Uni Würzburg

Diese Lernkarten decken zentrale Themen der kognitiven Psychologie ab, darunter Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Lernprozesse, und richten sich an Studierende. Sie thematisieren etwa die Verarbeitung visueller und auditiver Reize, motorische Steuerung sowie Theorien zur Informationsselektion und Gedächtnisbildung. Wer sich auf Prüfungen vorbereitet oder Grundlagen vertiefen möchte, profitiert von diesem Überblick zu Schlüsselkonzepten und Experimenten.
Karten
105
Lernende
11
Sprache
Deutsch
Kategorie
Psychologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
22.02.2026 / 05.08.2026

Cartes-fiches

Was bedeutet der Begriff „latentes Lernen”?

  1. Lernen findet auch ohne unmittelbare Belohnung statt.

  2. Lernen findet statt, ohne dass das Lernen unmittelbar im Verhalten beobachtet werden kann.

  3. Lernen ist ein latenter Prozess, der in Konditionierungsversuchen angeregt wird.

  4. Lernen findet latent statt, wenn das Verhalten verstärkt wird.

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Implizites Lernen….

  1. ist typischerweise beim Vokabellernen zu beobachten

  2. findet beiläufig (inzidentell) statt

  3. findet statt, ohne dass darüber verbal berichtet werden kann

  4. kann beim Erwerb unbekannter finiter Grammatiken stattfinden

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Was kennzeichnet das Ultrakurzzeitgedächtnis?

  1. Informationen werden modalitätsspezifisch gespeichert

  2. Informationen werden nur etwa 500 Millisekunden lang gespeichert

  3. Informationen werden nur etwa 10 Sekunden lang gespeichert

  4. große Speicherkapazität

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Mit „Wortlängen-Effekt” meint man den Befund, dass…

  1. längere Wörter aus mehreren Silben bestehen.

  2. die Aussprache längerer Wörter länger dauert.

  3. eine geringere Anzahl langer als kurzer Wörter kurzfristig gespeichert werden kann.

  4. längere Wörter automatisch tiefer verarbeitet werden, und so eher in das Langzeitgedächtnis übertragen werden.

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Welche Komponenten sind Bestandteile des Arbeitsgedächtnisses im Sinne von Baddeley?

 

  1. Zentrale Exekutive

  2. Phonologisch-Zentraler Notizblock

  3. Visuell-Räumlicher Notizblock

  4. Phonologische executive

 

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Das Erkennen einer Bedeutungsänderung (zwischen einem Testsatz und einem vorher gehörten Vergleichssatz)…

  1. funktioniert schlechter als das Erkennen einer Änderung des Wortlautes.

  2. kann verbessert werden, wenn die Person instruiert wird, auf den Wortlaut genau zu achten.

  3. funktioniert in etwa gleich gut wie das Erkennen einer Änderung des Wortlautes.

  4. ist etwa so gut, als wenn die Person einfach raten würden.

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Welche Aussage/n über Propositionen ist/sind richtig?

  1. Propositionen dienen der formalen Beschreibung von Bedeutungen, unabhängig von z.B. der einzelsprachlichen Formulierung eines Sachverhaltes.

  2. Propositionen sind Bestandteile der Sprache, ähnlich wie Artikel, Nomina, … Ein Beispiel dafür sind Lokalpropositionen wie z.B. „am”, „auf”, usw.

  3. Propositionen bestehen aus einer Relation” und einem oder mehreren Argument/en.

  4. Propositionen sind die kleinsten Wissenseinheiten, denen unabhängig von anderen Wissenseinheiten ein Wahrheitswert zugewiesen werden kann.

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Welche Evidenz für die Sonderstellung von Basisbegriffen gibt es?

  1. Basisbegriffe sind die übergeordneten Begriffe einer Begriffshierarchie

  2. Objekte werden spontan mit ihrem Basisbegriff benannt

  3. Kinder erwerben zuerst Basisbegriffe und dann über- oder untergeordnete Begriffe

  4. das Basisniveau ist der höchstmögliche Abstraktionsgrad, auf dem noch ein gemeinsamer motorischer Umgang mit den Kategorienmitgliedern möglich ist

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Welche der folgenden Aussagen zu den Variablen eines Experiments sind richtig, welche falsch?

 

  1. Die unabhängige Variable wird vom Experimentator manipuliert.
  2. Die abhängige Variable wird konstant gehalten.
  3. Man darf mehr als eine abhängige Variable zurzeit messen.
  4. Die unabhängige Variable wird gemessen.

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Welche der folgenden Aussagen zur inneren und äußeren Psychophysik sind richtig, welche falsch?

 

  1. die innere Psychophysik beschreibt die Beziehung von distalem und proximalem Reiz.
  2. die äußere Psychophysik beschreibt die Beziehung von distalem und proximalem Reiz.
  3. die innere Psychophysik beschreibt die Beziehung von distalem Reiz und phänomenaler Wahrnehmung
  4. die äußere Psychophysik beschreibt die Beziehung von distalem Reiz und phänomenaler Wahrnehmung

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Welche der folgenden Aussagen zum Zusammenhang zwischen Wellenlänge und Farbton sind richtig, welche falsch?

  1. 400 nm – blau
  2. 420 nm – gelb
  3. 650 nm – rot
  4. 670 nm – grün

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Welche der folgenden Aussagen zum Kohlrauschknick sind richtig, welche falsch?

  1. tritt bei ausschließlicher Stimulation der Fovea centralis nicht auf.
  2. kennzeichnet den Übergang ab dem bei der Dunkeladaptation die Sehschwelle vom Stäbchensystem bestimmt wird.
  3. lässt sich bei Stäbchenmonochromaten nicht beobachten.
  4. lässt sich nur bei simultaner Stimulation von Zapfen und Stäbchen beobachten.

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Welche der folgenden Phänomene lassen sich auf laterale Hemmung zurückführen?

  1. Purkinje-Phänomen.
  2. Akkomodation.
  3. Mach’sche Bänder.
  4. Blindsight-Phänomen.

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Warum sehen wir nachts unschärfer als am Tag?

  1. weil die für das Dunkelsehen verantwortlichen Stäbchen außerhalb des Punktes des schärfsten Sehens liegen.
  2. wegen der höheren Konvergenz der neuronalen Verschaltung der Stäbchen.
  3. weil sich die Lichtbrechungseigenschaften der Linse ändern.
  4. wegen der größeren räumlichen Summation im Zapfensystem.

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Welche Aussagen charakterisieren das Weber’sche Gesetz der Psychophysik?

  1. Die Unterschiedsschwelle ist für alle Sinnesreize gleich.
  2. Der eben merkliche Unterschied beträgt für jeden Sinnesreiz eine feste physikalische Größe.
  3. Der eben merkliche Unterschied eines Vergleichsreizes zu einem Standardreiz beträgt einen konstanten Anteil des Standardreizes.
  4. Um einen Reizunterschied zu spüren, sind bei ansteigenden Reizintensitäten immer niedrigere Reizzuwächse erforderlich.

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Ein Objekt erscheint grün, wenn es mit weißem Licht beleuchtet wird. Welche Aussagen sind richtig, welche falsch?

  1. Das Objekt reflektiert die grünen Anteile des einfallenden Lichtes.
  2. Das Objekt absorbiert die grünen Anteile des einfallenden Lichtes.
  3. Das Objekt reflektiert die roten Anteile des einfallenden Lichtes.
  4. Das Objekt reflektiert die Anteile des einfallenden Lichtes aller Wellenlängen gleich stark.

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Welche Aussagen zum Horopter treffen zu?

  1. Alle Objekte auf dem Horopter werden auf korrespondierenden Netzhautstellen abgebildet.
  2. Der Horopter enthält den Fixationspunkt.
  3. Der Fixationspunkt liegt vor dem Horopter.
  4. Der Durchmesser des Horopters bleibt unabhängig von der Fixationsdistanz konstant.

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Objektbewegungen und Augenbewegungen können gleiche retinale Bildbewegungen hervorrufen. Wie unterscheidet der Organismus Objekt- und Augenbewegung?

  1. Die propriozeptiven Rückmeldungen der Augenmuskulatur werden genutzt, um Augenbewegung herauszurechnen (inflow-model).
  2. Objektbewegungen und Augenbewegungen finden nie gleichzeitig statt, so dass der Ruhezustand des Auges Objektbewegungen signalisiert.
  3. Die motorischen Kommandos an die Augenmuskulatur werden genutzt, um die Bildverschiebungen durch Augenbewegung herauszurechnen.

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Ist es möglich, mit einem Auge räumliche Tiefe wahrzunehmen? Bitte geben Sie an, welche Antworten wahr und welche falsch sind.

  1. Nein, Tiefensehen funktioniert nur binokulär.
  2. Ja, z.B. Verdeckung, Akkommodation und Bewegungsparalaxe ermöglichen Tiefenwahrnehmung mit einem Auge.
  3. Ja, z.B. Perspektivische Verkürzung, relative Höhe zum Horizont und Größe ermöglichen Tiefenwahrnehmung mit einem Auge.
  4. Ja, denn Querdisparation entsteht auch beim monokularem Sehen

 

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Welche der folgenden Aussagen zu Pop-out-Effekten und serieller Suche treffen zu?

  1. Bei Pop-out-Suche steigt die Suchzeit mit der Anzahl der Distraktoren.
  2. Bei Pop-out-Suche ist die Suchzeit unabhängig von der Anzahl der Distraktoren.
  3. Bei serieller Suche steigt die Suchzeit gleich stark, egal ob das Target vorhanden ist oder nicht.
  4. Bei serieller Suche steigt die Suchzeit stärker, wenn das Target nicht vorhanden ist.

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Welche Aussagen zu Gedächtnissystemen sind richtig, welche falsch?

  1. Das Ultrakurzzeitgedächtnis speichert etwa 4–5 Items.
  2. Das Kurzzeitgedächtnis hat eine Kapazität von etwa 7 ± 2 Items.
  3. Das Arbeitsgedächtnis hat unbegrenzte Kapazität.
  4. Das Langzeitgedächtnis hat eine Kapazität von etwa 7 ± 2 Items.

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Die Abbildung illustriert an einem Beispiel das Modell der hierarchischen Organisation von Begriffen. Markieren Sie die Basisbegriffe. 

 

 

Welchen Gestaltfaktor illustriert die folgende Abbildung?

 

 

Faktor der Ähnlichkeit

Der distale Reiz…

  • Wird in der inneren Psychophysik thematisiert
  • Besteht in der Erregung des Rezeptors
  • Führt direkt zu phänomenalen Wahrnehmung
  • Kann einen proximalen Reiz auf dem Rezeptor hervorrufen

 

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Kohlrauschknick…

  • Punkt ab dem Stäbchen übernehmen
  • Nicht bei Stäbchenmonochromaten
  • Nicht bei nur Stimulation von Fovea centralis
  • Unterschied peripherer Reiz (420nm) und ähnlicher Reiz (635nm)

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Wie kann man Tiere dazu bringen ein Zielverhalten zu zeigen, wenn dieses nur spontan auftritt?

Shaping

Randomisierung

_ist die zufällige Verteilung von Versuchspersonen auf verschiedene Versuchsgruppen

_soll die Unterschiede zwischen den VP ausmitteln

_funktioniert besser bei größeren Stichproben

_ist eine Alternative zur Parallelisierung

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Welche Tiefenkriterien wirken auch noch ab 30m?

_Verdeckung

_Relative Höhe

_Relative Größe

_Atmosphärische Perspektive

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Welches sind Gestaltgesetze?

_Gesetz des ersten Eindrucks

_Gesetz der Größe

_Gesetz der Gleichheit

_Gesetz der Serie

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Wann wird Fremdbewegung wahrgenommen (W), wann nicht (F)?

_Aktive Exploration einer unbewegten Umwelt.

_Wenn das Auge passiv bewegt wird und ein Nachbild besteht.

_Bewegungsintention bei gelähmter Augenmuskulatur.

_Wenn das Auge passiv bewegt wird und kein Nachbild besteht.

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Welche Aussagen über Stäbchen treffen zu?

  1. Es gibt mehr Stäbchen als Zapfen. 
  2. In der Fovea gibt es keine Stäbchen. 
  3. Die Weiterleitung in den Stäbchen ist konvergenter. 

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Welche Aussagen zur Dunkeladaptation treffen zu?

_Bei Personen mit normaler Retina können nur Stäbchen stimuliert werden.

_Bei Personen mit normaler Retina können nur Zapfen stimuliert werden

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Wann hat ein Cue Einfluss auf die Targetentdeckung?

_zentraler Cue, der zu 80% richtig das Target vorhersagt

_peripherer Cue, der zu 70% das Target richtig vorhersagt

_zentraler Cue, der zu 25% richtig das Target vorhersagt

_peripherer Cue, der zu 25% richtig das Target vorhersagt

 

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Perceptual Load Theory

_Eine begrenzte Ressource…

_?

_Bei Doppelaufgaben (kognitive Last) haben Distraktoren weniger Einfluss.

_Sie vereint die Filtertheorien mit dem Selection-for-action-Ansatz

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Motorische Programme

_sind vor Bewegungsbeginn spezifiziert

_sind effektorunabhängig

_treten nach Bewegungsbeginn in Kraft

_erlauben Bewegungsausführung ohne Feedback.

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End-state-comfort-Effekt

_unbequeme Anfangspositionen werden bevorzugt.

_um eine bequeme Endposition zu erreichen, wird eine unbequeme Anfangsposition in Kauf genommen.

_bequeme Anfangspositionen werden bevorzugt.

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Wie erhöht sich die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Zielverhaltens?

_negative Bestrafung

_positive Verstärkung

_Zugang zu einem Verhalten, das spontan öfter gezeigt wird als das Zielverhalten.

_sekundäre Verstärker

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Brustschwimmen gehört zu welchem Teil des Langzeitgedächtnis?

prozeduales Gedächtnis (implizites LZG)

Sternberg-Suche im KZG (wichtige Kernaussagen)

 

  1. Suchprozess ist seriell
  2. Suchprozess ist erschöpfend 
  3. Reaktionszeit steigt linear mit Setgröße 
  4. Self-terminating Suche 

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Welches Vorgehen wird in Experimenten zur Untersuchung unbewusster Verhaltensaktivierung verwendet?

___ Versuchspersonen werden befragt, welches Verhalten sie gerade aktiv verwenden.

___ Ein Bahnungsreiz wird kurz dargeboten und maskiert.

___Die Reaktionszeit wird gemessen als Kriterium der Verhaltensaktivierung.

___ Aktivitätsschwelle unbewusst präsentierter Reize wird gemessen.

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Étudier