1.3 BASISDIENSTLEISTUNGEN (813-BDL)
CYP BFE Kurs
CYP BFE Kurs
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Flashcards
3. Säule, Private Vorsorge
- Freiwillig
- Erweiterung des Basisschutzes (individuelle Ergänzungen zur 1. Und 2. Säule)
- Gebundene Vorsorge (Säule 3a)
- Erwerbstätige mit AHV-pflichtigen Einkommen
- Bis Pension, max. 5 Jahre darüber
- Vorbezug: Auswanderung, Selbstständigkeit, Einkauf 2. Säule, IV oder Todesfall, Selbst genutztes Wohneigentum
- Verpfändung für selbst genutztes Wohneigentum
- 7056 pro Jahr bzw. 35280 ohne PK
- Betrag vom steuerbaren Einkommen abziehbar
- Zinserträge, Dividenden, Überschüsse sind einkommenssteuerfrei
- Bei Auflösung reduzierter Steuersatz
- Frühestens 5 Jahre vor Pensionsalter beziehbar
- Freie Vorsorge (Säule 3b)
- Keine Einschränkungen
2. Säule, Berufliche Vorsorge
- Obligatorisch für (fast) alle Arbeitnehmenden
- Fortführung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise
- Berufliche Alters- und Hinterlassenenvorsorge (BV)
- Kapitaldeckungsverfahren (Jeder spart individuell Guthaben)
- Versichert ab 22050 Fr. Jahreslohn
- Maximalversicherter Lohn: 88200
1. Säule, Staatliche Vorsorge
- Obligatorisch für die gesamte Bevölkerung (Schweiz leben oder arbeiten)
- Existenzsicherung, Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), Invalidenversicherung (IV), Ergänzungsleistungen (EL)
- Altersrente ab 63
- Beitragspflicht ab Vollendung 17. Altersjahr bzw. nach Vollendung 20. Altersjahr für Nichterwerbstätige
- Arbeitnehmende: Beiträge vom Lohn, 50/50 Split mit Arbeitgeber
- Selbstständige: direkt mit AHV-Ausgleichskasse abrechnen
- Nichterwerbstätige: Beitragspflicht ab 20
- Umlageverfahren (aktuelle Gelder werden für Rentner ausgegeben)
Vorgehen Verlust Travel Karte
Travel-Karte: Ohne PIN-Code ist Kartenwert für Unberechtigte unzugänglich. Kartenverlust muss sofort der Swiss Banker Prepaid Services AG gemeldet werden
Vorgehen Verlust Kreditkarte
Kredit-Karte: Bei Verlust, Diebstahl oder Verdacht auf Missbrauch muss der Kunde die Karte sofort sperren lassen. Bei rechtzeitiger Meldung und Einhaltung der Sorgfaltspflicht übernimmt die Bank in der Regel Schäden aus Missbrauch durch Dritte
Vorgehen Verlust Debit-Karte
Debit-Karte: Karte sofort sperren lassen über App/Hotline. Wird gesperrte Karte benutzt, wird sie beim nächsten Bancomat-Bezug eingezogen.
ABlauf Twint Zahlung
- Kunde hält Smartphone an Beacon
- Signale gehen an Twint. Beim Verkäufer über Acquirer (Worldline) und beim Käufer über dessen Bank (Issuer)
- Twint prüft, ob Geldbetrag beim Kunden vorhanden ist. Falls ja wird Zahlung genehmigt
- Meldung über genehmigte Zahlung geht via dessen Acquirer an den Verkäufer. Geschuldeter Betrag wird auf dem Konto des Kunden reserviert. Einkauf abgeschlossen.
- Betrag wird dem Konto des Kunden belastet und an Verkäufer überwiesen
Ablauf KK Zahlung
- Verkaufsgeschäft übermittelt Transaktion an Acquirer
- Acquirer übermittelt Betrag an Verkaufsgeschäft (Kommission für diese Dienstleistung, Merchant service Charge)
- Acquirer belastet die Transaktionen dem Kartenissuer (Interchange fee)
- Kartenissuer belastet Konto welches für jeden Karteninhaber geführt wird
- Kartenissuer schliesst Konti monatlich ab und fordert so Guthaben bei den Karteninhabern direkt per Einzahlung / LSV
Vostro: Rückzahlung vom Ausland
- Kunde schickt Arztzeugnis und Kontoverbindung bei der Schweizer Bank an New York Marathon Corp
- Marathon Corp ereilt der Chase Manhattan Bank einen Vergütungsauftrag
- Chase Manhattan Bank belastet die New York Marathon Corp auf dem USD-Konto und schreibt den Gegenwert in CHF auf dem internen Konto bei der Schweizer Bank gut (Vostro)
- Zahlungsauftrag wird per SWIFT an die Schweizer Bank übermittelt
- Schweizer Bank belastet Vostro-Konto der Chase Manhattan Bank in Chf. Kunde erhält die Chf auf seinem Konto gutgeschrieben
Nostro: Kreditkartenzahlung Ausland
- Restaurant schickt Beleg an Kreditkartengesellschaft und verlangt Vergütung
- Kreditkartengesellschaft gibt Schweizer Bank den Auftrag den Betrag an das Restaurant zu überweisen
- Schweizer Bank belastet Konto der Kreditkartengesellschaft in CHF und schreibt Gegenwert in USD dem internen Nostro-Konto bei der Bank of America gut
- Zahlungsauftrag wird per SWIFT an die amerikanische Bank übermittelt
- Amerikanische Bank belastet das Konto der Schweizer Bank (Nostro-Konto aus Sicht der Schweizer Bank). Restaurant erhält den Betrag auf sein Konto
Ablauf euroSIC
- Kunde beauftrag Bank X 300 EUR Konto bei Banque Z gutzuschreiben
- Bank x leitet Zahlung via euroSIC an SECB in Frankfurt weiter
- SECB (an TARGET2 angehängt) leitet Zahlung weiter. Zahlung wird auf dem Konto der Schweizer Bank bei SECB belastet und innerhalb Minuten der begünstigten Bank gutgeschrieben
- Banque Z wird über Eingang einer Buchungsbestätigung informiert. Schreibt Betrag auf Konto des Kunden gut
- Banque Z informiert Kunden über die Gutschrift
Ablauf LSV
- KK erstellt LSV-File mit Forderungen, wird Valuta -3 an SIX Interbank Clearing übermittelt
- KK sendet LSV+ Einzugsauftrag an ihre Bank A
- Bank A erteilt Freigabe der Lastschriften an SIX Interbank Clearing
- SIX Interbank Clearing sendet geprüfte und freigegebene Lastschriften Valuta-3 an Bank B des Kunden
- Bank B prüft Lastschrift und belastet Kundenkonto, überweist Betrag valutagerecht via SIX Interbank Clearing an Bank A
- Konto der KK Gesellschaft wird seitens Bank A gutgeschrieben, offener Posten in Buchhaltung geschlossen
- Verrechnungskonti werden über Girokonto der SNB ausgeglichen, Bank B avisiert Kunden
Clearingsysteme Schweiz
Postfinance: Eigenes Clearingsystem Post<>Post
Banken: SIC > SIX Interbank Clearing
SNB: Nationalbank-Girokonti für Bank<>Post
Ablauf SIC Zahlung
- Zahlungsauftrag (per Papier oder Online-Banking)
- Bearbeitung Bank:
- Unterschriftskontrolle, prüfen Kontodeckung, Erfassung & Weiterleitung elektronisches SIC-System, 24h verfügbar ausser bei Clearingstop, Belastung Konto
- SIC verarbeitet Auftrag über Verrechnungskonto der Banken (SIX Interbank Clearing), Warteschleife falls VK nicht gedeckt
- Empfängerbank verarbeitet Zahlung und schreibt Betrag dem Empfänger gut
Definition SWIFT
Zahlungsart SWIFT für Zahlungen weltweit in allen Währungen (kein komplettes Instrument zur Zahlungsabwicklung, nur standardisierte Datenübermittlung zwischen Banken)
Clearing: Vollzug der Zahlungen unter den beteiligten Banken
SWIFT: Braucht Netz von Korrespondenzbanken. Währungen müssen frei konvertierbar sein. Damit Auslandzahlungsverkehr abgewickelt werden kann, müssen die beteiligten Banken über gegenseitige Kontoverbindungen verfügen. Solche Banken heissen Korrespondenzbanken.
Nostro-Konto: «Unser Konto» bei einer anderen Bank. Schweizer Bank macht Auslandsvergütungen in der entsprechenden Landeswährung über dieses Konto. Aufgeführt in «Forderungen gegenüber Banken» in der Bilanz
Vostro-Konto: «Ihr Konto» bei unserer Bank. Ausländische Bank unterhält ein CHF-Konto bei einer Schweizer Bank. Über das Vostro-Konto werden Auslandsvergütungen in CHF abgewickelt. Das Vostro-Konto wird von der Schweizer Bank geführt. Bilanz: «Verpflichtungen gegenüber Banken»
Definition euroSIC
Zahlungsart euroSIC Swiss Euro Clearing Bank (SECB) in Frankfurt wickelt mit Hilfe des euroSIC den schweizerischen Zahlungsverkehr in EUO ab. Schweizer Teilnehmer haben Verrechnungskonto im euroSIC welches über ein Girokonto bei der SECB täglich abgeglichen wird
Definition SIC
Zahlungsart SIC (Swiss Interbank Clearing) für Zahlungen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein in CHF
Anforderung SIC: Verrechnungskonti bei SIX Interbank Clearing + Girokonto bei Nationalbank
Firmen Zahlungseingang
- Schweiz
- BESR: Bankeinzahlungsschein mit Referenznummer, Rechnungseinzug bei gleichzeitiger Verbuchung
- LSV+/BDD: LSV für Business mit Widerspruchsrecht (30 Tage), Business Direct Debit für Business-LSV ohne Widerspruchsrecht des Zahlungspflichtigen
- Paynet: Elektronische Fakturierung, Bezahlung durch Kunde via digitalem Banking
- Ausland
- Einzelauftrag
- SEPA-Lastschrift für Euro
Firmen-Zahlungsausgang (Rechnungen bezahlen, Kreditor)
- Schweiz
- Einzelauftrag
- DTA Auftrag (Datenträgeraustausch, Einzel- oder Massenzahlungen per File ins in- und Ausland in den gängigen Währungen)
- Dauerauftrag
- International
- Einzelauftrag
- SEPA-Überweisung, Einheitliche Regeln für EURO-Überweisung
- SWIFT Standardisierte Überweisung international
- IPI, Zahlungsanweisung vereinzelt inländische und hauptsächlich grenzüberschreitende Forderungen zu begleichen
- DTA Auftrag (Datenträgeraustausch, Einzel- oder Massenzahlungen per File ins in- und Ausland in den gängigen Währungen)
Eigenschaften Bankcheck
- Kunde kann Bankcheck für grössere Summen ausstellen lassen
- Bankcheck ist auf jeden Fall gedeckt, Kunde muss den Betrag beim Kauf des Checks sofort bezahlen
Eigenschaften Korrenspondenzcheck
- Wird im Geschäftsverkehr verwendet
- Meistens elektronisch verarbeitet
Eigenschaften Verrechnungscheck
- Begünstigter muss eine Kontobeziehung haben. Betrag darf nicht Bar ausgezahlt werden, nur auf Konto gutschreiben
Eigenschaften Travel-karte
- Pre-Paid Konto
- Elektronischer Reisecheck im Kartenformat
- Kann bei Verkaufsstellen wieder aufgeladen werden
- Gebühr ca. 1.5% des Ladebetrags
- Karte in CHF/USD/EUR
- 100-10'000
- Weltweit kann Bargeld bezogen werden
- Zahlung über Mastercard-Chip
Eigenschaften Kreditkarte
- Bargeldlose Bezahlung von Waren oder Dienstleistungen
- Bargeldbezug (Gebühr)
- Belastung nach Ablauf der Abrechnungsperiode (i.d.R. monatlich)
- Kurzfristiger Kredit
- Prepaid möglich
- Kundenkreditkarten möglich (Manor, Globus, BP..)
- Co-Branding-Karten: Coop/Migros/Swiss…
- Issuer mit Lizenz, zB. Viseca
- Acquirer (Verkaufsgeschäfte unter Vertrag), z.B. Worldline
- Konsumkreditgesetz (KKG) schreibt vor das Kunde sich nicht überschulden darf
Eigenschaften Debit Karte
- Kontogebunden
- Bargeldbezug am Automaten/Schalter
- Bargeldloses Bezahlen von Waren und Dienstleistungen
- Einkaufen im Internet
Erkläre Kontosaldierung
- Kündigung: Fristen & Rückzugsbedingungen sind zu beachten
- Durchführung der Saldierung
- Check: Identität Berechtigung des Kunden
- Check: ungedeckte Positionen: Kontostand / pendente Zahlungsaufträge / ausstehende Kreditkartenrechnungen
- Saldierungstag: Gutschrift abgelaufene Zinsen, Konto mit allfälligen Gebühren und Spesen Belasten. Saldo wird vorzugsweise auf anderes Konto gutgeschrieben
- Saldierungsgrund einholen
Feststellen wirtschaftlicher Berechtigter
- Nicht börsenkotiert: Kontrollinhaber muss festgestellt werden per Formular K
- Keine operativ tätige Gesellschaft, sondern Sitzgesellschaft: Mittels Formular A wirtschaftlichen Berechtigen feststellen
Identifikation natürliche Person
- Per Ausweis
- Abklären ob Eröffner überhaupt bevollmächtigt ist, Konto für Unternehmen zu eröffnen
Indentifikation einer juristischen Person
- HR: Mittels Handelsregisterauszug, max 12 Monate alt.
- Ohne HR (Verein): Identifikationsprüfung über die Statuten (Gründungsakten) und das Protokoll der Jahresversammlung
Vollmacht nach Tod
- Nach dem Tod gehen Rechte und Pflichten auf Erben>Erbengemeinschaft über
- Jeder Erbe hat Auskunftsrecht
- Jeder Erbe hat einzeln das Recht, Vollmachten zu widerrufen
- Im Todesfall sperrt Bank oft Konti um nicht gegen Erbansprüche zu verstossen
Einschränkungen Vollmachten
- Keine Weitergabe der Vollmacht an einen Dritten
- Keine Aushändigung von Testamenten aus einem Depot
- Verfügung über das Schrankfach nur mit einer besonderen Vollmacht
- Keine Eröffnung eines PIN-Codes
- Fordert Bevollmächtigter Bankkredit an wird Kontoinhaber meistens informiert
Erkläre Verwaltungsvollmacht
- Verwaltungsvollmacht: Bevollmächtigte hat je nach Entscheid des Kontoinhabers Zugriff auf alle oder ausgewählte Konti und Depots. Es können NUR Geschäfte in Verbindung mit Vermögensverwaltung und Anlageberatung getätigt werden
Erkläre Eingeschränkte Vollmacht
- Eingeschränkte Vollmacht: Zugriff auf bestimmte Konti oder Depots bei der Bank
Erkläre Generalvollmacht
- Generalvollmacht: Zugriff auf sämtliche aktuelle und in der Regel auch später eröffnete Konti und Depots des Kontoinhabers
Erkläre einmalige Vollmacht
- Einmalige Vollmacht: Einmalig zu einer bestimmten Verfügung ermächtigen. Nicht bei allen Banken erlaubt
Erkläre Kollektivvollmacht
- Kollektivvollmacht: 2 oder mehrere Personen ermächtigt, gemeinsam über Konto zu verfügen. Gemeinsam schriftlich festgehalten
Erkläre Einzelvollmacht
- Einzelvollmacht: Eine Person ist allein ermächtigt, Bankgeschäfte zu tätigen und Kontoinhaber rechtskräftig zu vertreten. Normal bei Privatkonti
Eigenschaften Vollmachten
- Immer schriftlich festgehalten
- Vollmacht kann jederzeit widerrufen werden
- Vollmacht meist über den Tod gültig
Kontoeröffnung online
- Webseite App aufsuchen
- Dienstleistungen auswählen
- Persönliche Angaben erfassen
- Mit Pass/ID identifizieren
- Vertrag unterzeichnen (online oder handschriftlich)
- Dienstleistungen nutzen
Kontoeröffnung Korrespondenzweg
- Kopie eines amtlichen Ausweises samt Echtheitsbestätigung (Notar, Post, Bankniederlassungen im Ausland)
- Prüfung Wohnsitzadresse durch Postzustellung
- Postfach nicht mehr möglich
- Formular A (Erklärung über wirtschaftlichen Berechtigten)