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M. M.
Diese Lernkarten behandeln medizinische Notfallmaßnahmen und -diagnosen auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Symptome, Indikationen, Kontraindikationen und Durchführungen verschiedener Verfahren wie Injektionen, Kardioversion und Beckenschlingen. Sie umfassen auch Risiken, Alternativen und klinische Symptome bei Zuständen wie Bradykardie, Tachykardie, Sepsis und Stromunfällen. Ideal für Medizinstudierende und Notfallmediziner, die schnelle und präzise Entscheidungen in kritischen Situationen treffen müssen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
15.02.2026 / 25.02.2026

Lernkarten

Was sind Indikationen/ Symptome, Kontraindikationen, Alternativen sowie Aufklärung/ Risiken bei der Laryngoskopie?

Indikationen/ Symptome:

  • Bolus-Suche und -Entfernung bei (sub-)totaler Atemwegsverlegung/ Bolusgeschehen
  • Kreislaufstillstand unklarer Ursache

Kontraindikationen:

  • Gegenwehr aufgrund von Schutzreflexen (Gefahr Erbrechen / Laryngospasmus)

Alternativen:

  • manuelle Entfernung sichtbarer Fremdkörper
  • Entfernung mit Magillzange ohne Laryngoskop
  • Fremdkörper durch Absaugung mit großlumigen Katheter entfernbar (z.B. Yankauer)
  • Fremdkörper bei ausreichender Spontanatmung belassen, wenn nicht zu bergen
  • Thoraxdruck erhöhen: z.B. Vasalva, Rückenschläge, Heimlich-Manöver

Aufklärung/ Risiken:

  • Aufklärungsumfang nach Dringlichkeit der Maßnahme 
  • Risiken (Bsp.): VErletzung Mund-Rachen-Raum, Zahnschäden, Aspiration, Glottiskrampf, Laryngospasmus, Vagusreiz mit Bradykardie

Was sind Indikationen, Kontraindikationen, Alternativen sowie Aufklärung/ Risiken beim extraglottischen Atemweg?

Indikationen:

  • Herz-Kreislauf-Stillstand
  • Ateminsuffizienz mit Bewusstlosigkeit und fehlenden Schutzreflexen

Kontraindikationen:

  • erhaltene Schutzreflexe
  • komplette Verlegung der oberen Atemwege

Alternativen:

  • Beutel-Masken-Beatmung, ggf. mit Guedel- oder Wendel-Tubus
  • anderes extraglottisches Atemwegssicherungsverfahren (sofern vorhanden)

Aufklärung/ Risiken:

  • Nichtgelingen
  • Fehllage/ Dislokation
  • Magendilatation/ Aspiration
  • Weichteilschäden/ Weichteilschwellungen

Wie ist die Durchführung der Kardioversion?

Durchführung:

Gemäß BPR Reanimation ALS

  • EKG-Ableitungen über EKG-Elektroden
  • Kinder: möglichst Verwendung von (speziellen) Kinder-Klebeelektroden
  • Brustkorb sauber, trocken und haarfrei im Elektrodenbereich
  • Elektroden rechts-pectoral-apical oder in anterior-posteriorer Position kleben
  • Identifikation der Rhythmusstörung
  • ggf. Ausschalten der AED-Funktion
  • Anwählen des synchronisierten Modus
  • beachte Markierungen der QRS-Komplexe
  • Erwachsene: Energie auf 150 J einstellen
  • Aufladen des Defibrillators
  • Warnung über bevorstehende Schockabgabe, auch weitere Personen (z.B. Angehörige, Passanten, ...) beachten
  • Auslösen des Schocks (ggf. kurze Verzögerung möglich)
  • nahc Schockabgabe Rhythmuskontrolle und Pulskontrolle 
  • ggf. zweimalige Wiederholung der Kardioversion 
  • ggf. Beginn von CPR-Maßnahmen gemäß BPR Reanimation ALS/PLS

Wie ist die Druchführung der Laryngoskopie?

  • Macintosh-Spatel oder Macintosh-ähnlichen Spatel verwenden, bevorzugt Videolanrygoskopie
  • Beatmungsmöglichkeitne (Beutel, Sauerstoff) bereithalten
  • korrekte Lagerung (Cave: HWS-Verletzungen)
  • Mund öffnen, Rachenraum inspizieren, sichtbare Fremdkörper entfernen
  • Laryngoskop vom rechten Mundwinkel einführen, Zahnkontakt vermeiden 
  • Vorschieben Laryngoskop, Verlagern der Zunge nach links, Vorschub unter Sicht 
  • sobakd Kehldeckel sichtbar, Zug in Achse des Laryngoskopiegriffs, dadurch Anheben des Zungengrundes
  • Inspektion des Hypopharynx und des Larynx auf Fremdkörper (FK)
  • FK mit Magillzange fassen und entfernen, nochmalige Sichtkontrolle 
  • bei CPR: falls kein FK (mehr) und Stimmritze eindeutig erkennbar, endotracheale Intubation (ein Versuch) 
  • Zurückziehen und Entfernen des Laryngoskops 
  • ggf. Endotrachealtubus blocken (30 mbar), beatmen
  • niemals blindes Vorschieben/ Manipulieren mit Laryngoskop/ Magillzange
  • Atemwegssicherung nach Zustand und Bewusstseinslage

Was sind Indikationen/ Symptome, Kontraindikationen und Alternativen bei nichtinvasivem CPAP / NIV?

Indikationen/ Symptome:

  • schwere respiratorische Partial- und Globalinsuffizienz
  • Kohlenmonoxid-Intoxikation

Kontraindikationen:

  • bewusstloser oder unkooperativer Patient, Intolernaz der Maske 
  • fehlende Spontanatmung oder Schnappatmung 
  • Spannungspneumothorax
  • Atemwegsverlegung, Erbrechen, akute gastrointestinale Blutung, Ileus
  • Gescihtsverlezungen mit Blutungen in den Atemwegen, Frakturen, Deformitäten
  • hamodynamische Instabilität, Schock, Hypotonie mit RRsyst kleiner 90 mmHg

Alternativen:

  • hochdosierte Sauerstoffgabe (Cave: COPD)
  • assisitiere Beatmung über Beutel/ Maske 
  • invasive Beatmung

Welche Risikofaktoren begünstigen ein Hypothermie?

  • immobile Menschen bei kalten/ windigen Wetterbedingungen
  • Immersion/ Submersion im kalten Wasser
  • beeinträchtigte Thermoregulation bei älteren Patienten oder Neugeboren/ Säuglingen
  • Drogen-/ Alkoholkonsum
  • (Poly-)Trauma 

Was sind Hinweise auf ein akutes Aortensydrom?

 

  • häufiger Schmerzbeginn Rücken/ zwischen den Schulterblättern
  • reißender häufig wandernder Schmerz
  • evtl. Blutdruckdifferenz über 20 mmHg (Arme)
  • evtl. fehlende Pulse Leiste und Beine peripher
  • evtl. einseitig fehlender Radialispuls
  • evtl. neurologische Symptome
  • Vorsicht: evtl. auch ST-Streckenhebung

Wie ist die Durchführung der manuellen Defibrillation?

gemäß BPR Reanimation ALS bzw. PLS

  • möglichst verwendung von Klebeelektroden
  • Kinder: möglichst Verwendung von (spez.) Kinder-Klebeelektroden
  • Brustkorb sauber, trocken und haarfrei im Elektrodenbereich
  • ELektroden rechts-pectoral-apical oder in anterior-posteriorer Position kleben
  • Anwählen des manuellen Modus
  • Identifikation der Rhythmusstörung
  • Eneergiewahl: gerätespezifische Energieabgabe gemäß Herstellerangaben
  • Aufladen des Defibrillators, Thoraxkompressionen während der Ladephase fortsetzen
  • Warnung über bevorstehende Schockabgabe, auch weitere Personen (z.B. Passanten, Angehörige, ...) beachten 
  • Auslösen des Schocks
  • noch Schockabgabe sofortiger Beginn der Thoraxkompressionen
  • Fortführen gemäß BPR Reanimation ALS/PLS

Wie ist die Erfolgskontrolle und die Gegenmaßnahmen beim Larynxtubus (LTS-D) beim extraglottischen Atemweg?

Erfolgsprüfung:

  • sichtbare atemzugsynchrone Thoraxbewegungen
  • Kapnometrie, Kapnographie
  • Auskultation der Lungen
  • keine (geringe) Atemnebengeräusche im Rachen
  • lässt sich Magensonde nicht vorschieben, weißt dies auf Fehllage oder Abknicken der Tubusspitze hin

Gegenmaßnahmen:

  • Prüfung der Einführtiefe (Zahnmarkierung)
  • ggf. innerhalb der Zahnmarkierung zurückziehen
  • ggf. Tubus neu platzieren 
  • Magensonde entfernen 
  • Cuff komplett entlüften
  • Lagerung des Kopfen, Kinn anheben
  • Wechsel der Tubusgröße
  • Entfernung des Tubus, Beutel-Masken-Beatmung
  • endotracheale Intubation: Ultima ratio, wenn beherrscht oder durch den NA

Wann spricht man bei der Hyperglykämie von einer kritischen BZ-Erhöhung?

kritische BZ-Erhöhung:

  • Erwachsene über 250 mg/dl 
  • Kinder über 200 mg/dl

und 

  • Allgemeinsymptome
  • ggf. Vigilanzminderung
  • Koma diabeticum
  • ggf. Störung weiterer Vitalfunktionen

Was ist der sPESI Score und wie setzt er sich zusammen?

Punktwert zur Risikoabschätzung eines schwerwiegenden oder tödlichen Verlaufs einer LAE. Bei einem oder mehreren Punkten steigt das 30-Tage-Mortalitätsrisiko auf 10,5% (sonst ca. 1%).

Score: (jeweils 1 Punkt pro zutreffend)

  • Alter über 80 Jahre? 
  • Krebserkrankung?
  • HF gleich oder größer 110 / min?
  • RRsyst unter 100 mmHg?
  • SpO2 unter 90%?
  • chronische Herzinsuffizienz und/ oder Lungenerkrankung?

Was sind Symptome bei der Anaphylaxie? (nach ABCDE)

Plötzliches Auftreten von:

  • A: Schwellungen, Heiserkeit, inspiratorischer Stridor
  • B: Tachypnoe, Dyspnoe, Giemen, Zyanose, SpO2 unter 92%
  • C: Kaltschweißigkeit, RRsyst unter 90 mmHg, Tachykardie, ReKap.-Zeit über 2 Sekunden
  • D: Vigilanzminderung bis zur Bewusstlosigkeit 
  • E: Juckreiz, allergisches Exanthem, akute Urtikaria, Angioödem, Flush, Erbrechen, Durchfall, Inkontinenz

Was ist der Wells-Score und wie setzt er sich zusammen?

Score zur Ermittlung einer LAE

  • unter 5 Punkte = unwahrscheinloch
  • über 5 Punkte = wahrscheinlich 

Score:

  • Thrombose oder Lungenembolie in der Anamnese?  1,5 Punkte
  • frische Operation oder Immobilisation? 1,5 Punkte
  • Tumorerkrankung? 1 Punkt
  • Hämoptyse (Blutspucken)? 1 Punkt
  • HF über 100 / min? 1,5 Punkte
  • Zeichen einer tiefen Venenthrombose? 3 Punkte
  • alternative Diagnose unwahrscheinlicher? 3 Punkte

Welche Maßnahmen ergreift man bei der Hypothermie?

  • Wiedererwärmung kann passiv, aktiv äußerlich oder aktiv intern durchgeführt werden
  • aktive Bewegung/ Afterdrop vermeiden (Reizschwelle für VF oder pvT erniedrigt)
  • kalte Kleidung entfernen (Cave: Kleidung aufschneiden und nicht ausziehen)
  • nasse Körperpartien vorsichtig abtrocknen
  • Körperwärme durch Isolation aufrechterhalten
  • Vitalfunktionen sichern (Reanimationsbereitschaft)
  • hypotherme Patienten mit Risikofaktoren für bevorstehenden Kreislaufstillstand (Kerntemperatur unter 30°C, ventrikuläre Arrhythmien, RRsyst unter 90 mmHg) und Patienten im Kreislaufstillstand sollten idealerweise zur Wiedererwärmung direkt in ein Zentrum mit der Möglichkeit einer extrakorporalen Zirkulation (ECLS) gebracht werden

Wie geht man bei der Postreanimationsphase vor? (Post-ROSC)

bei spontanem Erwachen nach ROSC ⇒ Basismaßnahmen

bei keinem spontanen Erwachen:

  • A
    • Atemweg frei? Lagekontrolle EGA/ Tubus
  • B 
    • Normoventilation: Ziel etCO2 35 - 45 mHg
    • Normoxämie: Ziel SpO2 94 - 98 % 
    • durch NA endotracheale Umintubation erwägen, (Analgo-)Sedierung und Relaxierung optimieren
  • C
    • 1 - 3 minütige Blutdruckmessung; Ziel-RRsyst über 100 mmHg
    • 12-Kanal-EKG; ggf. an Zielklink schicken (STEMI/ OMI?)
  • D
    • Normoglykämie anstreben
  • E
    • Körpertemperatur messen: Ziel = 32 - 36°C 
    • Oberkörperhochlagerung (30°) (bei RRsyst über 100 mmHg)

⇒ Transport in geeignete Zielklinik

 

Was sind Symptome bei einem kardialen Lungenödem und was sollte man in der Anamnese erfragen?

Symptome:

  • Leitsymptom Atemnot, anfangs auch Hustenreiz 
  • Rasselgeräusche auskultierbar oder auf Distanz hörbar 
  • evtl. schaumiger Auswurf
  • Unruhe, Angst
  • Tachykardie mit flachem Puls 
  • evetnuell Zyanose

Anamnese:

  • Herzinsuffizienz, Hypertonie oder KHK bekannt?

Wie ist die Durchführung einer externen Schrittmacheranlage?

  • Brustkorb sauber, trocken und haarfrei im Elektrodenbereich 
  • Inspektion auf eventuell implantierten Schrittmacher/ ICD (Abstadn wahren)
  • Elektroden auf anterior-posteriorer Position oder rechts-pectoral-apical kleben
  • möglichst Demand-Modus verwenden
  • Frequnzeinstellung auf 70 / min 
  • Stimulationsenergie zu Beginn auf 25 mA 
  • zügige Steigerung der Stimulationsemergie um jeweils 10 mA, bis jede Stimulation in einer Herzaktion beantowrtet wird (druchgehende Captures im EKG und tastbare Pulswelle)
  • Stimulationsenergie nochmals um 15 mA steigern (Sicherheitsüberschuss)
  • gerätespezifische Besonderheiten beachten
  • situationsgerechte Analgesie 

Was sind Indikationen/ Symptome, Kontraindikationen, Alternativen sowie Aufklärung/ Risiken bei der manuellen Defibrillation?

Indikationen/ Symptome:

  • Herz-Kreislauf-Stillstand bei Kammerflimmern
  • Herz-Kreislauf-Stillstand bei pilsloser ventrikulärer Tachkardie 

Kontraindikationen:

  • alle EKG-RHythmen aus Kammerfloimmern und pvT

Alternative:

  • keine 

Aufklärung/ Risiken:

  • keine Aufklärung möglich 
  • Verbrennungen/ Hautläsionen
  • Verletzungen

Was sind Hinewiese auf eine LAE?

  • häufig akut einsetzende, oft stechende und evtl. atemabhhängige Scherzen
  • Dyspnoe, beschleunigte Atmung 
  • evtl. Hustenreiz, Hämoptysen
  • evtl. Synkopen
  • evtl. Schockzeichen

 

  • gestaute Halsvenen

Wie berechnet sich die Glsgow Coma Scale?

Motorik:

  • auf Aufforderung = 6 Punkte
  • auf Schmerzreiz, gezielt = 5 Punkte
  • auf Schermzreiz, normale Beugeabwehr = 4 Punkte
  • auf Schmerzreiz, Beugesysnergismen = 3 Punkte
  • auf Schmerzreiz, Strecksynergismen = 2 Punkte
  • keine Reaktion = 1 Punkt

verbale Reaktion:

  • kommunikationsfähig, orientiert = 5 Punkte
  • kommunikationsfähig, desorientiert = 4 Punkte
  • inadäquate Äußerungen (Wortsalat) = 3 Punkte
  • unverständliche Laute = 2 Punkte
  • keine Reaktion = 1 Punkt

Augen:

  • spontan = 4 Punkte
  • auf Aufforderung = 3 Punkte
  • auf Schmerzreiz = 2 Punkte
  • keine Reaktion = 1 Punkt

Wie ist die Durchführung und Erfolgsprüfung bei der Beckenschlinge?

Durchführung:

  1. Anlage durch 2 oder 3 Helfer gemäß jeweiliger Bedienungsanleitung
  2. Fixieren der Beine (Knie), möglichst etwas innenrotiert
  3. Kompression/ Stabilisierung in Höhe des Trochanter major beidseits
  4. Kompression des Beckens durch definierten Zug und pneumatischen Druck (systemabhängig)
  5. Dokumentation der Anlagezeit
  6. bedarfsgerechte Analgesie 

IMMER:

  • Prüfung und Dokuemtation der neurologischen und der Gefäßsituation vor und nach der Anlage
  • regelmäßige Überprüfung im Verlauf 
  • keine Öffnung der Beckenschlinge im Rettungsdienst

Erfolgsprüfung:

  • sichere und feste Anlage der Beckenschlinge 
  • akzeptable Schmerzsituation 

Wie ist die Druchführung des nichtinvasiven CPAP/ NIV?

Durchführung:

  • Pat. über Durchführung der Maßnahme (Ablauf) ausführlich informieren
  • Erfassen von AF, HF, Blutdruck und Sauerstoffsättigung 
  • Auswahl und Vorbereitung der korrekten Maskengröße
  • zunächst manuelle Anpassung und Halten der Maske (bessere Toleranz)
  • Einstellung von PEEP und inspiratorischer Druckunterstützung (PS) abhängig vom Krankheitsbild
  • regelmmäßige Kontrolle der Beatmungsparameter und Alarmgrenzen
  • Maske mit Haltbändern fixieren, sobald tolerabel 
  • Abbruchkriterien beachten

Wie ist die Durchführung mit dem Larynxtubus (LTS-D) beim extraglottischen Atemweg?

Durchführung:

  • Auswahl der richtigen Tubusgröße
  • Ventilöffner entfernen, Sicht- und Funktionskontrolle (Cuffs prüfen)
  • Vorbereitung: Cuffs entlüften, ggfs. Tubus gleitfähig machen
  • Kopf in Neutralposition, Mund möglichst weit öffnen, ggfs. Fremdkörper oder Erbrochenes entfernen 
  • Kinn anheben, Tubus vorsichtig mittig am harten Gaumen entlang einführen
  • Zunge darf dabei nicht nach hinten fallen, ggf. Daumen und Zeigefinger als Schienung nutzen
  • Vorschieben bis zur obersten Zahnmarkierung oder bis Widerstand spürbar 
  • Blocken des Cuffs mittels fabcodierter Spritze , CUffdruckmessung, Cufdruck max. 60 cm H2O
  • Anschluss des Beatmungsbeutels, beatmen 
  • Magensonde in Drainagekanal einführen (max. Größe 18 Fr)
  • Lagenkontrolle: siehe Erfolgsprüfung, ggf. Korrektur, Neupositionierung erforderlich 
  • Fixierung des Tubus nach Standard
  • Beatmungsdruck kleiner 25mbar

Klinische Symptome ZNS und kardial beim hypertensiven Notfall?

ZNS:

  • starke Kopfschmerzen
  • Schwindel/ Übelkeit
  • Hör- oder Sehstörungen
  • Krampfanfall 
  • nuerologische Ausfälle

kardial:

  • pectanginöse Beschwerden
  • Dyspnoe

Wie ist die Definition eines OMI?

Der Begriff "oklusiver Myokardinfarkt" (OMI) umfasst sämtliche EKG-Bilder, die einen akuten Koronarverschluss anzeigen. Herizu gehören z.B. neben signifikanten ST-Hebungen auch folgede EKG-Bilder:

  • De-Winter-T-Wellen
  • Wellens-Syndrom
  • moodifizierte Sgarbossa-Zeichen im kompletten LSB

Was sind Symptome einer Dehydratation?

  • Desorientiertheit, Agitiertheit, Lethargie, Schwindel. Kopfschmerz, trockene Haut und trockene Schleimhäute, konzentrierter Urin, Obstipation, Durst
  • Puls: schwach, niedrige Druckamplitude
  • Rekapillarierungszeit über 2 Sekunden
  • Tachykardie, Hypotonie

Was sind Symtome bei einem akuten arteriellen Verschluss peripherer Arterien?

Symptome:

plötzliches Auftreten von "6 P"

  • Pain (Schmerz)
  • Pallor (Blässe)
  • Pulslessness (Pulslosigkeit) 
  • Paresthesia (Sensibilitätstörung)
  • Paralysis (Lähmung)
  • Prostration (Schock)

Was sind Ursache und Symptome einer Laryngo-Tracheo-Bronchitis (Pseudokrupp)?

Ursache: virale Infektion

Symptome:

  • bellender Husten, Heiserkeit 
  • lauter, inspiratorischer Stridor
  • Temeperatur 36,5 - 38,5°C
  • Haut gräulich bis zyanotisch

Wie ist die Durchführung des Tourniquet/ pneumatische Blutsperre?

Durchführung:

  1. Anlage ca. 5 - 10 cm proximal (körpernah) der Blutungsquelle gelenkfern (wenn möglich)
  2. nicht in Höhe Fibulaköpfchen am Unterschenkel anlegen (Gefahr direkte Nervenschädigung Nervus peronaeus)
  3. nicht auf Kleidung anlegen (Gefahr Lockerung/ Verrutschen)
  4. Anziehen des Knebels bis zur Blutstillung, dann Knebel fixieren 
  5. Blutfluss muss komplett gestoppt werden, sonst venöse Stauung und damit Verstärkung der Blutung 
  6. Uhrzeit der Anlage notieren 
  7. in der Regel keine Öffnung im Rettungsdienst 
  8. ggf. Analgesie bei starken Schmerzen 

Was sind Indikationen/ Symptome, Kontraindikationen und Alternativen beim Touniquet/ pneumatische Blutsperre?

Indikationen/ Symptome:

  • lebensgefährliche Blutungen/ multiple Blutungsquellen an einer Extremität
  • Nichterreichbarkeit der eigentlichen Verletzung
  • mehrere Verletzungen mit Blutungen
  • schwere Blutung der Extremitäten bei gleichzeitigem kritischen A-,B- oder C-Problem 
  • Unmöglichkeit der Blutstillung durch andere Maßnahmen 
  • schwere Blutungen an Extremitäten bei Zeitdruck unter Gefahrensituationen

Kontrindikationen:

  • Blutstillung mit anderen Mitteln zu erreichen 
  • absolute Intoleranz durch Patienten trotz adäquater Schmerztherapie 

Alternativen:

  • Blutstillung durch Abdrücken, Druckverband, Hämostyptika
  • Blutstillung durch manuelle Kompression der Wunde

Was sind Ursachen und Symptome einer Epiglottitis?

Ursache: 

  • bakterielle Infektion 

Symptome:

  • Dyspnoe, Tachypnoe
  • Speichel fließt aus dem Mund
  • Schluckstörungen
  • Temeperatur über 38,5°C
  • Haut: zyanotisch

Wie ist die Durchführung eines i.v.-Zugangs?

  1. geeignete Punktionsstelle suchen (von peripher nach zentral), Ellenbeuge möglichst vermeiden
  2. Reinigung und Desinfektion der Punktionsstelle 
  3. Venenstau
  4. erneute Hautdesinfektion
  5. Punktion der Vene 
  6. Blut in Kammer des Mandrins
  7. Vorschieben der Kunststoffkanüle über lagefixierten Mandrin
  8. Aufheben des Venenstaus
  9. Entfernen und sicheres Entsorgen des Stahlmandrins
  10. Anschließen der Infusion/ Probeinjektion
  11. sichere Fixierung

Was sind Indikationen/ Symptome, Kontraindikationen sowie Alternativen bei der intranasalen Medikamentengabe?

Indikationen/ Symptome:

  • Durchbrechen des Status epilepticus
  • Schmerzmedikation 
  • Hypoglykämie (Glucagongabe)

Kontraindikationen:

  • Verletzungen der Nase
  • Nasenbluten, übermäßige Schleimbildung

Alternativen:

  • buccale, rectale oder intramuskuläre Gabe
  • intravenös
  • intraossär
  • Verzicht auf Maßnahme bis Eintreffen NA

Bei welchen Unfallmechanismen ist an schwere Verletzungen zu denken?

  • Sturz aus mehr als 3 m Höhe (grundsätzliches Schockraumkriterium)
  • Herausschleudern aus dem Fahrzeug (grundsätzliches Schockraumkriterium)
  • Tod eines Insassen
  • Fußgänger oder Radfahrer angefahren
  • Motorrad- oder Autounfall mit höherer Geschwindigkeit 
  • Einklemmung oder Verschüttung
  • Explosiosverlezungen
  • hohe Energieeinwirkung (Fahrzeugdeformierung)

Was sind Komplkationen und Risiken bei der intramuskulären Injektion?

  • versehentliche intravasal/ subkutane Injektion
  • Blutung 
  • Hämatom/ Entzündung
  • Gefäß- / Nervenverletzungen
  • Weichteilschäden

Was sind der Ziel-SpO2 und was der Ziel-MAD bei einer Sepsis?

Ziel-SpO2 = 92-96%

Ziel MAD = gleich oder größer 65 mmHg

Wie viel Volumen gibt man bei thermischen Verletzungen (Verbrennungen etc.)?

  • Erwachsene max. 1 Liter pro Stunde
  • Kinder max. 10 ml pro kgKG pro Stunde

WIe sind beim nichtinvasiven CPAP/ NIV die Starteinstellungen am Gerät je nach Krankheitsbild?

Hypoxie führend = hochdosierte O2-Gabe

  • FiO2 = 1,0
  • PEEP = 5, PS = 0 mbar; initiale Steigerung PEEP

Mischform = hochdosierte O2-Gabe

  • FiO2 1,0
  • PEEP = 5, PS = 5 mbar

Hyperkapnie führend = angepasste O2-Gabe

  • FiO2 = 0,4 - 1,0
  • PEEP = 0, PS = 5 mbar, initiale Steigerung PS

Was sind Indikationen und Kontraindikationen für die externe Schrittmacheranlage?

Indikationen:

  • Bradykardie mit hämodynamischer Instabilität und Bewusstlosigkeit

Kontraindikationen:

  • technische Unmöglichkeit der Anlage
  • absolute Intoleranz durch den Patienten
  • bewusstseinsklarer Patient mit klinischer Stabilität trotz Bradykardie 

Was sind Indikationen/ Symptome, Kontraindikationen, Alternativen und Aufklärung/ Risiken bei der Beckenschlinge?

Indikationen/ Symptome:

  • initiale Stabilisierung bei V.a. komplexe Beckenverletzungen (z.B. Beckenfraktur)

Kontraindikationen:

  • technische Unmöglichkeit der Anlage
  • absolute Intoleranz durch den Patienten trotz adäquater Schmerztherapie 

Alternativen:

  • andere Stabilisierungsmöglichkeiten 
  • schneller Transport als ultima ratio

Aufklärung Risiken:

  • Schmerzen
  • Gefäß-/ Nervenverletzungen
  • Weichteilschäden
  • Risiko des weiteren unkontrollierten Blutverlustes bei Entlassen

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