Biologie Genetik Grundlagen (2.Semester)
Buch Genetik 1.Kapitel
Buch Genetik 1.Kapitel
-
- 1 / 10
-
Flashcards
was heisst Phäne und Gene und Allele?
Das erkennbare Merkmal heisst Phän, die Erbanlage dafür Gen.
Eltern vererben ihren Nachkommen die Erbanlagen (Gene), die die Ausbildung der Merkmale (Phäne) bestimmen. Bei vielen Merkmalen wird die Merkmalsform von der Umwelt beeinflusst.
Allele sind Varianten eines Gens, die zu unterschiedlichen Formen eines Merkmals führen.
Die Vererbung wird auf drei Ebenen beobachtet:
- Die klassische Genetik beobachtet die Vererbung körperlicher Merkmale (Phäne) bei den Lebewesen.
- Die Zellbiologie fragt nach den zytologischen Grundlagen der Vererbung.
-Die Molekulargenetik untersucht die molekularen Grundlagen der Vererbung.
Jede Zelle enthält...
Jede Zelle enthält das ganze Erbgut. Es liegt im Zellkern in Form feiner Chromatinfaser aus DNA (Desoxyribonucleinsäure) und Proteinen vor. Die langen Moleküle der DNA sind Ketten aus vier Sorten von Nucleotiden. Die genetische Information ist in der Abfolge der vier verschiedenen Bausteine gespeichert. Ein Gen ist ein Abschnitt der DNA.
Vergleich Meiose und Mitose
Mitose:
Bei der Mitose wird ein Kern in zwei identische Tochterkerne geteilt. Die Mitose findet bei der Zellteilung in allen teilungsfähigen Zellen statt. Bei Vielzellern dient sie dem Wachstum und der Erneuerung, bei Einzellern führt sie zur Vermehrung.
Meiose:
Die Meiose - auch Reduktionsteilung genannt - findet meist bei der Gametenbildung statt. Die Meiose halbiert den doppelten Chromosomensatz eines diploiden Kerns. Sie teilt einen diploiden Kern in zwei Teilungsschritten in vier haploide.
erkläre Rekombination der Chromosomen
In der ersten Teilung der Meise werden die homologen Chromosomen der diploiden Zelle nach dem Zufallsprinzip auf die beiden Tochterzellen verteilt. Für die Aufteilung eines diploiden Chromosomensatzes mit zwei Chromosomenpaaren (n = 2) gibt es zwei Möglich- keiten, durch die (2^n= 4) vier verschiedene Kombinationen entstehen. Je höher die Chromosomenzahl ist, umso grösser ist die Zahl der möglichen Kombinationen. Bei 10 Chromosomenpaaren gibt es etwa 1 000 (2^n = 2^10 mögliche Kombinationen und für die 23 Chromosomenpaare des Menschen sind es etwa 8.4 Millionen (2^23).
Ablauf Meiose in Stichworten:
Prophase I: Spiralisierung der Chromatinfasern - Auflösung der Kernhülle - Bildung des Spindelapparats - Paarung der homologen Chromosomen - Crossing-over.
Metaphase I: Chromosomen werden in die Äquatorialebene gezogen.
Anaphase I: Ein Chromosom von jedem Paar wandert zu einem Pol. Mütterliche und väterliche Chromosomen werden zufällig verteilt. Der Chromosomensatz wird halbiert.
Telophase |: Chromosomen entspiralisieren sich teilweise, Cytoplasma wird geteilt.
Prophase II: Chromatinfasern spiralisieren sich wieder, Spindelapparat entsteht.
Metaphase II: Chromosomen werden in die Äquatorialebene gezogen.
Anaphase II: Schwesterchromatiden werden getrennt.
Telophase II: Kernhülle entsteht, Chromatiden entspiralisieren sich zu Chromatinfa-sern.
was bedeutet Fortpflanzung?
Fortpflanzung ist die Bildung von Nachkommen durch Lebewesen der gleichen Art. Sie kann ungeschlechtlich oder geschlechtlich geschehen
Erkläre ungeschlechtliche Fortpflanzung
Bei der ungeschlechtlichen oder vegetativen Fortpflanzung entstehen die Nachkommen aus Körperzellen eines Lebewesens. Das Erbgut der Nachkommen ist identisch mit dem Erbgut des Elters. Ziel der vegetativen Fortpflanzung ist die Vermehrung.
Erkläre geschlechtliche Fortpflanzung
Bei der geschlechtlichen oder sexuellen Fortpflanzung entwickelt sich der Nachkomme aus einer Zygote, die durch das Verschmelzen von zwei haploiden Gameten (meist einer Eizelle und eines Spermiums) entsteht. Der Nachkomme erhält in der Regel Erbgut von zwei verschiedenen Eltern und besitzt eine neue Kombination von Genen beider Eltern. Das primäre Ziel ist die Bildung von Lebewesen mit neuen Merkmalskombinationen.
welche Geschlechtschromosomen sind geschlechtsbestimmend?
Beim Menschen und bei allen anderen Säugetieren sind zwei Geschlechtschromosomen (Gonosomen) geschlechtsbestimmend. Frauen besitzen in jeder Zelle zwei X-Chromosomen (XX), Männer ein X- und ein Y-Chromosom (XY). Alle Eizellen ent-halten also ein X, während 50% der Spermien ein X und 50% ein Y besitzen. Wird die Eizelle durch ein X-Spermium befruchtet, entsteht ein Mädchen mit XX, bei Befruchtung durch ein Y-Spermium ein Knabe mit XY