Geografie Bevölkerung Step 5

China und seine Ein-Kind-Politik

China und seine Ein-Kind-Politik


P. SG.
Diese Lernkarten thematisieren Chinas frühere Ein-Kind-Politik und ihre Folgen, wobei zentrale Aspekte wie Geburtenkontrolle, Geschlechterverhältnis und gesellschaftliche Auswirkungen im Fokus stehen. Sie beleuchten die strengen Regeln, Ausnahmen und Strafen sowie die langfristigen demografischen Veränderungen wie Überalterung und Männerüberschuss. Besonders relevant ist die Verbindung zu globalen Herausforderungen wie Bevölkerungswachstum und staatlicher Steuerung. Ideal für Schülerinnen und Schüler, die sich mit Geopolitik und sozialen Systemen auseinandersetzen möchten.
Karten
31
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geographie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
09.04.2026 / 28.04.2026

Lernkarten

Warum wurde Bevölkerungspolitik in China notwendig?

Starkes Bevölkerungswachstum ohne ausreichende wirtschaftliche Entwicklung → Versorgungsprobleme.

Wie entwickelte sich die Bevölkerung Chinas vor 1900?

Von ca. 60–80 Mio. auf mehrere hundert Millionen durch starkes Wachstum.

Wie viele Menschen lebten 1949 in China?

Über 560 Millionen.

Wann wurde die Ein-Kind-Politik eingeführt?

1979 unter Deng Xiaoping.

Ziel der Ein-Kind-Politik?

Eindämmung des Bevölkerungswachstums.

Nenne eine wichtige Vorschrift der Ein-Kind-Politik.

Heiratserlaubnis notwendig.

Welche Pflicht hatten Frauen vor der Ehe?

Kenntnisse über Verhütung nachweisen.

Mindestheiratsalter?

Frauen 20, Männer 22 Jahre.

Was musste man vor einer Geburt beantragen?

Kinderwunschgenehmigung.

Wie wurde die Einhaltung kontrolliert?

Durch Betriebe/Wohnviertel mit Geburtenquoten.

Nenne Strafen bei Verstössen.

Geldstrafen, Jobverlust, Zwangsabtreibung, Sterilisation.

Gab es Ausnahmen von der Ein-Kind-Regel?

Ja, z. B. auf dem Land oder bei Minderheiten.

Beispiel für Ausnahme?

Zweites Kind erlaubt, wenn erstes ein Mädchen war.

Wie umgingen Menschen die Regeln?

Hausgeburten, Bestechung, Zahlung von Strafen.

Wie entwickelte sich die Geburtenrate?

Stark gesunken (von ca. 5,5 auf 1,6 Kinder pro Frau).

Wie viele Menschen wurden „verhindert“?

Ca. 400 Millionen weniger als ohne Politik.

Was bedeutet „alternde Gesellschaft“?

Hoher Anteil älterer Menschen (>60 Jahre).

Was ist das „4-2-1-Problem“?

1 Kind muss 2 Eltern und 4 Grosseltern versorgen.

Was sind „kleine Kaiser“?

Verwöhnte Einzelkinder mit wenig Sozialkompetenz.

Warum gibt es einen Männerüberschuss?

Bevorzugung von Jungen → Abtreibung weiblicher Föten.

Natürliches Geschlechterverhältnis?

Ca. 103–107 Jungen pro 100 Mädchen.

Verhältnis in China (extrem)?

Bis zu 120 Jungen pro 100 Mädchen.

Folge des Männerüberschusses?

Viele Männer finden keine Partnerin.

Was ist die „Einzelstock-Krise“?

Viele alleinstehende Männer ohne Heiratschancen.

Welche kriminellen Folgen entstanden?

Menschenhandel, Entführungen, Zwangsheiraten.

Wann wurde die Ein-Kind-Politik abgeschafft?

2015

Was folgte danach?

Zwei-Kind-Politik (ab 2016), später Diskussion über drei Kinder.

Wie sieht Chinas Bevölkerungspyramide heute aus?

Schmale Basis (wenig Kinder), breite ältere Jahrgänge → Überalterung.

Beispiel für mildere Bevölkerungspolitik?

Indonesien (Aufklärung, freiwillige Familienplanung).

Beispiel für alternde Gesellschaft ohne Zwang?

Japan (niedrige Geburtenrate ohne staatlichen Zwang).

Nenne zentrale Begriffe für eine Mindmap.

Ein-Kind-Politik, Überbevölkerung, Geburtenkontrolle, Alterung, Männerüberschuss, 4-2-1-Problem, Zwangsmassnahmen, Lockerung, Zwei-Kind-Politik.

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