P3, 2_Drehmomentwandler
Diagnostiker, P3, Register 2_Drehmomentwandler
Diagnostiker, P3, Register 2_Drehmomentwandler
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Cartes-fiches
Was ist die Hauptaufgabe eines Drehmomentwandlers?
- Drehmomentübertragung + -verstärkung beim Anfahren
- Entkopplung im Leerlauf.
- Pumpenrad (1)
- vom Motor angetrieben
- mit Wandlergehäuse verbunden
- Turbinenrad (2)
- mit Getriebe-Antriebswelle verbunden
- Leitrad (3)
- über einen Freilauf und Statorwelle mit Getriebe verbunden
- Öl
- Öl fliess immer über Kühler
- Überbrückungskupplung
- Verbindet Turbinenrad mit Wandlergehäuse
Warum wird Öl als Medium verwendet?
- Zur berührungslosen Energieübertragung (hydrodynamisch).
- Verschleissfrei
- Anfahrphase
- Leitrad steht (Freilauf blockiert)
- Öl wird stark beschleunigt und trifft auf Turbine
- Turbinenrad steht oder dreht langsam
- Pumpenrad dreht (Motor läuft)
- Wirkung:
- Öl wird im Leitrad stark umgelenkt → zurück zur Pumpe
- Dadurch entsteht ein Reaktionsmoment
- → Drehmomentverstärkung
- Wandlungsphase
- Turbine dreht schneller
- Drehzahldifferenz wird kleiner
- Öl trifft flacher auf Turbine
- Leitrad wirkt noch, aber weniger stark
- Wirkung:
- Umlenkung des Ölstroms nimmt ab
- Drehmomentverstärkung sinkt
- Kupplungspunkt
- Turbine ≈ 85% der Pumpendrehzahl
- Öl trifft von hinten auf das Leitrad
- Leitrad läuft frei (Freilauf überrollt)
- Wirkung:
- Keine Umlenkung mehr
- Keine Drehmomentverstärkung mehr
- Wandler arbeitet wie eine Kupplung
Wie entsteht die Drehmomentverstärkung?
- Durch Umlenkung des Ölstroms im Leitrad
- → Reaktionsmoment erhöht Turbinenmoment.
- (Rückfluss des Öls bzw. "Ölstau" auf das Turbinenrad)
Wann ist die Drehmomentverstärkung maximal?
- Bei stehender Turbine (Anfahrphase).
Was passiert bei ca. 85% Turbinendrehzahl?
- Leitrad läuft frei
- keine Verstärkung mehr
- → Kupplungspunkt erreicht
Warum hat der Wandler Schlupf?
- Weil die Kraftübertragung über Öl erfolgt (keine starre Verbindung)
Wann ist der Wirkungsgrad am höchsten?
- Im Kupplungsbereich (~98%).
- mit geschlossener WüK
Warum wird eine WüK eingesetzt?
- Reduktion von Schlupf → geringerer Verbrauch.
Was ist eine schlupfende Wük und warum wird das gemacht?
- Reduktion der Ungleichförmigkeit der Kurbeldrehbewegung
- Falls nicht schlupfend, mechansicher Schwingungsdämpfer notwendig
- Druckregelung für geringen Drehzahlunterschried Pumpe/Turbine
- Kann somit bereits bei sehr kleinen Fahrgeschwindigkeiten zugeschaltet werden
- Ab Euro 4
Was ist die Festbremsdrehzahl (Stoll-Speed) und wie hoch sollte die etwas sein?
- Maximale Drehzahl bei Vollgas und stehenden Rädern.
- Gemäss Hersteller
- Ideal zwischen 1100–2500 1/min
- Zu hoch:
- Schlupf im Getriebe (Bremsen, Kupplungen, Freiläufe)
- zu geringer Hydrlauikdruck
- Leistungssteigerung (100-200 U/min)
- Zu tief:
- Zu wenig Motorleistung
- Schlupf am Wandlerfreilauf (keine Abstützung)
Welche Vorarbeiten sind vor der Stall-Test-Messung nötig?
- Öl prüfen, Fehlerspeicher löschen, Druck messen, Motor warmfahren.
- Nicht zu oft machen, hohe Belastung für Motor und Öl
Erklären Sie die Funktion des Leitrads inkl. Freilauf.
- Bei großer Drehzahldifferenz steht das Leitrad → Umlenkung → Momentverstärkung
- Bei gleicher Drehzahl läuft es frei → keine Umlenkung → Kupplung
Warum wirkt der Wandler als Drehschwingungsdämpfer?
- Öl entkoppelt Drehung → gleicht Ungleichförmigkeiten aus.
Erklären Sie die Standabkoppelung und deren Vorteil.
- Getriebe wird im Stand entkoppelt (öffnen einer Kupplung, Leerlauf)
- → weniger Verluste, geringerer Verbrauch.
Was ist der Unterschied eines 2-Kanal-Wandler zum 3-Kanal-Wandler?
- Beim 2-Kanal-Wandler erfolgt die Steuerung der WüK über ein wechselseitiges Umschalten der Ölkanäle
- mechanisch auf/zu
- Beim 3-Kanal-Wandler durch getrennte Ölkreise und gezielte Druckdifferenz mittels Magnetventil eine präzisere und auch schlupfende Regelung der Kupplung möglich ist.
- PWM-Signal
- Schlupfende Kupplung möglich