NFA Geologie
Naturführerausbildung Modul 1 Geologie
Naturführerausbildung Modul 1 Geologie
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Lernkarten
Nenne die fünf geologischen Großeinheiten in Vorarlberg.
Silvrettakristallin, Nördliche Kalkalpen, Penninikum, Helvetikum, Molassezone
Beschreibe das Silvrettakristallin.
Metamorphes «Altkristallin» mit vorwiegend Gneisen, Glimmerschiefern und Amphiboliten findet sich südlich der Linie Rellstal – Bartholomäberg – Kristberg – Klostertal – Arlberg. Die Kristallinen Gesteine (speziell Glimmerschiefer und feldspatreiche Gneise) verwittern tiefgründig und bilden daher eher runde Geländeformen. Verkarstungsfähiger Marmor fehlt. Diese Zone enthält die ältesten Gesteine Vorarlbergs.
Beschreibe die Nördlichen Kalkalpen.
Die Nördlichen Kalkalpen (Rätikon, Davennastock, Lechquellengebirge, Hochtannberg) sind durch unterschiedliche Kalkgesteine charakterisiert, die im Erdmittelalter (Trias, Jura, Kreide) im Tethys-Meer abgelagert wurden. Der Bildungsraum war Teil der Apulischen Platte.
Mit Beginn der Trias (vor 245 Mill. J.) wurde das Gebiet der «Grauwackenzone» vom Meer überflutet. Küstennahe Sandsteine entstanden an der Basis der Nördlichen Kalkalpen. In der Folge wurde das Gebiet abgesenkt: Die Küstenlinie verschob sich nach Nordwesten, und der Landeinfluss nahm ab. Eine Kalkplattform entstand, auf der sich Sedimentation und Absenkung in etwa die Waage hielten. Das Ablagerungsgeschehen wurde durch Meeresspiegelschwankungen gesteuert.
Im Jura wurden die Flachwassergebiete der Trias von tieferen Ablagerungsräumen abgelöst. Das Zerbrechen der Kalkplattform äußerte sich im Aufreißen von Spalten, die tief in die älteren Gesteine hineinreichten und mit jüngerem Material verfüllt wurden. Stärkere Absenkung führte zu Mangelsedimentation und Schichtlücken. Der Ablagerungsraum kann nun in einen Schwellenbereich im Südosten und einen Beckenbereich im Nordwesten unterteilt werden, die jeweils wiederum in Teilschwellen und Teilbecken gegliedert sind
Beschreibe das Penninikum.
Das Penninikum umfasste das Gebiet zwischen Europa im Nordwesten und Adriatischer Platte im Südosten. Es war durch eine Schwellenzone (Mittelpenninikum) geteilt. Beiderseits dieser Schwelle existierten (zu unterschiedlichen Zeiten) echte Ozeane.
Das Südpenninikum ist nur als ausgewalzte Zone an den Schuppengrenzen der Kalkalpen erhalten (Arosazone). Hinweise auf einen Ozean sind vorhanden (Ophiolithe = Ozeanbodenbasalte). Durch die starke Beanspruchung während der Gebirgsbildung sind wenig Detailaussagen möglich. Im Mittelpenninikum der Falknis- und Sulzfluhdecke finden sich ausgedehnte Flachwasserkalke des oberen Jura (Sulzfluhkalk).
Beschreibe das Helvetikum
Kanisfluh, Hoher Iven, Gottesacker Plateu, Kummaberg, Karren
Im seichten Gewässer des Penninischen Ozeans kalkige Sedimente, in der Tiefe eher Tone, Mergel und sandige Sedimente. Mergel verwittern leicht und bilden somit Wiesenhänge, dagegen ist Kalk meist als Felsstufe ausgebildet.
Im Zuge der Alpenbildung Gestein mehrfach übereinander geschichtet und stark verfaltet.
Beschreibe die Molasse.
Jüngste Geologische Einheit. Abtragungsschutt. Nagelfluh und Konglomerat.
Wort kommt vom französischen "meule" - Mühlstein
Wann begann ca. die Ablagerung der nördlichen Kalkalpen?
Vor ca. 250 Mio. und 90 Mio. Jahre vor heute im Tethys Ozean
Wann begann ca. die Auffaltung der Alpen?
Vor 50 Mio. Jahres kollidierten die Kontinente Europa und Afrika.