Marketing und Vertrieb
Wirtschaftsfachwirt
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Lernkarten
Die Brückenkopfstrategie beschreibt den Einstieg über einen Schlüsselmarkt, um anschließend von dort aus in weitere Märkte zu expandieren.
Der Marketing-Mix ist die Kombination aller marketingpolitischen Instrumente, die ein Unternehmen einsetzt, um seine Ziele zu erreichen. Er umfasst die Bereiche Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik.
Product (Produktpolitik), Price (Preispolitik), Place (Distributionspolitik) und Promotion (Kommunikationspolitik).
Beim Dienstleistungsmarketing wird der Marketing-Mix auf 7P erweitert: Product, Price, Place, Promotion sowie People (Personal), Process (Prozesse) und Physical Facilities (Ausstattung/Umfeld).
Die Produktpolitik umfasst alle Entscheidungen zur Entwicklung, Gestaltung, Variation und Eliminierung von Produkten sowie zur Sortimentsgestaltung und Qualitätssicherung.
Produktinnovation, Produktdifferenzierung, Produktdiversifikation, Produktvariation und Produktelimination.
Produktinnovation ist die Entwicklung und Einführung neuer Produkte auf dem Markt.
Produktdifferenzierung bezeichnet die Erweiterung einer bestehenden Produktgruppe durch Varianten, um unterschiedliche Kundenbedürfnisse besser zu erfüllen.
Produktdiversifikation ist die Erweiterung des Produktprogramms um neue, andersartige Produkte.
Produktvariation ist die Veränderung bestehender Produkte, um sie an neue Marktanforderungen anzupassen.
Produktelimination bedeutet die gezielte Herausnahme von Produkten oder Produktgruppen aus dem Sortiment.
Wichtige Faktoren sind Qualität, Preis, Nutzen, Image, Marke, Design, Verpackung, Service, Verfügbarkeit, Lebensdauer und ökologische Eigenschaften.
Produktdesign beeinflusst die Kaufentscheidung emotional und umfasst Form, Farbe, Material und ggf. sogar Duft. Es trägt zur Differenzierung und Wahrnehmung eines Produkts bei.
Produktqualität umfasst technische Eigenschaften und subjektive Wahrnehmung. Sie beeinflusst Kundenzufriedenheit, Image und langfristig den Unternehmenserfolg.
Sortimentspolitik umfasst die Zusammenstellung von Produkten (Sortiment), um Kundenbedürfnisse optimal zu erfüllen und Kaufanreize zu schaffen.
Sortimentsbreite beschreibt die Anzahl unterschiedlicher Produktgruppen, Sortimentstiefe die Anzahl der Varianten innerhalb einer Produktgruppe.
Ziele sind Umsatzsteigerung, Gewinnmaximierung, klare Sortimentsstruktur, Profilierung gegenüber Wettbewerbern und Aufbau eines positiven Images.
Kernsortiment, Saisonsortiment, Spitzensortiment, Neuheitensortiment, Randsortiment, Ramschsortiment und branchenfremdes Sortiment.
Herkunftsbezogenes Sortiment, hinkunftsbezogenes Sortiment und preislagenbezogenes Sortiment.
Geschäftspolitik, Branche, Betriebsform, Produkteigenschaften, Marken, Kundenstruktur und Kaufverhalten.
Die Distributionspolitik umfasst alle Entscheidungen über Absatzwege, Standortwahl, Logistik, Transport und den Einsatz des Außendienstes.
Direkter Absatz (ohne Zwischenhändler) und indirekter Absatz (über Händler oder Vertriebspartner).
Die Preispolitik umfasst die Festlegung von Preisen, Rabatten, Zahlungsbedingungen, Lieferbedingungen sowie Strategien wie Preisdifferenzierung und Preisführerschaft.
Ziele sind Gewinnmaximierung, Umsatzsteigerung, Marktanteilsgewinn, Kostendeckung sowie Positionierung im Wettbewerb.
Die Kommunikationspolitik umfasst alle Maßnahmen zur Informationsübermittlung an Kunden, wie Werbung, Verkaufsförderung, Public Relations und persönlicher Verkauf.
Werbung, Verkaufsförderung, Öffentlichkeitsarbeit (PR), Sponsoring und persönlicher Verkauf.
Zielkonflikte entstehen, wenn Maßnahmen eines Instruments negative Auswirkungen auf andere Ziele haben, z. B. niedrige Preise (Preispolitik) vs. hochwertiges Image (Produktpolitik).
Marktforschung ist die systematische Sammlung, Analyse und Interpretation von Daten über Märkte, Kunden, Wettbewerber und Umweltbedingungen zur Unterstützung von Marketingentscheidungen.
Marktforschung konzentriert sich auf externe Märkte (Absatz- und Beschaffungsmärkte), während Marketingforschung zusätzlich interne Unternehmensdaten berücksichtigt.
Ziele sind das frühzeitige Erkennen von Markttrends, Chancen und Risiken, die Reduzierung von Fehlentscheidungen, die Verbesserung von Produktentwicklungen sowie die Unterstützung von Marketingstrategien.
Objektivität (unabhängig vom Untersucher), Reliabilität (Zuverlässigkeit), Validität (Gültigkeit) und Repräsentativität (Übertragbarkeit der Ergebnisse).
Primärforschung ist die erstmalige Erhebung neuer Daten speziell für ein aktuelles Problem, z. B. durch Befragungen oder Experimente.
Sekundärforschung nutzt bereits vorhandene Daten aus internen Quellen (z. B. Umsatzstatistiken) oder externen Quellen (z. B. Studien, Berichte).
Vorteile: aktuelle, problembezogene Daten. Nachteile: hoher Zeit- und Kostenaufwand.
Vorteile: kostengünstig und schnell verfügbar. Nachteile: Daten sind oft nicht aktuell oder nicht exakt auf die Fragestellung zugeschnitten.
Befragung (persönlich, schriftlich, telefonisch, online), Beobachtung, Experiment, Storetest, Kundenlaufstudien und Mystery Shopping.
Ein Experiment untersucht Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge unter kontrollierten Bedingungen, z. B. durch Testmärkte.
Ein Storetest ist die Einführung eines Produkts in ausgewählten Filialen, um unter realen Bedingungen Preis, Platzierung und Kundenreaktionen zu testen.
Mystery Shopping ist eine verdeckte Beobachtungsmethode, bei der Testkäufer das Kauf- und Serviceerlebnis bewerten.
Quantitative Marktforschung (Zahlen, große Stichproben) und qualitative Marktforschung (Motive, Einstellungen, kleine Stichproben).