BP Personalführung

Personalführung Metallbauer Stufe BP, inklusive Probe BP- Fragen

Personalführung Metallbauer Stufe BP, inklusive Probe BP- Fragen


S. K.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Themen Personalführung und soziale Aspekte im Berufsleben. Sie konzentrieren sich auf Konflikte, Vorsorge, Lohnabrechnung und Arbeitsrecht, wobei Begriffe wie Konfliktparteien, Säulen der Vorsorge und Überstunden behandelt werden. Praktiker und Studierende profitieren von den detaillierten Erklärungen und Beispielen, um Konflikte zu lösen, Lohnabrechnungen zu verstehen und Vorsorgeoptionen zu nutzen.
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46
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Affaires sociales
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
23.12.2025 / 23.12.2025

Lernkarten

Was sind Interpersonelle Konflikte?

 

Interpersonelle Konflikte sind Konflikte zwischen 2 Personen

Welche Interpersonelle Konflikte gibt es ?

- Beurteilungskonflikt
- Interessenkonflikt
- Zielkonflikt
- Strukturkonflikt
- Rollenkonflikt
- Verteilkonflikt
- Wertkonflikt
- Beziehungskonflikt

Erkläre den Beurteilungskonflikt

Beurteilungskonflikt: In dieser Konfliktart besteht zwischen den Konfliktparteien zwar Konsens über das Ziel; man ist sich jedoch uneinig über den Weg zum Ziel.

 

Erkläre den Interessenkonflikt

Die Thematik liegt in den unterschiedlichen Bedürfnissen oder Wünschen. 

Erkläre den Zielkonflikt

• Zielkonflikt: Diese Konfliktart folgt meistens dem Interessenkonflikt, da die Interessen auf unter schiedliche und unvereinbare Ziele verweisen.

Erkläre den Strukturkonflikt

Strukturkonflikt: Thema von Strukturkonflikten sind organisatorische und/oder formale Pro zesse oder Festlegungen.

Erkläre den Rollenkonflikt

Rollenkonflikt: Wenn Rollen (Zuständigkeiten und Funktionen mit den entsprechenden Rechten, Pflichten und Erwartungen) von einer Person eine unstimmige Verhaltensweise hervorrufen, ist die Thematik ein Strukturkonflikt.

Erkläre den Verteilkonflikt

Verteilkonflikt: Anlass für diese Art eines Konflikts sind «knappe Ressourcen». Bei diesen kann es sich um eine Führungsposition, Geld, Material wie auch Anerkennung handeln.

Erkläre den Wertkonflikt

Wertkonflikt: Wertkonflikte werden auch als ideologische Konflikte bezeichnet. Sie entzünden sich an (Welt-)Anschauungen, an Normen und Werten. Sie werden auch oft als Zielkonflikte verschleiert, denn normative Überzeugungen bilden die Basis für Zieldefinitionen; dies meint, dass normative Überzeugungen bestimmen, was persönlich erstrebenswert und wertvoll ist.

Erkläre den Beziehungskonflikt

Beziehungskonflikt: Während bei den meisten Konfliktarten der Sachaspekt im Vordergrund steht, liegt hierbei der persönliche Aspekt im Zentrum. Entsprechend ist der Anlass zum Kon f likt die Beziehung.

Welche Konfliktarten gibt es?

Zwischenmenschliche Konflikte (Interpersonelle Konflikte)
Soziale Konflikte (Konflikte in Gruppen/Teams)
Inneren Konflikt (Intrapersonelle Konflikte)

Nenne 3 typische Merkmale eines Konfliktes (Glasls Definition)

1. Interaktion: Handlungen und / oder handelnde Personen stehen miteinander in wechsel seitigen Beziehungen.

2. Unvereinbarkeiten: Mindestens eine Partei wird dadurch empfindlich gestört.

3. Beeinträchtigung: Diese Störung wird als ungerechtfertigte Einschränkung bewertet. 

Nennen Sie mir die 9 Stufen der Eskalation nach Friedrich Glasl

Nennen Sie mir 4 verschiedene Verhaltungsstrategien

- Kooperation: Interessenausgleich, Verhandlung

- Kapitulation: Selbstaufgabe, Flucht, Rückzug

- Konfrontation: Ausübung von Macht, Rechtsweg

- Kamikaze: Gemeinsam in den Abgrund

Erklären sie mit das Harvard-Prinzip

Gemäss dem Harvard-Prinzip verlaufen die Verhandlungen dann am erfolgreichsten, wenn die Verhandlungspartner die Lösung nicht nur für sich, sondern auch für den Verhandlungspartner er reichen möchten.

Dabei ist eine friedliche und konstruktive Einigung in der Konfliktsituation mit einem klassischen «Win-win-Ergebnis» das erklärte Ziel

 

 

Welche Regeln gelten beim Harvard-Prinzip

•Klare Trennung der sachlichen von der emotionalen Ebene

• Konzentration auf die parteilichen Interessen und nicht auf derer Positionen

• Suche nach Lösungsoptionen, welche die Parteien als Vorteil betrachten

• Eine Verhandlung, die auf objektiven Kriterien basiert und von den Verhandlungs parteien akzeptiert werden kann

Nennen Sie mir 3 konventionelle alternative Verfahren zur Konfliktlösungsverfahren

Ombusverfahren

Schiedsgericht

Mediation

Erklären Sie mir das Ombudsverfahren

Ombudsverfahren sind reine Vermittlungsverfahren. Die Ombudsperson ist in den seltensten Fällen unabhängig, denn sie wird von einer Konfliktpartei bezahlt. Dabei hat die Ombudsperson die Aufgabe, zwischen den Parteien zu vermitteln und Lösungen vorzuschlagen.

Erklären Sie mir das Schiedgerichtverfahren

In einem Schiedsverfahren delegieren die Konfliktparteien die Konfliktlösung an ein nichtstaatliches Gremium, das sie selbst bestimmen.Das Urteil eines Schiedsgerichts ist für die Konfliktparteien bindend und kann zwangsvollstreckt werden.

Vorteile:

• Das Schiedsgerichtsverfahren ist nicht öffentlich und wird somit vertraulich durchgeführt.

• Schiedsgerichtsverfahren laufen um einiges schneller ab als staatliche Gerichtsverfahren.

• Die Konfliktparteien bestimmen gemeinsam die Schiedsrichterin / den Schiedsrichter oder das Schiedsgericht als Gremium.

• Das Schiedsgerichtsverfahren richtet sich nach den Bedürfnissen der Konfliktparteien und ist somit äusserst flexibel

Erklären Sie mir das Mediationsverfahren

Die Mediation ist ein freiwilliges, strukturiertes und vertrauliches Verfahren, bei dem die Konfliktparteien mit Unterstützung einer Mediatorin / eines Mediators eigenverantwortlich eine einver nehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.

Nennen Sie mir die 3 Säulen der Sozialversicherung der Schweiz

1. Säule : Staatliche Vorsorge

2. Säule: Berufliche Vorsorge

3. Säule: Private Vorsorge

Erklären Sie mir die 1. Säule der Staatlichen Vorsorge der Schweiz

Alle in der Schweiz wohnenden und/oder arbeitenden Personen sind in der staatlichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV) versichert. Dabei werden die Beiträge direkt vom Lohn abgezogen.

Nichterwerbstätige Personen leisten meistens einen sogenannten Minimalbeitrag. 

Leistungen aus der ersten Säule werden in Form von Alters-, Invaliden- oder Hinterbliebenenrenten ausbezahlt. Dabei gilt es zu bemerken, dass die Maximalleistung begrenzt ist; diese ist beispielsweise abhängig von der Anzahl Beitragsjahre.

Erklären Sie mir die Alters- und Hinterlassenversicherung (AHV)

Die Alters- und Hinterlassenenversicherung AHV deckt den Existenzbedarf bei einem Wegfall des Erwerbseinkommens aufgrund von Alter (Erreichung des ordentlichen Pensionsalters) oder Todesfall des Versorgers / der Versorgerin.

Die AHV erbringt die nachstehenden Leistungen:
• Renten
• Hilflosenentschädigung
• Hilfsmittel für Altersrenten (Schuhe, Perücken, Hörgeräte, Prothesen)
• Beiträge zur Förderung der Altenhilfe (Sach- und Geldleistungen an Einrichtungen zugunsten von betagten Menschen)

Die Renten werden in nachstehende Arten unterteilt:
• Altersrente
• Witwen- resp. Witwerrente
• Kinder- resp. Waisenrente
• Zusatzrente bei der Ablösung einer Rente der Invalidenversicherung (IV-Rente)

Erklären Sie mir die Invalidenversicherung (IV)

Die grundsätzliche Zielsetzung der Invalidenversicherung ist das Ein- resp. Wiedereingliedern von Personen in das Erwerbsleben, die eine Beeinträchtigung aufgrund von Geburtsgebrechen, Krankheits- oder Unfallfolgen haben. Unter Invalidität wird die durch einen physischen (körper lich) oder psychischen (geistig) Gesundheitsschaden infolge von Geburtsgebrechen, Unfall oder Krankheit verursachte, mutmasslich dauerhafte oder über längere Zeit andauernde Er werbsunfähigkeit verstanden

Die Versicherungsdeckung erfolgt auf der Basis der folgenden Gegebenheiten:
• Invalidität
• Unmittelbar drohender Invalidität
• Hilflosigkeit
• Eingliederungsmassnahmen

Die Invalidenversicherung gewährt folgende Arten von Leistungen:
• Taggelder
• Renten
• Eingliederungsmassnahmen (s. detaillierte Ausführungen)
• Hilflosenentschädigung resp. Pflegebeiträge an hilflose minderjährige Personen
• Förderung der Invalidenhilfe

Erklären Sie mir den Erwerbsersatzordnung (EO)

Die Erwerbsersatzordnung übernimmt den Schutz vor Verdienstausfällen von Personen in den nachstehenden Fällen:

• Militärdienst
• Zivilschutz
• Zivildienst
• Rotkreuzdienst
• Leiterkurse von Jugend und Sport (J+S)
• Mutterschaftsentschädigung

Erklären Sie mir die 2.Säule Berufliche Vorsorge der Schweiz

Das «Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge» (BVG) und das «Unfallversicherungsgesetz» (UVG) regeln grundsätzlich die Vorsorge aller arbeitnehmenden Personen über ihren Arbeitgeber (Pensionskasse) und die Berufs- wie auch Nichtberufsunfallversicherung. Die zu leistenden Beiträge werden direkt vom Lohn abgezogen. Dabei ist der Arbeitgeber verpflichtet, mindestens denselben Beitrag einzuzahlen (Kapitaldeckungsver fahren). Beiträge der Berufsunfallversicherung müssen gänzlich durch den Arbeitgeber übernommen werden.
Leistungen werden in Form von Alters-, Invaliden-, Hinterbliebenenrenten oder als (Teil-)Kapital bezug ausbezahlt.

Was ist der Zweck der 2.Säule Berufliche Vorsorge

Die Leistungen aus der beruflichen Vorsorge ergänzen die Leistungen aus der ersten Säule (AHV/IV). Dabei wird das Ziel verfolgt, dass den Versicherten die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in einer angemessenen Weise gesichert wird. Es sind die Gefahren aus Alter, Tod und Invalidität versichert.

Erklären Sie mir die Unfallversicherung (UVG)

Die Unfallversicherung bezweckt, die gesundheitlichen, immateriellen und auch wirtschaftlichen Auswirkungen eines Unfalls oder einer Berufskrankheit für die betroffenen Arbeitnehmenden aufzuheben oder zumindest zu mildern

Zunächst soll ein gemeinsames Verständnis vom Begriff «Unfall» geschaffen werden. Ein «Unfall» enthält nachstehende Attribute:
• Tritt plötzlich und unerwartet ein
• Ist ein einmaliger Vorgang; ist also nicht wiederkehrend
• Der Vorfall wurde nicht absichtlich herbeigeführt
• Hat eine schädigende Einwirkung
• Stellt ein ungewöhnliches und unvorhersehbares Ereignis dar
• Wird durch einen oder mehrere äussere Faktoren ausgelöst
• Wirkt auf den menschlichen Körper ein

Erklären Sie mir die 3. Säule Private Vorsorge der Schweiz

Mittels einer privaten Vorsorge (sogenannte Säule 3a und 3b) können die Leistungen aus der ersten und der zweiten Säule je nach Bedarf ergänzt werden. Dabei schafft der Staat fiskalische Anreize (insbesondere in der gebundenen Vorsorge Säule 3a). Wer freiwillig vorsorgen möchte/ kann, zahlt seine Beiträge nach seinen wirtschaftlichen Möglichkeiten bis zu einer maximalen Beitragsgrenze selbst ein. Der bis zum Maximalbetrag eingezahlte Betrag kann von der Einkom menssteuer abgezogen werden

Erklären Sie die Säule 3a (gebundene Vorsorge)

Die Säule 3a (gebundene Vorsorge) Weil das Gesetz bestimmte Rahmenbedingungen zur Einhaltung vorschreibt, wird die Säule 3a als «gebundene Vorsorge» bezeichnet.

Folgende Rahmenbedingungen sind relevant:
• Lediglich Versicherungsgesellschaften und speziell dafür eingerichtete Bankstiftungen dürfen Produkte der gebundenen Vorsorge anbieten.
• Die Verträge, welche die Parteien abschliessen, müssen ausschliesslich der Vorsorge dienen
• Die angesparten Gelder werden in aller Regel frühestens fünf Jahre vor dem Erreichen des ordentlichen AHV-Alters ausgezahlt (frühere Auszahlung beispielsweise möglich bei einer Auf nahme einer selbstständigen Berufstätigkeit oder bei endgültigem Verlassen der Schweiz).
• Das angesparte Kapital darf im Todesfall nur an begünstigte Personen ausgezahlt werden.

Erklären Sie mir die Säule 3b (Freie Vorsorge)

Zur Säule 3b zählen alle übrigen privaten Vorsorgeformen.
Dazu zählen beispielsweise das Sparkonto, das Eigenheim (Einfamilienhaus, Eigentumswohnung etc.), private Spar- und Risiko versicherungen (z. B. Lebensversicherungen), Wertschriften, Einmaleinlagen etc

Nennen Sie 4 Punkte, welche im LGAV zwischen den Parteien geregelt wird.

-Vollzugskosten- und Weiterbildungsbeitrag
- Rechte und Pflichten
- Weiterbildungsförderung
- Arbeitszeit, Ferien, Feiertage, gleitender Ruhestand
- Löhne und Zuschläge - Sozialleistungen - Kündigung 

Ab welchem Alter wird im LGAV der "gleitende Ruhestand" geregelt.

Ein gleitender Ruhestand ist ab dem 58 Jahren möglich

Welcher Rechtsgrundlage unterliegt der Einzelarbeitsvertrag?

Art. 319 des Schweizerischen Obligationenrechtes (OR) 

Erklären Sie den Unterschied zwischen dem 13. Monatslohn und der Gratifi kation.

Im Gegensatz zur Gratifikation stellt der 13. Monatslohn, wenn ein solcher vereinbart worden ist, ein zusätzlich zum Grundlohn geschuldetes Lohnbe treffnis und keine freiwillige Leistung (Gratifikation) des Arbeitgebers dar. 

Was ist der Deming-Kreis und nennen Sie die entsprechenden Phasen

Der Deming-Kreis, auch bekannt als PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act), ist ein iterativer Prozess zur kontinuierlichen Verbesserung in Organisationen. Er besteht aus 4 Phasen:

- Plan (Planen): Identifizieren und Analysieren von Problemen sowie Festlegen von Zielen.
- 
Do (Durchführen): Implementierung der geplanten Maßnahmen.
- Check (Überprüfen): Überwachung und Bewertung der Ergebnisse im Vergleich zu den Zielen.
- Act (Handeln): Anpassung der Prozesse basierend auf den Ergebnissen, um Verbesserung zu erzielen.

Was gilt es dabei zu berücksichtigen respektive was sind die Folgen der Wochenendarbeit? 

- Erlaubnis bei der Gemeinde, Behörde oder Bauleiter einholen
- Sonntagszuschläge für Mitarbeiter
- Allfällige Kompensationstage später einplanen 

Wo sind die Wochenendarbeiten geregelt?

Im Landesgesamtarbeitsvertrag LGAV

Die Bauherrschaft ist mit einem Ihrer Mitarbeiter (Monteur) nicht zufrieden und reklamiert.
Was unternehmen Sie? 

- Konfliktpunkt analysieren
- Gespräch aufsuchen
- Alternative anbieten
- Anderen Ansprechpartner anbieten 

Welche Möglichkeiten stehen Ihnen bei einem Konflikt mit einem Kunden zur Verfügung?

- Persönliches Gespräch, allfällig zusammen mit Bauleitung oder Architekt als "neutrale Partei".
- Eine Eskalationsstufe weiter wäre dann Anwalt (was jedoch zu vermeiden wäre) 

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