Schädel-Hirn-Trauma

Physiologie und Pathologie

Physiologie und Pathologie


R. P.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Behandlung und das Management von Schädel-Hirn-Trauma (SHT) auf einer anderen Ebene. Sie decken Themen wie Hirndruck (ICP), zerebralen Perfusionsdruck (CPP), Hirnödem, Monitoring, Sedation, Beatmung und die Behandlung von Komplikationen ab. Diese Lernkarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten, Pflegekräfte und Fachärzte, die sich auf die Intensivmedizin und Neurologie spezialisieren, da sie detaillierte Informationen und Behandlungsstrategien für Patienten mit SHT bereitstellen.
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95
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
13.05.2025 / 14.05.2025

Lernkarten

Aufwachversuch

∙ Frühestens nach 24-48h, wenn ICP 24h stabil

unter Normocapnie, Normothermie, Normotonie

∙ Sedativa Stoppen, Fentanyl-Boli, Propofol-Boli

∙ Bei Unruhe-, Stresszeichen Beginn Dexmedetomidin

Langzeitschäden abhängig

∙ Schweregrad

∙ Erholungsgrad

∙ Betroffene Funktionen

∙ Bedeutung der Dysfunktion für Patient

∙ Rehabilitations-Potential

∙ Erhaltene Funktion

Betroffene Funktionen

∙ Kognition

∙ Sensorium/Wahrnehmung

∙ Epilepsie

∙ Andere körperliche Veränderungen

∙ Sozial-emotional

Kognitive Funktionen

∙ Aufmerksamkeit

∙ Konzentration

∙ Gedächtnis

∙ Denkgeschwindigkeit

∙ Verwirrung

∙ Ablenkbarkeit

∙ Impulsivität

∙ Sprachverständnis

Andere körperliche Veränderungen

∙ Paresen/Spastizität

∙ Chronischer Schmerz

∙ Kontinenz

∙ Schlafstörungen

∙ Appetitstörungen

∙ Temperaturregulation

∙ Zyklus-Beschwerden

∙ Verlust der Ausstrahlung

Sensorium/Wahrnehmung

∙ Sehen

∙ Hören

∙ Riechen

∙ Geschmack

∙ Schwindel

∙ Gleichgewicht

∙ Berührung

Sozial-Emotional

∙ Verhaltensstörungen

∙ Emotionale Labilität

∙ Motivationsverlust

∙ Erregbarkeit

∙ Aggression

∙ Depression

∙ Enthemmung

∙ Aufmerksamkeitsverlust

Hirndruckzeichen

• Kopfschmerzen

• Übelkeit / Erbrechen

• Schwindel

• Bewusstseinsveränderung

• Bradykardie + Hypotonie

(Kompression vom Hirnstamm)

• Schielen (abklemmen des N. Abducens)

• Pupillendifferenz oder Lichtstarre Pupillen

Hirnödem 

Vasogen:

Flüssigkeit aus dem Blut gelangt in den

Interzellularraum

Zytotoxisch:

Durch den gestörten Zellstoffwechsel

kommt es zur Flüssigkeitsansammlung

Therapie:

• Lagerung

• Vertiefen der Sedation

• Liquordrainage überprüfen

• Hyperventilation (!)

• Milde Hypothermie (!)

• Osmotherapie

Schwerpunkte Wirbelsäulenverletzung:

‒ Erkennen von Komplikationen

– Kardial, Pulmonal, Thermoregulation

‒ Unterstützung der neuronalen Reorganisation

‒ En Bloc drehen bis die Wirbelsäule frei gegeben ist

‒ Bewusstseinsförderung

‒ Muskeltonusregulierung

‒ Vermeidung pathologischer Reflexe

‒ Schlucktraining

‒ Abführschema

‒ ERGO, LOGO, PHYSIO und Sozialdienst miteinbeziehen

Perfusion, CPP, CBF

∙ CPP = MAP – ICP – (ZVD)

∙ CBF

∙ Cerebrovaskulärer Widerstand

∙ Autoregulation

∙ CO2, CPP, pH, pO2, Metabolische Kopplung

Autoregulation

∙ Fähigkeit des Gehirns, eine konstante Blutversorgung

aufrechtzuerhalten

∙ unabhängig vom MAP, dem Herzzeitvolumen und dem CPP

∙ MAP 50-150 mmHg (Autoregulationsbereich)

∙ Verteilung des cerebralen Gesamtblutflusses an regionale

Stoffwechselbedürfnisse

ICP Normwerte

∙ Normaler ICP ≤ 10 mmHg

∙ Monro-Kellie-Doktrin

∙ Vintrakraniell = VGehirn + VBlut + VLiquor + VRaumforderung = konstant

∙ Kompensationsmechanismen schnell erschöpft

∙ Falls intrakranielles Volumen um 4-5% zunimmt, Exponentieller

Anstieg ICP

∙ Vasogenes (Mikrovaskuläre Schädigung, BHS) vs zytotoxisches

Hirnödem (Zusammenbruch der Ionenpumpe, Ca++-Einstrom)

∙ wenn ICP = MAP

Ischämische Infarkte, druckbedingte Nekrosen in den gyri

parahippocampales, transtentorieller und transforaminaler

Herniation bis Sistieren der Hirndurchblutung

SHT- Pathophysiologie

∙ Mit wenigen Ausnahmen werden SHT durch eine < 0,2 sec

dauernde mechanische Krafteinwirkung verursacht

∙ Diese ist entweder direkt oder indirekt

∙ Primäre vs. sekundäre Schäden

Direkte Kraft

∙ RQW, lokale Verformungen, Prellungen mit Zerreissung

des Hirngewebes und/oder der Blutgefässe 

raumfordernde Hämatome

∙ Primäre Bewusstlosigkeit

∙ Verlagerung/Herniation und schliesslich Einklemmung

Diese gehen der sekundären Bewusstlosigkeit voraus

Indirekte Kraft

∙ Akzelerations-/Dezelerationstrauma

∙ Translations- und/oder Rotationstrauma des Hirns gegenüber Dura

bzw. Kalotte

∙ Translationsbewegungen:  herdförmige, meist an Unterfläche

des Frontal- und Temporalhirns gelegene Kontusionen

∙ Treten zusätzlich Gefässrupturen auf, bluten diese Kontusionen

ein

∙ Rotationstrauma:  diffuse Verletzungen, abnehmend stark zum

Zentrum hin, können mit SDH einhergehen

Penumbra

∙ Angrenzend an die Zone der Krafteinwirkung entstehen

funktionelle Schädigungen ohne Gewebszerstörungen

(Penumbra)

∙ Ischämisch-ödematöse Zone durch entzündliche und

zytotoxische Mechanismen

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