Mikobiologie

Spezielle Bakteriologie - akterien als Krankheitserreger

Spezielle Bakteriologie - akterien als Krankheitserreger


L. N.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Mikrobiologie für die Berufsausbildung und konzentrieren sich auf Erreger, Infektionen und Diagnostik. Sie decken Themen wie Antibiotika, Toxine und spezifische Krankheitserreger wie Lepra, E. coli und Staphylokokken ab. Ideal für Medizinstudenten und Berufsauszubildende im medizinischen Bereich, die sich auf mikrobiologische Grundlagen und klinische Anwendungen vorbereiten.
Karten
183
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
06.05.2025 / 18.06.2025

Lernkarten

Was haben alle Staphylokoken gemeinsam?

grampositive Haufenkokken

Katalase pos. (besitzen Ezym Katalase, welches H2O2 spaltet)

Staph. aureus (pathogen oder nicht, Koagulase pos/neg?,

pathogen

Koagulase positiv

nosokomiale Infektionen (bei Krankenhauspatienten)

Staph. aureus klinisches Bild

lokale eitrige Infektionen (Wundinfektionen - Abszess, Furunkel, Karbunkel)

invasive systemische Infektionen (Endokarditis)

Toxinassoziierte Krankheiten (Lebensmittelintoxikation/Lyell-Syndrom bei Säuglingen)

Nenne die Pathogenitätsfaktoren vom Staph. aureus

extrazelluläre Enzyme:

  • Plasmakoagulase (im Gewebe Fibrinschutzwall um die Staphylokokken)
  • Fibrinolysin (Auflösung des Fibrinschutzwalls, hämatogene Streuung)
  • Hämolysin (Lyse von Erys)
  • Leukozidin (Schädigung Leukozyten/Makrohagen)
  • Beta-Laktamase (deaktiviert beta-laktam-Antibiotika)
  • Hitzestabile Enterotoxine
  • TSST (toxisches Schocksydrom Toxin -> Tamponkrankheit -> Organversagen v.a Leber und Niere)
  • Exfoliativtoxin SSSS

Zellwandgebundene: Clumping factor (im Gewebe Fibrinschutzwall im Staphylokokken)

MRSA ausgesprochen, was ist aran so schlimm?

Methicillin-Resistenter STaphylococcus aureus (oft mehrfach-resistenzen)

MecA Gen codiert für ein verändertes Penicillin-Bindungsprotein = PBP-2a

Beta-Laktamantibiotika können nicht binden -> Zellwandsynthese wird nicht gehemmt

Nenne typische Zeichen einer Sepsis

Fieberschübe, hohe Entzündungswerte

Koagulasenegative Staphylokokken (KNS) grampositive Kokken

Vorkommen

Normalflora der Haut und Schleimhaut (Konkurrenzkeim)

fakultativ pathogen -> endogene Infektionen bei Immungeschwächten Patienten und Patienten mit Implantaten

-> Plastikkeim: besiedeln implantierte Kunststoffe und überziehen sie mit einem Biofilm -> Fremdkörperassoziierte Infektion -> Vermehrung in der Schleimschicht -> Hämatogene Streuung -> Endokarditis, Sepsis

Welche Staphylokokken sind Novobiocin empfindlich

empfindlich = Staphylokokken epidermis

resistent = Staph. saprophyticus

Was haben alle Streptokokke gemeinsam?

grampositive Kettenkokken

Katalase neg.

die meisten sind Bestandteil der Normalflora der Schleimhäute

meist Penicillin empfindlich

Welche verschiedenen Hämolyseverhalten können Streptokokken hben?

Alpha-Hämolyse: Vergrünung (Abbau vn Hb zu Met-Hb (Fe2+->Fe3+), grüner Hof

Beta-Hämolyse: Vollhämolyse (Lyse der Erys, vollständiger Hb-Abbau durch Hämolyse)

Gamma-Hämolyse: keine Hämolyse: keine Veränderung um die Kolonie

Nenne die wichtigen Oberflächen-Antigene der Streptokokkenm wie man sie nachweist und wofür sie da sind

Nachweis mi spezifischen Ak -> Llatexagglutination

C-Substanz: Polsaccharid in der Zellwand (Lancefield-Ag, alpha und gamma haben zum Teil kein Gruppen-Ag)

M-Proteine: Phagozytoseschutz

Kapselpolysaccharide: Phagozytoseschutz

Wie werden die beta-hämolysiernden Streptokokken unterteilt?

Serologische Unterteilung -> Llancefieldgruppen (unterschiedliche Zusammensetzunhh der CSubstanz)

Nenne das Hämolyseverhallten des Strept. pyogenes und das Gruppen-Ag

beta-Hämolyse

Gruppenantigen A -> HSA

Klinisches Bild Strept. pyogenes

Akut eitrige lokale Infektionen der Schleimhaut und Haut:

->Scharlach (Tröpfchen Infektion) -> 3 erythrogene Toxine (erzeugen das rote Exanthem, stimulieren produktion von Zytokine, erhöhen Gefäßpermeabillität)

Invasive generalisierte Infektionen -> Kindbettfieber

Nicht eitrige Folgeerkrankungen -> akutes rheumatisches Fieber = abakterielle Entzündung versch. Organsysteme (Gelenke, Herz, Niere) -> Arthritis, Endokarditis -> Autoimmunreaktionen -> Rheumafaktor = Auto-Ak

 

Nenne die Pathogenitätsfaktoen des Strept. pyogenes

M-Proteine

Streptolysine (Hämolysine, zerstöen Erymembran)

Pyrogene Exotosine (Scharlach Toxin)

Streptokinase (löst Fibrin -> Fibrinschutzwall zerstört -> Streptokokken breiten sich weiter aus)

Streptococcus agalactiae (HSB) klinisches Bild

Neugeboreneninfektinen

-> Frühtyp = Early Onset Typ (Schwere Sepsis)

-> Spättyp = Late Onset Typ (ab 2ter Lebenswoche, Meningitis mit meist guter Prognose evtl. Sepsis)

 

Streptococcus agalactiae Diagnostik Beschreibeden CAMP-Test

CAMP-Test auf Blutagar -> S. agalactiae produziert spezifisches hämolysierendes Protein -> Streptolysin nach CAMP,

CAMP-Faktor -> verstärkt die WIrkung von Staphylokokken-beta-Hämolysin auf Blutagar -> keilförmige Vllhämolyse zum Staphylokokken Impfstrich

Aussehen Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken)

grampositive Diplokokken

alpha Hämolyse

Krankheitsbild von Penumokokken

Asymptomatische Besiedlung der Atemwege, bei Immunschwäche endogene Infektionen (Pneumonie, Sepsis, Meningitis)

 

Nenne den Pathogenitätsfaktor der Pneumokokken

Polysaccharidkapsel = nur bekapselte Pneumokokken sind pathogen

-> Phagozytoseschutz

-> Kapsel-Ag zur serologischen Differenzierung

Pneumokokken Diagnsotik Aussehen + Optochin test

Bekapselte Stämme = schleimige, vergrünende Kolonien

unbekapselte Stämme = raue Oberfläche, vergrünende Kolonien

-> Optochin:

Empfindlich: Pneumokokken

Resistent: orale Streptokokken

Vergrünende und nicht-hämolysierende Streptokokken Ausehen, Ag?, pathogen oder nicht

Kettenkokken, kein Lancefield-Ag, meist alpha-Hämolyse, manchmal auch gamma-Hämolyse

normale Schleimhautflora -> fakultativ pathogen

Krankheitsbilder der vergrünenden nicht-hämolysiernden Streptokokken

Endokarditis lenta

Karies und Dentogene Abszesse

Nenne die verschiedenen Endocarditis arten und ihre Erreger (4)

EC ulcerose acuta: Staph. aureus (akut)

EC lnta: Streptococcus mutanz (subakut)

EC bei Drogenmissbrauch: Pseudomonas aeroginosa

Prothesen EC: Staph. Epidermidis

 

Was sind Enterococcaceae? + Gruppenantigen, Hämolyse, pathogenität

Streptokokken fäkalen Ursprungs

grampositive Diplo oder Kettenkokken

Gruppenantigen D -> HSD

alpha- beta- und oft gamma-Hämolyse

natürliche Darmflora

fakultativ pathogen -> HWI, Endokarditis

Welcher Selektivnährboden ist gut für Enterokokken geeignet und wieso?

Kanamycin-Äsculin-Azid-Agar (KAA)

-> hemmt das WT vn gramneg. E.coli

-> Agar enthält Eisen-Ammonium-Citrat

Äsculin -- beta-Glucosidase--> Äsculitin (reagiert mit Fe-Ionen) + Glucose

-> hellbraune Kolonie mit schwarzem Hof

Nenne die beiden Arten von Neisserien

Neisseria gnorrhoeae (Gonokokken)

Neisseria meningitidis (Meningokokken)

Beschreibe dieGonokokken

keine Kapsel

oft innerhalb von Ganulozyten

Nenne das Krankheitsbild von Gonokokken

häufigste Erreger von Geschlechtskrankheiten

- venerische Übertragung -> Gonorrhoe = Tripper: Entzündung der Harnröhre, bei Frauen oft asymmptomatisch, evtl. Sterilität

- Infektions unter der Geburt-> Ophtalmia neonatorium: Eitrige Augen- und Bindehautentzündung, kann in kurzer Zeit zur Erblindung führen

Credesche Prophylaxe: 1%iger Silbernitratlösung bei allen Neugeborenen -> keine Immunität, kein Impfstoff

Gonokokken Diagnostik

Primärkultur auf Kochblutagar: Lyse der Erys und Freisetzung von Hämin (Faktor X) und NAD (Faktor V)

Selektivmedium: New York City -Agar; Thayer-Martin-Agar (mit versch. Antibiotika (Colistin, Vancomycin, Nystatin)

Biochemische Differenzierung: Cytochromoxidase, Lingelsheimˋsche BR (GOnokokken vrewerten Glukose)

Meningokokken Kapsel? 

bekapselt (Phagozytoseschutz)

serologische Differenzierung aufgrund untschiedlicher Kapselpolysaccharide -> Serotypen A, B, C, Y, W

Nenne das Krankheitsbildd er Meningokokken

häufigster Erreger der auten bakteriellen Meningitis

10% symptomlos im Rachen

Durch AK-Bildung entwickelt sich evtl. Immunität

Übertragung durch Tröpfchen

Beschreibe eine Meningokokken-Sepsis

Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom

betroffen v.a. Kinder im Alter von 1M-5J., Hauteinblutungen, Nekrosen der Haut und innerer Organe insbesondere der Nebenniere, Letalität 90%

Beschreibe eine Meningokkken-Meningitis

Symptome -> starke Kopfschmerzen steifer Nacken, hohes Fieber, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen

Letalität 90%, bei ca. 10% der überlebenden folgeschäden-> neurologische Ausfälle, Enwicklungsstörngen, Hörschäden

Meningokokken Diagnostik

Anzüchten der Meningokokken aus Blut und Liquor auf Kochblutagar bzw. Thayer-Martin-Agar (Colestin-resistnt)

Biochemische Differenzierung: Cytochromoxidase, Lingelsheimˋsche BR (verwerten Glukose und Maltose)

Was haben alle Enterobacteriaceae gemeinsam? und welche sind pathogen und welche nicht unbedingt?

gramnegative Stäbchen, fakultativ anaerob

kurze Generationszeit

Normalflora im Darm

obligat pathogen: Salmonella, SHigella, Yersinia

fakultativ pathogen: E.coli, Proteus

 

Enterobacteriaceae Diagnostik

Serotypisierung (OT-agglutination): O-Ag (Oberflächen-Ag), H-Ag (geißel-Ag), K-Ag (Kapsel-Ag), F-Ag (Fimbrien-Ag)

Selektiv/Indikatormedium: Endoagar, MacConkey-Agar (Gallensalz und Kristallviolett hemmen WT von grampositiven Baktien, pH-Indikator Neutralrot zeigt Abbau von Lactose an (unter Säurebildung) -> Laktose-positive Bakterien zeigen sich als pinkfarbene Kolonien

Bunte Reihe: zur biochemischen Differenzierung z.B. Harnstoff-SPaltung durch Urease oder Indol-Test mit Kovacreagenz

Nenne die vier Bakterienarten die zu den Enterobactreiaceae gehören

E. coli

Klebsiella pneumoniae

Proteus

Salmonella

Shigella

Yersinia 

 

Wo kommt E. coli vor? Und wie wid er genutzt?

normale Darmflora

Indikatorkeim für fäkale Verunreinigungen von Gewässern

Klinisches Bild der E. coli

Apathogene E. coli

Fakultativ pathogene E.coli: (Fimbrien, Polysaccharidkapsel, Hämolysin); Opportunist; UPEC (Uropathogen); MNEC (Meningitis-assoziierte E.coli)

obligat pathogene E.coli: gehören NICHT zur Darmflora, spezielle Pathognitätsfaktoren; fäkal-oral

 

Étudier