Röntgen Strahlenbiologie Kapitel K
Röntgen Strahlenbiologie Kapitel K für MPA EFZ
Röntgen Strahlenbiologie Kapitel K für MPA EFZ
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Flashcards
Schäden an der DNS (Desoxyribonukleinsäure)
Basenveränderung (reparabel), Einzelstrangbrüche (reparabel), Doppelstrangbrüche (nur mit grossem zeitlichem Aufwand reparabel und dadurch häufigste Ursache für bleibende Zellschäden)
Hochempfindliches Gewebe (Gewebewichtungsfaktor WT)
Embryo, Blutbildendens System (Knochenmark, Lymph), Magen-Darm Trakt, Augenlinsen, Brust, Lunge (0.12) (auch Krebszellen wegen der hohen Teilungsrate)
Letale Dosis des Menschen
4.5 Sv Ganzkörperdosis (es sterben 50% der betroffenen Menschen innerhalb der nächsten 30 Tagen, ohne medizinische Gegenmassnahmen)
Gewebe mit mittlerer Empfindlichkeit (Gewebewichtungsfaktor WT)
Schleimhäute, Leber, Schilddrüse, wachsender Knochen, Blase (0.04), Gonaden (0.08)
am wenigsten Empfindliches Gewebe (Gewebewichtungsfaktor WT)
Nieren, Haut, Gehirn (Nerven), Knochenoberfläche, Muskeln, Speicheldrüse (0.01)
Gewebewichtungsfaktor WT des ganzen Körpers
1.0
Einflussfaktoren Strahlenwirkung
relative Strahlenempfindlichkeit (Gewebewichtungsfaktor), Strahlenart, Gesamtdosis, Räumliche Dosisverteilung, Zeitliche Dosisverteilung, Milieufaktoren (Gesundheitsfaktoren, Genussmittel)
Somatische Strahlenschäden
Strahlenschäden am Körper des Bestrahlten (nie an den Keimzellen, nicht vererbbar)
Somatische Frühschäden
sind Deterministisch = vorhersehbar, haben eine Schwellendosis. Treten Sekunden bis Tage od. Wochen nach Exposition auf (im Röntgen nicht möglich)
Somatische Spätschäden
zufällig (Stochastisch), ohne Schwellendosis aber Wahrscheinlichkeit erhöht sich mit der Dosis, man unterscheidet zwischen Krebs und Leukämie
Genetische Schäden
Schäden an Keimzellen (erst in der nächsten Generation bemerkbar), zufällig (Stochastisch), ohne Schwellendosis aber Wahrscheinlichkeit erhöht sich mit der Dosis, z.B. Missbildungen, Leukämie, Krebs, Erbkrankheiten
Deterministische Schäden
Akute Strahlenkrankheit, Akute Strahlenreaktionen an Organen und Gewebe, Alle teratogenen Fehlbildungen und Wachstumsbehinderungen
Somatische Frühschäden
0.25-0.5 Sv
Blutbildveränderungen (tiefe Lc und Tc)
Somatische Frühschäden
ab 1 Sv
Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit (Strahlenkater)
Somatische Frühschäden
ab 2 Sv
Hautschäden (Rötung, Blasen usw.), ca. 20% Todesfälle innerhalb von 3-6 W ohne Behandlung, temporäre Sterilität
Somatische Frühschäden
ab 3 Sv
innere Blutungen, schwere Blutbildveränderungen, permanente Sterilität bei Frauen, Haarausfall
Somatische Frühschäden
ab 4Sv
schwere Entzündungen, 50% Todesfälle in 5 Wochen (ohne med. Behandlung)
Somatische Frühschäden
ab 6 Sv
mehr als 90% Todesfälle, Strahlenblitztod
Teratogene Strahlenschäden
(stochastisch)
0-9d: Abort oder ungeschädigter Embryo (alles oder nichts), 10-60 d: Kleinwuchs, Skelettanomalie, geistige Retardierung, pränataler Fruchttod, 61 d-Geburt: Minderwuchs, Mikroenzephalie, IQ weniger als 70, Sterilität, Tod, erhöhtes Krebsrisiko
Strahlenterapie
Fraktionierte Bestrahlung
Gesamtdosis wird in kleine Fraktionen unterteilt und in 24h abständen durchgeführt
Strahlenterapie
Protrahierte Bestrahlung
Gesamtdosis wird in kleinen Mengen über Stunden und Tage abgegeben. Radioaktive Quellen werden in den Tumor gelegt. Das wird meist bei Körperhöhlen gemacht (Tumor in Lippe, Prostata od. Gebärmutter) die Radionukleide haben nur eine kleine Reichweite
Bestandteile Menschliche Zellen
Schwefel, Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Phosphor