Geschäftskunde

Geschäftskunde für Grafiker.

Geschäftskunde für Grafiker.


S. K.
Diese Lernkarten vermitteln grundlegende Kenntnisse der Geschäftskunde für Berufslernende, mit Fokus auf Projektmanagement, Kostenkalkulation, Rechtsformen und Marketing. Sie behandeln zentrale Aspekte wie Auftragsabwicklung, Mehrwertsteuer, Spesenregelungen und Honorarsysteme, die für Grafiker:innen und andere kreative Berufe essenziell sind. Ideal für Auszubildende, die wirtschaftliche Zusammenhänge im Berufsalltag verstehen und anwenden müssen.
Karten
18
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Marketing
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
19.04.2026 / 20.04.2026

Lernkarten

Was sind Sozioökonomische Merkmale?

Sozioökonomische Merkmale sind Indikatoren, die die soziale und wirtschaftliche Position einer Person, Familie oder Gruppe in der Gesellschaft beschreiben.

 Für was steht das "S", "G", "D", vom SGD? Was ist der SGD? (3 Anhaltspunkte)

SGD = Swiss Graphic Designers

  • Berufsverband und Netzwerk der Schweizer Grafikdesigner:innen:
    • Support (Rechtsberatung, AGB, Workshops, Honorarsystem, etc.)
    • Netzwerk (Dialog, Venetzung, etc.)
    • Berufsbildung (Grundbildung, Weiterbildungen, Showcase, etc.)
  • Vertritt die Interessen der Schweizer Grafikdesigner:innen und unterstützt sie im Alltag.

  •  Herausgabe des Honorarsystems SGD

Was macht das Honorarsystem des SGD‘s? (5 Anhaltspunkte)

  • Regelt Honorargrundlagen und Arbeitsabläufe für gestalterische Aufträge.
  • Praxisnahen Leitfaden für alle finanziellen und rechtlichen Fragen
  • Orientierung für Kalkulationen und Beratung.
  • Herzstück = SGD-Workflow - eine Übersicht über die typischen Phasen eines Projekts und der damit verbundenen Leistungen.
  • Kosten: CHF 180.00

Was sind die Kompetenzen eines Grafikers? (A, B, C, D)

A:  Sie konzipieren, entwerfen, gestalten und realisieren Printmedien sowie elektronische Medien im Bereich der visuellen Kommunikation. Dazu beobachten sie den Markt, recherchieren und analysieren im Rahmen des Auftrags, planen und kontrollieren den Projektablauf und erledigen die Projektadministration.

B: Ihre Kreativität, ihr Fachwissen, sowie ihre gestalterisch- handwerklichen Kompetenzen setzen sie mit dem Ziel ein, die kommunikativen Absichten der Kunden optimal zu erfüllen. Dabei suchen sie stets neue Umsetzungsmöglichkeiten.

C: Sie zeichnen sich aus durch selbständiges und eigenverantwortliches Handeln, Neugierde, Teamfähigkeit, Lernbereitschaft und Belastbarkeit.

D: Bei der Abwickliung ihrer Projekte lassen sie sich von wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten leiten.

 

Was sind meine Handlungskompetenzen?

1. Organisieren von Projekten und Arbeitsprozessen

2. Recherchieren und Analysieren von Projektgrundlagen

3. Entwickeln von Kommunikationsstrategien

4. Entwickeln und Vermitteln von Ideen

5. Erarbeiten von Gestaltungskonzepten

6. Umsetzen von Gestaltungskonzepten

7. Vermitteln von Inhalten und Kompetenzen

Was sind die drei Wirtschaftssektoren und aus was bestehen sie?

1. Primärer Sektor = Urproduktion. Liefert Rohstoffe für Wirtschaft. Landwirtschaft, Fischerei, Forstwirtschaft, Wasserkraft, etc.

2. Sekundärer Sektor = Industrie. Weiterverarbeitung Güter aus primärem Sektor. Fabriken, Handwerk, Baugewerbe, etc.

3. Tertiärer Sektor = Dienstleistungssektor. In ihm werden die Produkte aus dem sekundären Sektor verbraucht/verteilt/vermarktet. Restaurants, Coiffeur, Lebensmittelgeschäft, Banken, Fitness Center, Werbeagentur

Was gehört in einen Businessplan? (7 Aufzählungen)

1. Executive Summary (Zusammenfassung des Wesentlichen auf einer Seite)

2. Geschäftsidee (Produkt oder Dienstleistung)

3. Markt und Wettbewerb

4. Marketing und Vertrieb

5. Unternehmen und Management

6. Erfolgs- & Finanzplanung

7. Umsetzungsplan & Meilensteine

Was gibt es für Rechtsformen? (4 Stück)

  • Einzelfirma
  • Aktiengesellschaft (AG)
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
  • Kollektivgesellschaft (KG)

Was für Kriterien sind wichtig für die richtige Rechtsform? (5 Kriterien)

  • Benötigtes Kapital (Gründungskosten, Kapitalbedarf)
  • Risiko / Haftung - je höher das Risiko, desto mehr spricht für eine Gesellschaft mit geringerer Haftung.
  • Unabhängigkeit von Partnern, Kapitalgebern
  • Steuern – getrennte oder gemeinsame Besteuerung der Geschäftseinkünfte und des Vermögens des Unternehmers/Eigentümers
  • Soziale Sicherheit – gewisse Sozialversicherungen sind je nach Rechtsform freiwillig oder obligatorisch. Einzelunternehmen sind z.B. nicht gegen Arbeitslosigkeit versichert und nicht gezwungen, in eine Pensionskasse einzuzahlen.

Was kannst du mir über eine Aquise und über das Portfolio sagen im Hoinblick auf die Geschäftskunde?

Akquise: Der Markt befindet sich in einem stetigen Wandel. Keine Firma kann es sich leisten, sich auf Lorbeeren auszuruhen. Akquisition die Anwerbung von Kunden und Aufträgen ist somit unabdingbar.

Referenzen und das Zeigen von bereits geleisteten Arbeiten gehören mitunter zur Entscheidungsgrundlage von neuen Kunden (ebenso von neuen Arbeitgebern).

Deshalb ist nebst einem guten Networking ein professionell erstelltes Portfolio wichtig.

Wie ist der Arbeitsaufwand ienes Grafikers in 4 Phasen mit Detailbeschreibung aufgeteilt? 

1. Vorbereitung (Briefing, Analyse, Planung)

2. Entwicklung (Idee, Konzept, Entwurf)

3. Ausführung (Präsentation, Detailgestaltung, Realisierung)

4. Abschluss (Projektadministration, Debriefing)

Was ist ein Briefing?

  • Schriftstück, Informationsgespräch zwischen Werbefirma und Auftraggeber.
  • Ausgangspunkt des Auftrages oder des Projekts.
  • Definiert dessen Umfang, das Budget, Ziele und Zielgruppen Absichten und Erwartungen des Auftraggebers.
  • Grafikerinnen und Grafiker...
  1. …analysieren das Briefing, optimieren es und handeln danach.
  2. …können ein Briefing auf Grund der Resultate der eigenen Marktanalyse sowie der relevanten Trends im Grafikdesign optimieren.
  3. …stellen bei fehlenden Informationen Rückfragen

Welche drei Faktoren sind für die Kalkulation des Honorars notwendig?

1. Stundenverrechnungssatz

2. Zeitaufwand

3. Nutzungsrechte

Eine der wichtigsten Kennzahlen ist der Stundenverrechnungssatz. Um diesen ausrechnen zu können, müssen zuerst welche Faktoren ermittelt werden?

1. Betriebskosten

2. Personalkosten

3. Produktive Arbeitsstunden

4. Risiko- und Gewinnzuschlag

Was für Kosten fallen für den Betrieb und welche für die Person/en an?

Betrieb:  Aufwendungen im Zusammenhang mit der Ausübung einer Selbstständigkeit. Fixe Kosten fallen immer an (Miete, Versicherung, Leasing, etc.). Variable Kosten fallen nur bei Verbrauch an (Freelances, Büromaterial, Kaffee, etc.).

Person: Alle Kosten die durch den Einsatz von Mitarbeitern fallen. (z.B. Lohnkosten, Lohnfortsetzung, Ausflüge, Weiterbildung...)

Was gibt es alles für Sozialabzüge bei Arbeitnehmenden?

  • AHV (Alters-/Hinterlassenen-/Invalidenversicherung/EO)
  • AL (Arbeitslosenversicherung)
  • NBUV (Nichtbetriebsunfälle), BUV (Berufsunfälle)
  • Krankentaggeldversicherung
  • BVG (Pensionskasse)
  • Evtl. Quellensteuer

Was sind Spesen? 

Spesen sind Auslagen, die Arbeitnehmenden bei beruflich bedingten Tätigkeiten außerhalb des üblichen Arbeitsplatzes entstehen, wie bei Geschäftsreisen oder Kundenmeetings. 

• Grundsatz, dass Arbeitgeber:innen die Arbeitnehmer:innen mit den notwendigen Geräten/Materialien ausstatten müssen, welche für die Arbeit gebraucht werden.

• Allfällige Auslagen für Selbstbeschaffung müssen als Spesen ersetzt werden

• Ersatz nach Aufwand

• Pauschalentschädigung – kann Lohnbestandteil sein.

Achtung: keine Sozialabgaben/Versicherung auf Pauschalspesen!

• Ab einer gewissen Betriebsgrösse empfiehlt sich ein Spesenreglement

Was kannst du mir zur Mehrwehrtsteuer sagen?

•  Die MWST ist eine allgemeine Verbrauchs- und Konsumsteuer, die vom Bund erhoben wird.

• Die Überlegung: wer etwas konsumiert, soll dem dem Staat einen finanziellen Beitrag zukommen lassen.

• Die Steuer wird bei den Unternehmen (Produzenten, Fabrikanten, Händlern, Handwerkern, Dienstleistenden usw.) erhoben, die die MWST auf den Konsumenten überwälzen.

• Seit 1. Januar 2024 gilt der Satz von 8,1% (davor 7,7%)

• der reduzierte Satz 2,6 % für alltägliche Güter wie Nahrungsmittel, und der Sondersatz 3,8 % für Beherbergungsleistungen.

• Unternehmen ab Umsatz von CHF 100’000.00 sind MWST pflichtig.

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