venöse Infusionen mit/ohne medikamente

venöse Infusionen mit/ohne medikamente

venöse Infusionen mit/ohne medikamente


M. K.
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen und praktische Handhabung venöser Infusionen mit oder ohne Medikamente, speziell für die Berufslehre. Sie erklären Infusionsarten, Zugänge, Materialvorbereitung, Durchführung und Überwachung, inklusive Komplikationen wie Infiltration oder Phlebitis sowie Notfallmaßnahmen bei Unverträglichkeiten. Pflegekräfte profitieren davon, um Infusionstherapien sicher, hygienisch und patientengerecht durchzuführen.
Cartes-fiches
18
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Soins
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
07.02.2026 / 26.03.2026

Cartes-fiches

Prinzipien der Infusionstherapie

  • Patient umfassend informieren
  • nur auf ärztl. Verordnung
  • Konzentriert richten(keine unterbrechnungen)
  • Infusion beschriften
  • Hygiene
  •  nie Medikamente zu einer laufenden Infusion zugespritzt werden. 
  • Kontrolle der Infusion anhand der 6-R-Regel 
  • Kontrolle der Infusion anhand der 6-R-Regel 
  • prinzipen der Asepsis  (Vermeidung einer mikrobiellen Kontamination → Ziel: Schutz vor Infektionen durch sterile Arbeitsweise und Hygienemaßnahmen.)

venöse Infusion Vorbereitung 

• Pflegedokumentation und Infusionslösung nach der 6-R-Regel prüfen

• Arbeitsplatz einrichten

• Arbeitsfläche vorbereiten

• Für Ruhe sorgen

• Hände desinfizieren

Material richten ?

• Händedesinfektion

• Desinfektionsmittel

• Infusionslösungsbehälter

• Infusionsbesteck

• Evtl. Dreiwegehahn

• Evtl. Verlängerung

• Sterile Zellstofftupfer

• Abwurf • Infusionsständer

Der Ablauf

• Material auf einer sauberen, desinfizierten Fläche bereitstellen

• Verfalldatum der Infusionslösung und des Bestecks überprüfen

• Händedesinfektion • Infusionsbesteck aus der Verpackung nehmen

• Allfälliges Zusatzmaterial (Dreiwegehahn, kurze Verlängerung) auspacken

• Aluminiumschutz oder Deckel entfernen

 

• Desinfektion (bei Bedarf) des Gummipfropfens (Einwirkzeit beachten)

• Rollklemme schliessen

• Einstichdorn unter Wahrung der Asepsis durch den Gummipfropfen stechen

• Belüftung öffnen

• Tropfenkammer durch Druck auf diese bis zur Hälfte füllen

• Besteck luftleer machen, indem Rollklemme geöffnet wird und das Ende des Infusionsschlauches nach oben gehalten wird

• Evtl. Dreiwegehahn und kurze Verlängerung anschliessen und luftleer machen

• Vorbereitete Infusion an Infusionsständer hängen

• Beschriften Sie die Infusion immer direkt beim Richten.

• Die Infusion muss vom Anstechen an innerhalb von 24 Stunden verabreicht werden.

Infusion anhängen 

• Der Patient/die Patientin ist zu informieren und gegebenenfalls zu lagern, damit sicher gearbeitet wer den kann

• Vor dem Anhängen der Infusion ist die 6-R-Regel durchzuführen

• Die Infusionszuleitung wird aseptisch am venösen Zugang des Patienten konnektiert.

• Bei anderen, noch laufenden Infusionen darauf achten, ob die verschiedenen Infusionslösungen kom patibel sind.

• Laufenlassen der Infusion und auf Trübungen, Ausflockungen im Infusionsschlauch achten

• Tropfenzahl einstellen (Achtung: gegenseitige Beeinflussung verschiedener Infusionen beachten)

Infusionen wechseln

• Fenster und Türen schliessen

• Händedesinfektion

• Kontrollieren der Einstichstelle am Arm

• Informieren Sie den Klienten/die Klientin fortlaufend

• Überprüfen Sie den Klienten/die Klientin fortlaufend

• Überprüfen Sie bei schlecht laufender Infusion den Zugang und die Einstichstelle.

• Die Infusionsleitung wird aseptisch am venösen Zugang des Patienten/der Patientin konnektiert.

• Geschwindigkeit nach Verordnung einstellen und kontrollieren 

 Überwachung  

• Richtiger Patient/richtige Patientin

• Wohlbefinden

• Tropfgeschwindigkeit

• Richtige Infusionslösung (Infusionsflasche angeschrieben)

• Vitalzeichenkontrollen

• Entzündungszeichen (Einstichstellen)

• Verbandskontrolle

• Evtl. Bilanzierung

• Dokumentation

Komplikationen

  • Infiltration/Paravasat Die Infiltration ist die ungewollte Verbreitung einer Lösung aus serhalb der Vene 
  • Paravasat Die Paravasation ist die Infiltra tion einer reizerzeugenden Lö sung
  • Hämatom Blutansammlung im subkutanen Gewebe
  • Infektion der Punktionsstelle Rötung, Überwärmung, Schmerz
  • Phlebitis Entzündung der Vene oder ei nes Lymphgefässes

Sofortmassnahmen

 Infusion stoppen, Alarm auslösen, dipl. Pflegefachfrau/Pflegefachmann informieren.

Die 3-K-Regel 

1 Beim Griff nach dem Medikament

2 Bei der Entnahme des Medikaments aus der Verpackung

3 Beim Zurückstellen des Medikaments 

 Arzneimittelunverträglichkeit / allergische Reaktionen 

Grad 1: Nur die Haut ist betroffen Rötung, Quaddelbildung, Juckreiz

Grad 2: Neben der Haut sind auch geringfügig die Atmung und das Herz-Kreislauf-System betrof fen Haut: Quaddelbildung, Rötung, Juckreiz Atmung: leichte Atemnot Herz: Pulsschlag gering erhöht Kreislauf: Blutdruck gering erniedrigt Grad

3: Haut wie bei Grad 2 Atmung: Verengung der Bronchien, die sich durch Pfeifen bei der Ausatmung und Atemnot bemerkbar macht Herz-Kreislauf: Schock → Blutdruck sehr tief → Puls stark erhöht

Grad 4: Atem- und Kreislaufstillstand

Definition Inkompatibilität 

Als Inkompatibilität bezeichnet man eine unerwünschte, physikalisch-chemische Reaktion des Wirkstoffs mit dem Lösungsmittel, dem Behälter oder einem anderen Wirkstoff 

Definition Wechselwirkung (Interaktion) 

Als medikamentöse Wechselwirkung bezeichnet man eine Veränderung der Wirkungen einer Substanz, die durch das Einwirken einer anderen Substanz (z. B. Arzneistoff, chemische Substanz, Nahrung) im Organismus hervorgerufen wird (

WHO-Stufenschema zur Schmerztherapie

s.c Infusion

subkutanen Infusion versteht man das kontrollierte Einbringen von grösseren Flüssigkeits mengen in das Unterhautfettgewebe (Subkutis).

s.c Indikation

• Rehydrierung nach (sub-)akutem Flüssigkeitsverlust oder -mangel aufgrund von Fieber oder Durch fallerkrankungen

• Kurzfristige Beeinträchtigung der oralen Flüssigkeitszufuhr

• Gefahr der Exsikkose (Austrocknung des Körpers durch extremen Flüssigkeitsverlust)

• Wenn eine PEG-Anlage (künstliche Ernährung) nicht möglich oder kontraindiziert ist

• Wenn eine intravenöse Infusion aufgrund einer Venenwandreizung nicht möglich ist

• Wenn aus irgendeinem Grund ein i. v.-Zugang nicht möglich ist (z. B. schlechtes Venenverhältnis)

• Ablehnung der oralen Medikation • Terminalphase

Kontraindikationen 

Schwere Dehydratation

Bei Schock Stoffwechselentgleisung

Blutgerinnungsstörung

Narben, Verbrennungen, Muttermale, Ekzeme, Hautausschläge, juckende Stellen 

Applikationsstellen s.c

• Infraklavikulär: 3 Querfinger (4 – 5 cm) unter der Klavikula, Richtung Sternum

• Bauchdecke: ca. 3 – 4 cm vom Bauchnabel entfernt, Richtung medial, wenn der Patient/die Pa tientin keine Gerinnungsstörung hat und nicht antikoaguliert ist (Heparin, direkte orale Antikoagulantien, Vitamin-K-Antagonisten, Thrombozytenaggregationshem mer)

• Oberschenkel: lateral, Richtung Becken

• Schulterblatt: supra- oder infraskapulär, Richtung Wirbelsäule

• Oberarme: über dem M. deltoideus, Richtung cranial (erfahrungsgemäss geeigneter für Medikamentenverabreichung, nicht für Infusion)

Étudier