BZ-Pflege

Flashcards
37
Students
0
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
13.01.2026 / 13.01.2026

Flashcards

Nebenwirkungen: Organspezifisch

  • Myelosuppression
  • Stomatitis/ Enterokolitis 

  • Übelkeit, Erbreche 

  • Kardiotoxizität 

  • Pulmonale Toxizität 

  • Hepatotoxizität 

  • Nephrotoxizität 

  • Neurotoxizität 

  • Dermatologische NW: -  Haarausfall u.v.m 

  • Reproduktive Toxizität:-  ♂: Azoospermie ‡ männliche Sterilität: -  ♀: Fibrosierung der Ovarien‡ weibliche Sterilität -  Mutagene und teratogene Wirkung auf Embryo/ Fötus 

Gewebe mit schnellem Zellturnover: 

  • Tumor (gewünschte Wirkung)

  • -  Blutbildendes Knochenmark (!) (NW)

  • -  Lymphatisches Gewebe (NW)

  • -  Darmepithel (NW)

  • -  Mundschleimhaut (NW)

  • -  Samenepithel der Hoden (NW) 

NW Zytostatikas (allgemein)

  • Zytostatika sind Proliferationsgifte‡Zytostatika schädigen JEDE Zelle, die sich im Proliferationszyklus (Zellteilung) befindet ‡ Tumorzellen werden geschädigt, ABER IMMER auch gesunde Zellen(!) ‡ Nebenwirkungen sind obligat(!)

  • -  Zytostatika sind (leider) nicht spezifisch(!)

  • -  Günstigster Fall einer zytostatischen Chemotherapie: Zytostatika mit hoher Spezifität einsetzen, damit möglichst mehr Tumorzellen als gesunde Zellen geschädigt werden! 

  • Zytostatika verursachen also DNS-Schäden und sind somit selbst kanzerogen und teratogen(!) 

  • Zytostatika als Proliferationsgifte schädigen ALLE sich teilende Zellen(!), besonders diejenigen mit schnellem Zellumsatz. 

  • Antimetabolite 

og. Antimetabolite werden als ‚falsche‘ Bausteine in DNS eingebaut oder hemmen die Synthese essentieller DNS- Moleküle.  Antimetaboliten wirken allerdings unspezifisch auf den Stoffwechsel aller Zellen, nicht nur auf Tumorzellen. Häufige Nebenwirkungen zeigen sich daher an anderen rasch wachsenden Geweben, zum Beispiel am blutbildenden Knochenmark oder den Schleimhäuten.

Mitosehemmstoffe

Wirken nur auf M-Phase des Proliferationszyklus. Blockieren den Spindelapparat der Zelle, so dass die Mitose in der Metaphase zum Stillstand kommt. Nebenwirkung: 
- Die meisten Mitosehemmer machen u.a. eine Polyneuropathie als häufige NW ‡ 1. klinisches Warnzeichen: Abnahme des Vibrationssinnes (Stimmgabeltest) 

zytostatisch wirkende Antibiotika        

  • (Medikamente, die gegen Krankheitserreger gerichtet sind)

Alkylantien

Alkylantien entfalten eine zytotoxische Wirkung, indem sie Alkylgruppen in Amino-, Carboxyl-, Hydroxyl-, Phosphat- und Sulfhydrylgruppen der Ribonukleinsäuren der DNA einbauen. Dadurch wird die Zellteilung gehemmt.
Die Schädigung der DNA trifft vor allem schnell wachsende Zellen wie Tumorzellen, leider aber auch andere rasch wachsende Zellen wie Schleimhautzellen, Haarwurzeln oder Knochenmarkszellen.
Kanzerogene (krebserregend) und teratogene (embrioschädigend) Wirkung von Alkylantien
NW: -Nephrotoxizität - Ototoxizität- Polyneuropathie 

Wie werden Zytostatikas eingeteilt/ unterteilt?

1. Nach Herkunft:

-  Pflanzliche Tumorhemmstoffe

-  Synthethische Zytostatika

2. Nach Wirkung:

Alkylantien

zytostatisch wirkende Antibiotika        

Mitosehemmstoffe  

Antimetabolite

Andere

Was ist die Regionale Chemotherapie ?

  • Bsp: Intrathekale, intrapleurale, intraperitoneale Applikation von Zytostatika

  • -  Selektive Perfusion von Organen mittels Katheter (Bsp: Leber) 

Was ist der Vorteil der Extrakorporale Perfusionstherapie (Chemotherapie)?

Temporärer extrakorporaler Kreislauf (Bsp: Extremitätentumor) ‡ Zytostatika können in ultrahohen Dosen appliziert werden, OHNE systemische Toxizität 

Remission (Definition)

bedeutet in der Medizin das temporäre oder dauerhafte Nachlassen von Krankheitssymptomen körperlicher bzw. psychischer Natur, jedoch ohne Erreichen der Genesung.

Phasen der Chemotherapie: 

1. Induktionstherapie:

-  Intensive Zytostatikatherapie

-  Ziel: komplette Remission

2. Konsolidierungstherapie:

- Stabilisierung der Remission

3. Erhaltungstherapie:

-  Verlängerung einer Remission

-  a) Dauerchemotherapie

-  b) intermittierende Therapiezyklen 

3 mögliche Arten von Resistenzen gegenüber Zytostatika: 

  1. Temporäre Resistenz: Ruhende G0-Zellen sind ‚resistent‘ gegenüber Zytostatika, da diese Proliferationsgifte sind.Treten G0-Zellen in den Zellproliferationszyklus ein, werden sie empfindlich gegenüber Zytostatika. Je grösser der Tumor, umso grösser die G0-Fraktion(!) 
  2. Primäre Resistenz: Resistente Zellklone, 1/100‘000 bis 1/1‘000‘000

  3. Sekundäre Resistenz: Im Verlaufe der Zytostatikatherapie entstehend, whs Adaptation der Tumorzellen (Veränderung des Stoffwechsels, Repair- Mechanismen, MDR-1-Gen Überexpression) 

Es gibt 5 Arten des Therapieerfolg 

  • Komplette Remission: Verschwinden aller Tumormanifestationen
  • Partielle Remission: Rückbildung der Tumorherde um mind. 50%
  • No-change: Abnahme der Tumorherde um weniger als 50%
  • Progression: Neue Tumormanifestationen, oder Zunahme bestehender Tumormanifestationen
  • Rezidiv: Erneute Tumormanifestation nach kompletter Remission 

Definition Polychemotherapie 

  • -  Kombination verschiedener Zytostatika

  • -  Meist der Monotherapie überlegen

  • -  Weniger Resistenzen

    Voraussetzung:

  • -  Polychemotherapie muss der Monotherapie überlegen sein

  • -  Effizientere Tumorvernichtung

  • -  Nicht System-toxischer als Monotherapie 

Was ist die Zelltodhypothese nach Skipper?

-  Zytostatika wirken nach Kinetik 1. Ordnung: (zeitlichen Ablauf einer Reaktion)

  • -  Es wird nicht eine absolute Zellzahl getötet, sondern immer ein konstanter Prozentsatz.

  • -  Bsp: 1 Zytostatika vernichtet 90% der Gesamttumormasse von 1012 ‡ nach einmaliger Anwendung sind immer noch 1011 Tumorzellen vorhanden.

  • -  ‡ Weitere
    Chemotherapiezyklen oder
    Polychemotherapie um
    Tumorzellzahl weiter zu
    reduzieren. 

Wie entsteht ein Tumor?

MERKE:

- Ein Tumor kann aus einer einzigen entarteten Zelle entstehen(!) 

Ein Tumor hat 4 funktionelle Zellkompartimente (Zytostatikas)

1. Proliferationspool:

    - Wachstumsfraktion

    - Aktiv sich teilende Zellen des Tumors im Zellzyklus     (NICHT G0- Phase) 

Zytostatika sind umso wirksamer, je kleiner der Tumor ist: 

  • Grosse Tumore: Chirurgische oder strahlentherapeutische Reduktion der Zellzahl um Wirksamkeit der Zytostatika zu erhöhen. 
  • Kleine Tumore: Wachstumsfraktion (Proliferationspool) ist relativ hoch‡gute Wirksamkeit der Zytostatika 

2. Ruhepool:
   - Zellen in G0, ruhende Zellen, KEINE Zellteilung

   MERKE:
   Zytostatika als Proliferationsgifte können Zellen in G0   NICHT eliminieren(!) 

3. Nicht mehr teilungsfähige Tumorzellen

4. Tote Tumorzellen 

Salvage Therapie (Zytostatikas)

Erneute intensive Therapie mit kurativer Zielsetzung bei Patienten mit Tumorrezidiven 

Adjuvante Therapie (Zytostatika)

(ergänzende oder unterstützende Therapiemaßnahmen)

  • -  Verhinderung von Rezidiven

  • -  Verhinderung von Metastasen 

Neoadjuvante Therapie (Zytostatika)

Präoperative Chemotherapie um Operabilität zu verbessern, bzw. um ein sog. Downstaging (TNM-Stadium!) zu erreichen, um Heilungschancen zu verbessern. 

Palliative Therapie (Zytostatikas)

Verminderung des Tumorleidens, bzw. Verbesserung der

Lebensqualität, ohne Heilungschancen 

Kurative Therapie (Zytostatikas)

Potentielle Heilung 

  • Gewisse Maligne Lymphome, M. Hodgkin, ALL der Kinder, Hoden-CA, Chorion-CA, ... 

Welche fünf Zielsetzungen hat man mit der Chemotherapie durch Zytostatikas?

 

1. Kurative Therapie:

2. Palliative Therapie:

3. Neoadjuvante Therapie:

4. Adjuvante Therapie:

5. Salvage Therapie:

Kontraindikation von Zytostatikas

Schwangerschaft und Stillzeit

Indikation Zytostatika 

Zytostatika indiziert in der Tumortherapie, da Tumorzellen nicht der physiologischen Wachstumsregulation unterliegen und eine höhere Zellteilungsrate aufweisen als gesunde Körperzellen. 

Definition Zytostatika

Zytostatika sind eine chemisch heterogene Gruppe zytotoxischer Substanzen, die das Zellwachstum, v.a die Zellteilung verhindern (Zellgifte). 

MERKE:

‡ Zytostatika sind Proliferationsgifte(!): Sie wirken also nur auf die Zellen eines Tumors, die gerade aktiv im Zellzyklus sind, die also im Begriff sind, sich zu teilen(!) 

Zytostatika stören den Zellteilungsapparat oder behindern die für die Zellvermehrung notwendige Verdoppelung des Erbmaterials oder andere Prozesse der Zellteilung auf unterschiedliche Art und Weise.

Was ist die Therapie mit Hormonantagonisten?

Medikamente welche die Andockstellen der Prostatazellen für Testosteron besetzen

Therapie des metastasierenden Prostata-CA: (Medikamente welche die Andockstellen der Prostatazellen für Testosteron besetzen- hat viele nebenwirkungen)

  • -  Nichtsteroidale Antiandrogene (Flutamid)

  • -  Steroidale Antiandrogene: (Cyproteronacetat -> hat zusätzliche gestagene Wirkung mit Senkung des Testorsteronspiegles). Anwendung von Cyproteronacetat auch bei Sexualverbrechern.

Therapie des metastasierenden Mamma-CA: 

  • -  Antiöstrogen (Tamoxifen)

  • -  Aromatasehemmstoff

    (Anastrozol, Letrozol)

  • -  Östrogenrezeptorantagonist

    (Fulvestrant) 

Ovarektomie

chirurgische Entfernung der Eierstöcke

Orchiektomie

chirurgische Entfernung der Hoden

Was ist die Ablative Hormontherapie ?

  • Entzug von Hormonen

  1. -  Bsp: Operative Kastration

-  ♀: Ovarektomie bei metastasierendem Mamma-CA

-  ♂: Orchiektomie bei metastasierendem Prostata-CA

        2. -  Bsp: medikamentöse Kastration: (Steuerhormon der Geschlechtshormone (GnRH)  im Gehirn wird blockiert)

-  Gabe von LH-RH-Agonisten oder LH-RH-Analoga (Buserelin, Goserelin, Triptorelin) bei metastasierendem Prostata- CA 

Was ist die Additive Hormontherapien?

  • Zufuhr von Hormonen Bsp: Östrogengabe bei Prostata-CA 

Welche drei Arten der Hormontherapie gibt es?

  • Additive Hormontherapie
  • Ablative Hormontherapie

  • Therapie mit Hormonantagonisten

Nebenwirkungen der Hormontherapie: 

  • Hormonzufuhr (Östrogen und Androgene): Wasserretention, Hyperkalzämie

  • -  Hormonentzug: Endokrine Ausfallerscheinungen, Osteoporose 

Voraussetzungen für eine Hormontherapie: 

  • -  Hormonabhängiges Wachstum eines Tumors‡v.a Mamma-CA, Prostata-CA, z. T Endometrium- CA

  • -  Bestimmung der Hormonspiegel im Blut

  • -  Bestimmung der Hormon- Rezeptoren im Tumorgewebe

  • -  Einbindung der Hormontherapie in ein interdisziplinäres Gesamttherapiekonzept (‡ Oberstes Ziel jeder Tumortherapie!) 

Onkologische Therapiemodalitäten: (Therapieplan)

  • 1. Operation

  • -  2. Bestrahlung (Radiatio)

  • -  3. Hormontherapie

  • -  4. Chemotherapie

  • -  a) regional

  • -  b) systemisch

  • -  5. Immuntherapie

  • -  6. Gentherapie

  • -  7. Supportive Therapie 

Voraussetzungen für eine onkologische Therapie 

  1. Histologisch gesicherte Diagnose (‡ Biopsie) Stichwort: Grading 2.
  2. Staging:
  • -  Stadieneinteilung eines Tumors

  • -  Stichwort: TNM-Stadium 

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