venöse Infusionen mit/ohne medikamente
venöse Infusionen mit/ohne medikamente
venöse Infusionen mit/ohne medikamente
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Cartes-fiches
Prinzipien der Infusionstherapie
- Patient umfassend informieren
- nur auf ärztl. Verordnung
- Konzentriert richten(keine unterbrechnungen)
- Infusion beschriften
- Hygiene
- nie Medikamente zu einer laufenden Infusion zugespritzt werden.
- Kontrolle der Infusion anhand der 6-R-Regel
- Kontrolle der Infusion anhand der 6-R-Regel
- prinzipen der Asepsis (Vermeidung einer mikrobiellen Kontamination → Ziel: Schutz vor Infektionen durch sterile Arbeitsweise und Hygienemaßnahmen.)
venöse Infusion Vorbereitung
• Pflegedokumentation und Infusionslösung nach der 6-R-Regel prüfen
• Arbeitsplatz einrichten
• Arbeitsfläche vorbereiten
• Für Ruhe sorgen
• Hände desinfizieren
Material richten ?
• Händedesinfektion
• Desinfektionsmittel
• Infusionslösungsbehälter
• Infusionsbesteck
• Evtl. Dreiwegehahn
• Evtl. Verlängerung
• Sterile Zellstofftupfer
• Abwurf • Infusionsständer
Der Ablauf
• Material auf einer sauberen, desinfizierten Fläche bereitstellen
• Verfalldatum der Infusionslösung und des Bestecks überprüfen
• Händedesinfektion • Infusionsbesteck aus der Verpackung nehmen
• Allfälliges Zusatzmaterial (Dreiwegehahn, kurze Verlängerung) auspacken
• Aluminiumschutz oder Deckel entfernen
• Desinfektion (bei Bedarf) des Gummipfropfens (Einwirkzeit beachten)
• Rollklemme schliessen
• Einstichdorn unter Wahrung der Asepsis durch den Gummipfropfen stechen
• Belüftung öffnen
• Tropfenkammer durch Druck auf diese bis zur Hälfte füllen
• Besteck luftleer machen, indem Rollklemme geöffnet wird und das Ende des Infusionsschlauches nach oben gehalten wird
• Evtl. Dreiwegehahn und kurze Verlängerung anschliessen und luftleer machen
• Vorbereitete Infusion an Infusionsständer hängen
• Beschriften Sie die Infusion immer direkt beim Richten.
• Die Infusion muss vom Anstechen an innerhalb von 24 Stunden verabreicht werden.
Infusion anhängen
• Der Patient/die Patientin ist zu informieren und gegebenenfalls zu lagern, damit sicher gearbeitet wer den kann
• Vor dem Anhängen der Infusion ist die 6-R-Regel durchzuführen
• Die Infusionszuleitung wird aseptisch am venösen Zugang des Patienten konnektiert.
• Bei anderen, noch laufenden Infusionen darauf achten, ob die verschiedenen Infusionslösungen kom patibel sind.
• Laufenlassen der Infusion und auf Trübungen, Ausflockungen im Infusionsschlauch achten
• Tropfenzahl einstellen (Achtung: gegenseitige Beeinflussung verschiedener Infusionen beachten)
Infusionen wechseln
• Fenster und Türen schliessen
• Händedesinfektion
• Kontrollieren der Einstichstelle am Arm
• Informieren Sie den Klienten/die Klientin fortlaufend
• Überprüfen Sie den Klienten/die Klientin fortlaufend
• Überprüfen Sie bei schlecht laufender Infusion den Zugang und die Einstichstelle.
• Die Infusionsleitung wird aseptisch am venösen Zugang des Patienten/der Patientin konnektiert.
• Geschwindigkeit nach Verordnung einstellen und kontrollieren
Überwachung
• Richtiger Patient/richtige Patientin
• Wohlbefinden
• Tropfgeschwindigkeit
• Richtige Infusionslösung (Infusionsflasche angeschrieben)
• Vitalzeichenkontrollen
• Entzündungszeichen (Einstichstellen)
• Verbandskontrolle
• Evtl. Bilanzierung
• Dokumentation
Komplikationen
- Infiltration/Paravasat Die Infiltration ist die ungewollte Verbreitung einer Lösung aus serhalb der Vene
- Paravasat Die Paravasation ist die Infiltra tion einer reizerzeugenden Lö sung
- Hämatom Blutansammlung im subkutanen Gewebe
- Infektion der Punktionsstelle Rötung, Überwärmung, Schmerz
- Phlebitis Entzündung der Vene oder ei nes Lymphgefässes
Sofortmassnahmen
Infusion stoppen, Alarm auslösen, dipl. Pflegefachfrau/Pflegefachmann informieren.
Die 3-K-Regel
1 Beim Griff nach dem Medikament
2 Bei der Entnahme des Medikaments aus der Verpackung
3 Beim Zurückstellen des Medikaments
Arzneimittelunverträglichkeit / allergische Reaktionen
Grad 1: Nur die Haut ist betroffen Rötung, Quaddelbildung, Juckreiz
Grad 2: Neben der Haut sind auch geringfügig die Atmung und das Herz-Kreislauf-System betrof fen Haut: Quaddelbildung, Rötung, Juckreiz Atmung: leichte Atemnot Herz: Pulsschlag gering erhöht Kreislauf: Blutdruck gering erniedrigt Grad
3: Haut wie bei Grad 2 Atmung: Verengung der Bronchien, die sich durch Pfeifen bei der Ausatmung und Atemnot bemerkbar macht Herz-Kreislauf: Schock → Blutdruck sehr tief → Puls stark erhöht
Grad 4: Atem- und Kreislaufstillstand
Definition Inkompatibilität
Als Inkompatibilität bezeichnet man eine unerwünschte, physikalisch-chemische Reaktion des Wirkstoffs mit dem Lösungsmittel, dem Behälter oder einem anderen Wirkstoff
Definition Wechselwirkung (Interaktion)
Als medikamentöse Wechselwirkung bezeichnet man eine Veränderung der Wirkungen einer Substanz, die durch das Einwirken einer anderen Substanz (z. B. Arzneistoff, chemische Substanz, Nahrung) im Organismus hervorgerufen wird (
s.c Infusion
subkutanen Infusion versteht man das kontrollierte Einbringen von grösseren Flüssigkeits mengen in das Unterhautfettgewebe (Subkutis).
s.c Indikation
• Rehydrierung nach (sub-)akutem Flüssigkeitsverlust oder -mangel aufgrund von Fieber oder Durch fallerkrankungen
• Kurzfristige Beeinträchtigung der oralen Flüssigkeitszufuhr
• Gefahr der Exsikkose (Austrocknung des Körpers durch extremen Flüssigkeitsverlust)
• Wenn eine PEG-Anlage (künstliche Ernährung) nicht möglich oder kontraindiziert ist
• Wenn eine intravenöse Infusion aufgrund einer Venenwandreizung nicht möglich ist
• Wenn aus irgendeinem Grund ein i. v.-Zugang nicht möglich ist (z. B. schlechtes Venenverhältnis)
• Ablehnung der oralen Medikation • Terminalphase
Kontraindikationen
Schwere Dehydratation
Bei Schock Stoffwechselentgleisung
Blutgerinnungsstörung
Narben, Verbrennungen, Muttermale, Ekzeme, Hautausschläge, juckende Stellen
Applikationsstellen s.c
• Infraklavikulär: 3 Querfinger (4 – 5 cm) unter der Klavikula, Richtung Sternum
• Bauchdecke: ca. 3 – 4 cm vom Bauchnabel entfernt, Richtung medial, wenn der Patient/die Pa tientin keine Gerinnungsstörung hat und nicht antikoaguliert ist (Heparin, direkte orale Antikoagulantien, Vitamin-K-Antagonisten, Thrombozytenaggregationshem mer)
• Oberschenkel: lateral, Richtung Becken
• Schulterblatt: supra- oder infraskapulär, Richtung Wirbelsäule
• Oberarme: über dem M. deltoideus, Richtung cranial (erfahrungsgemäss geeigneter für Medikamentenverabreichung, nicht für Infusion)