2.6 Gebäudetechnik

Einschätzung der Technischen Gebäudeausrüstung, insbesondere der Heizungs- und Sanitärtechnik (z. B. Pelletheizung, Solaranlagen, Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplung, Photovoltaik-Anlagen, Brennwerttechnik)

Einschätzung der Technischen Gebäudeausrüstung, insbesondere der Heizungs- und Sanitärtechnik (z. B. Pelletheizung, Solaranlagen, Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplung, Photovoltaik-Anlagen, Brennwerttechnik)


M. B.
Diese Lernkarten behandeln die technische Gebäudeausrüstung in der Berufslehre und fokussieren auf Risiken, Prüfpunkte und Effizienz von Anlagen wie Wärmepumpen, Solarthermie oder PV-Systemen, wobei Dichtheit, Temperaturmanagement und hydraulischer Abgleich zentrale Themen sind. Gutachterliche Bewertungen zu Wirtschaftlichkeit, Schadenspotenzial und Modernisierungsbedarf stehen im Mittelpunkt. Ideal für Fachkräfte, die technische Risiken in Gebäuden analysieren und nachhaltige Lösungen entwickeln müssen.
Karten
36
Lernende
7
Sprache
Deutsch
Kategorie
Theologie
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
28.01.2026 / 27.09.2026

Lernkarten

Warum ist TGA für den Immobiliengutachter so wertrelevant?

TGA bestimmt Betriebskosten, Instandhaltungsstau, Nutzungsqualität, Risiken (Schäden/Legionellen/Brandschutz) und beeinflusst Modernisierungsgrad sowie Marktgängigkeit.

Welche 6 Dinge prüfst du bei jeder Heizungsanlage im Ortstermin?

(1) Baujahr/Typ, (2) Brennstoff/Energiequelle, (3) Zustand (Korrosion/Leckagen), (4) Hydraulik (Pumpen/Mischer/Abgleich-Indizien), (5) Abgasführung/Luftversorgung, (6) Dokumente (Wartung/Schornsteinfeger/Prüfprotokolle).

Welche 5 Dinge prüfst du bei Sanitär/Trinkwasser immer?

1) Rohrmaterial/Alter, (2) Warmwasserbereitung/Zirkulation, (3) Druck/Verkalkung, (4) Feuchteschäden/Abdichtungen, (5) Legionellen-Risiko/Temperaturen/Protokolle (bei größeren Anlagen).

Was ist der Unterschied zwischen „funktioniert“ und „gutachterlich brauchbar“?

Funktion heute ≠ Restlebensdauer, Sicherheits-/Hygienestandards und wirtschaftlicher Betrieb. Gutachter bewertet Risiko & Erneuerungsbeda

Was ist das Prinzip der Brennwerttechnik?

Nutzung der Kondensationswärme im Abgas → höherer Wirkungsgrad durch Abkühlen unter Taupunkt (Kondensat entsteht).

Welche Voraussetzung erhöht den Brennwertnutzen?

Niedrige Rücklauftemperaturen (z. B. Fußbodenheizung, große Heizflächen, hydraulischer Abgleich).

Typische Schwachstellen bei Brennwertanlagen?

Kondensat-/Abgasführung, Wärmetauscher-Verschmutzung, Wartungsbedarf, korrekte Luft/Abgas-Anlage, Alterung von Regelung/Pumpen.

Worauf achtest du bei Abgasführung gutachterlich?

Geeignete Abgasleitung (feuchteunempfindlich), Dichtheit, Kondensatableitung, Aufstellraum-/Zuluft, Schornsteinfeger-Nachweise.

Typische Indizien für schlechten Betrieb/hohe Kosten?

Hohe Vor-/Rücklauftemperaturen, keine Thermostat-/Regelungsoptimierung, fehlender Abgleich, überdimensionierter Kessel, alte Pumpen.

Grundprinzip Wärmepumpe in einem Satz?

„Hebt“ Umweltwärme mit Strom auf Heizniveau; Effizienz hängt stark von Temperaturhub ab.

Welche 3 Faktoren entscheiden über Wirtschaftlichkeit/Leistung?

(1) Wärmequelle (Luft/Sole/Wasser), (2) Vorlauftemperatur des Heizsystems, (3) Gebäudehülle/Wärmebedarf + Stromtarif.

Warum sind Wärmepumpen im Altbau oft grenzwertig?

Wenn hohe Vorlauftemperaturen nötig sind (kleine Heizkörper/schlechte Dämmung) → niedrige Effizienz, höhere Kosten, ggf. Zusatzheizer.

Was sind typische Gutachter-Prüfpunkte bei Luft/Wasser-WP?

Außengerät: Schall/Standort, Vereisung/Abtau, Kondensat, Luftführung; Innen: Pufferspeicher, Hydraulik, Heizkurve, Warmwasser.

Was sind typische Prüfpunkte bei Sole/Wasser-WP?

Erdsonden/Flächenkollektoren: Genehmigungen, Bohrprotokolle, Solekreis-Dichtheit, Frostschutz, Regeneration; meist bessere Effizienz.

Welche Risiken sind WP-typisch?

Schallkonflikte, falsche Dimensionierung, zu hohe VL-Temperaturen, hydraulische Fehler, Stromkosten, mangelnde Wartung/Filter.

Welche Indizien deuten auf „WP passt gut“?

Große Heizflächen (FBH/NT-Heizkörper), niedrige VL-Temperaturen, gute Dämmung, sauberer hydraulischer Abgleich, passende Warmwasserlösung.

Vorteile einer Pelletheizung (gutachterlich)?

Erneuerbarer Brennstoff, oft gute CO₂-Bilanz, hohe Vorlauftemperaturen möglich (Altbau-tauglicher als WP).

Typische Schwachstellen/Risiken bei Pellets?

Lagerraum (Feuchte), Austragung/Verstopfung, Staub, Wartungsintensität, Ascheentsorgung, Emissionen/Filter, Brandschutz im Lager.

Was prüfst du beim Pelletlager?

Trockenheit, Belüftung, Zugang/Befüllstutzen, Explosions-/Staubthemen, Brandschutz, Rückbrandsicherung, Platz/Logistik.

Welche Schäden sind pellettypisch im Gebäude?

Feuchte im Lager → zerfallende Pellets; Ruß/Staubablagerungen; Korrosion an Komponenten; Störungen durch Fremdkörper

Wann ist Pellet als Ersatz in Bestandsobjekten plausibel?

Wenn Gas/Öl weg soll, aber WP wegen hoher VL-Temperaturen schwierig ist und Lagerraum/Schornstein vorhanden bzw. herstellbar ist.

Unterschied Solarthermie vs. PV?

Solarthermie erzeugt Wärme (Warmwasser/Heizung). PV erzeugt Strom (Eigenverbrauch/Einspeisung, ggf. WP/Wallbox).

Typische Prüfpunkte Solarthermie?

Kollektoren/Zustand, Dichtheit, Frostschutz/Wärmeträger, Speicher, Regelung, Stagnationsschutz, Leitungsdämmung, Wartung.

Typische Schwachstellen Solarthermie?

Stagnation/Überhitzung, Glykolalterung, Undichtigkeiten, zu kleiner/zu großer Speicher, schlechte Einbindung → geringe Erträge.

Typische Prüfpunkte PV-Anlage?

Leistung/Alter, Wechselrichter (typ. Erneuerung früher als Module), Montage/Dachhaut, Verkabelung/Brandschutz, Zähler/Netzanschluss, Monitoring/Erträge.

Welche Gutachter-Risiken sind bei PV häufig wertrelevant?

Wechselrichterausfall, Dachsanierungskonflikt, Brand-/DC-Leitungsführung, fehlende Dokumentation, Gewährleistung/Versicherung.

Wann steigert PV besonders das Nutzungspotenzial?

Bei hohem Eigenverbrauch (WP, E-Auto, Gewerbe tagsüber) oder mit Speicher – abhängig von Tarif/Profil.

Was ist das Prinzip von KWK?

Gleichzeitige Erzeugung von Strom + Wärme; hohe Effizienz, wenn Wärme dauerhaft genutzt wird.

Für welche Objekte ist KWK typischerweise geeignet?

Gebäude mit konstantem Wärmebedarf (Mehrfamilien, Gewerbe, Hotels, Pflege) – nicht ideal bei stark schwankendem Bedarf.

Typische Prüfpunkte bei BHKW?

Laufzeiten/Vollbenutzungsstunden, Wartungsverträge, Abgas/Schallschutz, Puffer-/Spitzenlastkessel, Stromnutzungskonzept, Förder-/Vergütungsstatus.

Typische Risiken von KWK?

Wirtschaftlichkeit fällt bei geringer Laufzeit, Wartungs-/Instandsetzungskosten, Komplexität, Lärm, Abgasführung, Betreiber-/Messkonzepte.

Indizien für „KWK passt nicht“?

Geringer/inkonstanter Wärmebedarf, sehr gute Dämmung ohne Grundlast, fehlendes Betreiber-/Abrechnungskonzept.

Welche Warmwasser-Systeme sind typisch und was ist gutachterlich relevant?

Zentral (Speicher/Durchlauf) vs. dezentral; wichtig: Energieeffizienz, Komfort, Zirkulation, Legionellenrisiko, Leitungswege.

Was ist eine Zirkulationsleitung und warum wichtig?

Hält Warmwasser „schnell verfügbar“ – aber erhöht Energiebedarf und kann bei falschem Betrieb Hygieneprobleme begünstigen.

Wann wird Legionellenprävention besonders relevant?

Bei größeren Anlagen/Mehrparteien und langen Leitungsnetzen; kritisch sind niedrige Temperaturen, Stagnation, selten genutzte Stränge.

Welche 3 Sätze bringen TGA gut in den Gutachtenstil?

„Anlage alters- und zustandsbedingt …“, „wirtschaftlich sinnvolle Erneuerung innerhalb …“, „technische Risiken bestehen insbesondere hinsichtlich …“.

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