Tonnen-Kilometer(A*1000)/(M*s) = (F*1000)/(M)

Energie

1Wh = 3600 J1kWh = 3.6*10^6 J

Leistung am Rad

P_R = F * v/1000Kraft zur Übertragung kann nicht unendlich hoch sein. Adhäsion kommt an Systemgrenze

Kraftübertragung Rad-Schiene

F = μ * G_T cos α ~μ * G_T wobei G_T:Gewicht m_r * gm_r: Reibungsgweicht. Anteil der Masse des Triebfahrzeuges zu verstehen, welcher auf die motorisch angetriebenen Triebradsätzeμ: Haftwert, Reibungswert, Reibfaktor, Reibungszahl, Kraftschlussbeiwert, Adhäsionskoeffizient oder Traktionskoeffizient

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