SIU Gebäudesystemtechnik

SIU Gebäudesystemtechnik Semesterprüfung

SIU Gebäudesystemtechnik Semesterprüfung


M. S.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Gebäudeautomation auf Mittelschulniveau, mit Fokus auf KNX-Systeme, Busleitungen und Geräteintegration. Sie decken Themen wie Bustopologien, Spannungsversorgung, Kommunikationsprotokolle und die Rolle von Sensoren und Aktoren ab. Ideal für Elektrotechnik-Interessierte, die die Vernetzung und Steuerung von Gebäudesystemen verstehen möchten.
Karten
33
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Elektrotechnik
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
05.11.2025 / 07.11.2025

Lernkarten

Was bedeutet der Begriff der Minergie? 

Minergie ist ein Schweizer Baustandard für energieeffiziente Neubauten und Sanierungen, getragen von Wirtschaft, Kantonen und Bund.
Ziel ist hoher Wohn- und Arbeitskomfort durch eine gut gedämmte Gebäudehülle und kontrollierte Lüftung.
Merkmale:

  • Sehr tiefer Energiebedarf

  • Hoher Anteil erneuerbarer Energien

  • Gestaltungsfreiheit für Bauherr, Architekt und Planer
    → Fokus auf Komfort, Effizienz und Nachhaltigkeit.

Was ist ein Sensor in der Gebäudeautomation?

Nimmt physikalische Grösse auf und sendet sie an Zentrale. Temperatur, Helligkeit, Zustand (ein/aus), Wert (0-10V), Wert (0-20mA),… 

Was ist ein Aktor in der Gebäudeautomation?

bernimmt Befehle der Zentrale und führt sie aus. Stellmotor, Relais, Ventil, Lampe,….

Nenne drei Arten von Bussystemen in der Gebäudeautomation

Normierte –offene –proprietäre Systeme

Skizziere einen topologischen Aufbau einer Gebäudeautomation

Wie schaffen wir ein angenehmes Raumklima?

Ideale Beleuchtung (kein Blenden und nicht zu wenig Licht)

• Möglichst viel Tageslicht nutzen • Raumtemperatur auf einem angenehmen Wert

• Luftfeuchtigkeit in Abhängigkeit zur Raumtemperatur variiert

• Keine oder geringe Zugluft • Bedienung der Systeme einfach und immer möglich

• Automatikfunktionen einfach sind und verstanden werden 

Nenen die drei Minergie Standards

Minergie, Minergie-P, Minergie-A

Minergie Standards

Welche Gebäudeautomationssysteme haben im privaten Wohnungsbau eine hohe Bedeutung? 

• Wirtschaftlichkeit und Energieeinsparung

• Komfort

• Sicherheit 

Welche Gebäudeautomationssysteme haben im Zweckbau eine hohe Bedeutung?

• Wirtschaftlichkeit und Energieeinsparung

• Kommunikation über Bussysteme und Netze

• Komfort

• Flexibilität

Was ist DALI und welchen Zweck erfüllt es in der Lichtsteuerung?

DALI (Digital Addressable Lighting Interface) ist ein digitales Steuerungssystem für Beleuchtungen.
Es ermöglicht, Leuchten individuell oder in Gruppen zu steuern – z. B. Ein/Aus, Dimmen oder Szenensteuerung – über eine zweidrahtige Busleitung.
Ziel ist eine flexible, energieeffiziente und komfortable Lichtsteuerung in Gebäuden.

Maximale Geräte pro Linie Dali 

64

Was ist KNX und welchen Zweck erfüllt es in der Gebäudeautomation?

KNX ist ein internationaler Standard für die Gebäudeautomation.
Er ermöglicht die Vernetzung und Steuerung von Geräten wie Beleuchtung, Heizung, Lüftung, Storen oder Sicherheitssystemen über einen gemeinsamen Bus.
Ziel ist eine energieeffiziente, flexible und zentral steuerbare Gebäudetech

Wie ist der Netzaufbau eines KNX-Systems aufgebaut?

  • Bis zu 64 Geräte pro Buslinie

  • Mehrere Linien werden über Linienkoppler verbunden

  • Maximal 15 Linienkoppler bilden einen Bereich

  • Bis zu 15 Bereiche können über Bereichskoppler zusammengeschaltet werden

  • Auch Kopplerverbindungen laufen über eine Busleitung mit eigener Spannungsversorgung und maximal 64 Geräten

Was ist der M-Bus und wofür wird er verwendet?

Der M-Bus (Meter-Bus) ist ein genormtes Bussystem zur Übertragung von Messdaten.
Er wird eingesetzt, um Verbrauchswerte von Energiezählern – wie Strom, Gas, Wärme oder Wasser – digital zu übermitteln.

Was ist DMX und wofür wird es verwendet?

DMX (Digital Multiplex) ist ein genormtes Steuerungssystem für Licht- und Effektechnik.
Es wurde ursprünglich für Bühnenbeleuchtungen entwickelt und dient heute zur Steuerung von Licht, Farben und schnellen Abläufen in Shows oder Architekturbeleuchtungen.

Sterntopologie im Gegensatz zur Bustopologie?

Bei der Sterntopologie sind alle Geräte zentral mit einer Hauptstelle (z. B. Switch oder Server) verbunden.
Fällt eine Verbindung aus, bleiben die anderen funktionsfähig.

Bei der Bustopologie sind alle Geräte an einer gemeinsamen Leitung (Bus) angeschlossen.
Fällt der Bus oder eine zentrale Verbindung aus, funktioniert das gesamte System nicht mehr.

Was gehört alles zur Gebäudeautomation? 

Zur Gebäudeautomation gehören alle Systeme, die technische Anlagen in Gebäuden steuern, regeln und überwachen

 

  • Heizung, Lüftung und Klimaanlage (HLK)

  • Beleuchtungs- und Beschattungssteuerung

  • Energie- und Lastmanagement

  • Sicherheits- und Zutrittssysteme (Alarm, Video, Brandmeldung)

  • Raumautomation (z. B. Temperatur, Licht, Jalousien)

  • Überwachung und Visualisierung der Anlagen (z. B. über ein Leitsystem)

Kann ein Gesamtsystem ohne Subsysteme existieren? 

Nein, ein Gesamtsystem kann nicht ohne Subsysteme existieren, da es aus mehreren Subsystemen aufgebaut ist

Was sind schliesslich die Hauptaufgaben der GA? 

Die Hauptaufgaben der Gebäudeautomation (GA) sind:

  • Steuern, Regeln und Überwachen technischer Anlagen im Gebäude

  • Optimierung des Energieverbrauchs und Erhöhung der Energieeffizienz

  • Sicherstellung von Komfort für die Nutzer (z. B. Licht, Klima, Beschattung)

  • Erhöhung der Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit der Anlagen

  • Zentrale Visualisierung und Bedienung aller Systeme

  • Automatisierte Abläufe zur Kostenreduktion und Wartungsoptimierung

Wie sieht die KNX-Topologie aus? (Hierarchie)

Gerät → Linie → Bereich → Gesamtsystem

Wie viele Geräte können an einer Linie angeschlossen werden?

Maximal 64 Geräte pro KNX-Linie.

Wie lange darf die Busleitung pro Liniensegment maximal sein?

Maximale Länge pro Liniensegment: 1000 m

Wie hoch ist die minimale Spannung an der Busleitung?

Minimale Betriebsspannung: 21 V DC
(nominal: 29 V DC, zulässig: 21–32 V DC)

Welche Übertragungsmedien gibt es für den KNX?

  • P (Twisted Pair) – meist genutzt

  • KNX RF – Funk

  • KNX PL – Powerline

  • KNX IP – Ethernet/IP-basierte Übertragung

• Muss die Polarität der Busleitung eingehalten werden?

Ja, bei KNX-TP muss die Polarität eingehalten werden (rot + / schwarz −).

Welche Adresse hat ein KNX-Gerät im Bereich 3, in der Linie 4?

Die physikalische Adresse lautet: 3.4.x

Welche Kommunikationsteilnehmer braucht ein KNX-System für Gebäudefunktionen?

Für Gebäudefunktionen kommunizieren im KNX-System:

  • Sensoren (Helligkeit, Bewegung, Taster)

  • Aktoren (Relais, Dimmer, Motoren)

  • Steuer- und Regelgeräte (z. B. Heizungsregler)

  • Bedien- und Visualisierungsgeräte (z. B. Touchpanels)

Wie viele Teilnehmer können maximal von einer Spannungsversorgung betrieben werden?
Antwort:

Maximal 64 Teilnehmer pro KNX-Spannungsversorgung (pro Linie).

Wie kann man mehr als 64 Teilnehmer an eine Linie hängen?

Durch neue Linien mit eigener Spannungsversorgung und Linienkoppler verbinden.

Was macht ein Koppler? Welche Arten gibt es?

Ein Koppler verbindet KNX-Linien und filtert Telegramme, damit der Bus entlastet wird.
Arten:

  • Linienkoppler (Linie ↔ Bereich)

  • Bereichskoppler (Bereich ↔ Bereich)

  • IP-Router / IP-Koppler (KNX TP ↔ KNX IP)

Wie werden Bits beim KNX TP übertragen? (Spannungsverlauf)

  • „1“-Bit = Ruhepegel (ca. 30 V)

  • „0“-Bit = Spannungseinbruch auf ca. 21 V für etwa 35 µs
    → Übertragung erfolgt über Manchester-Coding ähnliches Zeitverfahren.

Darf man an eine Bereichslinie Geräte anbinden? Begründung / Auswirkung
Antwort:

Nein, Geräte dürfen nicht an eine Bereichslinie angeschlossen werden.
Begründung:

  • Die Bereichslinie ist nur zur Kopplung zwischen Bereichen gedacht.

  • Geräte würden Telegrammverkehr stören und die Topologie verletzen.
    → Folge: Kommunikationsfehler, Instabilität und unzulässiger Aufbau.

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