Modul 8, Sotelo


N. B.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die ökonomischen Grundlagen von Anlageprodukten auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie Rationalität, Information, Risiko und Transaktionskosten, wobei der Fokus auf der Analyse von Immobilienfonds, Finanzierungsansätzen und institutionellen Rahmenbedingungen liegt. Besonders relevant sind die vertikale und horizontale Finanzierungsregel sowie die Auswirkungen von Steuern und Einkommensunsicherheiten. Studierende der Betriebswirtschaftslehre profitieren von diesen Karteikarten, da sie komplexe Finanzierungstheorien und deren praktische Anwendung in der Immobilienwirtschaft verstehen lernen.
Karten
44
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
13.02.2026 / 16.02.2026

Lernkarten

Horizontale Finanzierungsregel

Aktiva(Mittelverwendung) und  Passiva(Mittelherkunft)

 

Relation zwischen Aktiva und Passiva 

Vertikale Finanzierungsregel

Kapitalstruktur, d.h. das Verhältnis von Eigen- zu FremdkapitalAktiva(Mittelverwendung) Passiva(Mittelherkunft) >  Relation zwischen Passiva 

Gesamte Wirkung des Leverage-Effekts

Eigenkapitalrendite: Steigt (wenn GK-Rendite > FK-Zins)

Eigenkapitalkosten: Steigen (höheres Risiko)

Fremdkapitalkosten: Steigen bei hoher Verschuldung

WACC (mit Steuern): Sinkt erst, steigt später wieder

Neoklassischer FinanzierungsansatzLeitbild des „Homo Öconomicus“ 

zweckrationales Handeln

vollkommende Transparenz und Voraussicht

Gewinn bzw. Nutzenmaximierung

sofortige Reaktion auf Datenänderung

Neoklassischer Finanzierungsansatz

Idee der unsichtbaren Hand (Adam Smith)

In einer funktionierenden Marktwirtschaft führt individuelles Eigeninteresse über den Preismechanismus zu gesellschaftlichem Wohlstand.

Neoklassischer Finanzierungsansatz

- „MM-Theorem“ nach Franco Modigliani und Merton Miller

- Argumentation nach Stiglitz

Neoklassisch: Finanzierung ist irrelevant
MM ohne Steuern: Unternehmenswert unabhängig von Kapitalstruktur
MM mit Steuern: Fremdkapital erhöht Wert
Stiglitz: In unvollkommenen Märkten beeinflusst Finanzierung den Wert

Neoinstitutionalistischer Finanzierungsansatz

Finanzierungstheoretischer Hintergrund

Voraussetzung der Unterscheidung unterschiedlicher Anlage- und Finanzierungsvehikel: Erfassung als FinanzierungsinstitutionenProblem

• finanzierungstheoretisches Denken ist vom Irrelevanztheorem (MM-Theorem) geprägt.

• Kapitalstruktur zwischen EK und FK von Unternehmen in effizienten Kapitalmärkten ist irrelevant> Wahl und Ausgestaltung der Immobilienanlageprodukte ist kein ökonomisches Thema 

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Neoinstitutionalistischer Finanzierungsansatz

Die Neue Institutionenökonomik 

Neoklassik:- Informationseffizienz- Rationalität - vollkommene Märkte- keine Transaktionskosten

Neue Institutionenökonomik: - Informationsineffizienz- beschränkte Rationalität - unvollkommene Märkte- Transaktionskosten- Opportunismus

Bounded Rationality (eingeschränkte Rationalität)

In einer Welt mit Transaktionskosten und unvollkommener Voraussicht ist der Einzelne nicht in der Lage, alle für seine Entscheidung relevanten Informationen zu erlangen und zu verarbeiten.

Moral Hazard (moralisches Risiko)

Opportunistisches Verhalten und beschränkte Rationalität bedeuten, dass Information kostspielig ist, d. h. Entscheidungen stets unter unvollständiger Information stattfinden. 

Rekonstruktion des neoinstitutionalistischen Ansatzes nach Dieter Schneider 

Betriebswirtschaftslehre untersucht Einkommensaspekt >

Einkommensaspekt wird auf Einkommensunsicherheiten reduziert>

Institutionen dienen der Reduktion von Einkommensunsicherheiten >

Allgemeine Betriebswirtschaftslehre:Erforschung und Lehre der Institutionen zur Verringerung von Einkommensunsicherheiten für einzelne Menschen oder Gruppen innerhalb einer Gesellschaft. 

Institutionen im Bereich der Immobilienwirtschaft

Regelsysteme (Ordnungen) Handlungssysteme (Organisationen): Immobiliendienstleister; Standort und Nutzung, Gebäude und Nutzung, Verfügung für Nutzer und Finanziers, fiskalischer Rahmen und Förderung

Handlungssysteme (Organisationen): Immobiliendienstleister,  Eigentümer mit verbriefter Refinanzierung (Immobilien-AG, REITs Offene Immobilienfonds, Geschlossene Immobilienfonds / Leasingfonds), Eigentümer ohne verbriefte Refinanzierung , selbstnutzende Eigentümer, Projektentwickler, Fremdfinanziers, Betreiber 

Neoinstitutionalistischer Finanzierungsansatz 

Finanzkontrakte als Institutionen

Finanzierung einer Investition, institutionell begriffen als Partenteilung:

  • Regelung der Zahlungsansprüche
  • Regelung der Informationsrechte 
  • Regelung der Kontroll- und Mitwirkungsrechte

Parten: marktgängige Rechte

für bestimmte Parten (z. B. Aktien) gibt es hochentwickelte Sekundärmärkte(Börsen)

Neoinstitutionalistischer Finanzierungsansatz Anwendung des Finanzierungspostulats von Williamson (1988) auf die Transaktionsform von Flächen

spezifische Flächen sind mit EK auf der ersten Ebene zu finanzieren

unspezifische Flächen sind mit FK auf der ersten Ebene zu finanzieren

Spezifische Flächen sind im Eigentum des Nutzers zu halten, unspezifische sollten vermietet werden!

> Bsp. Folie

Systemischer Finanzierungsansatz 

Welt, Tatsachen und Dinge

1 Die Welt ist alles, was der Fall ist. 1.1 Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge.…2 Was der Fall ist, die Tatsache, ist das Bestehen von Sachverhalten. 2.01 Der Sachverhalt ist eine Verbindung von Gegenständen. (Sachen, Dingen.)

Kettenmetapher2.03 Im Sachverhalt hängen die Gegenstände ineinander, wie die Glieder einerKette.

Beispiel zur Anwendung von TLP 2.03: „Die Welt ist eine Kugel und der Markt ist effizient.“ Martin Weber

Sachverhalt und Dinge in der Neuen Institutionenökonomik 

In der Institutionenökonomik wird die Art wie der Prinzipal und der Agent zueinander stehen zum Ding (Institution). Abb.: Die Erschaffung Adams (Sixtinische Kapelle)

Die Beziehung, also die Art wie die Dinge zueinander stehen schafft den Wert. Die Beziehung ist kein Ding, sondern eine Tatsache (Sachverhalt). 

Finanzierung als HerrschaftsformZusammenhang zwischen Drittverwendungsfähigkeit und Finanzierung:

Drittverwendungsfähigkeit
Spezifität
Typische Finanzierungsform
Herrschaftsintensität


hoch, gering, Fremdkapital, gering
mittel, mittel, Mezzanine, mittel
gering, hoch, Eigenkapital / Private Equity, hoch

Anlagegüter als P-A-Problem

Anlagegüter erzeugen aufgrund ihrer Kapitalintensität, Langfristigkeit und Spezifität ausgeprägte Principal-Agent-Probleme. Diese manifestieren sich insbesondere in Investitions-, Nutzungs- und Kontrollkonflikten zwischen Eigentümern und Management und erfordern institutionelle Absicherungen durch geeignete Finanzierungs- und Governance-Strukturen.

> vgl. Abbildung

Weiterentwicklung des Finanzierungspostulats von Williamson

1. Drittverwendungsfähige (unspezifische) Aktiva sind optimal mit Fremdkapital, nicht-drittverwendungsfähige Aktiva sind nicht mit Fremdkapital zu finanzieren.

2. Einführung weiterer Kategorie: der mit der Finanzierungsinstitution verbundene Handlungsspielraum der Agenten (Geschäftsbesorger) gegenüber den Prinzipalen (Anlegern) > Drittverwendungsmöglichkeit der Passiva. 

Weiterentwicklung des Finanzierungspostulats von Williamson

Während Williamson die optimale Finanzierungsstruktur primär aus der Spezifität der Aktiva ableitet, erweitert der systemische Finanzierungsansatz diese Sicht um die institutionelle Struktur der Passiva. Entscheidend ist nicht nur die Drittverwendungsfähigkeit der Investition, sondern auch der durch die Finanzierungsinstitution definierte Handlungsspielraum der Agenten gegenüber den Prinzipalen. Finanzierung wird damit zur Governance-Architektur eines Unternehmens.

Handlungsspielraum einer Finanzierungsinstitution oder Finanzierungsbeziehung

Begriff Handlungsspielraum:Spektrum der Verwendungsmöglichkeiten der von dem Prinzipal (Finanzier) an dieAgenten (Finanzierte) zur Erfüllung der Aufgaben überlassenen finanziellen Mittel

  • klein: Kredit
  • mittel: REITs, offene Immobilienfonds, geschlossene Fonds, AG
  • gross: private equity, venture capital

> Zh. von Handlungsspielraum und Kapitalkosten (grosser Spielraum, hohe Kosten)

Systemischer Finanzierungsansatz Fazit

1. Je höher der Handlungsspielraum ist, desto mehr Risiken ergeben sich aus der Prinzipal-Agent-Beziehung für den Anleger, der diese mit entsprechend höheren Kapitalverzinsungsanforderungen beantwortet.

2. Eine Finanzbeziehung ist optimal, wenn der Handlungsspielraum der Agenten möglichst genau den geschäftlichen Erfordernissen entspricht.

3. Wenn verschiedene Geschäfte getätigt werden, die jeweils eines unterschiedlichen Gestaltungsspielraumes bedürfen, dann sind verschiedene Aktivitäten getrennt zu finanzieren, weil nicht genutzte aber vorhandene Gestaltungsspielräume höhere Verzinsungsforderungen der Anleger bedingen. 

Abgrenzung der Immobilienanlageprodukte von Fremdfinanzierungsvehikeln für Immobilien 

FK-Vehikel für Immobilien: 

  • ABS
  • Pfandbriefe
  • ABS als Subprime

Immobilienanlageprodukte:

  • offene Immobilienfonds 
  • Immobilien
  • AGs
  • REITs

dazwischen: geschlossene Immobilienfonds

Immobilienanlageprodukte im Spektrum der Dienstleistungen

.Dienstleistungsbezug auf die Immobilie: REITs, Immobilien-AG

Dienstleistungsbezug auf das Portfolio: Versicherunge, ABS, Aktien und Rentenfonds

dazwischen: offene und geschlossene Immobilienfonds

Mit zunehmender Portfolioorientierung:
sinkt die Spezifität einzelner Objekte
steigt die Finanzmarktorientierung
steigt die Liquidität
verändert sich die Governance-Struktur
Links: → Objektbeherrschung → Immobilienmanagement
Rechts: → Risikomanagement → Kapitalmarktsteuerung

Zusammenhänge zwischen Nutzung und Finanzierung2.1 Risiken als Determinanten 

Risiken von GrundstückenEin Grundstück ist das Recht, zu einem beliebigen Zeitpunkt eine bestimmte, über Art und Maß der baulichen Nutzung qualitativ festgelegte Fläche zu errichten oder zu verändern. Damit ist ein Grundstück wirtschaftlich eine Option.Der Optionscharakter des Grundstücks greift auch für Umbau und Modernisierung von bereits bestehenden Flächen.

Risiken als Determinanten 

 

Typische konsumtive Nutzungen und ihre Flächen: Wohnen, Freizeit gestalten, Einkaufen

Typische produktionsorientierte Nutzungen: Arbeiten (Dl, Produkton), Lagern, Verkaufen

Die Risiken einer Immobilie hängen stark von der Nutzung ab: Konsumtive Flächen (Wohnen, Einkaufen, Freizeit) sind oft preissensitiv und riskanter für Kapitalgeber, während produktionsorientierte Flächen (Büros, Lager, Fabriken) weniger elastisch, stärker spezifisch und langfristiger vertragsgebunden sind. Diese Risikostruktur bestimmt die optimale Finanzierungsform und den notwendigen Handlungsspielraum der Investoren.

Risiken in Abhängigkeit von der Preiselastizität

Preiselastische Nutzung → riskanter für Kapitalgeber
Freizeitimmobilien, Einzelhandel; Einnahmen stark abhängig von Marktnachfrage;  Höhere Eigenkapitalquote, stärkere Governance nötig
Preisunelastische Nutzung → stabiler für Kapitalgeber
Wohnen, Büros mit langfristigen Mietverträgen, Produktionsflächen; Cashflows planbar; Höhere Fremdkapitalquote möglich
5️⃣ Merksatz
Elastisch = kleine Preisänderung → große Mengenänderung
Unelastisch = Preisänderung → kaum Mengenänderung

Risiken in Abhängigkeit von der Preiselastizität der Nutzung

1. Die Preisentwicklung im Gütermarkt hängt von der jeweiligen Preiselastizität der Nachfrage ab. Das Angebot im Gütermarkt ist kurz- bis mittelfristig stets preisunelastisch.

2. Konsumtive Nutzungen sind eher preiselastisch, produktionsorientierte Nutzungen sind sehr preisunelastisch.

3. Je preiselastischer die Nachfrage, desto geringer die Volatilität der Preise bei Änderung der Nachfrage. Je geringer die Preisvolatilität, desto geringer das Risiko der Immobilie

Risiken von Betreiber- und Managementimmobilien

Definitionen

Def.: BetreiberimmobilieEine Betreiberimmobilie ist eine Immobilie, bei der die Nutzung der Immobilie erstdurch einen Betreiber ermöglicht wird. Bei Betreiberimmobilien ist der Nutzer i. d. R.weder Eigentümer noch Mieter der Immobilie.

Def.: ManagementimmobilieEine Managementimmobilie sei gegeben, wenn unterschiedliche Betreiber zeitgleichund/oder in kurzer zeitlicher Abfolge akquiriert und/oder koordiniert werden müssen.

Risiken von Betreiber- und Managementimmobilien

  • direkt nutzbare Flächen
  • nur in bewirtschafteter Form nutzbare Flächen
  • nur in betriebener Form nutzbare Flächen
  • nur in gemanagter Form nutzbare Flächen

Abhängig von der Marktstruktur der Betreiber:- sehr hohe Risiken hat der Immobilieneigentümer, wenn die Betreibermärkte oligopolistisch oder monopolistisch strukturiert sind,- bei atomistischen Märkten sind die Risiken eher niedrig.

Risiken von Betreiber- und Managementimmobilien - Ausführungen

- für Laufzeit von Miet- oder Pachtverträgen lassen sich Risiken von Betreiberimmobilien bei Betreibern entsprechender Bonität relativieren

- Managementimmobilien: Risiko für die Managementleistung ist von Marktstruktur abhängig

- bei Managementverträgen spielt Bonität des Managements i. d. R. keine Rolle, insoweit von diesem keine Mietgarantie gegeben wird

- häufig werden Betreiberverträge, bei denen die Betreiber keine Pacht oder Miete zahlen, sondern als Dienstleister tätig sind, als Managementverträge bezeichnet (gemäß der Definition trotzdem Betreiberimmobilien)

Projektentwicklung - Determinanten

Zeit, Nutzung, Standort, Kapital

James A. Graaskamp: „Real Estate is Space andMoney over Time.“ 

Wertentwicklungspotential von Immobilien

Faktoren, die Wertentwicklung determinieren:

- Mieterträge und Verkehrswerte steigen i. d. R. mit dem allgemeinen Preisniveau- Immobilien gewähren Sicherheit vor unerwarteten Inflationsänderungen > „Betongold“

- monetär bedingte Wertentwicklung von Immobilien     vs.   wachstumsbedingte reale Wertsteigerungen bei Immobilien

- reale Wertsteigerungen können sich unabhängig von der allgemeinen Preisentwicklung vollziehen

Monetär bedingte Wertentwicklung und non-pekuniäre Erträge von Immobilien

Ursachen für monetär bedingte Wertentwicklung:

1. Inflation > steigende Mieten > steigende Verkehrswerte

2. Inflation > sinkende Realzinsen > sinkende Anfangsrenditen von Immobilien > steigende Verkehrswerte

3. hohe Inflationsraten > steigendes Inflationsrisiko > sinkende Anfangsrenditen > steigende Verkehrswerte

Monetär bedingte Wertentwicklung von Immobilien entsteht durch Inflation, sinkende Realzinsen und steigendes Inflationsrisiko, die Mieten und Verkehrswerte steigern. Non-pekuniäre Erträge entstehen aus subjektiven oder strategischen Nutzungsvorteilen, die zusätzlich die Zahlungsbereitschaft erhöhen und indirekt den Marktwert beeinflussen.

Wertentwicklung von Grundstückenad.

Mieten steigen im Inflationsprozess

Büromieten:- Koppelung der Mieten an allgemeines Preisniveau mittels Indexierung- Staffelvereinbarung- Neuverhandlung der Miete nach Auslaufen des Vertrages

Ladenmieten:- Koppelung der Mieten an allgemeines Preisniveau mittels Indexierung- Staffelvereinbarung- Neuverhandlung der Miete nach Auslaufen des Vertrages- Umsatzmietenvereinbarung

Wohnungsmieten:- Koppelung der Mieten an allgemeines Preisniveau mittels Indexierung- Staffelvereinbarung- Mieterhöhung an die ortsübliche Vergleichsmiete

Wertentwicklung von Grundstücken

Steigende Verkehrswerte aufgrund mit Inflation sinkender Realzinsen

Steigende Verkehrswerte mit zunehmenden Inflationsrisiken

Wichtig: Nicht die Inflation kann „gehedged“ werden, sondern nur das Risiko derunerwarteten Inflationsveränderung. Eine sicher erwartete Inflation kann mitImmobilien nicht besser gehedged werden, als mit einer Bundesanleihe(nomineller Vermögensgegenstand)

Das Hedgen von Inflationsänderungsrisiken entspricht der Fähigkeit,Inflationsrisiken zu vernichten. Für diese Eigenschaft sind Vermögensbesitzerbereit, eine Prämie zu bezahlen. Je höher das Risiko, desto höher dieRisikovernichtung und damit die Prämie. Mit steigenden Inflationsraten kommt essomit zu sinkenden Anfangsrenditen.

Reale Wertentwicklung von Immobilien in Abhängigkeit der Duplizierbarkeit der Lage

Die reale Wertentwicklung von Grundstücken hängt entscheidend von der Duplizierbarkeit der Lage ab: Je einzigartiger und schwer duplizierbar die Lage, desto höher die reale Wertsteigerung unabhängig von Inflation und allgemeinem Preisniveau.

Einkaufen: Bahnhofstrasse

Büro: exklusive Lagen (Paradeplatz)

Wohnen: am Wasser

Bezüge zwischen Anlageprodukten und Immobilientypen

Zusammenhänge zwischen Anlageprodukten und Immobilientypen

Transaktionskostenökonomische Differenzierung von Anlageprodukten (I)1. Unterschiede der Anlagevehikel bezüglich Anlegerpräferenzen, wie:

- beabsichtigter Anlagedauer

,- Verfügbarkeit des eingesetzten Kapitals,

- Andienungs- Kündigungsrechte,

- Sekundärmärkte,

- Mindestlosgröße des eingesetzten Kapitals,

- Risikostreuung der Investitionen,

- steuerlicher Behandlung der Investition und- Umfang der Haftung.

2. Präferenzfreie Unterschiede der Anlagevehikel in Bezug auf:

- Grad der Abhängigkeit des Investitionserfolges vom Verhalten der Verwaltung und damit der Delegation von Managementaufgaben an die Verwaltung,

- Grad des Einflusses der Anleger auf die Verwaltung,

- Möglichkeit der Anleger, den Erfolg der Investition zu beobachten,

- Maß einer behördlichen Beaufsichtigung von Investitionen und Verwaltung,

- Maß der Möglichkeit, auf eine Sekundärmarktbewertung von Anteilen zurückzugreifen sowie- Möglichkeit für den Anleger, auf Sekundärmärkten die Anteile zu veräußern oder dem Emittenten die Anteile zurückzugeben. 

Anlagepräferenzen und Immobilienanlageprodukte

Tabelle

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