Premium Partner

Lagerlogistik konzipieren und führen

Lagerlogistik konzipieren und führen

Lagerlogistik konzipieren und führen


Set of flashcards Details

Flashcards 14
Language Deutsch
Category Career Studies
Level Other
Created / Updated 09.07.2024 / 16.07.2024
Licencing Not defined
Weblink
https://card2brain.ch/box/20240709_lagerlogistik_konzipieren_und_fuehren
Embed
<iframe src="https://card2brain.ch/box/20240709_lagerlogistik_konzipieren_und_fuehren/embed" width="780" height="150" scrolling="no" frameborder="0"></iframe>

auf Basis der übergeordneten Strategievorgaben operative wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele für die Lagerlogistik formulieren

1. Operative Ziele

  • Bestandsoptimierung: Minimierung der Lagerbestände, Sicherstellung der Lieferfähigkeit.
  • Prozessoptimierung: Reduzierung der Kommissionierzeit, Erhöhung der Kommissionierleistung.
  • Qualitätssicherung: Minimierung der Fehler- und Lagerschadenquote.

2. Wirtschaftliche Ziele

  • Kostensenkung: Reduzierung der Lagerhaltungskosten.
  • Kapitalbindung: Minimierung des Lagerwerts.
  • Effizienzsteigerung: Maximierung des Nutzungsgrads, Minimierung des Schwunds.

3. Ökologische Ziele

  • Energieeffizienz: Reduzierung des Energieverbrauchs.
  • Abfallminimierung: Reduktion von Verpackungsmaterialien, Verbesserung des Recyclings.
  • Transportoptimierung: Minimierung der Transportwege, Einsatz umweltfreundlicher Transportmittel.

4. Soziale Ziele

  • Mitarbeiterzufriedenheit: Schaffung einer sicheren, angenehmen Arbeitsumgebung.
  • Weiterbildung: Regelmäßige Schulung und Entwicklung der Mitarbeiter.
  • Gesundheit und Sicherheit: Reduktion von Arbeitsunfällen, Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz.

geeignete Kennzahlen und Zielwerte zur Überprüfung der Zielerreichung in der Lagerlogistik definieren

Zur Überprüfung der Zielerreichung in der Lagerlogistik müssen geeignete Kennzahlen (KPIs) und Zielwerte definiert werden, die wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte abdecken.

  1. Wirtschaftliche Kennzahlen:

    • Lagerkostenquote: Verhältnis der Lagerkosten zum Umsatz.
      • Zielwert: Reduktion der Lagerkostenquote um 10% innerhalb eines Jahres.
    • Bestandsumschlagshäufigkeit: Anzahl der Lagerumschläge pro Jahr.
      • Zielwert: Erhöhung der Bestandsumschlagshäufigkeit auf 6 pro Jahr.
  2. Ökologische Kennzahlen:

    • Energieverbrauch: Energieverbrauch pro Quadratmeter Lagerfläche.
      • Zielwert: Senkung des Energieverbrauchs um 15% pro Jahr.
    • Recyclingquote: Anteil der recycelten Materialien an den Gesamtmaterialien.
      • Zielwert: Erhöhung der Recyclingquote auf 75%.
  3. Soziale Kennzahlen:

    • Arbeitsunfälle: Anzahl der Arbeitsunfälle pro Jahr.
      • Zielwert: Reduktion der Arbeitsunfälle um 20%.
    • Mitarbeiterzufriedenheit: Zufriedenheitsindex der Mitarbeiter.
      • Zielwert: Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit um 10% im jährlichen Mitarbeiterumfrage.

Praxisbeispiel:

Ein Unternehmen könnte die Lagerkostenquote und Bestandsumschlagshäufigkeit überwachen, den Energieverbrauch im Lagerbereich senken, die Recyclingquote erhöhen, die Anzahl der Arbeitsunfälle reduzieren und die Mitarbeiterzufriedenheit steigern, um die definierten wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Ziele zu überprüfen und zu erreichen.

Dimensionen eines Lagerkonzepts (z.B. Zentralisierungsgrad, Eigen- / Fremdlager, Automatisierungsgrad, Lagerprinzip, ICT-Systeme)

1. Zentralisierungsgrad

  • Definition: Anzahl und Lage der Lagerstandorte.
  • Zentralisiert: Ein Lagerstandort, niedrige Lagerhaltungskosten, längere Transportwege.
  • Dezentralisiert: Mehrere Lagerstandorte, höhere Lagerhaltungskosten, kürzere Transportwege.

2. Eigen- / Fremdlager

  • Eigenlager: Unternehmen betreibt das Lager selbst, volle Kontrolle, höhere Fixkosten.
  • Fremdlager: Lager wird von einem Dienstleister betrieben, flexible Kosten, weniger Kontrolle.

3. Automatisierungsgrad

  • Manuell: Geringe Investitionskosten, hohe Arbeitskosten, niedrige Effizienz.
  • Teilautomatisiert: Kombination aus manuellen und automatisierten Prozessen, ausgewogene Kosten und Effizienz.
  • Vollautomatisiert: Hohe Investitionskosten, niedrige Arbeitskosten, hohe Effizienz.

4. Lagerprinzip

  • Chaotische Lagerhaltung: Flexible Lagerplatzvergabe, effiziente Raumnutzung, höhere Komplexität.
  • Festplatzsystem: Feste Lagerplätze für Artikel, einfache Verwaltung, weniger effiziente Raumnutzung.

5. ICT-Systeme

  • WMS (Warehouse Management System): Optimiert Lagerprozesse, Echtzeit-Daten, hohe Investitionskosten.
  • ERP (Enterprise Resource Planning): Integriert Lagerverwaltung mit anderen Unternehmensbereichen, umfassende Steuerung, hohe Implementierungskosten.

Lagersysteme und Lagertechnik

Kompakte Zusammenfassung:

Lagersysteme und Lagertechnik sind wesentliche Bestandteile der Lagerlogistik und umfassen die physische und technische Infrastruktur, die zur Lagerung und Handhabung von Waren verwendet wird.

  1. Lagersysteme:

    • Beschreibung: Strukturen und organisatorische Maßnahmen zur effizienten Lagerung von Gütern.
    • Typen:
      • Regalsysteme: Lagerregale zur vertikalen Lagerung von Waren, z.B. Palettenregale, Fachbodenregale.
      • Blocklagerung: Stapeln von Waren auf dem Boden, ohne Regalsysteme, geeignet für großvolumige, stapelbare Güter.
      • Automatisierte Lagersysteme: Nutzung von Automatisierung und Technologie, wie z.B. automatische Hochregallager, Shuttle-Systeme.
  2. Lagertechnik:

    • Beschreibung: Technische Geräte und Hilfsmittel zur Handhabung, Beförderung und Lagerung von Waren.
    • Typen:
      • Fördertechnik: Geräte zur Beförderung von Waren innerhalb des Lagers, wie Förderbänder, Rollbahnen.
      • Lagerroboter: Automatisierte Roboter zur Ein- und Auslagerung von Waren.
      • Flurförderzeuge: Fahrzeuge zur Beförderung und Handhabung von Waren, wie Gabelstapler, Hubwagen.
      • Lagerverwaltungssoftware: Softwarelösungen zur Verwaltung und Steuerung der Lagerprozesse.

Lagerkosten: fixe und variable Kostenanteile

1. Fixe Kosten

Definition: Kosten, die unabhängig von der Lagerauslastung und der Menge der gelagerten Waren anfallen.

Beispiele:

  • Mietkosten: Regelmäßige Zahlungen für die Lagerfläche, unabhängig davon, wie viel Platz genutzt wird.
  • Abschreibungen: Kosten für die Abnutzung von Lagereinrichtungen und -ausstattung über deren Nutzungsdauer.
  • Versicherungskosten: Kosten für die Versicherung des Lagers und der gelagerten Waren.
  • Gehälter: Fixe Gehälter für festangestelltes Lagerpersonal.

Merkmale:

  • Unverändert bei Änderungen der gelagerten Menge.
  • Planbare und konstante Kosten über einen bestimmten Zeitraum.

2. Variable Kosten

Definition: Kosten, die direkt mit der Menge der gelagerten Waren und der Lagerauslastung variieren.

Beispiele:

  • Energiekosten: Strom- und Heizkosten, die je nach Auslastung des Lagers variieren können (z.B. Beleuchtung, Klimatisierung).
  • Verpackungskosten: Kosten für Verpackungsmaterialien, die mit der Menge der eingelagerten und kommissionierten Waren ansteigen.
  • Transportkosten: Kosten für die Ein- und Auslagerung von Waren, abhängig von der Anzahl der Bewegungen.
  • Lagerhilfsmittel: Kosten für Verbrauchsmaterialien wie Etiketten und Paletten, die proportional zur Warenmenge anfallen.

Merkmale:

  • Steigen oder sinken mit der Lagerauslastung.
  • Schwanken abhängig von der Menge der gelagerten und bewegten Waren.

Zusammenfassung:

  • Fixe Kosten: Konstante, planbare Kosten unabhängig von der Lagerauslastung. Beispiele: Miete, Abschreibungen, Versicherungen, feste Gehälter.
  • Variable Kosten: Schwanken mit der Lager

Lagerintensität: Bedeutung und Berechnung

Der Lagerkostensatz ist eine wichtige Kennzahl in der Lagerlogistik, die die Kosten für die Lagerung von Waren quantifiziert. Er hilft dabei, die Effizienz des Lagers zu bewerten und Optimierungspotenziale zu identifizieren.

  1. Bedeutung:

    • Kostenkontrolle: Der Lagerkostensatz ermöglicht es Unternehmen, die Lagerkosten im Verhältnis zum Wert der gelagerten Waren zu kontrollieren und zu überwachen.
    • Wirtschaftlichkeit: Er trägt zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit der Lagerprozesse bei und hilft, unnötige Kosten zu vermeiden.
    • Entscheidungsgrundlage: Der Lagerkostensatz dient als Grundlage für Entscheidungen zur Lageroptimierung und Investitionen in Lagertechnik.
  2. Berechnung:

    • Formel: Lagerkostensatz = (Gesamte Lagerkosten / Durchschnittlicher Lagerbestand) * 100
    • Komponenten:
      • Gesamte Lagerkosten: Summe aller Kosten, die durch die Lagerhaltung entstehen, z.B. Personalkosten, Raumkosten, Energiekosten, Abschreibungen.
      • Durchschnittlicher Lagerbestand: Durchschnittlicher Wert der im Lager gehaltenen Bestände über einen bestimmten Zeitraum.

Praxisbeispiel:

Ein Unternehmen hat im letzten Jahr Gesamtlagerkosten von 500.000 Euro und einen durchschnittlichen Lagerbestand von 2.500.000 Euro.

  • Lagerkostensatz: (500.000 / 2.500.000) * 100 = 20%

Dieser Lagerkostensatz von 20% bedeutet, dass 20% des Wertes der gelagerten Waren für die Lagerungskosten aufgewendet werden. Ein hohes Ergebnis könnte darauf hinweisen, dass es Optimierungspotenziale gibt, z.B. durch die Reduzierung der Bestände oder Verbesserung der Lagerprozesse.

Lagerintensität: Bedeutung und Berechnung

Die Lagerintensität ist eine Kennzahl in der Lagerlogistik, die das Verhältnis des durchschnittlichen Lagerbestands zum Umsatz des Unternehmens angibt. Sie gibt Aufschluss über die Effizienz der Lagerhaltung und die Kapitalbindung in Lagerbeständen.

  1. Bedeutung:

    • Kapitalbindung: Zeigt, wie viel Kapital im Lagerbestand gebunden ist, im Verhältnis zum Umsatz.
    • Effizienz: Hilft, die Effizienz der Lagerhaltung zu beurteilen. Eine hohe Lagerintensität kann auf übermäßige Lagerbestände oder ineffiziente Lagerprozesse hinweisen.
    • Optimierung: Dient als Basis für Maßnahmen zur Reduzierung der Lagerbestände und zur Verbesserung des Materialflusses.
  2. Berechnung:

    • Formel: Lagerintensität = (Durchschnittlicher Lagerbestand / Jahresumsatz) * 100
    • Komponenten:
      • Durchschnittlicher Lagerbestand: Durchschnittlicher Wert der im Lager gehaltenen Bestände über einen bestimmten Zeitraum.
      • Jahresumsatz: Gesamter Umsatz des Unternehmens innerhalb eines Jahres.

Praxisbeispiel:

Ein Unternehmen hat im letzten Jahr einen durchschnittlichen Lagerbestand von 1.000.000 Euro und einen Jahresumsatz von 10.000.000 Euro.

  • Lagerintensität: (1.000.000 / 10.000.000) * 100 = 10%

Eine Lagerintensität von 10% bedeutet, dass 10% des Umsatzes in Lagerbeständen gebunden sind. Ein hoher Wert könnte darauf hinweisen, dass Lagerbestände zu hoch sind und Kapital gebunden wird, das anderweitig produktiver eingesetzt werden könnte. Maßnahmen zur Optimierung könnten die Reduzierung von Überbeständen und die Verbesserung der Lagerumschlagshäufigkeit umfassen.

Lagerkapazitäten und Lagerbestandsprognose: Einflussfaktoren auf den Lagerbedarf (z.B. Saisonalität, Marktschwankungen, Engpässe), statische und dynamisch Kapazitätsplanung, Prognoseverfahren

Einflussfaktoren auf den Lagerbedarf:

  1. Saisonalität:

    • Beschreibung: Schwankungen im Lagerbedarf aufgrund saisonaler Änderungen in der Nachfrage.
    • Beispiel: Höherer Lagerbestand an Winterkleidung vor Beginn der Wintersaison.
  2. Marktschwankungen:

    • Beschreibung: Veränderungen in der Nachfrage aufgrund von Marktbedingungen wie Preisänderungen oder Wettbewerb.
    • Beispiel: Lageraufstockung bei angekündigten Preiserhöhungen von Rohstoffen.
  3. Engpässe:

    • Beschreibung: Einschränkungen in der Verfügbarkeit von Waren aufgrund von Produktions- oder Lieferproblemen.
    • Beispiel: Höhere Sicherheitsbestände bei Lieferengpässen von wichtigen Zulieferteilen.

Kapazitätsplanung:

  1. Statische Kapazitätsplanung:

    • Beschreibung: Planung der Lagerkapazitäten basierend auf festen, vorhersehbaren Größen.
    • Vorteile: Einfache Umsetzung und Verwaltung.
    • Beispiel: Lagerplanung basierend auf durchschnittlichen Jahresbeständen.
  2. Dynamische Kapazitätsplanung:

    • Beschreibung: Planung der Lagerkapazitäten unter Berücksichtigung von Veränderungen und Unsicherheiten in der Nachfrage.
    • Vorteile: Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an Schwankungen.
    • Beispiel: Anpassung der Lagerflächen je nach saisonalen Schwankungen der Nachfrage.