Zoologie 2
Fische, Amphibien, Reptilien
Fische, Amphibien, Reptilien
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Flashcards
3. Du weisst, wie manche Fische die Tauchtiefe regulieren können.
Die mit Sauerstoff (bei Lungenfischen mit Luft) gefüllte Blase, bewirkt, dass der Fisch in der entsprechenden Wassertiefe schweben kann. Füllt sich die Schwimmblasse, steigt der Fisch, leert sich die Schwimmblase sinkt der Fisch.
5. Du weisst, weshalb Fische (und Amphibien) so schlüpfrig sind.
Durch das schleimige Sekret, das die Schleimdrüsen (in der Oberhaut) abgegeben. Der Schleim verringert der Reibung, beschleunigt den Wundverschluss, schützt vor Parasiten, Bakterien und chemischen Einflüssen und gibt Artgeruch, Warn- sowie Schreckstoffe ab. Lebende Fische nur mit nassen Händen oder Tüchern berühren!
6. Du weisst, wie bei manchen Fischen (und einigen Amphibien) der Farbwechsel zustande kommt.
Durch Nervenimpulse oder Hormone, die bewirken, dass sich Pigmentkörner in den Farbzellen verschieben. Werden die Pigmentkörner weit in alle Äste der Farbzellen verteilt, hellt der Fisch auf, sind die Pigmentkörner eng im Zentrum zusammengeballt, erscheint der Fisch dunkel gefärbt.
7. Du weisst, was Gräten sind.
Lose Knochenspangen zwischen den Muskelpaketen der Seitenrumpfmuskulatur (zur Stabilisation des Rumpfes). Sie sind nicht mit der Wirbelsäule oder andern Knochen verbunden.
9. Du weisst, weshalb bei Fischen (und Vögeln) das Kleinhirn relativ gross ist.
Das Kleinhirn dient zur (unwillkürlichen) Bewegungskoordination. Da sich Fische im 3-dimensionalen Raum bewegen, braucht dies eine höhere Kleinhirnleistung.
11. Du weisst, wozu das Seitenlinienorgan der Fische dient und wie es funktioniert.
Seitenlinienorgan der Fisch dient zum Ferntastsinn. Wasserdruckwellen (an Gegenständen reflektierte oder von anderen Lebewesen erzeugte) gelangen durch die Poren der Seitenline in den darunterliegenden mit Wasser gefüllten Seitenlinienkanal. Dort befinden sich Bündel von Tastsinneszellhärchen, jeweils von einer Gallterthaube überdeckt (Schutz und grössere Hebelwirkung). Die Druckwelle biegt die Gallertkappen mit den Sinneshärchen um. Dadurch wird ein elektrisches Signal erzeugt, das dem Gehirn weitergeleitet wird.
12. Du verstehst die Kiemenatmung und das Herz-Blutkreislaufsystem der Fische.
Die Atmung erfolgt durch Kiemen. Bei geschlossenen Kiemendeckeln öffnet sich das Maul; dabei fliesst das Wasser mit dem enthaltenen Sauerstoff hinein. Dann wird bei geschlossenem Maul das Wasser durch die Kiemen hinaus gepresst (Kiemendeckel gehoben). Das Blut strömt in den Kapillaren der Kiemenblättchen entgegen dem Wasserstrom, nimmt dabei den im Wasser gelösten Sauerstoff auf und gibt Kohlenstoffdioxid in das Wasser ab. Fische haben einen 1-fachen geschlossenen Blutkreislauf. Das sauerstoffreiche (arterielle) Blut fliesst von den Kiemen direkt in den ganzen Körper. Nach dem Gasaustausch in den Kapillaren, fliesst das sauerstoffarme (venöse) Blut durch die Körpervene ins zweikammrige Herz. Dort wird dieses venöse Blut in die Kiemen gepumpt.
13. Du weisst, wie sich die meisten Knochenfische fortpflanzen.
Der Karpfen ist wie die Mehrheit der Fische getrennt geschlechtlich. Die paarigen Geschlechtsorgane (Eierstöcke bzw. Hoden) liegen beidseits der Wirbelsäule. Die Keimzellen (Eier bzw. Spermien) werden durch Ei- bzw. Samenleiter abgeführt, die neben dem Harnleiter hinter dem After münden. Bei den meisten Knochenfischen erfolgt eine äussere Befruchtung der Eier. Die Weibchen (oder „Rogner“) scheiden ihre Eier (Rogen; althochdeutsch = Fischeier) aus, sie laichen ab. Die Männchen schwimmen, von Duftstoffen gelockt, dazu und spritzen ihre milchige Spermienflüssigkeit (daher die Bezeichnung „Milchner“ für die Männchen) über den Laich. Mitunter erfolgt eine Brutfürsorge, etwa wenn günstige Laichplätze aufgesucht werden. Bekannt sind die ausgedehnten Wanderungen der Lachse, die aus dem Meer zum Ablaichen die Flüsse hochsteigen, oder von Aalen, die umgekehrt im westlichen Atlantik ablaichen und als Jungtiere zu den Küsten und schliesslich in die Flüsse wandern.
15. Du kennst das Erkennungsmerkmal aller Amphibien (= Lurche).
Die nackte Haut (keine Schuppen, keine Haare, keine Federn)
18. Was besitzen Froschlurche nicht?
20. Du weisst, wie sich Froschlurchen fortpflanzen und entwickeln (wie die Metamorphose erfolgt).
Fortpflanzung: Es ist eine äussere Befruchtung, d. h. die Spermien verschmelzen mit den Eizellen ausserhalb des Körpers (im Wasser). Das Männchen sitzt auf dem Weibchen und umklammert es. Das Weibchen legt ihre noch unbefruchteten, oft über 1'000 in Gallerte umhüllten Eier (den Laich) ins Wasser, und das Männchen begiesst anschliessend den Laich mit seinem Sperma. Memorphose: Nach ca. 4 Wochen nach der Befruchtung schlüpfen die Larven, hier Kaulquappen genannt, aus den Eiern. Sie besitzen zunächst äussere Kiemen. Die Gallerthüllen sind meist ihre erste Nahrung. Die äusseren Kiemen werden von einer Hautfalte überwachsen und werden so zu inneren Kiemen. Nun fressen die Kaulquappen v. a. Algen (manchmal auch Tierkadaver). Ca. 4 Wochen nach dem Schlüpfen wachsen die Beine. Man sieht zuerst nur die längeren Hinterbeine, weil die kürzeren Vorderbeine noch in einer Hauttasche versteckt sind. Erst nachdem die Vorderbeine voll ausgebildet sind, durchstossen sie die Hauttasche. Ca. 3 Monate nach dem Schlüpfen bilden sich die Kiemen und der Schwanz zurück (wird nicht abgeworfen!) und es entwickelt sich eine Lunge (um auf dem Land atmen zu können), und der Darm wird für die tierische Kost verkürzt. Ca. 4 Monate nach dem Schlüpfen leben die Jungfrösche auf dem Land, aber auch oft im Wasser (je nach Art). Sie fressen v. a. Insekten, Würmer, Schecken und Spinnentiere. Nach ca. 2 Jahren (je nach Art) werden die Jungfrösche geschlechtsreif. Es gibt auch Froschlurchen, die die Eier von den Eltern bewacht am Land legen (z. B. Seychellenfrösche), und erst die Larven gleiten (mit elterlicher Hilfe) ins Wasser. Gelegentlich wird auf den Teich verzichtet, indem die Eltern in komplizierter Brutpflege gleichsam ein künstliches Aquarium schaffen (z. B. die Amerikanische Wabenkröte).
22. Du weisst, wie die Lurche atmen und trinken.
Lurche besitzen eine besondere Art der Atmung, die sich im Laufe ihres Lebens stark verändert. Die Larven, wie zum Beispiel Kaulquappen, atmen zunächst mit äusseren Kiemen, die später durch innere Kiemen ersetzt werden. Sobald die Tiere erwachsen sind, nutzen sie mehrere Atemwege gleichzeitig: Sie besitzen Lungen, die jedoch relativ einfach gebaut sind, und sie betreiben zusätzlich Hautatmung, da ihre dünne, feuchte und stark durchblutete Haut den Gasaustausch ermöglicht. Auch die Mundhöhlenatmung spielt eine Rolle, da die Schleimhaut im Mund Sauerstoff aufnehmen kann. Lurche trinken nicht wie wir, denn sie können Wasser nicht aktiv schlucken. Stattdessen nehmen sie Wasser über ihre Haut auf. Diese ist reich an Schleimdrüsen und stets feucht, sodass Wasser aus der Umgebung — aus feuchtem Boden, nassem Gras oder direkt aus dem Wasser — in den Körper gelangen kann. Dadurch sind Lurche stark auf feuchte Lebensräume angewiesen.
23. Du weisst, wozu die Schleimdrüsen und wozu die Giftdrüsen der Lurche dienen.
Die Haut ist reich an Drüsen. Das Sekret der Schleimdrüsen befeuchtet die Haut und macht sie gegen Verletzungen widerstandsfähig. Auch Giftdrüsen können ausgebildet sein (z. B. bei Salamandern, Unken und Kröten). Die Gifte sind in erster Linie Antibiotika und schützen die Haut vor Infektionen. Sie dienen aber auch zur Verteidigung gegen Fressfeinde; am Beuteerwerb sind sie jedoch nicht beteiligt. Bei uns sind die Gifte der Salamander und Unken am gefährlichsten. Sie können kleinere Säugetiere über die Mundschleimhaut töten. Für den Menschen sind die einheimischen Lurche nicht überaus gefährlich.
24. Du weisst, weshalb die Feuersalamander und der Bauch der Unken so auffällig gefärbt sind.
Der Feuersalamander fällt durch seine grellen gelben Streifen und Flecken sehr auf. Damit warnt er seine Feinde (Warntracht). Ein Tier, das einen solchen giftigen Salamander einmal in den Mund genommen und sein Gift gespürt hat, wird dies nie mehr tun (falls es das erste Mal überlebt). Auch die Unke, unser giftigster Froschlurch, trägt am Bauch eine Gelb- und Dunkelgrau-Färbung. Wird sie er schreckt, zeigt sie den Bauch, indem sie den Oberkörper und die Beine anhebt (Kahnstellung, Schreckstellung).
25. Du weisst, was für ein Herz und was für einen Blutkreislauf die Lurche besitzen.
Sie haben einen geschlossenen Lungenkreislauf und einen geschlossenen Körperkreislauf. Das Herz hat keine Herzscheidewand, daher vermischt sich im Herzen das arterielle mit dem venösen Blut → Mischblut. Das Mischblut wird sowohl in den Lungen- als auch in den Körperkreislauf gepumpt.
26. Du verstehst den Begriff «Kloake» und weisst, wo sie sich befindet.
Eine Ausscheidungsöffnung (Endkanal), aus der sowohl Kot, als auch Urin als auch Spermien bzw.Eier/Larven in die Umwelt abgegeben werden.
28. Du verstehst den Begriff «wechselwarm» und weisst, wie unsere Lurche überwintern.
Die Lurche sind wechselwarme (poikilotherme, ektotherme) Tiere, das heisst, ihre Körpertemperatur richtet sich nach der jeweiligen Umgebung. Da es aber auch für sie eine Vorzugstemperatur gibt, bei der sie sich wohl fühlen und aktiv sind, sich bewegen, Nahrung aufnehmen und sich fortpflanzen können, müssen sie die Orte aufsuchen, die ihnen die erwünschten Wärmeverhältnisse bieten. Im Winter ist dies unmöglich. Diese Zeit verbringen sie in einem passenden Versteck in Kältestarre Die meisten Lurche suchen im Herbst Erdlöcher, Felsspalten und ähnliche Verstecke auf. Salamander treffen sich oft in grösserer Zahl in Felshöhlen. Ein Teil der Frösche überwintert im Bodenschlamm der Laichgewässer, der Grasfrosch auch in unterirdischen Wasserläufen. Lurche, die den Sommer nicht an Gewässern verbringen, ziehen sich manchmal bei Trockenheit zurück und halten eine „Sommerruhe“.
29. Du kennst das Kennzeichen (Erkennungsmerkmal) aller Reptilien (Kriechtiere).
Die stark verhornte Reptilienhaut (Merkmal aller Reptilien: Schuppen oder Hornplatten schützt (im Unterschied zur dünnen Amphibienhaut) wirkungsvoll vor Austrocknung; und ein Ei mit einer Kalkschale, das auf dem Lande abgelegt werden und ausreifen kann, macht die Fortpflanzung unabhängig vom Wasser.
30. Du kennst die rezenten (nicht ausgestorbenen) Reptilien-Ordnungen.
-Schildkröten -Brückenechsen -Krokodile -Schuppenkriechtiere: dazu gehören vor allem Echsen und Schlangen
31. Du weisst, was vor 65 Mio. Jahren die grösste Klimakatastrophe und deren Folgen waren.
Vor 65 Mio. Jahren schlug (mit einer Geschwindigkeit von 25 km/s = 6944.4 km/h) bei der mexikanischen Halbinsel Yucatán (Golf von Mexiko) ein 10 km breiter Meteorit (Asteroid) ein (Chicxulub-Krater, Durchmesser: 200 km). Nebst grossen Flächenbränden wurde dabei auch eine sehr grosse Menge Staub, Gestein und giftige schwefel- und säurehaltige Aerosole in die Atmosphäre geschleudert (wie man sie in kleinerem Massstab von heutigen Vulkanausbrüchen kennt). Durch die staub- und russhaltige Trübung der Atmosphäre, konnten die Sonnenstrahlen kaum durchdringen. Die Folge war beeinträchtigte Photosynthese der Pflanzen und starkes Abkühlen des Klimas. Zudem vermutet man, dass der saure Regen die Schalen der Dinosauriereier dünner werden liess, was das Absterben der Dinosaurierembryos zur Folge hatte.
34. Du weisst, wie und womit Echsen und Schlangen riechen
Mit ihrer zweispitzigen Zunge nehmen sie Duftmoleküle auf (aus der Luft, dem Wasser oder von festen Gegenständen) und streifen diese am JAKOBSON’schen Organ im Dach der Mundhöhle ab.
35. Du verstehst die Begriffe «ovipar», «viviovipar» (= «ovovivipar») und «vivipar».
Ovipar: -Bedeutet eierlegend. -Das Ei wird aus dem Körper abgelegt, und die Entwicklung findet ausserhalb statt. Beispiel: Viele Echsen, Schildkröten. Ovovivipar: -Bedeutet Eier bleiben im Körper, bis die Jungen fast fertig entwickelt sind. -Die Embryonen werden nicht über eine Plazenta ernährt, sondern vom Eigelb. -Die Jungen schlüpfen im Körper oder direkt bei der Geburt. Beispiel: Einige Schlangenarten. Vivipar: -Bedeutet lebend gebärend. -Die Embryonen werden zusätzlich im Körper ernährt, oft über ein plazentaähnliches Organ. Beispiel: Einige Seeschlangen.
36. Du weisst, was Echsen können, Schlangen aber nicht.
hören
37. Du kennst die Unterordnungen der Schuppenkriechtiere.
-Doppelschleichen -Echsen -Schlangen
39. Du weisst, zu welcher Unterordnung die Blindschleiche gehört und dass sie nicht blind ist.
Zur Unterordnung Echsen.
8. Du weisst, was zum zentralen Nervensystem (ZNS) gehört.
Gehirn und Rückenmark
10. Du weisst, wie dass Fische sehen, riechen, schmecken, hören und tasten können.
Die Augen der meisten Knochenfische ermöglichen nicht nur ein Bildsehen, sondern sind auch farbtüchtig. Dem oft recht leistungsfähigen Geruchssinn dienen zwei Nasengruben, die von Sinneszellen ausgekleidet sind, aber keinerlei Verbindung zum Mundraum besitzen. Geschmacksknospen sind vor allem im Mundbereich konzentriert, finden sich aber auch an den Flossen und anderen Körperteilen. Ebenso ist ein Tastsinn ausgebildet (am ganzen Körper).
32. Du weisst, was der Panzer für ein Teil der Schildkröten ist.
Teil des Skelettes