LAP Fragen

Ausarbeitung fragen LAP

Ausarbeitung fragen LAP


K. R.
Diese Karteikarten bieten eine umfassende Übersicht über die Berufskunde im Bereich Holzverarbeitung und Innenausbau, geeignet für die Berufslehre. Sie decken Themen wie Farben, Holzarten, Maschinen, Werkzeuge und spezifische Aufgaben im Holzbau ab, einschließlich der Verarbeitung von Türen, Fenstern und Treppen. Besonders nützlich für angehende Tischler, Zimmerleute und Innenausbauer, die sich mit Materialien, Verbindungen und Montagetechniken vertraut machen möchten.
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9
Langue
Allemand
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
24.06.2024 / 13.04.2025

Flashcards

W110: Wozu verwendet der Tischler hauptsächlich Harnstoff – Formaldehydharzleim (UF)? (W-Leim/Pulverleim)

  • Hauptsächlich zum Furnieren
  • In den Spanplatten – und Sperrholzfabrikation
  • Zum verleimen von Schichtstoffplatten
  • Zum verleimen von Massivholz und für Formverleimungen

W113: Welche Leime und Klebstoffe finden in Tischlereien Verwendung?

  • PVAc = Polyvinylacetatleim
  • UF = Harnstoffleim
  • MF = Melaminharzleim
  • PF = Phenolharzleim
  • RF = Resorcinharzleim
  • EP = Epoxidharzleim
  • PUR = Polyurethankleber

W114: Warum soll man beim Holz eine Oberflächenbehandlung anstreben?

  • Schutz gegen:
    • Feuchtigkeit (Witterung)
    • Schmutz (Eindringtiefe)
    • Mechanische Belastung (Abrieb)
    • Chemische Belastung (Putzmittel)
    • Licht und Wärme (Vergilbung)
    • Holzschädlinge (vorbeugend)
  • Beeinflussen der:
    • Holzmaserung (anfeuern, betonen)
    • Holzeigenschaften (positiv beeinflussen)
    • Holzoberfläche (verbessern)

W115: Welche Möglichkeiten der mechanischen Oberflächenbehandlung kennen Sie?

  • Holzschliff:            Grobschliff, Feinschliff, Glättschliff, Lackschliff
  • Bürsten
  • Sandstrahlen
  • Hobeln
  • Schrubben
  • Brennen

W117: Mit welchem Holzschliff sollte die Oberfläche vorbehandelt werden?

  • Holzschliff:
    • Grobschliff            K 100 – 120
    • Feinschliff K 120 – 180
    • Glättschliff            K 180 – 240
  • Entstauben
  • Wässern
  • Entharzen

W120: Erkläre den Unterschied zwischen Negativen und Positiven Beizbild!

W121: Was besagt der Festkörpergehalt im Lack?

  • Alle nicht flüssigen Bestandteile des Lackes, welche nach dem Verdunsten des Lösungsmittels auf der Lackierten Fläche verbleiben, nennt man Festkörper (Bindemittel, Pigmente, Füllstoffe)
  • Der ausgehärtete und getrocknete Lack hat eine bestimmte Trockenfilmdichte.

W127: Wie werden stehende Flächen gebeizt und begründen Sie diesen Vorgang?

stehende Flächen immer von unten nach oben beizen, damit beim Abfließen der Beize in der ungebeizten Fläche keine Beizmakierungen entstehen

W128: Warum und wie werden Beizmuster angefertigt?

  • Unbedingt vor der Beizarbeit ein Beizmuster anfertigen:
    • Gleiches Holz,
    • gleicher Leim,
    • gleicher Schliff,
    • gleicher Auftrag,
    • gleiche Trocknung
    • gleiche Lackierung
  • Beizmuster immer vom Kunde bestätigen lassen!

W132: Welche Aufgaben haben die Lösemittel im Lack?

Sie haben die Aufgaben, das Lackmaterial in die jeweilige Konsistenz zu bringen (lösen), damit es durch Streichen, Spritzen, Gießen, Walzen oder Tauchen auf ein Werkstück aufgetragen werden kann.

W133: Welche Aufgabe haben die Bindemittel im Lack?

  • Bindemittel bestehen aus Natur- oder Kunstharzen, die nach dem Trocknen und Aushärten den Trockenfilm auf der Holzoberfläche bilden.
  • Bindemittel prägen die Eigenschaften eines Lackes wesentlich, z.B.
    • Haftung,
    • UV – Beständigkeit,
    • Widerstandsfähigkeit, …

W135: Welche Auftragsmethoden gibt es bei der Lackverarbeitung und beschreiben Sie ihre Vor- und Nachteile!

  • Streichen:
    • Kleinteile, Lasuren, Renovierung, Anstriche auf der Baustelle
  • Spritzen:
    • Druckluftspritzen, Airlessspritzen, Airmixspritzen, elektrostatisches Spritzen
  • Gießen:
    • Einkopfsystem, Zweikopfsystem, in Industriebetrieben
  • Walzen:
    • Nur ebene Flächen, instustrielle Lackierung
  • Tauchen:
    • Kleinteile, Fenstergrundierung

W140: Beschreiben Sie Vor- und Nachteile der Wasserlacke!

  • Vorteile:
    • Umweltfreundlich, mit Wasser verdünn bar, Brand- und Explosionsgefahr stark vermindert, sehr gute Widerstandsfähigkeit gegen Wasser, Alkohol und Lösungsmittel, schwer entzündbar
  • Nachteile:
    • Schwache Anfeuerung, sorgfältiger Holzschliff erforderlich, nicht für alle Wasserbeizen geeignet, Arbeitsgeräte nicht für andere Lacke verwenden

W144: Beschreiben sie Vor- und Nachteile der 2. Komponenten bzw. Härterlacke!

  • Vorteile:
    • Gegen die Holzinhaltsstoffe der Hölzer weitgehend unempfindlich
    • Kann teilweise als Isoliergrund eingesetzt werden
    • Große Härte, aber trotzdem elastische Oberfläche
    • Gute Lösungsmittel- und Chemikalienbeständigkeit
    • Hohe mechanische Widerstandsfähigkeit
    • Formaldehydfrei
  • Nachteile:
    • Auf gebleichten Hölzern nur mit bestimmten Härtetypen einsetzbar
    • Lack muss vor der Verarbeitung gemischt werden
    • Haftungsstörung bei zu großen Zwischentrocknungszeiten (kurz vor dernächsten Lackschicht anschleifen)

W145: Wodurch entsteht Bläschenbildung oder Orangenhaut bei der Lacktrocknung?

  • Orangenhaut:
    • Zu viel Lack auf einmal aufgetragen
    • Lack mit zu hoher Viskosität
  • Bläschen:
    • Zu hohe Raumtemperatur
    • Zu hohe Absauggeschwindigkeit
    • Zu Hoher Spritzdruck
    • Zu große Düse
    • Zu geringe Verdünnung

W147: Wie erfolgt die natürliche Lacktrocknung?

  • Lackierte Flächen werden auf Hordenwagen abgelegt
  • Die Lösungsmittel verdunsten (Luftzirkulation)
  • Der Trockenraum benötigt Zu- und Abluft
  • Nicht schleifen und stauben

W148: Wodurch unterscheiden sich RAL und NCS?

Beim RAL – Farbsystem gibt es vordefinierte Farben und beim NCS – Farbsystem sind auch vordeffinierte Farben, allerdings sind diese Aufgeschlüsselt in Helligkeit, Sättigung und Farbe. Dies macht es einfacher NCS Farben zu reproduzieren.

 

W150: Welche Vor- und Nachteile hat eine gewachste oder geölte Oberfläche?

  • Vorteile:
    • Einfache Oberflächenmethode
    • Natürlicher Effekt
    • Keine Farbveränderungen bei chemisch gebeizten Flächen
    • Umweltfreundlich
  • Nachteile:
    • Geringe Widerstandsfähigkeit
    • Für Geländer und andere Stark begriffene oberflächen nicht geeignet

W151: Welche Gefahren können beim Ölen entstehen?

Beim Ölen muss immer darauf geachtet werden das Ölige Fetzen und Pinsel sachgemäß entsorg werden - ölige Fetzten können sich selbt entzünden.

W152: Nennen Sie Hinweise und Regeln für ein sicheres Arbeiten mit Oberflächenmaterialien!

  • Anleitungen der Herstellerfirma beachten
  • Materialien sind feuergefährlich und gesundheitsschädlich
  • Lösungsmitteldämpfe sind schwerer als Luft – daher Absaugung in Bodennähe
  • Keine Nahrungsmittel während der Arbeitszeit
  • Rauchverbot
  • Schutzbekleidung verwenden
  • Gute Be- und Entlüftung
  • Umweltschutz beachten
  • Oberflächenmaterialien nicht in Lebensmittelbehältern aufbewahren

W153: Welche Aufgabe hat Glas bei Bautischlerarbeiten zu erfüllen?

  • Lichtdurchlass
  • Wärmeschutz
  • Schallschutz
  • Sonnenschutz
  • Witterungsschutz
  • Brandschutz
  • Sicherheit
  •  

W155: Was verstehen Sie unter Isolierglas?

  • Isolierglas besteht aus 2, 3 oder mehreren ´Glasscheiben, die im Abstand von 6 – 24 mm luftdicht miteinander verbunden sind.
  • Die Scheiben sind entweder verschweißt, gelötet oder geklebt
  • Der Scheibenzwischenraum ist je nach erforderlicher Wärmedämmung entweder mit Trockenluft oder mit Edelgas gefüllt.

W158: Was versteht man unter dem Begriff „Sicherheitsglas“?

  • Einscheibensicherheitsglas (ESG):
    • Durch thermisches Vorspannen erhitzen auf 600°C und plötzliches Abkühlen.
    • Beim Bruch entstehen kleine, stumpfe Splitter.
  • Verbundsicherheitsglas (VSG):
    • 2 oder mehr Glasscheiben werden durch klare und hochelastische Folien oder Gießharz fest miteinander verbunden.

W160: Wozu wird Aluminium im Tischlerhandwerk verwendet?

  • Außenfassaden,
  • Profile in Fenstern und Türen
  • Bau- und Möbelbeschläge
  • Regenschutzschienen
  • Jalousien
  • Treppengeländer
  • Amaturen
  • Alufolien

W166: Welche Isolierstoffe eignen sich besonders als Wärmeschutz?

  • Stoffe mit hoher Dichte leiten Wärme gut
    • Stein, Metall, Beton, Glas u.a.
  • Stoffe mit geringerer Dichte leiten die Wärme schlecht
    • Holzfaserdämmplatten, Holzwolle, Mineralwolle, Polystyrol, Kork u.a.

W168: Wofür verwendet der Tischler Marmor und was ist dabei zu beachten?

  • Zu beachten:
    • Um Spannungen zu vermeiden, muss die Marmorplatte passend aufliegen
    • Als Druck zum Aufkleben genügt das Eigengewicht des Marmors
    • Als Einfassung werden Holz- oder Metallprofile verwendet (etws Luft lassen)
  • Verwendung:
    • Fensterbänke
    • Treppenstufen
    • Tischplatten
    • Arbeitsplatten

W169: Welche Verbindungsmitteln aus Holz, Kunststoff und Metall kennen Sie?

  • Holz:
    • Lamello, Feder, Dübel, Winkelfeder, Holznägel, …
  • Kunststoff:
    • Dübel, Lamello, Feder, …
  • Metall:
    • Schrauben, Nägel, Klammern, Dübel

W173: Beschreiben Sie die abgebildeten Schraubenschlitzarten!

  1. Sechskantschraube
  2. Halbrundkopfschraube mit Schlitz
  3. Senkkopfschraube mit Schlitz
  4. Zylinderschraube mit Schlitz
  5. Senkkopfschraube mit Innensechskant
  6. Zylinderschraube mit Innensechskant
  7. Senkkopfschraube mit Kreuzschlitz
  8. Rändelschraube

W174: Welche Verbindungsmittel finden in der Befestigungstechnik Anwendung?

von Links nach rechts:

  • Universaldübel
  • Gipskartondübel
  • Gipskartondübel für M schrauben
  • Rahmendübel
  • Einschlagmuffe
  • Chemische befestigungssysteme
  • diverse gips und Holraumdübel
  • Dämmstoffdübel

 

W178: Wozu wird Montageschaum verwendet?

  • Montieren von Türzargen und Fensterstöcken
  • Befestigung von Rohren
  • Metallteilen und diversen Innenausbauarbeiten
  • Wärme- und Schalldämmung

W184: Welche Materialien würden Sie für Arbeitsoberflächen verwenden und begründen Sie dies?

  • Marmor, Steinplatten:
    • Begründung: Hart, abriebfest, widerstandsfähig, hochwertig
  • Schichtstoffplatte:
    • Begründung; Abriebfest, leicht zu reinigen, widerstandfähig
  • Massivholz:
    • Begründung: Nur Hartholz, dekorativ, widerstandsfähig

W187: Was ist bei der Auswahl von Furnieren zu berücksichtigen?

  • Kundenwünsche berücksichtigen
  • Auf Furnierfehler achten (Äste, Harzgallen, Verfärbungen, Risse, …)
  • Die Reihenfolge der Furniere beachten
  • Die schönsten Furnierbunde für Außenseite bzw. Fronten verwenden

W188: Worauf ist beim Zusammensetzen von Furnieren zu achten und welche Furnierbilder kennen Sie?

  • Auf die Furnierauswahl
  • Die Fuge muss gut passen
  • Das Furnier kann unterschiedlich zusammengesetzt werden (Fugenpapier, perforiertes Fugenpapier, Leimfaden, Leimpunkt und stumpf verklebt)
  • Furnierbilder: abgerollt, gestürzt, Querfuge, Kreuzfuge, Fischgrad, Sternfuge, Schachbrett,

W189: Welche Wachstumsperioden unterscheidet man beim Baum und beschreiben Sie diese kurz?

  • Das Dickenwachstum vollzieht sich am Stammumfang und geschieht durch die Zellteilung in dem Kambium – Schicht
  • Frühholz = heller, weicher, breiter
  • Spätholz = dunkler, härter, schmäler
  • Beide zusammen ergeben einen Jahresring

W190: Welche Schäden werden durch Pilzbefall verursacht und wie kann man diese vorbeugen?

  • Stammfäule:         Krankhafter Befall am stehenden Baum
    • Arten:        Braunfäule, Weißfäule, Ringfäule
  • Lagerfäule:            Krankhafter Befall am lagernden Holz
    • Arten:        Vergrauung, Verblauung, Rotstreifigkeit, Nass- und Moderfäule
  • Hausfäule:            Krankhafter Befall von eingebautem Holz
    • Arten:        echter Hausschwamm, brauner Kellerschwamm, weißer

Porenschwamm

  • Vorbeugung:
    • Sachgemäße Holztrocknung
    • Richtige Holzlagerung
    • Auswahl geeigneter Holzarten
    • vorbeugende technische Maßnahmen (z.B. Witterungsschutz)
    • konstruktiver Holzschutz und chemischer Holzschutz

W191: Welche Maßnahmen zur Müllvermeidung kennen Sie in der Tischlerei?

  • Beim Zuschnitt:
    • Werkstücke so wenig zumaß wie möglich, aber so viel wie nötig
    • Zuschnittsoptimierung
  • Werkstoffe:
    • Chemische Holzschutzmittel sinnvoll einsetzen
    • Abfälle ordnungsgemäß entsorgen
    • Schleifstaub- ordnungsgemäße Absauganlagen verwenden

W192: Müssen Wachse und Öle entsorgt werden, wenn ja, begründen Sie dies?

  • Mit Öl getränkte Auftragstücher oder Putzpapier sind besonders leicht selbst entzündlich!
  • Daher unbedingt entweder einzeln zum Trocknen aufhängen oder in verschlossenen Metallbehältern aufbewahren

W193: Wie werden Reste von Werkstoffen fachgemäß in der Tischlerei entsorgt?

Lacke müssen Sachgemäß gesammelt und entsorgt werden

Massivholz kann verfeuert werden

Spanplatten kommen zum Sperrmüll oder zum Altholz

CGT008: Nennen und beschreiben Sie die zwei Hauptbestandsteile eines CNC-Bearbeitungszentrum!

  • Maschine:
    • Maschinenbrett und -ständer, Antriebe, Messsysteme, Arbeitsaggregate, Werkzeugwechsler, Vakkumanlage, Sicherheitseinrichtung
  • Steuerung:
    • Die Steuerung wandelt den Code des CNC- Programmes (Xilog, Hops, Woodwop) in Fahrbewegungen um und gibt diese an die Maschine weiter. Die Programmiersoftware ist nicht die Steuerung.

CGT009: Nennen und beschreiben Sie vier Steuerungsarten in der CNC-Technik!

  • Punktsteuerung:
    • Bei der Punktsteuerung werden alle drei Achsen der Maschine gleichzeitig oder nacheinander ohne Werkzeugeingriff positioniert. In einem zweiten Schritt erfolgen Eingriff und Rückbewegung des Werkzeuges. Dann erfolgt die nächste Positionierung.

 

  • Streckensteuerung:
    • Können die Maschinen in den (X, Y, Z) Achsen während der Bearbeitung bewegt werden, so spricht man von einer Streckensteuerung. Kennzeichnend ist die achsparallele Verfahrbewegung der Einzelachsen. Schräge Verfahrbewegungen können nur bei gleicher Geschwindigkeit zweier Einzelachsen durchgeführt werden.

 

  • 2D Bahnsteuerung:
    • Die gleichzeitige Bewegung aller Maschinenachsen unabhängig voneinander nennt man Bahnsteuerung. Schrägenbewegungen, also Verfahrbewegungen von mindestens zwei Achsen gleichzeitig möglich, wobei die Verfahrbewegung der Einzelachsen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten durchgeführt werden kann. Diese Unabhängigkeit ist Voraussetzung für kreis- und bogenförmige Konturbearbeitung.

 

  • 3D Bahnsteuerung
    • Bei Bahnsteuerungen wird auch zwischen 2-D, 21/2-D und 3-D Steuerungen unterschieden. Diese Unterscheidung bezieht sich aber weniger auf die möglichen Verfahrbewegungen, als auf die Fähigkeit der Steuerung, auch kompliziertere Verfahrbewegungen wie Schraubenlinien oder Spiralen zu errechnen und an die Maschine zu übertragen.

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