Biologie
Evolution
Evolution
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K. W.
K. W.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Evolution und Artbildung. Sie behandeln zentrale Konzepte wie Selektion, Rekombination und Mutation, die die genetische Variabilität und Anpassung von Populationen beeinflussen. Die Karteikarten eignen sich besonders für Studierende und Biologieinteressierte, die die Mechanismen der Evolution und die Entstehung neuer Arten verstehen möchten.
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Flashcards
Definition Evolution
- Evolution ist der Prozess, durch den sich Arten im Laufe der Zeit verändern und an ihre Umgebung anpassen.
Biologischer Artbegriff
- Definition + 3 Probleme
- Zu einer Art gehören alle die, die sich untereinander fortpflanzen können. Kurz: eine potenzielle Fortpflanzungsgemeinschaft®fertil.
- Probleme: (3p)
- Fossilien (Fertilität nicht feststellbar)
- Hybride (Artbildungsprozess nicht abgeschlossen)
- Bsp.: Liger (m=steril, w=fertil)
- Unterarten = Lokalpopulation (Wolf)
Morphologischer Artbegriff
Definition + 2 Probleme
- Eine Art ist die Gesamtheit aller Individuen, die in allen Merkmalen untereinander und mit ihren Nachkommen übereinstimmen.
- Probleme:
- Natürliche Variabilität
- Scheinbar mehrere Arten (die Individuen sind trotz der Unterschiede im Aussehen kreuzbar, gehören also einer Art an.)
- Zwillingsarten
- Sehen (fast) identisch aus, kreuzen sich aber nicht
- Natürliche Variabilität
Nennung
Gattung, Artnamen, Unterart
Natürliche Variabilität
Ursache
Folge
- Mutation und Rekombination von Allelen führen zu Varianten in der Merkmalsausprägung
- Z.B. Gehäusefarbe
- Das ist die Voraussetzung für Evolution
Genpool
- Definition
- Ein wichtiger Fakt
- Def.: die Gesamtheit aller Gene, die in einer Population vorhanden sind.
- Der Genpool einer Population ist die Voraussetzung für Evolution → Selektion
Belege für Evolution (6p)
- Homologe Merkmale
- Analoge Merkmale
- Brückentiere
- Mosaiktiere
- Molekulargenetische Indizien auf Verwandtschaft
- Fossilien
Homologe Merkmale
Definition 2p
Kriterien zur Bestimmung 3p
- Def: (2p)
- von gemeinsamen Vorfahren
- Gemeinsamer Grundbauplan
- Zeigt für Verwandtschaft.
- Kriterien zur Bestimmung: (3p)
- Laage
- Gleiche Lage und Ausrichtung im Körper
- Bsp: Vorderextremitäten der Wirbeltiere
- Spezifische Qualität
- Gleiches Material oder Gewebe
- Bsp: Haischuppe und der Zahnschmelz
- Kontinuität
- Zwischenformen
- Laage
Analoge Merkmale
- Def 2p
- Kriterium der Bestimmung 1p
- Beispiel 1p
- Def: (2p)
- Sehen ähnlich aus
- Gleicher Selektionsdruck
- nicht Verwand
- Unabhängig voneinander entstanden
- Sehen ähnlich aus
- Kriterium der Bestimmung:
- Homologie ausgeschlossen
- Beispiel:
- Grabschaufel vom Maulwurf und Maulwurfsgrille
Brückentiere
Def
Bsp
- Merkmale von zwei verschiedenen Arten
- Übergang von einer Art zur anderen
- Bsp: Archaeopteryx
Mosaiktiere
- Def
- Bsp
- Eine Mischung von Merkmalen verschiedener Arten
- Bsp: Schnabeligel
1.Molekulare Indizien für Verwandtschaft (3p)
- DNA-Hybridisierung (Schmelzpunktbestimmen)
- 2 Einzelstränge werden zusammengetan ® Semikonservative DNA
- Denaturierung ® Je Verwandter desto höherer Schmelzpunkt der DNA
- Aminosäuresequenzvergleich
- Veränderung der Aminosäurensequenz ® Veränderung der DNA-sequenz
- Indiz für Verwandtschaft
- Höchste Gemeinsamkeiten = Höchste Verwandtschaft
- CAVE!® Aminosäuren können auch Analog entstehen (Unterliegen der Selektion)
- Veränderung der Aminosäurensequenz ® Veränderung der DNA-sequenz
- DNA-sequenzvergleich
- Je mehr Unterschiede, desto weniger Verwandschaft
- CAVE! ® Codierende DNA-Bereiche unterliegen ebenfalls der Selektion
- Verwandtschaft kann vorgetäuscht werden
- Lieber am Intron durchführen ® Es sammeln sich Mutationen an
Bildung von Fossilien 3p
- Abschluss
- Versteinerung
- Abdruck
- Lebende Fossilien (3p) + Beispiel
- Stenök, Spezialisten
- Keine nahen Verwandten
- Leben in unveränderten Lebensräumen
- Bsp: Quastenflosser
- Leitfossilien (5p) + Beispiel
- Altersbestimmung
- Merkmale Geographisch verbreitet
- Kurze Lebensdauer
- Klar erkennbar
- Skelett oder Harte Schaale
- Bsp: Ammoniten
Evolutionsfaktoren (5p)
- Mutation
- Rekombination
- Gendrift
- Selektion
- Isolation
- Mutation (5p)
- Zufällig
- Führt zu neuen Allelen ® Merkmalsausprägung
- Änderung des Genpools einer Population (Pop.)
- Erhöhung genetischer Variabilität (ungerichtet ® natürlich)
- Bei jeder Geburt
- Rekombination 6p
- Zufällig
- Interchromosomale Rekombination (Meiose 1)
- Intrachromosomale Rekombination (Chrossing Over)
- Erhöhung genetische Variabilität (ungerichtet ® natürlich)
- Neue Zusammensetzung existierender Allele
- Bei jeder Geburt
- Gendrift (zufällig) 3p + 3 Besonderheiten
- Zufällige Änderung des Genpools durch Verlust von Allelen
- Trift idR. seltene Allele ® können an Bedeutung gewinnen
- Änderung Allelhäufigkeit (Zusammensetzung)
- Besonderheiten (3p)
- Flaschenhalseffekt 3p
- Nach starker Dezimierung
- Drastische Änderung des Genpools
- Variabilität reduziert ® Problem k-Strategen
- Gründerpopulation
- Wenige Individuen werden verdriftet
- Seltene gewinnen an Bedeutung (zufällige Allele)
- Migration
- Auswanderung (Aus bestehender Pop.)
- Einwanderung (in bestehenden Genpool)
- Flaschenhalseffekt 3p
- Selektion (gerichtet)
- Gibt Evolution Richtung
- „Gut angepasste“ haben „Fitnessvorteil“
- Ausgangspunkt ist natürliche Variabilität
- „Gut Angepasste“
- Bestimmte Merkmale in bestimmter Umgebung haben vortheilhafte Merkmalsausprägung
- Besserer Zugang zu Ressourcen
- Begünstigte Allele am häufigsten
- Andere Merkmale einen Nachteil
- Selektionsdruck ® Selektionsfaktoren (abiotische biotischen UF)
- „Fitness Vorteil“
- Biotisch 6p
- Besserer Zugang zu Ressourcen
- Entkommen Räubern besser
- Resistenter (Parasiten/Erreger)
- Bessere Symbiotische Beziehungen
- Fitter = Gesünder
- Mehr Ressourcen für Fortpflanzung ® höhere reproduktive Fitness
- Abiotisch 1p
- Größere Toleranz
- Biotisch 6p
- Natürliche Variabilität ändert sich im Laufe der Zeit
- Allelhäufigkeit ändert sich ® Phänotyp
- „Gut Angepasste“
- Drei Selektionsarten
- Stabilisierende Selektion (Verhindert Wandel) (5p)
- Unveränderter Selektionsdruck über lange Zeit
- Mittelwert (MW) Vorteil
- Extreme im Nachteil
- Natürliche Variabilität nimmt ab
- Stenök (Gefährdet)
- Gerichtete Selektion (verändert Population) (4p)
- Selektionsdruck auf Extrem
- Anders Extrem Vorteil
- Veränderung der Allelhäufigkeit zum Vorteil des Extremen
- Konkurrenzvermeidung
- Disruptive Selektion (Spaltet Populationen) (4p)
- Selektionsdruck auf MW
- Extreme Im Vorteil
- Oft durch Konkurrenzvermeidung
- Ursprungspopulationen ® Teilpopulationen
- Stabilisierende Selektion (Verhindert Wandel) (5p)
- Isolation
- Genfluss ziwschen Teilpop. Unterbrochen
- Unabhängige weiterentwiklung
- Bis zur reproduktiven Isolation ® Individuen nicht kreuzbar ® keine fertilen Nachkommen
- Biologischer Artbegriff trifft zu ® zwei Arten
- Reproduktive Isolationsmechanismen (2)
- Präzygotische Isolationmechanismen (vor Paarung) 3p
- Verhaltensisolation 4p
- Reviergesang (akkustisch)
- Signalfärbung (optisch)
- Balztanz
- Pheromone (olfaktisch)
- Ökologische Isolation (unterschiedliche Einnischung) 2p
- Zeitlich (Mai-Juni)
- Ortsspezifisch (Brackwasser, Süßwasser)
- Mechanische Isolation (Geschlechtsorgane) 2p
- „passen nicht mehr“
- Geschlechtsapparat bei Insekten + Schneckenhausdrehung
- Verhaltensisolation 4p
- Postzygotische Isolationmechanismen (Nach der Paarung)
- Gamettenisolation
- Ei Spermie verschmelzen nicht
- Ontogonetische Isolation
- Störung in Embryonal Entwicklung
- Hybridsterblichkeit
- Hybridsterilität
- Hybridzusammenbruch
- Teilfertilität ® Selektionsnachteil
- Gamettenisolation
- Präzygotische Isolationmechanismen (vor Paarung) 3p
Synthetische Evolutionstheorie (aktuelle, nicht Darwin usw.)
- Wandel von Populationen über die Zeit
- Zeitliche Artbildung
- Beendet vor der Artbildung
- Etablierung von Merkmalsausprägungen (MA)
- Verschwinden von alten MA
- Vorgang durch Selektion
- (Zufällige) Mutation Rekombination (Gendrift) ® neue MA
- Alle Allele bestimmen Genpool der Population
- Natürliche Variabilität eines Merkmals
- Vorgehen:
- Was ist das Merkmal (Gen)
- Halslänge
- Bestimmtes Protein
- Was sind die Merkmalsausprägungen (Allel)
- Kurz, Mittel, Lang -> Aminosäuresequenzen
- Was ist das Merkmal (Gen)
- MA unterliegen der Selektion
- Bestimmte Merkmale ® Selektionsvorteil/-nachteil
- Durch Selektionsdruck
- Vorgehen:
- Welche Merkmalsausprägung hat einen Vorteil/Nachteil?
- Worin besteht der Selektionsdruck (Was ist der Sd.?)
- Bestimmte Merkmale ® Selektionsvorteil/-nachteil
- Individuen mit vorteilhafter MA
- Vor und Nachteilhafte Merkmalsausprägungen ® Höhere/Niedrigere Fitness (Siehe Fitnessvorteil)
- Vorgehen:
- Was sind die Vor-, und Nachteile?
- Individuen: Fitness ® Fortpflanzungserfolg ®Nachkommen
- Zunahme der Vorteilhaften Merkmalsausprägungen
- Vorteilhafte Merkmalsausprägungen nehmen im Genpool der Population zu
- Nachteilige¯ ® Reproduktionsrate¯ ® Ausselektiert
- Genpool ändert sich
- Allopatrische Artbildung (Artbildung in verschiedenen Lebensräumen)
- Geographische Separation
- Urpsrungspopulation ® Geographische Barriere ® Teilpop.
- Bsp.: Fluss, Gebirge, Austrocknung
- Verdriftung ® Gründereffekt
- Übertragung einzelner in neue Gebiete
- Unterbrechung des Genflusses
- Durch Seperation ist der Genfluss zw. teilpop. Effektiv (gänzlich) unterbrochen
- Unabhängige Entwicklung der Gruppe/Teilpopulation
- Teilpopulation ® (zufällige) Mutation + Rekombination ® Genpool verändert sich
- Unterschiedliche Umweltbedingungen ® unterschiedliche Selektionsdrücke ® Genpoole (weil 2) verändern sich
- Bildung von Unterarten / Rassen
- Teilpop. Werden Phänotypisch unterscheidbar
- Dennoch Kreuzbar (Bei Barrierewegfall)® Hybrid
- Bildung eines gemeinsamen Genpools durch Hybridisierung möglich
- Bsp.: Raben und Nebelkrähe
- Isolationsmechanismen
- Weitere unabhängige Entwicklung ® Reproduktive Isolation
- Artbildung
- Trifft ein, wenn Teilpop. Vollständig reproduktiv isoliert sind
- Biologischer Artbegriff
- Schwesterarten entstanden
- Bsp.: Blaumeise-Kohlmeise
Sympathische Artbildung (Artbildung im selben Lebensraum)
- Aufgrund von Reproduktiver Selektion
- Einnischung durch I Konkurrenzvermeidung oder II Poiploidie
i.Einnischung durch Konkurrenzvermeidung
- Starke innerartliche Konkurrenz um Ressourcen
- Führt zu Konkurrenzvermeidung
- Individuen einer Population mit vorteilhaften Merkmalsausprägungen (Abiotische/Biotische Selektionsfaktoren) Nischen sich zusammen in eine andere ökologische Nische ein.
- Paarung zwischen den gemeinsam eingenischten Individuen
- Genfluss und Weiterentwicklung in der neuen ökologischen Nische.
- Reproduktive Isolation ® Artbildung
ii.Einnischung durch Poiploidie/Poliploidierung
- Verdopplung des Genoms durch „Fehler“ bei der Meiose
- Vor allem bei Kulturpflanzen
- Seltener bei Insekten und Krebsen
- Bsp:
- Erdebeere 14 (2n) ® 56 (2n) *4
- Weizen 14 (2n) ® 28 (2n) *2
- Hyridisierung (beim Marmorkrebs)
- 1.Art (xx) [14] + 2.Art (x)[7] => Hybridisierte Art (xxx) [21] = Steril, Meiose nicht möglich
Adaptive Radiation
- Bildung Zahlreicher Arten durch unterschiedliche ökologische Anpassungen (Einnischung) bei Neubesiedlung eines Lebensraumes in einem Geologisch kurzem Zeitraum
- Gründerpopulation „wenige Individuen“ Lebensraum mit vielen freien Ökologischen Nieschen
- Bild
- Innerartliche Konkurrenz
- Sympatrische Artbildung in viele freie ökologische Nischen
- Aus einer Art ® Zahlreiche neue Arten (und zwar Rasant 3Mio)
Sexuelle Selektion
- Begünstigt Merkmalsausprägungen die Fortpflanzungschancen eines Individuens erhöhen.
- Führt idR. Zu Sexualdimorphismus
- Intrasexuelle Selektion (Zwischen Individuen mit demselben Geschlecht)
- Konkurrenz um den Zugang von Partnern
- i.d.R. zwischen Männer
- ® Konkurrenzkämpfe
- Beschädigungskampf (Hohe Verletzungsgefahr)
- Ritualisierter Kampf (Mittlerer Verletzungsgefahr)
- Imponierverhalten (Keine Verletzungsgefahr)
- Intersexuelle Selektion (Zwischen Individuen mit unterschiedlichem Geschlecht)
- Partnerwahl
- Auffällige, scheinbar hinderliche MA werden selektiert
- Individuelle Fitness (überleben) reproduktive Fitness (Fortpflanzung)
- Für Evolution ist reproduktive Fitness verantwortlich
- Erklärung durch das „Handycap-Prinzip“
- Scheinbar nutzlose oder hinderliche Merkmale = verlässliche Aussage über Vorteilhafte Gene (gute Gene hypothese)
- Entspricht („costly signaling“)
- „Überzeugung des Mannes über Signale, die sich nicht jeder leisten kann“
- Zwischen Individuen mit unterschiedlichem Geschlecht