Jahresnutzungsgrad

Verhältnis zwischen nutzbarer Wärmemenge und zugeführter Heizenergie

Verhältnis zwischen nutzbarer Wärmemenge und zugeführter Heizenergie

Karten
13
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Physik
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
22.02.2026 / 05.05.2026

Lernkarten

Was ist der Nutzungsgrad?

Der Nutzungsgrad ist das Verhältnis zwischen nutzbarer Wärmemenge und zugeführter Heizenergie in einem bestimmten Zeitraum.

Wie lautet die Formel für den Nutzungsgrad?

siehe Bild

Was ist der Jahresnutzungsgrad (ηₐ)?

Der Jahresnutzungsgrad beschreibt den Nutzungsgrad über ein ganzes Jahr (Heizperiode).

Wie wird der Jahresnutzungsgrad angegeben?

Als Dezimalzahl, z. B. ηₐ = 0,83 (Im Gegensatz zum Wirkungsgrad oft nicht in %.)

Ist der Jahresnutzungsgrad größer oder kleiner als der Wirkungsgrad bei Volllast?

Er ist kleiner, weil zusätzliche Verluste über das Jahr auftreten (z. B. Stillstandsverluste).

Welche Verluste berücksichtigt der Jahresnutzungsgrad?

Abgasverluste - Strahlungsverluste - Bereitschaftsverluste

Was sind Bereitschaftsverluste?

Wärmeverluste durch: 1.Abstrahlung über die Kesseloberfläche 2. Auskühlung über den Schornstein bei Brennerstillstand

Wovon hängen die Bereitschaftsverluste ab?

1.Kesselgröße 2.Qualität der Wärmedämmung 3. Kesselwassertemperatur 4.Aufstellraumtemperatur 5.Schornsteinzug 6.Brennerstillstandszeit

Wie wird der Jahresnutzungsgrad praktisch ermittelt?

1. Gasverbrauch → Gaszähler 2.Nutzwärme → Wärmemengenzähler

Wie hoch ist der Jahresnutzungsgrad moderner Heizkessel?

1. 90–93 % bei normalen Heizkesseln 2.Bis zu 108 % bei Brennwertkesseln (bezogen auf Heizwert)

Warum können Brennwertkessel über 100 % erreichen?

Weil sie zusätzlich die Kondensationswärme nutzen und sich auf den Heizwert (Hi) beziehen.

Unterschied zwischen Wirkungsgrad und Jahresnutzungsgrad?

Wirkungsgrad: 1.Momentaufnahme (z. B. Volllast) 2.Jahresnutzungsgrad: Betrachtung über ein ganzes Jahr inklusive aller Verluste

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