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Produktionslogistik konzipieren und führen

Produktionslogistik konzipieren und führen

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Flashcards 12
Language Deutsch
Category Career Studies
Level Other
Created / Updated 09.07.2024 / 09.07.2024
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auf Basis der übergeordneten Strategievorgaben operative wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele für die Produktionslogistik formulieren

Wirtschaftliche Ziele

  1. Kostensenkung: Reduzierung der Produktionskosten durch effiziente Nutzung von Ressourcen.
    • Beispiel: Implementierung von Just-in-Time (JIT) Lieferketten, um Lagerkosten zu minimieren.
  2. Steigerung der Produktivität: Erhöhung der Auslastung von Maschinen und Arbeitskräften.
    • Beispiel: Einführung von Schichtarbeit, um die Maschinenlaufzeiten zu maximieren.

Ökologische Ziele

  1. Reduzierung des CO2-Fußabdrucks: Minimierung der Emissionen durch nachhaltige Produktionsprozesse.
    • Beispiel: Nutzung von erneuerbaren Energien wie Solar- oder Windkraft in der Produktion.
  2. Ressourcenschonung: Effiziente Nutzung von Rohstoffen und Minimierung von Abfällen.
    • Beispiel: Einführung von Recyclingprozessen und Verwendung von recycelten Materialien in der Produktion.

Soziale Ziele

  1. Mitarbeiterzufriedenheit: Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Förderung der Mitarbeiterzufriedenheit.
    • Beispiel: Flexible Arbeitszeiten und Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung.
  2. Sicherheitsstandards: Erhöhung der Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.
    • Beispiel: Implementierung strikter Sicherheitsprotokolle und regelmäßige Schulungen zur Unfallverhütung.

geeignete Kennzahlen und Zielwerte zur Überprüfung der Zielerreichung in der Produktionslogistik definieren

Wirtschaftliche Ziele

  1. Produktionskosten pro Einheit

    • KPI: Kosten pro hergestellter Einheit (€/Einheit)
    • Zielwert: Reduktion um 10% innerhalb eines Jahres
  2. Maschinenauslastung

    • KPI: Prozentsatz der Maschinenauslastung (%)
    • Zielwert: Steigerung auf 85% innerhalb von sechs Monaten

Ökologische Ziele

  1. CO2-Emissionen

    • KPI: CO2-Ausstoß pro produzierter Einheit (kg CO2/Einheit)
    • Zielwert: Reduktion um 15% innerhalb von zwei Jahren
  2. Recyclingquote

    • KPI: Prozentsatz der recycelten Materialien (%)
    • Zielwert: Erhöhung auf 50% innerhalb eines Jahres

Soziale Ziele

  1. Mitarbeiterzufriedenheit

    • KPI: Zufriedenheitsindex aus Mitarbeiterbefragungen (1-5)
    • Zielwert: Verbesserung um 0,5 Punkte innerhalb eines Jahres
  2. Unfallrate

    • KPI: Anzahl der Arbeitsunfälle pro 1000 Arbeitsstunden
    • Zielwert: Reduktion um 20% innerhalb eines Jahres

Merkmale einer Produktionsstrategie (z.B. Fertigungsstandort, Fertigungsmittel und Automatisierung, Fertigungsstrategie, Segmentierung, Steuerung, Losgrösse, Layout)

1. Fertigungsstandort

Der Standort der Produktion beeinflusst die Produktionskosten, Lieferzeiten und die Verfügbarkeit von Ressourcen.

  • Praxisbeispiel: Ein Automobilhersteller wählt einen Standort in der Nähe von Zulieferern und wichtigen Märkten, um Transportkosten zu minimieren und die Lieferkette zu optimieren.

2. Fertigungsmittel und Automatisierung

Die Auswahl der Maschinen und Technologien sowie der Grad der Automatisierung bestimmen die Produktionskapazität und -flexibilität.

  • Praxisbeispiel: Ein Elektronikhersteller implementiert automatisierte Montagelinien, um die Produktionsgeschwindigkeit zu erhöhen und die Fehlerquote zu reduzieren.

3. Fertigungsstrategie

Die Fertigungsstrategie kann verschiedene Ansätze umfassen, wie Make-to-Order (MTO), Make-to-Stock (MTS) oder Engineer-to-Order (ETO).

  • Praxisbeispiel: Ein Möbelhersteller nutzt eine Make-to-Order-Strategie, um kundenspezifische Möbelstücke herzustellen und Lagerbestände zu minimieren.

4. Segmentierung

Segmentierung bezieht sich auf die Einteilung der Produktion in unterschiedliche Bereiche, die spezifische Produktlinien oder Märkte bedienen.

  • Praxisbeispiel: Ein Lebensmittelproduzent segmentiert seine Produktion in verschiedene Linien für organische und konventionelle Produkte.

5. Steuerung

Die Steuerung der Produktion umfasst die Planung, Überwachung und Anpassung der Produktionsprozesse.

  • Praxisbeispiel: Ein Pharmaunternehmen verwendet ein Manufacturing Execution System (MES), um Echtzeit-Daten zu erfassen und die Produktion effizient zu steuern.

6. Losgröße

Die Losgröße bestimmt die Menge der Produkte, die in einem Produktionslauf hergestellt werden.

  • Praxisbeispiel: Ein Bekleidungshersteller legt eine kleine Losgröße fest, um auf Modetrends schnell reagieren zu können und Lagerbestände zu minimieren.

7. Layout

Das Layout der Produktionsstätte beeinflusst den Materialfluss und die Effizienz der Produktion.

  • Praxisbeispiel: Ein Getränkehersteller gestaltet sein Produktionslayout nach dem Fließprinzip, um den Materialtransport zu minimieren und die Produktionszeit zu verkürzen.

Fertigungsstrategien (z.B. Make-to Stock, Make-to-Order, Assembly-to-Order, Engineer- to-Order)

1. Make-to-Stock (MTS) – Produktion auf Lager

Beschreibung: Produktion auf Basis von Prognosen zur Lagerhaltung.

  • Praxisbeispiel: Ein Hersteller produziert Haushaltsreiniger und lagert sie, um sofortige Lieferungen zu gewährleisten.

2. Make-to-Order (MTO) – Produktion auf Bestellung

Beschreibung: Produktion beginnt nach Eingang einer Kundenbestellung.

  • Praxisbeispiel: Ein Möbelhersteller fertigt maßgefertigte Sofas nach Bestellung.

3. Assembly-to-Order (ATO) – Montage auf Bestellung

Beschreibung: Standardkomponenten werden auf Lager produziert, Endmontage erfolgt nach Kundenbestellung.

  • Praxisbeispiel: Ein Computerhersteller lagert Standardteile und montiert Computer nach Kundenwunsch.

4. Engineer-to-Order (ETO) – Entwicklung auf Bestellung

Beschreibung: Entwicklung und Produktion erfolgen nach spezifischen Kundenanforderungen.

  • Praxisbeispiel: Ein Bauunternehmen entwirft und baut ein Bürogebäude nach Kundenwunsch.

Verschiedene Fertigungsprinzipen 

Push und Pull Prinzip inkl. Entkopplungspunkt

PUSH-Prinzip

Beschreibung: Beim PUSH-Prinzip werden Produkte basierend auf Prognosen und geplanten Produktionsmengen durch die Lieferkette geschoben. Die Produktion erfolgt ohne konkrete Kundenaufträge.

  • Praxisbeispiel: Ein Spielwarenhersteller produziert und lagert Spielsachen basierend auf saisonalen Verkaufserwartungen.
  • Einfluss auf SCM: Erfordert genaue Nachfrageprognosen und effizientes Bestandsmanagement, kann jedoch zu Überbeständen und höheren Lagerkosten führen.

PULL-Prinzip

Beschreibung: Beim PULL-Prinzip startet die Produktion erst bei konkretem Kundenbedarf. Es wird nur produziert, was tatsächlich bestellt wurde.

  • Praxisbeispiel: Ein Autohersteller beginnt mit der Produktion eines Fahrzeugs erst, wenn eine Bestellung vorliegt.
  • Einfluss auf SCM: Reduziert Lagerbestände und Risiken von Überproduktion, erfordert jedoch eine flexible und reaktionsschnelle Lieferkette.

Bedeutung des Entkopplungspunkts

Beschreibung: Der Entkopplungspunkt ist der Punkt in der Lieferkette, an dem der Wechsel vom PUSH- zum PULL-Prinzip stattfindet. Vor dem Entkopplungspunkt werden Produkte basierend auf Prognosen (PUSH) gefertigt, danach erfolgt die Produktion basierend auf tatsächlichen Kundenaufträgen (PULL).

Produktionslayout: Block-, Grob- und Detaillayout; Kennzahlen von Layouts (z.B. Standorte, Flächen, Distanzen, Transportbewegungen)

Instrumente zur Darstellung von Warenflüssen (z.B. Von-Nach-Diagramm, Sankey-Diagramm, Block- und Pfeildiagramm, Spaghetti-Diagramm Flussdiagramm)

Alternativ könnte auch das Block- und Pfeildiagramm verwendet werdet. (Ist etwas einfacher und schneller zu zeichnen)