Wundpflege, Wundverband

Wundpflege, Wundverband

Wundpflege, Wundverband


M. K.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Wundpflege und Wundverbandtechniken auf Berufslehrniveau. Sie behandeln verschiedene Aspekte der Wundheilung, einschließlich der Reinigungsphase, Granulationsphase, Epithelisierungsphase und Umbauphase. Themen wie Debridement, Biofilm, Nekrosen und die Anwendung von Antiseptika werden detailliert erklärt. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Pflegefachleute, die sich mit der Behandlung akuter und chronischer Wunden sowie der Vermeidung von Infektionen und Komplikationen befassen.
Flashcards
22
Students
1
Language
German
Category
Care
Created / Updated
07.02.2026 / 06.03.2026

Flashcards

Mazeration 

aufweichen und aufquellen der Haut

Definition Wunde

Eine Wunde ist die Durchtrennung oder Beschädigung von Haut oder Schleimhaut und/ oder von tiefergelegenen Geweben oder Organen.

Fibrin

ist der aktivierte, vernetzte „Klebstoff“ der Blutgerinnung • Es handelt sich um ein Protein • Fibrin bildet sich aus der fadenförmigen löslichen Vorstufe, dem Fibrinogen, durch Einwirkung des Enzym Thrombin • Das Fibrinbeläge in Wunden gelblich-weiß,

 Akute Wunden

• entstehen durch äussere Einwirkung / Trauma • mechanische, chemische, thermische, aktinische Verletzung • Iatrogene Wunden (vom Arzt gesetzt

chronische Wunden

• Ursache liegt in innerer Pathologie (gestörte Mikro-/ Makrozirkulation des Gewebes, Folge einer Mangelversorgung der Haut und des subcutanen Gewebes) • verzögerte Wundheilung (länger als 6-8 Wochen) • z.B. Ulcus venös oder arteriell, Dekubitu

Primäre Wundheilung

Findet z.B. statt bei: • chirurgisch gesetzten Wunden • einigen Schnittwunden und Platzwunden, sofern der Gewebsdefekt nicht zu gross ist und sie innerhalb von 6-8 Stunden versorgt werden

sekundäre Wundheilung

• chronische Wunden • primär verschlossenen infizierten Wunden • grossen Defekten die durch Transplantate nicht deckbar sind • tophische Störungen (wie z.B. Ulcus cruris) • eitrigen, infizierten Wunden • mit Fremdkörpern verschmutzte Wunden • unter

Nekrose

abgestorbenes Gewebe,

Wundheilung Reinigungsphase

Reinigungsphase 1.-4. Tag Hämostase durch Thrombozyten - > Blutgerinselbildung, Exsudation von Fibrin, Bildung der primitiven Wundmatrix (Hyaluronsäure, Fibronektin), Einwandern von Leukozyten und Makrophagen, Blutplättchen setzen Wachstumsfaktoren fre

Wundheilung Granulationsphase

Granulationsphase 2.-14. Tag Aufbau der Granulation, Bildung von neuen Kapillaren (Neoangionese) und Besiedelung der Wundmatrix mit Zellen (Fibroblasten), Wundkontraktion

Wundheilung Epithelisierungsphase

Epithelisierungsphase 3.-21.Tag Bildung der Epithelschicht, Vernarbung

Wundheilung Umbauphase Reifungsphase

Umbauphase (auch Reifungsphase) bis ca. zwei Jahre nach der Epithelisierung baut sich das Narbengewebe um

Hämostase ?

Biofilm

• Bakterien, die in eine dicke schleimige Schutzschicht aus Zuckern und Proteinen eingebettet sind • Diese Schutzschicht schützt die Mikroorganismen im Biofilm vor äusseren Einflüssen • Biofilm verzögert die Wundheilung, indem er eine anhaltende Entzündu

Desinfektion – Wann? 

Desinfiziert werden akute Wunden, infizierte chronische und sekundär heilende Wunden. ▪ Betadine® und Octenisept® sind zytotoxisch und sollten nicht längerfristig eingesetzt werden. (Hemmung der Wundheilung, Gefahr der Kontaktsensibilisierung). ▪ Ein

Wundstadien nach WCS (Wound Classification System)

lokale Infektionszeichen

Behandlung nach Stadium

Autolyse

körpereigene, enzymatische Auflösung von abgestorbenem Gewebe (Nekrosen, Beläge). Der Körper nutzt dabei körpereigene Enzyme und Feuchtigkeit,

Wundreinigung Desinfektion – Wann? 

 Desinfiziert werden akute Wunden, infizierte chronische und sekundär heilende Wunden. ▪ Betadine® und Octenisept® sind zytotoxisch und sollten nicht längerfristig eingesetzt werden. (Hemmung der Wundheilung, Gefahr der Kontaktsensibilisierung). ▪ Eine Desinfektion von Wunden erfolgt gezielt bei infizierten Wunden (kurzfristig ca. 1 Woche)

 Anwendung Antiseptikum  (Mittel zur lokalen Keimreduktion auf der Wunde)

Wann anwenden?

  • Akute Wunden

  • Infizierte chronische Wunden

  • Sekundär heilende Wunden

  • Kurzfristig (ca. 1 Woche)

Wann nicht?

  • Nicht routinemässig bei sauberen, nicht infizierten Wunden

  • Nicht langfristig, da zytotoxisch

  • Vorsicht bei empfindlichem Granulationsgewebe

 Wundreinigung

  1. autolytisches Debridement: körpereigene Wundreinigung, kann durch Hydrogele und Hydrokolloide unterstützt werden
  2. mechanisches Debridement: mit Tupfer und Pinzette, Nass-/ Trockenphase Spülen: vorsichtiges Spülen von Wundhöhlen /-taschen mittels Knopfkanüle
  3. Chirurgisches Debridement: Entfernen von Nekrosen und Belägen mit Skallpell oder Ringkürette
  4. biologisches Debridement - mit Maden

Study